Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.

Das ist eine Tatsache, eine großartige Tatsache! Der Glaube erfasst sie und hält sie fest, auch wenn der Anschein dagegen spricht. Alle Dinge - und immer zum Guten! Menschen mögen uns übelwollen und unsere Lebensumstände voller Kälte sein; dennoch wird Gott dafür sorgen, dass das, was geschieht, uns Nutzen und Segen bringt.

Wem gilt dieses große Wort? Vom Standpunkt Gottes aus gesehen, gilt es „denen, die nach Vorsatz berufen sind". Das platziert die kleinen, manchmal anstrengenden und unangenehmen Umstände und Ereignisse unseres Alltags vor einen großartigen Hintergrund: unsere Berufung nach dem Plan Gottes. Im Stress und in der Mühe des täglichen Lebens vergessen wir das manchmal, nicht wahr?

Gott hat in Bezug auf uns einen Vorsatz, einen Plan gefasst, noch bevor Er die Schöpfung ins Dasein rief. Nach diesem Vorsatz hat Er dich und mich zu sich gerufen. So verbindet Er „alle Dinge" unserer Praxis mit der Stellung, in die Er uns aus Gnade gebracht hat.

Doch für die Empfänger der Verheißung, „dass alle Dinge zum Guten mitwirken", gibt es noch ein anderes Kennzeichen. In unserem Vers wird es sogar an erster Stelle genannt: Diese Zusage gilt „denen, die Gott lieben". Das sind alle Gläubigen, denn „die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist", und „wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat" (Römer 5,5; 1.Johannes 4,19). Und in dem Maß, wie wir Ihn lieben und nicht uns selbst oder die Welt, werden wir durch diese Verheißung gestärkt und ermuntert.

Gott liebt uns - daran wollen wir denken. Dann werden auch wir Ihn lieben und erleben, dass uns alle Dinge zum Guten mitwirken.

 

Aus: "Der Herr ist nahe", 19.05. 2009 • CSV-Verlag,  Hückeswagen

   
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