Das Leben des Menschen scheint ein Überwinderleben zu sein. Was gibt es nicht alles zu überwinden - körperliche Müdigkeit, Schwierigkeiten, Widerstände, Charakterschwächen, Ängste, Armut, Barrieren, Krisen, Trägheit, Egoismus, u. v. a. m.

Überwinden ist auch ein wichtiges Thema in der Bibel, genauer betrachtet, sogar ein lebenswichtiges.

 

Vorwort zu diesem Studium: Texte in einfacher Schriftart und Hervorhebungen stammen vom Autor. Wertvolle Impulse zu diesem Thema habe ich durch den Vortrag von Karl-Hermann Kauffmann, Albstadt „Überwinder in der Endzeit - die Gemeinde zu Sardes",  in Endzeit-Aktuell II/2008, Hohegrete /Westerwald, erhalten.

Die Bibelstellen wurden aus der Schlachter 2000 Übersetzung entnommen. Dort wird in der Fußnote zu   2.Mose 3,14  erläutert: „Der hebräische Name des Gottes Israels (in dieser Übersetzung mit HERR wiedergegeben; wahrscheinlich lautete er »Jahweh«) beruht auf dem hebr. Wort hawa = »sein / existieren«; von daher die Wendung »Ich bin, der ich bin«. Daher habe ich für „HERR" JHWH eingesetzt. Erläuterungen zu den Namen Jesus Christus sind am Schluss dieses Studiums zu finden.

 

Am 27.09.07 nahmen wir in unserer Bibel-Hauskreisversammlung das Offenbarungs-Kapitel 3,1-6 „Die Gemeinde zu Sardes" durch. Sie gehört mit zu den in der Offenbarung Jesu Christi  durch Johannes genannten sieben Gemeinden.

Allein in der Offenbarung wird achtmal ermahnt zu überwinden, auch die Gemeinde zu Sardes wird ermahnt.

Offb 3,5      Wer überwindet, der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden; und ich will seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buch des Lebens, und ich werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.

 

In der Brockhaus-Enzyklopädie steht unter „überwinden": kämpfen, sich abmühen, besiegen. Dazu benötigt man geistige Energie und einen starken Willen. Manche Menschen suchen dazu professionelle Hilfe und Rat. Christen sollten wissen, dass sie Hilfe von Gott dazu erhalten können.

Joh 16,33   Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!

1Jo 5,4       Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.

Mt 7,7         Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!

 

„Die Welt überwinden" bedeutet, sich von der von Gott abgewandten Menschheit nicht beeinflussen zu lassen, sich von der Lust und allem Bösen fernzuhalten - in allem Gottes Willen  zu tun.

„Aus Gott geboren" bedeutet, ein neues Leben zu beginnen; ein Leben nach Gottes Willen zu führen und Sein Wort zu befolgen. Dies gelingt nur, wenn ich täglich in Gottes Wort lese, darüber nachdenke und mit Gott darüber im Gebet spreche. Dann werde ich erkennen, dass ich ohne Verbindung zu unserem Schöpfer nichts bin, auch wenn ich dies meine.

Jer 10,23    Ich weiß, JHWH, dass der Weg des Menschen nicht in seiner Macht steht, dass der Mann, wenn er geht, seine Schritte nicht lenken kann.

Spr 14,12    Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod.

 

Ich selbst habe lernen und erkennen müssen, dass mein Leben nicht in meinen Händen liegt.

Ps 119,67   Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber befolge ich dein Wort.

Ps 119,105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.

Ps 119,133 Mache meine Schritte fest durch dein Wort, und lass nichts Böses über mich herrschen!

Wenn der Mensch durch Gottes Wort erkennt, dass das Sichtbare zeitlich und das Unsichtbare ewig ist, kann er mit Gottes Hilfe wirklich und dauerhaft überwinden.

 

Was bedeuten „weiße Kleider", womit der Überwinder bekleidet werden soll?

Die Farbe weiß will im allgemeinen tadellose Sorgfalt, Hygiene, Frische, Ehrlichkeit und Anstand (weiße Weste haben) vermitteln. Das weiße Brautkleid war in der Tradition ein Symbol der Jungfräulichkeit, der Reinheit und der Unschuld.

Physikalisch steht die Farbe Weiß für die Summe aller Farben.[1]. Weiß symbolisiert auch „Licht" und hat die Eigenschaft, Licht zu reflektieren. Licht und Finsternis, so lehren die Bibel und auch die Natur, können nicht zusammensein. Wo Licht ist, muss die Finsternis weichen.

In meinem Studium über das Thema „Was ist der Mensch" (März 2009) wird beschrieben, dass Gott und Sein Sohn Licht sind (Ps 27,1; Joh 8,12).

 

In der Bibel stehen „weiße Kleider" als Sinnbild für die Gerechtigkeit der Heiligen[2]. DerMensch kann aber selber nicht durch eigene Anstrengung gerecht werden. Gerechtigkeit kannnur durch die Gnade unseres gütigen Gottes in Seinem Sohn erlangt werden.

Wie wir in Offenbarung 3,5 gelesen haben, werden nur Überwinder mit weißen Kleidern bekleidet werden, und dass dies eine Voraussetzung für das ewige Leben im Reich Gottes ist.

Paulus schreibt darum von der Gemeinde Christi:

Eph 5,27     ... , die herrlich sei, so dass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei.

 

Gott, der Allmächtige kann keine Sünde in Seiner Gegenwart dulden. Sünde ist Auflehnung gegen Gottes Willen, Sein Wort, Seine Gebote und Gesetze. Sünder können nicht ins Reich Gottes gelangen, egal ob es lässliche (wie fälschlicherweise von der kath. Kirche behauptet wird) [3], kleine oder große Sünden (1. Mose 3,11-24; Mt. 5,20; 7,21; 18,3; 23,13; Lk. 13,3; Joh. 3,3-5; 1. Kor. 6,9; Gal. 5,21; Kol. 3,25; Offb. 3,4.12.16.17.21) sind. Denn der Sünde „Lohn" ist der Tod (Röm. 6,23), ewiges Getrenntsein von Gott (Mt 25,46). Ich empfehle daher, die zuvor erwähnten  Bibelstellen ernsthaft zu studieren.

 

Ohne Sünde und Fehler sein - das können wir nicht von uns aus. „Wie kann dies geschehen (Joh. 3,9)?", werden wohl die meisten fragen. Dies stimmt  - der Mensch alleine vermag es nicht. Wenn wir Christus als unseren Heiland und Erlöser annehmen (Joh. 3,17), können wir durch Ihn Gerechtigkeit erlangen.

1Petr 3,18  Denn auch Christus hat {einmal} für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist,

 

Dann können wir ein Leben führen, das Ihn reflektiert, heilig und tadellos[4], also ohne Flecken[5] und Runzeln ([6]griech. „rutis", Fehler und Makel). ER ist es, der uns von unseren Sünden befreien kann (Offb. 1,5; 7,14). Geführt durch Gottes heiligen Geist werden wir dann die Wahrheit erkennen (Psalm 43,3 und Joh. 16,13) und tun (Joh. 3,21).

Zu unserer Hilfe wandelt Christus, unser Herr, inmitten Seiner Gemeinde (Mt 28,20).

Hier müssen wir uns fragen: „Ist uns das jederzeit bewusst, leben wir danach jeden Tag oder lesen wir das alles nun schon zum zigsten mal in der Bibel oder hören es wieder mal in einer Predigt ohne  den geringsten persönlichen Fortschritt"?

 

Wenn jemand von sich meint, bei ihm sei alles in Ordnung, der beachte diese Mahnung:

Lk 11,35     So habe nun acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist!

Es ist dringend nötig, darüber nachzusinnen.

 

Kommen wir nun wieder zu unserer „Beispielgemeinde" Sardes. Was sollte der Bote der Gemeinde weiter mitteilen?

Offb 3,1      ... Ich kenne deine Werke: Du hast den Namen, dass du lebst, und bist doch tot.

Hier war also eine christliche Gemeinde, die einen guten Ruf hatte, dass „Leben" in ihr war.

Die äußere Darstellung, modern ausgedrückt „ihr Outfit", war wohl für viele attraktiv. Nicht wenige Kirchen oder Gemeinden meinen von sich, dass sie „leben", wenn sie religiöse und allgemeine Aktivitäten haben, Feste (manche sogar Karnevalsaktivitäten) feiern, Pilgerreisen, usw. durchführen. Die Liste ihrer Aktivitäten soll der persönliche und der „Lebenspiegel" der Gemeinde sein und auch andere animieren mitzumachen. [7]Solch ein zwischenmenschliches Verhalten gibt es heute leider, d. h. man ködert Menschen mit menschlicher Gemeinschaft statt den Herrn und Heiland zu verkündigen, der wahrhaftig das Leben gibt, ewiges Leben und ewige Gemeinschaft in Ihm. Die Menschenkirche gleicht dagegen einem Massengrab mit schönen Blumen. Denn Leben kann nur von Leben kommen, und niemand kann anderen Leben vermitteln, es sei denn Der, der das Leben in sich hat, der das Leben selber ist.

 

Die Bibel ist der Maßstab, was wahrer Gottesdienst ist und wozu alle Christen berufen sind. Dies sollte daher ohne Kompromisse und Ansehen (Spr. 28,21) der Person verkündet werden:

1Petr 2,9    Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht

Jes 66,2      ...:"Ich will aber den ansehen, der demütig und zerbrochenen Geistes ist und der zittert vor meinem Wort".

Die meisten fühlen sich wohl und zufrieden, wenn sie einen Gottesdienst oder eine Versammlung besucht haben. Ihr geistliches Leben besteht möglichlicherweise aus Traditionen, Eigenverpflichtungen und Routine. Menschliche Ideen und Gedanken sind die „Werkmeister" all dieser selbst erdachten „Gottesdienste". Die Gebete haben meist ihren festen Platz und die gleichen Worte. Versammlungsräume oder Kirchen werden zu Klage- und Bitträumen, die Lichter brennen, jedoch der Segen bleibt aus und nicht wenige Stimmen fragen: „Warum lässt Gott dies oder das zu, warum antwortet Er nicht?"8 Sie beten zu Christus ihrem „Herrn" (Mt 7,21-23) oder zu „unserem Vater im Himmel", bitten Ihn um viele Dinge, unternehmen aber wenig oder sogar nichts, um Gottes Willen zu suchen und zu tun.

 

Was sagt Gott selbst dazu?

5Mo 11,26-28 Siehe, ich lege euch heute den Segen und den Fluch vor: den Segen, wenn ihr den Geboten JHWH´s, eures Gottes, gehorsam seid, die ich euch heute gebiete; den Fluch aber, wenn ihr den Geboten JHWH´s, eures Gottes, nicht gehorsam sein werdet und von dem Weg, den ich euch heute gebiete, abweicht, so dass ihr anderen Göttern nachfolgt, die ihr nicht kennt.

Jes 55,8-9   Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht JHWH; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

Jes 65,2      Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach einem widerspenstigen Volk, das seinen eigenen Gedanken nachgeht auf einem Weg, der nicht gut ist.

Jer 6,19      Höre es, Erde! Siehe, ich will Unheil über dieses Volk kommen lassen, die Frucht ihrer Gedanken; denn auf meine Worte haben sie nicht geachtet, und mein Gesetz, das haben sie verworfen.

Mal 3,7       Seit den Tagen eurer Väter seid ihr von meinen Satzungen abgewichen und habt sie nicht befolgt. Kehrt um zu mir, so will ich mich zu euch kehren! spricht der JHWH der Heerscharen. Aber ihr fragt: »Worin sollen wir umkehren? «

Hebr 10,11 Und jeder Priester steht da und verrichtet täglich den Gottesdienst und bringt oftmals dieselben Opfer dar, die doch niemals Sünden hinwegnehmen können;

Kol 2,20     Wenn ihr nun mit Christus den Grundsätzen der Welt gestorben seid, weshalb lasst ihr euch Satzungen auferlegen, als ob ihr noch in der Welt lebtet?

Kol 2,22-23     - ... nach den Weisungen und Lehren der Menschen, die freilich einen Schein von Weisheit haben in selbst gewähltem Gottesdienst und Demut und Kasteiung des Leibes, [und doch] wertlos sind und zur Befriedigung des Fleisches dienen.

 

Worin sollen wir umkehren?

Joh 12,26   Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach; und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein; und wenn jemand mir dient, so wird ihn [mein] Vater ehren.

Röm 12,1    Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!

Kol 3,1-3    Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist; denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.

1Kor 15,58 Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit (dann) nicht vergeblich ist im Herrn!

 

Fassen wir das zuvor Beschriebene einmal zusammen:

  • Die meisten fragen nicht mehr nach Gottes Willen und Seinen Geboten. Sie richten sich nicht nach Seinen Worten, sondern nach ihren eigenen Satzungen, Lehrmeinungen, Kirchenlehren, nach dem, was sie meinen, was gut und richtig sei.
  • Die Gedanken und Wege Menschen stimmen überwiegend nicht mit denen von Gott  überein.
  • Gott streckt die Hände immer wieder aus, damit die Menschen umkehren, sie Seinem geliebten Sohn nachfolgen und die weltliche und falsche religiöse Lebensweise überwinden.
  • Wir sollen nicht selbsterwählte Gottesdienste hochhalten, sondern nach dem fragen, was Gottes Wille ist - was droben ist und nicht, was auf Erden ist.
  • Wir sollen allem, was nicht Gottes Wille ist „gestorben" sein und im Werk unseres Herrn zunehmen.

Eph 2,10     Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

 

Gott hat Seinen Gesalbten zum Haupt der Gemeinde gesetzt, alle anderen sind Glieder (Kol.1,18; Röm 12,4-5).Nur das Haupt kann bestimmen, was Sein Leib, die Gemeinde tun soll - kein anderer. ER hat schon längst alles bereitet.

 

Wenn uns dies berührt und wir erkennen, dass wir um hundertachtzig Grad umkehren müssen, um auf dem richtigen Weg zu gehen (Joh. 14,6), sollten wir uns die Mahnungen an die Gemeinde zu Sardes noch einmal genauer anschauen.

Offb 3,1      ..., und bist doch tot.        Offb 3,5        Wer überwindet, ...

Geistig „tot" sein bedeutet, „menschliche Werke" zu tun und Gottes Heiligen Geist nicht wirken zu lassen. Denn der Geist ist Leben (Joh 6,63).

Gal 6,8       Denn wer auf sein Fleisch sät, der wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird vom Geist ewiges Leben ernten.

Die Gemeinde zu Sardes und ihre einzelnen Mitglieder strahlten nicht das Licht ihres Herrn und Erlösers aus. Sie taten möglichlicherweise „ihre Christenpflicht" oder waren von sich und dem, was sie selbst erdacht hatten, überzeugt. Vielleicht ging ihnen „Dein Wille geschehe" leicht und fromm über die Lippen, und doch taten sie, was ihr eigener Wille war. Sie bauten wohlmöglich die Gemeinde nach ihren Planungen, Richtlinien und Satzungen auf.

Paulus ermahnte:

Kol 4,17     ...: Habe acht auf den Dienst, den du im Herrn empfangen hast, damit du ihn erfüllst!

1Tim 4,16   Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; bleibe beständig dabei! Denn wenn du dies tust, wirst du sowohl dich selbst retten als auch die, welche auf dich hören.

 

Hier ist keine Kirchenlehre, sondern Gottes Wort, Sein Sohn (Joh. 1,1-14).gemeint.

Jes 11,2      Und auf ihm wird ruhen der Geist JHWH´s, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rats und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht JHWH´s.

 

Erregt das Vorgenannte vielleicht in vielen Punkten in uns Widerspruch oder sind wir bereit, uns den  lebenswirkenden Ermahnungen unseres Herrn zu öffnen?

 

Warum war die Gemeinde „tot"? Wurde in der Gemeinde verkündet, was menschlicher Geistentwarf oder das, was der siebenfache Geist Gottes lehrt?

Joh 3,34     Denn der, den Gott gesandt hat, redet die Worte Gottes; denn Gott gibt den Geist nicht nach Maß.

Joh 14,26   der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Hier sagt Christus, dass der heilige Geist nichts Eigenes redet. Wieviel mehr sollten wir Menschen, wenn es um Gottes Wort geht, uns nur am bereits geschriebenen Wort, der Bibel orientieren.

Diese geistliche Erkenntnis erfährt man nur durch eine tiefe Beziehung zu Jesus Christus, unserem Herrn - nämlich, was Er in der stillen Zeit in meinem Herzen tut.

Die Fülle des Heiligen Geistes ist an IHN gebunden, ohne Ihn geht nichts.

Joh 15,5     Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.

 

Gottes Heiliger Geist ist jedem zugesagt, nicht nur ordinierten Amtsträgern.

Jes 57,15    Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt und dessen Name »Der Heilige« ist: In der Höhe und im Heiligtum wohne ich und bei dem, der zerschlagenen und gedemütigten Geistes ist, damit ich den Geist der Gedemütigten belebe und das Herz der Zerschlagenen erquicke.

Ps 34,19     JHWH ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.

Hier steht auch nichts von Religionen, Denominationen[8], Theologiestudium, Geisteswissenschaften oder Kirchenlehren. Nur Gottes Wort ist Leben, und darum versucht

Satan (der Widersacher), Zweifel daran zu sähen (1.Mo. 3,1; Mt 4,1-11) und Menschen zu verwirren.

 

Christus handelt durch den siebenfachen Geist Gottes (Sach. 3,9).

Joh 16,13   Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.

Joh 16,14   Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen.

 

Wir sollen dem Lamme folgen, wohin es geht.

Joh 10,4     Und wenn er seine Schafe herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme.

Tun wir dies und kennen wir Seine Stimme (Sein Wort)?

 

Schon im Alten Testament lesen wir, dass Gott durch Seinen heiligen Geist und nicht durch menschliche Macht, Worte und Organisationen, Sein Haus bauen will[9].

Sach 4,6     ...: Das ist das Wort JHWH´s an Serubbabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist! spricht JHWH der Heerscharen.

Sach 4,9-10     Die Hände Serubbabels haben dieses Haus gegründet, seine Hände sollen es auch vollenden; und du wirst erkennen, dass mich der JHWH der Heerscharen zu euch gesandt hat Denn wer ist's, der den Tag geringer Anfänge verachtet? Und jene Sieben werden mit Freuden das Senkblei in der Hand Serubbabels sehen, die Augen JHWH´s; sie sind's, welche die ganze Erde durchstreifen!

 

Serubbabel ist der Vorschatten auf Christus hin, den großen Priester über das Haus Gottes (Hebr. 10,21). Er legt in unserem Leben das Senkblei an. Ein Senkblei[10] ist das erforderliche vertraute Arbeitsgerät eines „Hausbauers". Der Anziehungskraft gehorchend, zeigt es den geraden Weg von oben nach unten. Ein Haus, das aus dem „Lot" geraten ist, ist nicht mehr standfest. Das Senkblei in Anwendung sagt etwas darüber aus, ob die Bauleute (1. Petr. 2,7) sich nach dem Eckstein (Christus, Eph.2,20) gerichtet haben.

 

Sein eigenes Leben selber im Lichte Gottes zu beurteilen, wird zu einem Fehlurteil führen.

1Kor 4,4     Denn ich bin mir nichts bewusst; aber damit bin ich nicht gerechtfertigt, sondern der Herr ist es, der mich beurteilt.

Offb 5,6      Und ich sah, und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, welche die sieben Geister Gottes sind, die ausgesandt sind über die ganze Erde.

Dieser Geist sieht und hört alles. ER erkennt, was in uns lebt oder tot ist. Er beurteilt genau, ob ich „der Welt gestorben" bin und ganz für den Herrn lebe.

Jak 2,17-18     So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot. und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch! aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen?

Jak 2,24      So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein.

 

Der echte Glaube wird durch die daraus resultierenden Werke sichtbar.

Jak 2,26      Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne die Werke tot.

Wir werden alle vor dem Richterstuhl[11] Gottes stehen (Röm 14,10). Hier wird der Dienst eines jeden Gläubigen bewertet.

1Kor 3,14   Wenn jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleibt, so wird er Lohn empfangen;

 

Überwinden bedeutet:

Offb 3,2      Werde wach und stärke das Übrige, das im Begriff steht zu sterben; denn ich habe deine Werke nicht vollendet erfunden vor Gott.

Gal 2,20     Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

Kol 3,17     Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.

 

Wenn die Werke nicht stimmen, stimmt mein Herz nicht. Sagen die Werke ja, wie der Mund ja sagt?Es müsste klarer werden, worin wir umkehren oder was wir überwinden sollen. Der Zeitgeist, der auch der Geist der Welt ist, muss überwunden werden. Gottes Geist darf nicht gedämpft werden (1. Thess. 5,19).

Warum lehren so viele Kirchen und Gemeinschaften dies nicht ohne Kompromisse? Weil sie sich in ihrer Gesinnung von der Einfalt gegenüber Christus abwenden (2.Kor 1,3). Gottes Wille wird so ausgelegt, wie sie es wollen oder wie sie es verstehen. Ihre eigenen Gedanken beherrschen sie. Da nützen die Willenbezeugungen und ökumenischen Kraftanstrengungen zur „Einheit" nichts. Dadurch wird der schmale Weg zum breiten Weg.

Ihr sollt "eins" sein (Joh. 17,11)

  • bedeutet nicht, als organisierte Einheit den selbstgewählten Weg gehen.
  • heißt „eins sein in Gottes Geist".
  • bedeutet, nur zu tun, was der Wille unseres Vaters im Himmel ist

Joh 5,19     ...  ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.

1Petr 2,21  Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt.

Wenn wir Gott nicht gehorsam sind, wenn unser Wille und unsere Gedanken unseren Wegbestimmen; wenn wir auf Gottes Worte nicht achten, der Welt nicht gestorben sind, Weisungen und Lehren von Menschen folgen, wird es Zeit, umzukehren und dies zu überwinden.

Jedes modernes Navigationsgerät sagt, wenn wir auf dem Weg zum Ziel abgewichen sind: „Bei nächster Gelegenheit bitte wenden" - begib dich wieder auf den richtigen Weg.

 

Die Bibel ermahnt, geistliche Schläfrigkeit zu überwinden.

Eph 5,14     Darum heißt es: Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, so wird Christus dich erleuchten!

Mt 26,41     Wacht und betet, damit ihr nicht in Anfechtung geratet! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.

Begib dich täglich vor unseren Herrn zur Beurteilung, damit Er das Senkblei an dich anlegt. Der Navigator sagt:„Bei nächster Gelegenheit ..."  Die Bibel sagt:

Eph 6,18     indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist, und wacht ...

Mk 13,33    Habt acht, wacht und betet! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.

Jak 4,14      - doch wisst ihr nicht, was morgen sein wird! Denn was ist euer Leben? Es ist doch nur ein Dunst, der eine kleine Zeit sichtbar ist; danach aber verschwindet er.

 

Schlagen wir die Bibel auf und beten „Herr, lass es mich erkennen - hilf mir zu überwinden und Glaube, Werke und Wandel, das persönliche Tun nach Deinem Wort auszurichten."

 

Wenn wir uns der Bewertung unseres Heilandes aufrichtig unterwerfen, wird unser wahrer Zustand offenbar.

Bei David führte dies zu ungeheucheltem Bekennen.

Ps 31,11     mein Leben ist dahingeschwunden in Kummer und meine Jahre mit Seufzen; meine Kraft ist gebrochen durch meine Schuld, ....

 

Aus dem Christenverfolger Saulus wurde ein Verkünder des Evangeliums (Apg. (,1-3; 23,3; 24,5; 7,58; 9,11), der sein ganzes Leben Christus gab.

2Kor 12,10 Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um des Christus willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

Phil 4,13     Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.

 

Wenn wir nicht überwinden, Sünde nicht aufgeben, beherrscht werden von Lauheit, Eifersucht, Egoismus, wenn wir Gottes Wort nicht befolgen, sondern nur hören und lesen, können wir durchaus immer noch den Ruf haben zu leben. Das sind Sünden, die man nicht sieht; denn man kann sie mit schönen „Fassaden" verdecken - aber wie lange?

 

Bevor unsere geistliche Kraft erlischt, sollten wir wie David zu Gott rufen:

Ps 38,5-11 ... meine Verschuldungen gehen über mein Haupt; wie eine schwere Last sind sie, zu schwer für mich. ... . Ich bin tief gebeugt und niedergedrückt; ich gehe trauernd einher den ganzen Tag; ... Ich bin ganz kraftlos und zermalmt; ich schreie vor Unruhe meines Herzens. O Herr, all mein Verlangen ist vor dir offenbar, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen! Mein Herz pocht heftig, meine Kraft hat mich verlassen, und selbst das Licht meiner Augen ist mir geschwunden.

 

Das Schlimme ist, dass man geistliche Dinge nicht sehen oder fühlen kann.Sie werden irgendwann an meiner Lebensweise sichtbar. Es ist ein langsamer Sterbeprozess.

Darum sagt Christus:

Joh 15,4     Bleibt in mir, und ich [bleibe] in euch! Gleichwie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.

 

Wir müssen ehrlich gegenüber uns selber sein - wie stehe ich wirklich zu unserem Herrn? Er bewertet und ermahnt uns.

Offb 3,3      So denke nun daran, wie du empfangen und gehört hast, und bewahre es und tue Buße! Wenn du nun nicht wachst, so werde ich über dich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht erkennen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde.

Lk 8,18       So habt nun acht, wie ihr hört! Denn wer hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er zu haben meint.

 

Ein Überwinderleben wird sichtbar.

Kol 2,6-7    Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so wandelt auch in ihm, gewurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, so wie ihr gelehrt worden seid, und seid darin überfließend mit Danksagung.

 

Gehe den Weg, den der Herr dir zeigt. Es kostet Überwindung und bringt möglicherweise eine wesentliche Änderung in Deinem täglichen Leben mit sich. Vom passiven Abwartenden zum Handelnden. Ich gehe und tue, was der Herr mir in Seinem Wort oder/und im täglichen Leben zeigt.

Wenn du Weisung und Antwort erhalten willst, lies in Seinem Wort. Fang ruhig in Matthäus Kap. 5 an, da lehrte der Herr Seine Jünger - das wollen wir doch auch sein.

 

Was wir empfangen haben, müssen wir bewahren und danach handeln.

1Kor 4,6     ..., in eurem Denken nicht über das hinauszugehen, was geschrieben steht, ... sonst müssen wir diesbezüglich Buße tun. Dies ist nichts Mystisches, sondern wir müssen einfach in allem zu Gottes Willen und Wegen umkehren. Wir müssen uns auf unseren Herrn ganz und gar ausrichten, Ihn bitten, dass man die Dinge so sieht, wie ER.

Dann werden wir uns freuen und fröhlich sein:

Ps 5,12       Aber alle werden sich freuen, die auf dich vertrauen; ewiglich werden sie jubeln, denn du wirst sie beschirmen; und fröhlich werden sein in dir, die deinen Namen lieben!

Röm 12,12  Seid fröhlich in Hoffnung, in Bedrängnis haltet stand, seid beharrlich im Gebet!

 

Noch hat Gott mit uns Geduld

2Petr 3,9    Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.

 

Lege den Meßstab oder das Senkblei nicht selbst an dich an, sondern lass es Gott tun.

2Tim 2,19- 25 Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trägt dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen! und: Jeder, der den Namen des Christus nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit! In einem großen Haus gibt es aber nicht nur goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene, und zwar die einen zur Ehre, die anderen aber zur Unehre. Wenn nun jemand sich von solchen reinigt, wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt und dem Hausherrn nützlich, zu jedem guten Werk zubereitet. So fliehe nun die jugendlichen Lüste, jage aber der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden nach zusammen mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen! Die törichten und unverständigen Streitfragen aber weise zurück, da du weißt, dass sie nur Streit erzeugen. Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein gegen jedermann, fähig zu lehren, geduldig im Ertragen von Bosheiten; er soll mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisen, ob ihnen Gott nicht noch Buße geben möchte zur Erkenntnis der Wahrheit und sie wieder nüchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels heraus, von dem sie lebendig gefangen worden sind für seinen Willen.

Dann wirst du nicht nur den Ruf haben zu leben, sondern wirklich leben.

 

Wenn Du dies hörst oder liest, wirst du wirklich überwinden, oder bleibt alles beim alten?

 

Ich muss alles, was mich von Gott trennt, weg tun - Ihm, meiner ersten Liebe (Offb. 2,4), alles, mein ganzes „Ich", geben - nicht vielleicht oder irgendwann - jetzt, hier und heute.

Im alttestamentlichen „Hohenlied" kommt dies stark zum Ausdruck. Es beschreibt, und [12]darin sind sich jüdische wie christliche Ausleger einig, nicht in erster Linie die Liebesbeziehung des Königs Salomo mit Sulamit, seiner jungvermählten Braut. Es hat eine tiefe symbolische und bildhafte Bedeutung und bezieht sich auf die Liebe JHWH´s, zu seinem Volk Israel. Die neutestamentlichen Gläubigen dürfen in diesem inspirierten Lied ein Bild der Liebe des Herrn Jesus Christus zu den Seinen sehen, die ihm ja als eine keusche Jungfrau verlobt sind (2.Kor.11,2). Die poetischen Bilder des Liedes der Lieder zeigen, dass die Geliebte alle Erfüllung nur in Ihm findet, in dem Messias, in dem Geliebten, und danach verlangt, völlig sein eigen zu sein.

Wenn ich nicht überwinde, werde ich wie Sulamit unruhig sein und keinen wahren Herzensfrieden finden.

Hl 3,1         Auf meinem Lager in den Nächten suchte ich ihn, den meine Seele liebt; ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht.

Hl 3,2         »Ich will doch aufstehen und in der Stadt umherlaufen, auf den Straßen und Plätzen; ich will ihn suchen, den meine Seele liebt! « Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht.

 

Die Bibel beschreibt darum „Wächter", die mit Gottes Wort ermahnen (Jes.62,6), zu suchen, zu wachen und zu überwinden.

Sulamit wurde auch von solchen Wächtern gefunden, die sie fragen konnte.

Hl 3,3         Mich fanden die Wächter, welche die Runde machten in der Stadt: Habt ihr ihn gesehen, den meine Seele liebt?

Hl 3,4         Kaum war ich an ihnen vorübergegangen, da fand ich ihn, den meine Seele liebt. Ich hielt ihn fest und ließ ihn nicht mehr los,...

 

Dies ist gewiss inspirierend; aber wenn wir nicht zur Tat schreiten, wird es verblassen.

Hebr 4,7     ...: »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht!«

 

Machen wir auch nicht  - wie damals Petrus -  den Fehler, auf "die anderen" zu schauen. Es geht um deine persönliche Beziehung zu Gott.

Joh 21,21-22   Als Petrus diesen (Johannes) sah, spricht er zu Jesus: Herr, was ist aber mit diesem? Jesus spricht zu ihm: ... , was geht es dich an? Folge du mir nach!

 

Schauen wir nicht auf das, was die "Vielen" tun, wie sie ihren Glauben oder ihre Religion leben. „Viele" können auf dem bequemen und unbeschwerlichen breiten Weg gehen.

Mt 7,13       Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen.

Die Schlagzeilen wie: Frieden durch Toleranz, Annäherung der Religionen, große Erweckungen, Ökumene, usw. vermitteln ein trügerisches Bild.

Dem Widersacher[13] gelingt es, immer mehr Menschen zu verwirren und dass sie seine Existenz belächeln.

Eph 2,2       ... dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt;

2Kor 4,4     bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat, so dass ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gottes Ebenbild ist.

 

Der Überwinder geht auf dem schmalen Weg, auf dem wenige gehen.

Mt 7,14       Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden.

 

Es sind wenige, die überwinden und ihr ganzes Leben in die Nachfolge Christi stellen.

Mt 9,37       Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter.

Mt 20,16     .... Denn viele sind berufen, aber wenige auserwählt.

Lk 13,23-24    Es sprach aber einer zu ihm: Herr, sind es wenige, die errettet werden? Er aber sprach zu ihnen: Ringt danach, durch die enge Pforte hineinzugehen! Denn viele, sage ich euch, werden hineinzugehen suchen und es nicht können.

 

Ringen (griech. agonizomai) bedeutet: kämpfen, mit großer Anstrengung erstreben, sich mit Eifer um etwas bemühen. Wer einen Sieg erringen will, führt ein Leben mit Entbehrungen. Er gibt alles, um dem Herrn zu dienen.

 

Die Gemeinde zu Sardes war weit davon entfernt. Sie ist eine Warnung an alle, die „glauben" und [14]ein religiöses Bekenntnis ablegen, ohne wirklich wiedergeboren zu sein. Die Gemeinde in Sardes ist oft als Bild für die Zeit der Nachreformation gebraucht worden, in der die Kirche ritualistisch, am Äußeren orientiert, weltlich und politisch geworden ist.

Offb 3,4      Doch du hast einige wenige Namen auch in Sardes, die ihre Kleider nicht befleckt haben; und sie werden mit mir wandeln in weißen Kleidern, denn sie sind es wert.

 

Überwinder reinigen sich von allem, damit unser Herr keine Flecken sieht.

Eph 1,7       In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade,

Offb 3,5      Wer überwindet, der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden; und ich will seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buch des Lebens, und ich werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.

 

Egal was Religionsgemeinschaften lehren - hier sagt die Bibel: da ist Gefahr! Rufen wir doch zu unserem Herrn der Gemeinde: Herr, hilf mir, betreue mich, Du bist mein Hirte, lege Dein Senkblei bei mir an, Millimeter genau. Ich bin bereit, wie ich empfangen habe, mit Dir zu wandeln, dass jede Gefahrenquelle und Verschmutzung ausgeschaltet werden.

Lk 6,49       Wer aber hört und nicht tut, der ist einem Menschen gleich, der ein Haus auf das Erdreich baute, ohne den Grund zu legen; und der Strom brandete gegen dasselbe, und es stürzte sofort ein, und der Zusammenbruch dieses Hauses war gewaltig.

Jak 1,22      Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen.

Jak 1,25      Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser [Mensch], der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun.

Joh 9,31     Wir wissen aber, dass Gott nicht auf Sünder hört; sondern wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den hört er.

 

Sichtbare Zeichen eines Überwinders:

  • wir tragen allezeit das Sterben des Herrn Jesus am Leib umher, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib offenbar wird (2Kor 4,10).
  • das Werk des Glaubens in Kraft zur Erfüllung bringen ( 2.Thes 1,11).
  • Kämpfe den guten Kampf des Glaubens;...(Tim 6,12)
  • hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat (Hebr 12,2).
  • Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat (Gal 2,20)
  • tut die Werke, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen (Eph.2,10).

Lk 8,18       So habt nun acht, wie ihr hört! Denn wer hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er zu haben meint.

 

Geben wir unser Herz ganz unserem Herrn als ein lebendiges Opfer. Begreifen wir, was es bedeutet, mit IHM gekreuzigt zu sein, mit Ihm gestorben, mit Ihm begraben und auferstanden zu sein. Dies muss täglich unser ganzes „Ich" durchdringen. Wie dankbar müssen wir sein, dass unser Herr uns nicht aufgibt und an uns arbeitet.

 

2Kor 7,9     Nun freue ich mich - nicht darüber, dass ihr betrübt wurdet, sondern darüber, dass ihr zur Buße betrübt worden seid; denn ihr seid in gottgewollter Weise betrübt worden, so dass ihr von uns keinerlei Schaden genommen habt.

2Kor 7,10   Denn die gottgewollte Betrübnis bewirkt eine Buße zum Heil, die man nicht bereuen muss; die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod.

 

Wer überwindet, der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden; und ich will seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buch des Lebens, und ich werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Offb 3,5-6

 

Anhang:

Der Name  Jesus Christus ist die lateinische Umschrift von griechisch Ιησούς Χριστός, Aussprache und Betonung: Iesús Christós, ɪɛˈsʊs xrɪsˈtɔs, Jesus, der Gesalbte (aus wikipedia.org /wiki / Jesus Christus). Gottes Sohn war Hebräer und Sein Name wird im Hebräischen (Kurz oder Langform, je nach Auslegung) Jahschua oder Jahuschuah, (westaramäisch?) Jeschuah, („JHWH ist Rettung"), gesprochen. Er, der den Namen des Vater (Jahweh) in sich trägt (2.Mose 23,21; Joh. 14,9; 1.Kor. 10,4; Kol 2,9). Die traditionelle Deutung des Namens als „Gott ist Rettung / Hilfe /Erlösung" rechnet mit einer Abstammung des Namens aus der Zusammensetzung von jhw und šuaʿ („um Hilfe rufen")- aus http://de.wikipedia.org/wiki/Jehoschua: M. Noth. Die Israelitischen Personennamen, Stuttgart, 1928 (zit. in : Hebräisches und aramäisches Lexikon zum Alten Testament (HAL), Eintrag zu וֹשׁוּע ‎); Joshua in: Encyclopedia Biblica (EB). Messias(hebräisch משיח Maschiach „ Gesalbter". Gott =  griech. theos



[1] blumengrossmarkt-hh.de/frontend/de/7640/Die_Farbe_Weiss.aspx

[2] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier - Die Anrede »berufene Heilige« in den Adressen der Paulusbriefe (Röm 1,7; 1Kor 1,2) gilt den Christen als denen, die »in Christus« (Röm 8,1), Glieder an seinem Leibe sind. Im NT steht die Teilnahme des Menschen an der Heiligkeit als Wesenseigenschaft Gottes im Mittelpunkt (Eph 4,24).

[3] kathpedia.com/index.php?title=Lässliche_Sünde: führt nicht zum völligen Verlust der Gnade Gottes

[4] griech. a-momos= makellos, ohne Fehler, sittliche und moralische Rechtschaffenheit, tadelloses Benehmen

[5] griech. spilos=  Sünde= Gottes Gebote missachten und sich dagegen auflehnen

[6] Griechisch / Deutsch Strong Lexikon

[7] Predigt „Die Einsamkeit der Diener",  12.04.09 von Werner Fürstberger, Linz/ Österreich.

[8] wikipedia: Eine Denomination ist im Christentum ein in Organisation und Lehre nach außen unabhängiger, in sich oft lockerer Verband von Gemeinden, der sich selbst meist, aber nicht immer Kirche nennt und weitere historisch oder bekenntnismäßig charakterisierende und unterscheidende Bestimmungen im Namen trägt.

[9] Siehe auch mein Studium, Altes Testament, „Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne! - 2Mo 25,8.

[10] Heutzutage wird es oft durch ein Niveliergerät oder eine Laserwaage ersetzt.

[11] Man darf dieses Gericht nicht mit dem Gericht über die Heidenvölker (Matth 25,31-46) oder dem Gericht vor dem großen weißen Thron (Offb 20,11-15) verwechseln. Das letztere ist das endgültige Gericht aller unbekehrten Toten (Kommentar zum Neuen Testament, W. MacDonald).

[12] Vorwort zum Hohenlied,  Bibelübersetzung Schlachter 2000

[13] Teufel und der Satan gr. Diabolos = Verleumder, Verkläger ; hebr. Satan = Verkläger, Widersacher

[14] Kommentar zum Neuen Testament, W. MacDonald

   
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