Auch heute gibt es noch Brautpaare, die mit Gottes Segen den Bund der Ehe besiegeln wollen. Ungeachtet des jeweiligen Kirchenrechts wollen wir dieses Thema in der Bibel betrachten.

Zu diesem Studium: Kurzzeichenerklärung der Bibelstellen - siehe in dieser Homepage unter „Grundlagen" - „Altes Testament" - „Biblische Bücher und Abkürzungen" und „Neues Testament" - „Biblische Bücher und Abkürzungen". Texte in einfacher Schriftart und Hervorhebungen stammen vom Autor. Die Bibelstellen wurden aus der Schlachter 2000 Übersetzung entnommen. Unter 2.Mose 3,14 wird erläutert: „Der hebräische Name des Gottes Israels (in dieser Übersetzung mit HERR wiedergegeben; wahrscheinlich lautete er »Jahweh«) beruht auf dem hebr. Wort hawa = »sein / existieren«; von daher die Wendung »Ich bin, der ich bin«. Daher habe ich für „HERR" JHWH eingesetzt. Weitere Informationen unter dem Studium "Gottes Namen".

 

A) Gottes Wort ist für einen Christen die Grundlage und absolute Autorität

Eph 5,17           Darum seid nicht unverständig, sondern seid verständig, was der Wille des Herrn ist!

 

B) Die Ehe wurde von Gott eingesetzt.

1Mo 2,24          Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden {ein} Fleisch sein.

 

 C) Die Ehe soll nach Gottes Ordnung und den Landesgesetzen geschlossen werden

1Kor 7,39          Eine Frau ist durch das Gesetz gebunden, solange ihr Mann lebt; wenn aber ihr Mann entschlafen ist, so ist sie frei, sich zu verheiraten, mit wem sie will; doch nur im Herrn!

Röm 13,1        Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt.

Die Grundlage ist aber, dass staatliches Gesetz nicht gegen Gottes Wort verstößt.

 

D) Für das Schließen einer Ehe sollten die Eltern (falls möglich) mit eingebunden werden, was zum Segen beitragen kann.

 

E) Die Zustimmung beider Ehepartner ist Voraussetzung.

 

F) Von Gott genannte Gründe für die Ehe

1. Zum Nutzen und Glück des Mannes und der Frau

1Mo 2,18          Und Gott JHWH sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei ...!

2. Zur Vermehrung der Menschheit.

1Mo 1,28          Und Gott segnete sie; und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde

3. Zur Aufzucht einer Nachkommenschaft

5Mo 6,2            das du JHWH, deinen Gott, fürchtest und alle seine Satzungen und Gebote hältst, die ich dir gebiete, du und deine Kinder und deine Kindeskinder alle Tage deines Lebens, damit du lange lebst.

1Tim 5,8            Wenn aber jemand für die Seinen, besonders für seine Hausgenossen, nicht sorgt, so hat er den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger.

4. Um Unzucht zu verhindern

1Kor 7,2            um aber Unzucht zu vermeiden, soll jeder [Mann] seine eigene Frau und jede [Frau] ihren eigenen Mann haben.

 

 G) Wodurch kommt die Ehe zum Ausdruck?

1. Durch die geschlechtliche Verbindung von Mann und Frau (1.Kor.7,3-5).

Spr 18,22          Wer eine Ehefrau gefunden hat, der hat etwas Gutes gefunden und hat Gunst erlangt von JHWH.

Mt 19,6             So sind sie nicht mehr zwei, sondern {ein} Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!

 2. Die Zuneigung zwischen Mann und Frau

1Mo 29,20        So diente Jakob um Rahel sieben Jahre lang, und sie kamen ihm vor wie einzelne Tage, so lieb hatte er sie.

Pred 9,9         Genieße das Leben mit der Frau, die du liebst, alle Tage deines nichtigen Lebens, das er (Gott)dir unter der Sonne gegeben hat, alle deine nichtigen Tage hindurch; denn das ist dein Anteil in [diesem] Leben und in der Mühe, womit du dich abmühst unter der Sonne.

 

H) Die Ehe ist während der ganzen gemeinsamen Lebenszeit der Ehepartner unauflöslich

Mt 19,6             So sind sie nicht mehr zwei, sondern {ein} Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!

Röm 7,2            Denn die verheiratete Frau ist durchs Gesetz an ihren Mann gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann stirbt, so ist sie von dem Gesetz des Mannes befreit.

Röm 7,3            So wird sie nun bei Lebzeiten des Mannes eine Ehebrecherin genannt, wenn sie einem anderen Mann zu eigen wird; stirbt aber der Mann, so ist sie vom Gesetz frei, so dass sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie einem anderen Mann zu eigen wird.

Es darf keinen Zweifel daran geben, dass Ehescheidung nicht die Probleme löst und im Widerspruch zum Wesen der Ehe steht.

 

I) Ehescheidung und Wiederheirat

Der Ehebund wird bzw. kann nur aufgelöst werden:

  • durch den Tod
  • bei Unzucht (Untreue)
  • dadurch, dass ein ungläubiger Partner den gläubigen verlässt

Wenn der Ehepartner laut Gottes Gesetz nicht mehr gebunden ist (wie zuvor beschrieben), darf er wieder heiraten (beachte dabei auch Mt 5,32). Dabei sollte eine Zeit des Kennenlernens und der Prüfung dazwischen liegen. Mögliche Wunden einer Trennung müssen erst heilen.

Eine neue Beziehung sollte in Abstand reifen, viel Freude soll sie begleiten.

 

J) Eine glückliche Ehe - nach Gottes Wort

1. Für den Mann

Eph 5,25           Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat,

Eph 5,28           Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.

Eph 5,31           »Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden {ein} Fleisch sein«.

2. Für die Frau

Nachfolgende drei Schriftstellen werden oft als frauenfeindlich bewertet. Betrachten wir aber unvoreingenommen die Aussagen der Bibel dazu, denn Gott ist Liebe (1. Joh. 4,8).

Eph 5,32 Dieses Geheimnis ist groß; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde.

Eph 5,22           Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn;

Eph 5,23           denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist; und er ist der Retter des Leibes.

 

Die christliche Ehe symbolisiert Christi Vereinigung mit Seiner Gemeinde.

Aber das Wort „Haupt" will uns noch etwas anderes zeigen. Das Haupt hat nicht nur die Funktion, etwas verantwortungsvoll zu steuern, sondern auch das Leben weiter zu erhalten. Hierzu gehören u. a. die Versorgungspflicht des Mannes und die Pflicht, die Ehe zu bewahren und zu beschützen. Das bedeutet Verantwortung für die Frau und die aus der Ehe hervorgehenden Kinder. Die Frau muss den Mann unterstützen, dass er diese nicht immer einfache Verantwortung tragen und umsetzen kann. Nur so gelingt die Ehe.

 

3. Für Mann und Frau

Hebr 13,4          Die Ehe soll von allen in Ehren gehalten werden und das Ehebett unbefleckt; die Unzüchtigen und Ehebrecher aber wird Gott richten!

1Thes 4,3          Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr euch der Unzucht enthaltet;

Eph 4,32           Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleichwie auch Gott euch vergeben hat in Christus.

1Petr 3,9           Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Schmähung mit Schmähung, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr wisst, dass ihr dazu berufen seid, Segen zu erben.

Jak 5,16            Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist.

1Jo 1,9              Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

 

 K) Jeder ist für sein Eheversprechen vor Gott eigenverantwortlich.

Bei der Eheschließung versprechen sich Mann und Frau vor Gott Treue, bis dass der Tod sie scheidet. Unsere Verantwortung vor Gott und den Menschen ist daher groß.

 

L) Was ist zu tun, wenn ich Gottes Gebote (auch ohne Kenntnis) missachtet habe?

Wer voreheliche Beziehungen hatte, muss dies bereuen und dem zukünftigen Ehepartner mitteilen. Dies scheint nicht modern zu sein, aber Gottes Wort ist unabänderlich.

1Joh 1,9            Wenn wir aber unsere Sünden (vor Gott) bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

Mt 6,6 Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten. Lies bitte auch dazu Joh. 14,13ff

Joh 8,11            ... Geh hin und sündige nicht mehr!

 

Wenn wir Gottes Segen erhalten wollen, müssen wir ungeachtet der zu erwartenden  persönlichen Schwierigkeiten darauf achten, dass wir nicht gegen Seine Gebote verstoßen.

Gemeinsames Beten und Studieren von Gottes Wort kann Krisen in der Ehe überwinden.

2Tim 3,16          Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit,

 

M) Die Gebote Gottes halten, bringt Segen

5Mo 11,26-27   Siehe, ich lege euch heute den Segen ...vor.., wenn ihr den Geboten JHWH´s eures Gottes, gehorsam seid, die ich euch heute gebiete;

Aus den 10 Geboten:

2Mo 20,3          Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!

Dies beinhaltet auch Abgötterei wie Astrologie, Philosophien, esoterische Praktiken, Anbetung oder Verehrung von Menschen (z. B. sog. Heilige, uvam.) oder menschliche Systeme, d.h. alles, was mir wichtiger als Gott ist.

2Mo 20,4          Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist (z. B. Statuen, Standbilder, Heiligenbilder, Ikonen, sonstige sakrale Kunst oder Gegenstände, o. ä.)

2Mo 20,5          Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!

2Mo 20,6          der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

2Mo 20,7          Du sollst den Namen des JHWH´s, deines Gottes, nicht missbrauchen! Denn der JHWH wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

Gottes Name soll nur zu Seiner Verehrung, Anbetung und in Zusammenhang mit Seinem Wort gebraucht werden.

Auch diese Aufforderung gehört zu den 10 Geboten:

5Mo 5,21 Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten; ...

 

Jesus Christus fasste die Gebote in ihrer ganzen Tiefe zusammen

Mk 12,30          und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft!«  Dies ist das erste Gebot.

Mk 12,31          Und das zweite ist [ihm] vergleichbar, nämlich dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!« Größer als diese ist kein anderes Gebot.

Joh 13,34          Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander lieben sollt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt.

Joh 13,35          Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

 

Die wahre Liebe (1. Korinther 13,1-8)

 

Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung

hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, so dass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. Und

wenn ich alle meine Habe austeilte und meinen Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts!

 Die Liebe ist

  • langmütig
  • gütig

 die Liebe

·beneidet nicht

·prahlt nicht

·sie bläht sich nicht auf

·ist nicht unanständig

·sie sucht nicht das Ihre

·sie lässt sich nicht erbittern,

·sie rechnet das Böse nicht zu

·sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit

·sie freut sich aber an der Wahrheit

·sie erträgt alles

·sie glaubt alles

·sie hofft alles

·sie erduldet alles

·sie hört niemals auf

N) Weitere Schriftstellen zum Thema:

1. Korintherbrief Kapitel 13 Verse 1-7; Apostelgeschichte Kapitel 2, Verse 21-42; Kapitel 8 Verse 26-38; Römerbrief Kapitel 1-16; Galaterbrief Kapitel 5 Verse 14-22

 

Da diese Ausführungen nur ein grober Rahmen des gesamten Themas sein können, beantwortet der Autor gerne unter „Kontakt"  weitere Fragen.

 

 Anhang:

Jesus - Die Schlachterbibel 2000 erklärt unter Matth. 1,21 „Jesus ist die gr. Umschrift des hebr. Jehoschua; dieser Name bedeutet »Der HERR ist Rettung«. (Anmerkung PS: Wikipedia: griechisch Ἰησούς = Iēsoûs, lateinisch Jesus). Anmerkung unter 1Mo 2,4 : HERR = hebr. Jahweh - JHWH“. Hebräisch „schua“ bedeutet „RettungGottes Sohn war Hebräer und Sein Name wird im Hebräischen (Kurz oder Langform, je nach Auslegung) Jahschua, Jahuschua, Jahuehschua (Jahueh ist „schua“= Rettung) gesprochen. Er, der den Namen des Vaters in sich trägt (2.Mose 23,20 21; 1.Kor. 10,4; Joh. 5,43; 14,9; Kol 2,9). Die traditionelle Deutung des Namens als „Gott ist Rettung / Hilfe /Erlösung“ rechnet mit einer Abstammung des Namens aus der Zusammensetzung von jhw und šuaʿ („um Hilfe rufen“) -M. Noth. Die Israelitischen Personennamen, Stuttgart, 1928 (zit. in : HAL (Hebräisches und AramäischesLexikon) Eintrag zu וֹשׁוּע‎); Joshua in: EB (Encyclopedia Biblica). AusOffb 3,8: „ …und (du) hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet. „Der Name über alle Namen“ (Philipper 2,9)

 

Christus = hebräisch משיח Maschiach = Messias

   
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