Die Frage, was der Mensch sei, ist wohl die meistgestellte Frage, die seit Jahrtausenden die Menschen beschäftigt. Religionen (auch Christen), Philosophen und Wissenschaftler ringen um Antworten. Daher scheint es vermessen, dass ich mich diesem Thema nähere. Ich möchte es dennoch versuchen.
 
Zu diesem Studium: Texte in einfacher Schriftart und Hervorhebungen stammen vom Autor. Die Bibelstellen wurden aus der Schlachter 2000 Übersetzung entnommen. Unter 2Mose 3,14 wird erläutert: „Der hebräische Name des Gottes Israels (in dieser Übersetzung mit HERR wiedergegeben; wahrscheinlich lautete er »Jahweh«) beruht auf dem hebr. Wort hawa = »sein / existieren«; von daher die Wendung »Ich bin, der ich bin«. Daher habe ich für „HERR" JHWH eingesetzt. Erklärungen aus dem Griechischen stammen aus dem Griechisch / Deutsch Strong Lexikon. Der nachfolgende Text entspricht ca. 14 A4 Seiten.
 
Zu Beginn möchte ich zwei Schriftsteller zu diesem Thema in Auszügen zu Wort kommen lassen.
Paulo Coelho[1], schreibt in seinem Buch „Sei wie ein Fluss, der still die Nacht durchströmt", Kapitel 57 „über den flüchtigen Ruhm".
„Aller irdischer Ruhm ist vergänglich...... Welche Kraft treibt uns weg von der Bequemlichkeit des Vertrauten, veranlasst uns, Herausforderungen anzunehmen, obwohl wir wissen, dass der weltliche Ruhm vergänglich ist? Ich glaube, die Kraft heißt: die Suche nach dem Sinn des Lebens. Viele Jahre lang habe ich in Büchern, in der Kunst, in der Wissenschaft, auf den gefährlichen oder bequemen Wegen, die ich gegangen bin, nach einer endgültigen Antwort auf diese Frage gesucht. Ich habe viele Antworten gefunden, und einige haben mich jahrelang überzeugt, aber andere haben keinen einzigen Tag lang einer Prüfung standgehalten. Dennoch war keine so stark, dass ich jetzt sagen könnte: Das ist der Sinn des Lebens".
Coelho kam zu dem Ergebnis, dass wir die endgültige Antwort erst erkennen, wenn wir vor unserem Schöpfer stehen, und  dass wir  auch erkennen werden, welche Gelegenheiten uns geschenkt wurden -  welche wir genutzt haben und welche wir ungenutzt verstreichen ließen.
 
Matthias Claudius[2] Aus einem Brief an seinen Sohn Johannes[3]
An meinen Sohn Johannes, 1799 -  Gold und Silber habe ich nicht; was ich aber habe, gebe ich dir.
Lieber Johannes!- Die Zeit kömmt allgemach heran, dass ich den Weg gehen muss, den man nicht wiederkömmt. Ich kann dich nicht mitnehmen und lasse dich in einer Welt zurück, wo guter Rat nicht überflüssig ist. Niemand ist weise von Mutterleibe an; Zeit und Erfahrung lehren hier und fegen die Tenne. Ich habe die Welt länger gesehen als du.Es ist nicht alles Gold, lieber Sohn, was glänzet, und ich habe manchen Stern vorn Himmel fallen und manchen Stab, auf den man sich verließ, brechen sehen.
Darum will ich dir einigen Rat geben und dir sagen, was ich funden habe und was die Zeit mich gelehret hat. Es ist nichts groß, was nicht gut ist; und nichts wahr, was nicht bestehet. Der Mensch ist hier nicht zu Hause, und er geht hier nicht von ungefähr in dem schlechten Rock umher. ... Lass dir nicht weismachen, dass er sich raten könne und selbst seinen Weg wisse. Diese Welt ist für ihn zu wenig, und die unsichtbare siehet er nicht und kennet sie nicht.
Spare dir denn vergebliche Mühe, unddir kein Leid, und besinne dich dein.Halte dich zu gut, Böses zu tun. Hänge dein Herz an kein vergänglich Ding.Die Wahrheit richtet sich nicht nach uns, lieber Sohn, sondern wir müssen uns nach ihr richten. Was du sehen kannst, das siehe, und brauche deine Augen, und über das Unsichtbare und Ewige halte dich an Gottes Wort.


Die Frage „Was ist der Mensch"? berührt die Fundamente unseres Menschseins
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Wenn wir über so grundlegende Fragen nachdenken, sollten wir ohne Voreingenommenheit einen Blick dorthin werfen, wo der Anfang des Menschen geschildert wird: ins erste Kapitel der Bibel. Dort heißt es:
" Und Gott sprach: Lasst uns Menschen (1) machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht!
Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie (1. Mose 1,26-27). 1) hebr. Adam = der vom Erdboden Genommene, von hebr. adamah = Erdboden, Ackererde. »Adam« ist zugleich der Name für den ersten Menschen und ein häufiges hebr. Wort für „Mensch"
Gott hatte den Menschen nach dieser Aussage SICH ähnlich geschaffen.
Wenn wir nun erkennen wollen, was wir sind und welchen Sinn unser Leben hat, müssen wir zuerst erkennen, wer und wie Gott ist. Auch ist es unerlässlich, das Thema „Schöpfung" - und damit Gottes Plan und Willen - mit einzubinden.
Mir ist bewusst, dass ich dieses Thema nur im Grundsatz beleuchten kann, denn Gott ist so vielfältig, dass man Bücher damit füllen könnte. Der Dozent der Theologie Dr. Abraham Meister schreibt[4]:  Sich mit der Vielfalt der Namen Gottes zu beschäftigen, ist etwas Herrliches und Segenbringendes.

Die nachfolgenden Bibelstellen ermutigen mich, ein wenig daran teilzuhaben:
Ps 32,8       Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, auf dem du wandeln sollst; ich will dir raten, mein Auge auf dich richten.
Ps 9,11       Darum vertrauen auf dich, die deinen Namen kennen; denn du hast nicht verlassen, die dich, JHWH, suchen!
Ps 103,13   Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich JHWH über die, welche ihn fürchten;
Auch der Apostel Johannes schrieb an die Glaubensgeschwister:
1Jo 2,13     Ich schreibe euch, ihr Väter, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. ...  Ich schreibe euch, ihr Kinder, weil ihr den Vater erkannt habt.
 
Wer die Bibel liest, erfährt, dass Gott denen, die im Gehorsam glauben, nicht fremd bleiben wird. Dazu gibt es aber nur einen Weg:
Joh 14,6     Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!
Joh 8,19     Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Ihr kennt weder mich noch meinen Vater. Wenn ihr mich kennen würdet, so würdet ihr auch meinen Vater kennen.
Joh 10,30   Ich und der Vater sind eins.
Joh 17,3     Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.
 
Wenn wir Gott kennenlernen wollen, sollten wir also zunächst Gottes Sohn, der Mensch wurde, kennenlernen. Es geht noch darüber hinaus: Gott erkennen zu wollen, ist keine Anmaßung und Überheblichkeit, sondern das ewige Leben. Wenn wir IHN kennenlernen, beginnen wir zu verstehen, was wir Menschen - ein Bild IHM ähnlich - sind oder werden sollen.
 
Gott ist Geist (Joh 4,24) und wohnt in unzugänglichem Licht (1Tim 6,16).Geist heißt in hebr. „ruach" und griech. pneuma. Esbedeutet „Hauch" oder „Wind". Etwas,was wir nicht sehen, aber dessen Auswirkungen wir wahrnehmen können.
Joh 3,8       Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.
 
Der Prophet Daniel spricht von Gott, ... der ewig lebt, dessen Herrschaft eine ewige Herrschaft ist ...;( Dan 4,31)
Was bedeutet „ewig" in der Bibel?  Die Bibel spricht von Ewigkeit einerseits und andererseits vom Zeitalter innerhalb der Ewigkeit. Im griechischen Grundtext wird unterschieden in:
1) ewig (ewiges): „aionios" , z. B. Hebr. 9,14¸Tit 1,2. Ohne Anfang und ohne Ende, immer gewesen und immerwährend, niemals aufhörend, endlos, für immer.
2) Zeitalter / Weltzeit, „aion, z. B.  Apg3,21;1.Kor.2,7; ununterbrochene Zeitperioden.
Erst der Textzusammenhang der Bibelstellen (Kontext) lässt erkennen, ob ewig (ewiges) oder Zeitalter / Weltzeit gemeint sind. Anfang und Ende haben also mit einer Zeitperiode zu tun.
 
 
Gott und Sein Sohn stehen außerhalb der Zeit
2Kor 4,18   da wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare; denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.
Spr 8,22-23     JHWH besaß mich (Weisheit) am Anfang seines Weges, ehe er etwas machte, vor aller Zeit. Ich war eingesetzt von Ewigkeit her, vor dem Anfang, vor den Ursprüngen der Erde.
Hebr 13,8   Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit!
 
Im Alten und Neuen Testament lesen wir von Gottes Sohn
Ri 2,1          Und der Engel[5] JHWH´s ... sagte: Ich will meinen Bund mit euch nicht aufheben ewiglich!
Ps 2,6-7      »{Ich} habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg!«Ich will den Ratschluss JHWH´s verkünden; er hat zu mir gesagt: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.
Ps 89,27     Er wird zu mir rufen: Du bist mein Vater, mein Gott und der Fels meines Heils!
Ps 89,28     Und ich will ihn zum Erstgeborenen machen, zum Höchsten der Könige auf Erden.
Apg 2,36     ...  erkennen, dass Gott Ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, eben diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt!
Joh 1,1       Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Joh 1,14+18   Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit .... Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene (1) Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss [über ihn] gegeben.(1) od. einzig-geborene / einzig-gezeugte.
1Kor 10,3-4    und sie (die Israeliten) haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen und alle denselben geistlichen Trank getrunken; denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der ihnen folgte. Der Fels aber war Christus.
 
 
Gottes Sohn ist vom Vater ausgegangen, Seinen Willen zu tun.
Joh 16,28   Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ...
Joh 5,30     Ich kann nichts von mir selbst aus tun. Wie ich höre, so richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat.
Hebr 5,5     So hat auch der Christus sich nicht selbst die Würde beigelegt, ein Hoherpriester zu werden, sondern der, welcher zu ihm sprach: »Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt«.
Kurz vor Seinem Leiden und Tod am Kreuz sprach Christus:
Joh 17,5     Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.

Was ist dies für eine Herrlichkeit?
Dr. Abraham Meister schreibt in seinem Buch „Die Namen des Ewigen" Seiten 26; 102; 203: Jesus, das Wort, ist vom Vater aus der Tiefe Seines Wesens zu einem Dasein in gleicher Wesenheit gezeugt, dass Er der Einziggeborene vom Vater heißt. In dem Namen «der Eingeborene» liegt der Sinn, dass die Sohnschaft nicht erst dem Fleischgewordenen, sondern schon dem Präexistenten [= vor allem Geschaffenen existierend] beigelegt wird. Johannes (der Apostel) wusste von Seiner vorweltlichen Sohnschaft. Die Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater wurde geschaut, weil Er sie aus Seinem vorweltlichen Sein mitbrachte. Jesus, der Fleischgewordene, war der Eingeborene Gottes (Joh. 1,18), weil Er schon als der Präexistente die Sohnschaft hatte. Er hat als der Eingeborene Gott gesehen und vollkommen erkannt, was keinem Menschen zuteil geworden ist.

Ebenbild
- (griechisch „eikon", hebräisch „zelem"), Gottes und des unsichtbaren Gottes (2. Kor. 4,4; Kol. 1,15), nennt Paulus Christus, den Sohn Gottes. Luther übersetzt noch das griechische „Charakter"  mit „Ebenbild"; andere Übersetzungen übertragen den Ausdruck «eikon» mit „Abbild"  und „Bild". Obgleich Christus in menschlicher Gestalt und Niedrigkeit auf Erden einherging, war Er das Ebenbild des Gottes, der in einem Licht wohnt, da niemand hinzukommt, den kein Mensch gesehen hat, noch sehen kann (1. Tim. 6,16; Joh. 1,18; 1. Joh. 1, 5). Ein Ebenbild ist ein Gleichnis und Ausdruck einer Person und Sache, dass die Natur und Gestalt derselben enthüllt wird. Das Ebenbild hat die Gestalt und das Gleichnis dessen, wovon es den Namen trägt. Es ist sein Bild.
Es gibt ja mancherlei unvollkommene Ebenbilder, die nur die äußerliche Gestalt eines Dinges anzeigen. In der Schöpfung hat Gott dem Menschen Sein Ebenbild oder Bild eingedrückt.
Ein ewiges und wesentliches oder vollkommenes Ebenbild, wie es von Ewigkeit her in und bei Gott ist, das Gott in allem ausdrückt und Ihm in allem gleich ist, offenbart nur Jesus, der Sohn Seiner Liebe. Er ist in Seiner göttlichen Natur mit dem Vater völlig gleich und eins (Joh. 10,30). Jesus offenbart in Seiner ganzen Person Gottes Macht, Gnade und Weisheit (Joh. 14,9.10; 1. Tim. 3,16). Durch Seinen Dienst enthüllt Er Gottes Willen und Heilsrat (Joh. 1,18).
Wenn der Sohn ein Ebenbild des Vaters genannt wird, unterscheidet sich der Sohn vom Vater, wie ein Bild vom Menschen, den es abbildet. Der Sohn ist demnach mit dem Vater eins, dass Er eine vollkommene Gleichheit mit Gott hat (Joh. 10,30). Das ewige göttliche Verhältnis des Sohnes gegen den Vater ist so, dass der Sohn das Ebenbild des Vaters ist, aber nicht, dass der Vater das Ebenbild des Sohnes ist. Das Wort Ebenbild deutet an, dass der Sohn Gottes und das Abbild Gottes einerlei sind. Ein Ebenbild Gottes bezeichnet Christi göttliche Natur. Die Bezeichnung «Ebenbild» des unsichtbaren Gottes ist ein Hinweis auf eine menschliche Natur. Gott, der himmlische Vater offenbart durch die Menschwerdung Christi Seine göttliche Vollkommenheit (Joh. 1,14; 12, 45; 14, 9; 1. Tim. 3,16).
Wenn der Apostel von einem «Ebenbild des unsichtbaren Gottes» (Kol 1,15) schreibt, dann geschieht das aus Gründen der Vorsicht. Er nennt ein Bild Gottes, damit keine leibliche Abbildung Gottes vermutet wird. Weil Gott unsichtbar ist, kann (und darf) Er nicht abgebildet werden. Christus ist nach Seiner unsichtbaren göttlichen Natur das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Dieses Ebenbild ist in Seiner Herrlichkeit und Seiner Natur nach weit von dem ersten Menschen unterschieden (1. Mose 1,26-27; Jak. 3,9), der nach Gottes Bild und Gleichnis erschaffen wurde.

Abbild
(in anderen Übersetzungen als «Bild» und «Ebenbild») Paulus bezeichnet Jesus, den Vermittler der ersten Schöpfung, den Sohn der Liebe Gottes als Abbild Gottes, der vor Seiner Menschwerdung in der Gestalt Gottes und Gott gleich war. Mit Jesus, dem Abbild Gottes, stehen Seine Namen «der Erstgeborene der Schöpfung», «das Bild des unsichtbaren Gottes» und «der Abglanz Seines Wesens» in Beziehung. Wie das Wesen eines menschlichen Vaters sich in seinem Erstgeborenen abbildet, so ist auch Gottes Wesen in Seinem Sohne abgebildet. Weil sich im Sohne Gottes das Wesen des himmlischen Vaters abbildet, konnte die Welt und alles von Ihm, in Ihm, durch Ihn und zu Ihm hin erschaffen werden (Kol. 1,15-17; 1. Kor. 8,6; Rom. 11,36). Der Sohn, Gottes Abbild, der Erstgeborene der Schöpfung steht in Beziehung zu dem, was Paulus von Seinem Dasein vor Seiner Menschwerdung schreibt (Phil. 2,6), dass Er Gottes Gestalt und Gott gleich war, was Er aber durch Seine Fleischwerdung in Demut ablegte (Phil.2,7-8).

Abglanz der Herrlichkeit
- (griechisch apaugasma tes doxes) ist eigentlich «der Ausglanz der Herrlichkeit Gottes (Hebr. 1,3). Das griechische «apaugasma» wird vielseitig gedeutet. Nach dem Verbum «apaugazein» - ausstrahlen, ist apaugasma die Auswirkung, das Resultat des Ausstrahlens, ein Bild, das durch Ausstrahlen bewirkt wird. Es ist ein Glanz, der in einem Licht seinen Ursprung hat, aber doch ein Lichtkörper für sich ist, in dem das ganze Urlicht leuchtet.
Dadurch kommt die Mitexistenz des Ausgestrahlten mit dem Ausstrahlenden zum Ausdruck. Auf Christus übertragen verhält es sich so, dass als Urquelle in Gott der Sohn ist, aber auch eine selbständige Existenz für sich ist. Das Wesen des Sohnes ist dem Wesen des Vaters gleich, Seine Herrlichkeit ist die Herrlichkeit des Sohnes. Das Licht, das von der Herrlichkeit des Vaters ausstrahlt, konzentriert sich im Sohne, der Gottes Herrlichkeit den Menschen offenbart (Joh. 14, 9). Das göttliche Urlicht, wovon der Sohn der Ausglanz ist, wird als «Herrlichkeit» (doxa) bezeichnet. Herrlichkeit ist ein bildlicher Ausdruck, der Gottes Gegenwart im Lichtglanz offenbart (vgl. 1. Joh. 1,5; 1. Tim. 6,16; Jak. 1,17). Das griechische «doxa» entspricht dem hebräischen «kabod Jahwe», in welchem alle Vollkommenheiten Gottes in ungeteilter Offenbarungsfülle enthalten sind, der im Alten Bunde kein Sterblicher nahen konnte (2.Mo 33.18-23).

Fülle
-
griechisch «pieroma», wird im Neuen Testament in sehr verschiedenen Verbindungen gebraucht. Die unterschiedlichen Anwendungen des Ausdruckes ändern jedoch nichts an seiner Grundbedeutung. Der ältere Sprachgebrauch des Profangriechischen und der Septuaginta (altgriechische Übersetzung der hebräischen heiligen Schriften) von «pieroma» deckt sich in etwa mit dem deutschen Wort «Fülle». Der Begriff kennzeichnet zunächst den Zustand des Vollseins, Vollständigseins, den Vollbestand.
Das grundtextliche «pieroma» bezeichnet die Fülle der göttlichen Kräfte, die in Christo wohnen, das entspricht genau dem, was andere Schriftstellen des Neuen Testaments mit «Geist» oder «pneuma» (Geist) benennen. ... In dem Sohne der Liebe sollte nicht nur ein Teil, sondern Gott in Seiner ganzen Fülle wohnen. Paulus begründet das mit der Tatsache, dass durch Ihn eine universale Versöhnung stattfindet. Es wird hier vor allem die Vollwichtigkeit der Person und des Werkes Christi betont: Die Herrlichkeit Gottes, alle Vollkommenheiten und Kräfte sind in Christo verwirklicht. Das Prädikat «leibhaftig» oder «leiblich» heißt mit anderen Worten: «Das Wort ward Fleisch und wir sahen seine Herrlichkeit, die des Eingeborenen vom Vater» (Joh. 1,14). Gott vereinigte Sich auf das Innigste mit dem Menschgewordenen. Er wohnt in Ihm, da Er als der Verherrlichte zur Rechten Gottes thront. Es ist keine symbolische Erscheinung der göttlichen Gnadengegenwart wie über der Bundeslade des Alten Testamentes, sondern in Wirklichkeit. Kol 1,19  Denn es gefiel [Gott], in ihm alle Fülle wohnen zu lassen
 
Alles, was existiert, ist aus Gott, dem Vater und durch den Sohn
Röm 11,36  Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Ehre in Ewigkeit! Amen.
1Kor 8,6     so gibt es für uns doch nur {einen} Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und {einen} Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn.
 
Gott lässt die Welt nicht in Ungewissheit (Hebr.1,1-2).
Mi 6,8 Es ist dir gesagt, o Mensch, was gut ist und was JHWH von dir fordert:
Was anders als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott?
 
 
Jes 46,10    Ich verkündige von Anfang an das Ende, und von der Vorzeit her, was noch nicht geschehen ist. Ich sage: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, werde ich vollbringen.
Was bedeutet „Anfang" in der Ewigkeit?
Wir haben in Joh.1,1 gelesen „Im Anfang war das Wort (der Sprecher, Gottes Sohn)".
Wenn Gott „ewig" ist, kann „im Anfang" nur einen Beginn eines Zeitabschnittes in der Ewigkeit bedeuten, welcher auch wieder ein „Ende" hat. Für Anfang steht imGriechischen„arche"und bedeutet: 1) der (Ur)Beginn oder Ursprung von etw. 2) von Christus: d. Anfänger, d. Leiter, d. Erstling, d. Ursprung. Für Ende steht im Griechischen „eschatos" und bedeutet: der allerletzte (dem nichts mehr folgt), zuletzt (z.B. Jes 2,2; 2Tim 3,1).Darum ist jeder Anfang und jedes Ende auch in Gott Vater und dem Sohn gegründet (Offb. 1,8;21,6; 22,13).
 
Das Ende des „Weltzeitabschnittes" wird der Beginn von etwas neuem Ewigem sein.
a) Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde (1Mo 1,1)
b) Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr (Offb 21,1).
a) Da bildete Gott JHWH den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele (1Mo 2,7).
b) Wir alle aber, ..., werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit,nämlich vom Geist des Herrn (2Kor 3,18).
 
Menschen leben also im Zeitlichen und sind bestimmt für die Ewigkeit.
 
Es gibt Dinge, die nicht von Gott sind, z. B. Finsternis, Sünde und Tod:
1Jo 1,5       ... euch verkündigen, dass Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist.
1Mo 1,2      Die Erde aber war wüst und leer (1), und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. (1) hebr. tohu wa bohu
Röm 5,12    Darum, gleichwie durch {einen} Menschen die Sünde (1) in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben (1) Auflehnung gegen Gott und Seine Gebote.
 
Finsternis, Sünde und Tod sind leider zutiefst mit dem Sein des Menschen verbunden.
Das griech. Wort für Finsternis ist „skotos"und bedeutetDunkel(heit); völlige Dunkelheit (z.B. bei Blindheit); Zustand der Verdammten, z. B. in Mt 8,12; 2Petr 2,17. Verborgen und unbekannt; moralische und geistliche Finsternis als Folge der Sünde, z. B. Mt 4,16; 2Kor 6,14.
War der Mensch schuld an der Finsternis und daran, dass die Erde wüst, leer und finster war (1. Mo 1,2)? Darüber gibt es unterschiedliche Auslegungen. Verschiedene Bibelausleger[6] meinen, dass ab 1.Mo 1,3 eine Wiederherstellung der Erde beschrieben wird und dass es schon eine Welt vor 1. Mo 1,2 gegeben hat. Nachfolgend einige ihrer von mir ausgewählten Argumente.
Jes 45,18    Denn so spricht der JHWH, der Schöpfer der Himmel - {Er} ist Gott -, der die Erde gebildet und bereitet hat - {Er} hat sie gegründet; nicht als Einöde(1) hat er sie geschaffen, sondern um bewohnt zu sein, hat er sie gebildet -:..! (1) hebr. tohu, bedeutet »wüst« und bedeutet »Leere, Nichtigkeit, Verwüstung, Einöde«
1Kor 14,33      Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, ....
Ps 104,30   sendest du deinen Odem aus, so werden sie erschaffen, und du erneuerst die Gestalt der Erde.
 
 
Was geschah dann also in der Zeit zwischen 1. Mo.1,1 und 1,2?
Das Buch Prediger spricht von unbekannten Zeiten, die vor uns gewesen sind. Ob hier die Zeit vor 1. Mo.1,2 gemeint ist, bleibt aber offen.
Pred 1,9-10     Was [einst] gewesen ist, das wird [wieder] sein, und was [einst] geschehen ist, das wird [wieder] geschehen. Und es gibt nichts Neues unter der Sonne. Kann man von irgendetwas sagen: »Siehe, das ist neu«? Längst schon war es in unbekannten Zeiten, die vor uns gewesen sind!
Petrus schreibt in seinem 2. Brief
2Petr 3,5- 6     Dabei übersehen sie aber absichtlich, dass es schon vorzeiten Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus (1) [entstanden ist] und inmitten der Wasser
bestanden hat durch das Wort Gottes; und dass durch diese [Wasser] die damalige Erde infolge einer Wasserflut (2) zugrunde ging.
(1) dies deutet auf 1.Mo.1,2 hin;  (2) dies deutet auf die Sintflut hin
Im Kommentar zum Neuen Testament von W. MacDonald steht dazu:
Die Erde wurde »aus Wasser und durch Wasser« gemacht. Wir bekennen, dass sich in dieser Aussage Tiefen verbergen, die wir nicht ganz verstehen können. Wir wissen aus 1. Mose 1,2, dass die Erde ursprünglich mit Wasser bedeckt war. ...
 
2Petr 3,7    Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen.
Ich möchte hier nur feststellen, dass Petrus unterscheidet zwischen „vorzeiten" -Himmeln und „vorzeiten" -Erde einerseits und jetzigen Himmeln und jetziger Erde andererseits.
In Jeremia lesen wir ein Beispiel, wodurch etwas „wüst und leer" werden kann.
Jer 4,22-23      Wahrlich, mein Volk ist töricht, sie kennen mich nicht; närrische Kinder sind sie und ohne Einsicht; weise sind sie, Böses zu tun, aber Gutes zu tun verstehen sie nicht. Ich schaute zur Erde - doch siehe, sie war wüst und leer (1)! und zum Himmel - aber sein Licht war verschwunden! (1) hebr. tohu wa bohu.
Kann es sein, dass auch zwischen 1. Mose 1 Vers 1 und Vers 2 durch Sünde die Erde wüst und leer geworden war? Menschen können zu dieser Zeit nicht gelebt haben, denn der erste Mensch war Adam. 1Kor15,45       ...: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einer lebendigen Seele«;
 
Die Bibel berichtet über Wesen, die vor den Menschen von Gott geschaffen worden waren:
2Petr 2,4    Denn wenn Gott die Engel nicht verschonte, die gesündigt hatten, sondern sie in Fesseln der Finsternis in den Abgrund warf, um sie zum Gericht aufzubewahren,
Jud 1,6       und dass er die Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrten, sondern ihre eigene Behausung verließen,... ;
In Hesekiel wird von einem König (hebr. Melek) von Tyrus, dem gesalbten Cherub berichtet:
Hes 28,12-15  Menschensohn, stimme ein Klagelied an über den König von Tyrus und sprich zu ihm: So spricht GOTT, der Herr: O du Siegel der Vollendung, voller Weisheit und vollkommener Schönheit!. In Eden, im Garten Gottes warst du; mit allerlei Edelsteinen warst du bedeckt: mit Sardis, Topas, Diamant, Chrysolith, Onyx, Jaspis, Saphir, Karfunkel, Smaragd, und mit Gold. Deine kunstvoll hergestellten Tamburine und Flöten waren bei dir; am Tag deiner Erschaffungwurden sie bereitet. Du warst ein gesalbter, schützender Cherub, ja, ich hatte dich dazu eingesetzt; du warst auf dem heiligen Berg Gottes, und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen. Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde.
Ein schützender vollkommener Cherub - die meisten Bibelausleger[7] meinen, dass „Satan" hierals der König von Tyrus[8]. beschrieben wird, der die wahre Macht hinter dem Thron des Fürstenvon Tyrus (Hes. 28,2-10) ist, und die Ursache für seinen Stolz und seine Überheblichkeit (er wäre Gott, s. Hes.28,2) war. Der Abfall des Cherubs von Gott:
Hes 28,16   Durch deine vielen Handelsgeschäfte ist dein Inneres mit Frevel erfüllt worden, und du hast gesündigt. Darum habe ich dich von dem Berg Gottes verstoßen und dich, du schützender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine vertilgt.
Hes 28,17   Dein Herz hat sich überhoben wegen deiner Schönheit; du hast deine Weisheit um deines Glanzes willen verderbt. So habe ich dich auf die Erde geworfen und dich vor den Königen zum Schauspiel gemacht.
 
Im Rahmen dieses Themas möchte ich aber nicht verschweigen, dass für mich noch einige Fragen offen bleiben. Ich möchte diese aber nur aufzeigen, ohne sie näher zu bewerten. Zuerst die Bibelstellen dazu:
Hes 28,16-17  ... Darum habe ich dich von dem Berg Gottes verstoßen ... So habe ich dich auf die Erde geworfen
Hiob 2,2     Da sprach JHWH zum Satan: Wo kommst du her? Und der Satan antwortete JHWH und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln darauf!
Hes 28,15   Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde.
1Jo 3,8       Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre.
 
a) Der gesalbte Cherub in Hesekiel (28,13) war in Eden[9], im Garten Gottes,    und wurde von dem Berg Gottes auf die Erde verstoßen.
b) In Hiob steht, dass Satan noch Zugang zu Gottes Thron hat.
a) Der gesalbte Cherub war vollkommen, bis Sünde an ihm gefunden wurde.
b) Johannes schrieb, dass Satan von Anfang an sündigte.


Wenden wir uns nun wieder unserem Hauptthema und klareren Aussagen zu.
Bevor Gott den Menschen schuf, existierten Engelwesen. Viele sündigten und bewahrten ihren Herrschaftsbereich nicht. Ein gesalbter, schützender Cherub voller Weisheit und vollkommener Schönheit sündigte auch und wurde aus dem Herrschaftsbereich Gottes auf die Erde geworfen. Ein Engelfürst wurde zum Widersacher (Satan) und herrscht mit den gefallenen Engeln (Dämonen) seitdem auf der Erde. Satan wird auch Gott und Fürst dieser Welt (2. Kor.4,4; Joh. 12,31), sowie Engel des Lichts (2. Kor. 11,14) genannt (zeitliche Herrschaft und Verblendung).
In der Schöpfungsgeschichte 1.Mo 1,3 finden wir den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen (1. Mo 2,17 - das Böse existierte also schon), und nach der Erschaffung von Adam und Eva wird Satan als listige Schlange (1. Mo. 3,1) und in Offb. 12,9 als der große Drache und die alte Schlange bezeichnet. Er zog den dritten Teil der Sterne (Engel) des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde (Offb. 12,4). Er ist der Herrscher und Gebieter der gefallenen Engelschar.
Satan klagt die Menschen vor Gott an (Psalm 109,6; Sach. 3,1; Hiob 2,4-5). Dazu hat er noch Zugang zu Gottes Thron (Hiob 1,6-12). Er weiß, dass er auf dieser Erde nur noch wenig Zeit hat (Offb.12, 12,), um die ganze Erde zu verführen (Offb. 12,9), physisches und geistliches „tohu wa bohu" anzurichten. Denn Gott schuf nach der Auflehnung des Cherubs und seiner Engel Menschen, damit diese Gott in Gehorsam dienen sollten.
1Mo 2,15    Und JHWH nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre.
Der Mensch sollte also in Gehorsam Gottes Garten (in Eden, 1. Mo.2,8) bebauenund bewahren - das Gegenteil von „tohu wa bohu".
 
Gott schuf die Menschen für Seine ewigen Absichten
Pred 3,11   Er hat alles vortrefflich gemacht zu seiner Zeit, auch die Ewigkeit hat er ihnen ins Herz gelegt - nur dass der Mensch das Werk, das Gott getan hat, nicht von Anfang bis zu Ende ergründen kann.
Es bleiben dem Menschen - von Gott getrennt - viele Dinge verborgen. Daher ist der Spielraum für Irrtum und Verführung sehr groß.
Wie geschieht denn die „Verführung" der Menschen? Egal, was der Mensch tut, es fängt in seinen Gedanken an. Der Mensch denkt, er verarbeitet Informationen, stellt sich Dinge vor, bewertet sie, fasst Entschlüsse und schreitet zur Tat. Durch die modernen Medien erfahren wir täglich, wie durch unsichtbare elektromagnetische Wellen Töne und Bilder (Informationen) übertragen werden und Menschen beeinflussen oder „beherrschen" können (wenn sie es zulassen). So wird auch der Widersacher als „ Fürst dieser Welt" - der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; (Eph 2,2)" bezeichnet.
Er verstellt sich dabei als „Engel des Lichts" (Botschafter des Lebens und des Guten - 2.Kor. 11,14), sodass Menschen durch weltliche Systeme und „Angebote", aber auch durch falsche Religionen oder religiöse Systeme verführt werden. Die Bibel warnt  davor, dass Verführer und Irrlehrer „im frommen Gewand" kommen werden und die alleinige ewige Erlösung durch das Opfer des Sohnes Gottes (Eph. 1,7; Kol. 1,14; Hebr.9,12; Röm 3,24; Eph. 1,7) nicht mehr lehren und sogar leugnen. Ein Beispiel ist die Ökumene der Religionen[10]). Manche lehren esoterische Praktiken, Reinkarnation, Erlösung durch Werke, Sündenvergebung durch Ablässe, Sakramente, usw. Dies alles soll den Menschen von seiner ursprünglichen Bestimmung und seinem Ziel wegführen.
Bisherige Kernaussagen:
  • Gott ist Geist. ER und Sein Sohn existieren in Ewigkeit und haben keinen Anfang und kein Ende.
  • Gottes Sohn ist das Ebenbild Gottes und hat Seine Herrlichkeit und Fülle.
  • In Gott ist keine Finsternis
  • Von Gott dem Vater sind alle Dinge, und durch Seinen Sohn sind alle Dinge geworden.
  • Wir haben erfahren, dass Gott Geist ist und Er Geistwesen erschuf, wovon ein Teil gegen Ihn rebellierte.
  • Ein Engelfürst und seine Engel sündigten, und die Erde war vor 1. Mose 1,3 wüst und leer.
  • Satan und seine Dämonen herrschen auf dieser Erde und verführen die Menschen zu einem sündigen Leben und falscher Religiosität.
  • Der Mensch erkennt von sich aus den Grund seiner Existenz nicht
  • Wir Menschen sind als „Bild" Gott ähnlich, und ursprünglich für Gott den Vater geschaffen.
Die Bibel beschreibt auch, dass Gott Licht ist.
Jo 1,5  ... euch verkündigen, dass Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist.
Was ist Licht?
Es bewegt sich in der Luft mit einer Geschwindigkeit, die unübertroffen ist - mit ca. 330.000 km pro Sekunde. Es enthält höchste Energien, und man kann es sehen, und es lässt Körper und Gegenstände sichtbar werden.
Was sagt die Bibel dazu?
Licht ist Leben (Joh. 1,4; 11,25). Licht nimmt dem Tod die Macht und bringt ewiges Leben durch das Evangelium vom Reich Gottes (2.Tim. 1,10; Mk 1,14). Licht leitet und lässt den Weg erkennen (Psalm 43,3; Ps 119,105). Licht und Finsternis können nie zusammen sein.
Finsternis kann also nur entstehen, wenn sich das Licht zurückzieht. Durch die Anweisendheit von Licht verschwindet die Finsternis, und Gottes Wahrheit ist erkennbar (1.Joh. 2,8). Gott ist Licht und Sein Sohn kam, um von diesem Licht Zeugnis zu geben (Joh.1, 8). Christus ist das Licht der Welt (Joh. 8,12).
„Gott sprach: Es werde Licht" (1.Mo.1,3)
Gott ist selbst die Lichtquelle der Schöpfung und wird sie auch in der künftigen Ewigkeit sein(vgl. Offb 21,23).Gott JHWH, ist Sonne" (Ps 84,12), also Licht, das Zentrum allen Lebens. Darum setzte Gott die Sonne ins Zentrum unseres Planetensystems, damit in diesem
Menschenzeitalter Leben existieren kann. An Seiner Schöpfung können wir den Schöpfer auch selber erkennen (Röm. 1,20), und dort finden wir das Prinzip „Licht ist Leben".

Beispiele:
[11] Wie man heute weiß, steuert Licht den Hormonhaushalt, das Immunsystem und den Stoffwechsel, es wird in allen Zellen von Menschen, Tieren und Pflanzen gespeichert und regelt die Kommunikationsprozesse im Körper. Damit das „Biophotonenlicht" in uns diese Aufgabe erfüllen kann, muss es ständig erneuert werden. Den Energieschub hierfür liefert uns das Licht, das wir über Augen und Haut aufnehmen. Die Voraussetzung dafür ist ausreichendes Licht, also jenes, welches das volle Farbspektrum enthält
Wir sind also Lichtwesen. Auch belegt die Wissenschaft, dass helles weißes Kunstlicht einerseits einen steilen Anstieg der Stresshormone ACTH (Coritcotropi) und Cortisol) bewirkt. Andererseits wird zugleich die eigentlich nur „nachtaktive'' Zirbeldrüse zur Ausschüttung des „Schlafhormons" Melantonin angeregt. So wird der Mensch in ein ständiges Wechselbad von Nervosität, Aggressivität und Müdigkeit und damit in einen krankmachenden Dauerstress gestürzt. Künstliche Fehlbeleuchtung durch minderwertige Lampen (falsches Farbspektrum, Lichtstärke, etc.) schadet dem Körper.
Grundsätzlich brauchen auch alle Pflanzen Licht, denn Licht ist die Grundvoraussetzung für jedes Wachstum
Ohne Licht kein Leben - also Tod. Dieses Prinzip in der Schöpfung zeigt uns Christen, dass nur das wahre Licht (das Wort Gottes, Joh. 5,24), das das „volle Farbspektrum" enthält, lebenswichtig ist und täglich erneuert oder ergänzt werden muss. Es zeigt darüber hinaus, dass künstliches Licht (Menschenwort in geschaffenen Religionen und im Atheismus) nicht zum ewigen Leben führt (z. B. wie in Mt 23,9+13-14).
Gottes Sohn ist das wahre Licht (Joh. 1,9), und daher ist es „ ... nicht verwunderlich, denn derSatan selbst verkleidet (künstliches Licht) sich als ein Engel des Lichts(2Kor 11,14) ... undseine Diener als Diener der Gerechtigkeit (Hebr. 8,11).
Wenn wir das wahre Licht (Gottes Wort) nicht in uns aufnehmen, können wir es nichtreflektieren und weitergeben.
Wahres Licht nehmen wir in unser „Herz" auf (Hebr. 8,10),aber falsches oder künstliches Licht wird nur vom Verstand (Spr. 3,5) aufgenommen. Gott sagt:
Jes 55,8-9   Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht JHWH; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

Vor Grundlegung der Welt (griech. Kosmos) erschuf uns Gott, damit wir Seine Schöpfung bebauen und bewahren, dass wir IHM dienen
.
ER bestimmte, dass wir in Seinem Sohn auserwählt sind zur Weisheit, zur Gerechtigkeit (1.Kor 1,30), und wir heilig und tadellos in Liebe vor ihm stehen (s. a. Eph.1,4;5,27),dass wir Licht in dieser Weltfinsternis sein sollen (Mt 5,14) und Zeugnis von Seiner Herrlichkeit geben (Joh.15,26-27). Wir sollen Teil der Familie Gottes sein (Joh. 1,12), teilhaben an Seinem Reich.
Röm 8,16-17   Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus; wenn wir wirklich mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm verherrlicht werden.
Röm 8,21    dass auch die Schöpfung selbst befreit werden soll von der Knechtschaft der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.
Wir sind also dem „Licht zugeordnet", der Weisheit, Gerechtigkeit, zur Heiligkeit, das heißt, abgesondert für Gott und Sein Evangelium[12] ,danach zu leben und es zu verkünden.
Mt 5,15-16 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
Das Licht (Wort Gottes) enthüllt alles, was im Dunkel und der Finsternis nicht sichtbar ist - eslegt Verborgenes bloß, auch unser wahres „Ich".
 
Wir beginnen zu verstehen, was der Mensch ist, was es bedeutet, ein „Bild" Gottes zu sein. Gott ist Licht und gibt uns alles, um auch „Licht" zu sein.
Jak 1,17      Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten ....
Wenn wir in Seinem Licht wandeln, werden wir auch Sein Wesen ausstrahlen. Bedenken wir dabei, dass es finster bleiben wird, wo das Licht sich scheut, hinzugehen und zu leuchten (Jes. 59,9; Apg.26,18; 1.Joh.1,5). Wer soll dann Gottes Wort als Licht den Völkern bringen (Jes 51,4) und Sein zukünftiges Reich verkünden (Lk 4,18)?
Wenn wir in Seinem Licht wandeln (Joh. 1,7), wird die Finsternis weichen, die durch Satan und seine Dämonen auf die Erde kam (Jes 9,1; 29,18; 42,7; Joh. 12,46; Eph. 6,12).
Jes 51,4      So achte nun auf mich, mein Volk, und ihr, meine Leute, leiht mir eure Ohren; denn ein Gesetz wird von mir ausgehen, und mein Recht will ich zum Licht der Völker aufrichten.
Gottes Wort, Jesus Christus, ist eine Leuchte auf unserem Weg, unser Bewahrer (Judas 1,1) und Wegweiser (Ps 32,8; Joh 10,4;) oder -  modern gesagt - unser Navigator (Psalm 32,8)
Jes 30,21    und deine Ohren werden das Wort hören, das hinter dir her so spricht: »Dies ist der Weg, den geht!«, wenn ihr zur Rechten oder zur Linken abbiegen wollt.
2Petr 1,19  Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort, und ihr tut gut daran, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.
 
Beachten wir auch, was wir durch die Gestirne des Himmels lernen können.
Wir sehen die Planeten unseres Sonnensystems (Sterne und Mond), weil diese dasSonnenlicht reflektieren. Sie haben kein Eigenlicht. Geistige Finsternis kam über diese Erde,als Satan und der dritte Teil der Sterne (Engel) des Himmels (Offb. 12,4) gegen ihren Schöpferrebellierten und sie von IHM entfernt  wurden.
Wir dagegen sollen das Licht der Welt sein, indem wir das Licht der Welt, Gottes Sohn reflektieren. Wenn wir uns von Gottes Wort, Seinem Willen entfernen, wandeln wir auch in der „Finsternis" (Joh.8,12); dann gilt dies für uns:
Ps 82,5       Aber sie erkennen nichts und verstehen nichts, sondern wandeln in der Finsternis;
Doch fühlen wir uns nicht dann gut und gerecht, sind zufrieden, wenn wir „gute" Menschen sind, Gottesdienste oder Versammlungen besuchen oder ein paar soziale oder barmherzige Werke tun? Möchten wir es doch begreifen, dass wir nicht eine Spur von „Eigenlicht" haben, wie wir manchmal meinen. Es ist kein „wahres Licht", sondern „Kunstlicht".
 
Wann können wir überhaupt das Licht Gottes reflektieren?
Jes 66,2      ...  spricht JHWH. Ich will aber den ansehen, der demütig und zerbrochenen Geistes ist und der zittert vor meinem Wort.
Es geht Gott um eine demütige Einstellung, dass wir von uns aus nichts tun können (Joh.15,5).
Wie Christi Leib in Gehorsam zu Gottes Willen „gebrochen" wurde, so muss unser „Geist"gebrochen werden, indem wir nicht nur sagen „Dein Wille geschehe", sondern unseren Willen IHM total unterordnen. Das ist das Gegenteil von Eigenwillen, Selbstzufriedenheit und Unabhängigkeit; man muss  in Demut eingestehen, dass man ohne Gott geistlich bankrott ist.
[13]Die Eigenschaften, die nachfolgend beschrieben und empfohlen werden, entsprechen demGegenteil der weltlich anerkannten Werte.
Mt 5,3-11    Glückselig sind die geistlich Armen[14], denn ihrer ist das Reich der Himmel! ... die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden! ... die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben! ...  die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden! ... die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen! ... die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen! ... die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes heißen! ... die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Reich der Himmel! ...  seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen! ...  wer nicht Anstoß nimmt an mir!
 
Wahre Christen sind „Kinder des Lichts" (Luk.16,8) und haben nichts gemeinsam mit derFinsternis (2. Kor. 6,14; 1.Thes. 5,5; Joh. 15,19).
 
Ist unser Glaube der Glaube, den Christus ansprach???
Joh 14,12   Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe.
Überprüfen wir dies und nehmen wir diese Aufforderung von Herzen ernst.
Eph 5,14 +  Jes 60,1-2 ...: Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, so wird Christus dich erleuchten! ...Mache dich auf, werde Licht! ... Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und tiefes Dunkel die Völker...
 
 
Schlussbetrachtung
Der ewige Gott, ohne Anfang und Ende, ist Licht. Sein geliebter Sohn ist Sein Ebenbild, der Abglanz Seiner Herrlichkeit. Von IHM geschaffene Geistwesen (Engel) rebellierten. Das Böse, die Sünde (Verfehlung und Auflehnung gegen Gottes Ordnung und Gebote) kam in diese Welt. Der geschaffene Kosmos wurde finster, wüst und leer. Gott ist kein Gott der Unordnung (1. Kor. 14,33), und Er erneuerte die Erde, um Menschen - Ihm ähnlich - auf ihr wohnen zu lassen. Gott wandelte unter ihnen (1. Mo. 3,8), um ihr Gott zu sein (2. Mo.6,7). Sein Licht sollte in Ewigkeit unter ihnen leuchten. Die Menschen ließen sich leider bis heute von Satan, dem Widersacher, zum Abfall von Gott beeinflussen. Sie wurden dadurch von Gott getrennt und rissen die gesamte Schöpfung unaufhaltsam mit sich ins Verderben. Sorgenvoll erkennen wir, dass die Schöpfung immer mehr von ihrer ursprünglichen Schönheit verliert[15]. Die Menschen aber entfernten sich immer weiter von Gott.
Gottes Liebe zu den Menschen bestimmte jedoch einen Weg zu ihrer Rettung, der die ganze Himmelswelt wohl in größtes Erstaunen versetzte (s. a. 1. Petr. 1,12). ER selbst kam in der Person Seines Sohnes zu uns (Mt 1,23) und bezahlte am Kreuz an unserer Statt für unsere Sünden, was wir in Ewigkeit nicht hätten bezahlen können.
Egal was noch auf dieser Erde passiert, Gott wird Seinen Plan auch durch Seinen Sohn zu Ende führen. Durch Ihn ist alles gemacht, was gemacht ist. Er ist das Licht der Welt und von Ihm geht das Wasser des Lebens aus (Joh. 4,14; Off. 22,1; 22,17).
Wir sind durch IHN für den Vater gemacht. ER gibt das Wollen und Vollbringen (Phil. 2,13), damit wir Söhne (Kinder) unseres Vaters im Himmel sind (Mt 5,45), und ER wird uns Seine Brüder nennen (Hebr.2,11).
 
Gott ist treu (1.Kor.1,9), und das Zeichen Seiner Treue und Zuverlässigkeit können wir sogar als imposantes, faszinierendes Naturereignis beobachten.
1Mo 9,13    Meinen Bogen setze ich in die Wolken, der soll ein Zeichen des Bundes sein zwischen mir und der Erde.
Wenn das Licht der Sonne auf dem Weg durch die Luft auf Wasser trifft, wird es gebrochen.
Herrliche Spektralfarben der Sonne werden sichtbar - der Regenbogen.
Der Regenbogen ist auch ein sichtbares Zeichen in Gottes Reich (Offb.4,3; 10,1). Er hat sechs
Spektralfarben (rot, orange, gelb, grün, blau, violett), die auf die Schöpfung und sechs Schöpfungstage hinweisen könnten.
Wie das Brechen des Lichtes im Wasser an den Bund Gottes mit den Menschen erinnert, so brach auch Jesus Christus das Brot (Mk 14,22) zum Gedächtnis, dass Er Seinen Leib für die Sünden der Menschen hingab als ein Zeichen des neuen ewigen Bundes, den Er mit Seinem Blut besiegelte (Mt 26,28).
Allen, die an Ihn glauben und Ihn aufnehmen, die „zerbrochenen" Geistessind, gibt ER das Anrecht, Gottes Kinder zu werden. Diese sollen Sein Licht reflektieren. Dieses Licht sollen alle sehen, und es soll zum Vater der Ewigkeit leiten. Wir sind die „Freudenboten", die Abgesandten Gottes (Joh. 8,12). Wir sind allzeit bereit, IHM in freudiger Willigkeit zu dienen. Unser Leben ist ein Leben der Hingabe und Dankbarkeit.
Dies ist möglich, weil wir auch aus Seiner „Fülle" Gnade empfangen (Kol 2,10; Joh 1,16).
 
Ehrfurchtsvoll betrachten wir Gottes Schöpfung, zu der wir auch gehören, mit „anderen Augen". Wenn wir darüber „Tag und Nacht" nachsinnen (Psalm1,2) und ständig Sein Wort in Demut und Gebet lesen (Psalm 119,105), werden wir auch Seine Absicht mit uns in seiner ganzen Tiefe erkennen und werden Täter Seines Wortes (Jak. 1,22-25). Dies alles ist menschlich gesehen kaum zu fassen, und doch müsste es unser Leben auf der Stelle radikal zu Ihm hin umkehren lassen, dass wir Ihm unser ganzes Leben schenken.
Paulus sagt: „Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat" (Gal 2,20)
 
Weder eine Religion, noch Religiosität können der Weg zu unserem Vater im Himmel sein. Nur Gottes Sohn ist der alleinige Weg.
Der „Ausgang" ist auch der „Eingang".
  • Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen, Joh 16,28
  • Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden,  Joh 10,9
  • Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich", Joh 14,6
  • Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben, Joh 8,12
 
Das ist der Sinn und das Ziel des menschlichen Lebens
  • „und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr.
  • .. ich, ..., sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabsteigen, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.
  • siehe, das Zelt (Wohnung) Gottes bei den Menschen!
  • und er wird bei ihnen wohnen; und sie werden seine Völker sein,
  • und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott
  • und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen
  • und der Tod wird nicht mehr sein,
  • und es wird dort keine Nacht mehr geben, und sie bedürfen nicht eines Leuchters, noch des Lichtes der Sonne, denn Gott, der Herr, erleuchtet sie;
  • und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit" (Offenbarung 21,1-4+22,5).
Anhang:
Der Name  Jesus Christus ist die lateinische Umschrift von griechisch Ιησούς Χριστός, Aussprache und Betonung: Iesús Christós, ɪɛˈsʊs xrɪsˈtɔs, Jesus, der Gesalbte (aus wikipedia.org /wiki / Jesus Christus). Gottes Sohn war Hebräer und Sein Name wird im Hebräischen (Kurz oder Langform, je nach Auslegung) Jahschua oder Jahuschuah, (westaramäisch?) Jeschuah, („JHWH ist Rettung"), gesprochen. Er, der den Namen des Vater (Jahweh) in sich trägt (2.Mose 23,21; Joh. 14,9; 1.Kor. 10,4; Kol 2,9).  Die traditionelle Deutung des Namens als „Gott ist Rettung / Hilfe /Erlösung" rechnet mit einer Abstammung des Namens aus der Zusammensetzung von jhw und šuaʿ („um Hilfe rufen") Aus Johuschua-Wikipedia, M. Noth. Die Israelitischen Personennamen, Stuttgart, 1928 (zit. in : Hebräisches und aramäisches Lexikon zum Alten Testament (HAL), Eintrag zu וֹשׁוּע ‎; Joshua in: Encyclopedia Biblica (EB), London: 1899-1903.Messias (hebräisch משיח Maschiach)
 
Anmerkung:
  • Wer dies bis hierher gelesen hat und noch Fragen zur Evolution oder den Tagen der Schöpfung hat, dem empfehle ich das Buch „Die Akte Genesis" (Warum es 50 Wissenschaftler vorziehen, an die Schöpfung in 6 Tagen zu glauben) von John F. Ashton.
  • Fragen zum Thema beantwortet der Autor gerne.
 

[1] Paulo Coelho [ˈpau̯lu ˈku̯eʎu] (* 24. August 1947 in Rio de Janeiro) ist ein brasilianischer Schriftsteller und Bestsellerautor (http://de.wikipedia.org/wiki/Paulo_Coelho ).
[2] Matthias Claudius (Pseudonym Asmus, * 15. August 1740 in Reinfeld (Holstein); † 21. Januar 1815 in Hamburg) war ein deutscher Dichter und Journalist, bekannt als Lyriker mit volksliedhafter, intensiv empfundener Verskunst (http://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Claudius)
[3] http://christoph.falt-freunde.de/texte/lebensregeln-claudius.html
[4] Buch, Die Namen des Ewigen: Zum Geleit
[5] Engel, hebr. „maleach"; der Engel des Angesichts, der Engel des Bundes. Griech. „aggelon" (Bote). Aus Biblisches Namenslexikon, von Doz. theol. Dr. Abraham Meister. Verlag Mitternachtsruf,. CH 8600 Dübendorf
[6] Arno C. Gaebelein, Kommentar zum Alten Testament, S 25-26; Das Alte Testament, erklärt und ausgelegt von John F. Wavoord und  Roy B. Zuck, S 17; Scofield-Bibel, Revidierte Elberfelder Übersetzung: 1. Mo l,2; Elberfelder Studienbibel mit sprachlichem Schlüssel; u. a.
[7] Arno C. Gaebelein, Kommentar zum Alten Testament, S 1070; Das Alte Testament, erklärt und ausgelegt von John F. Wavoord und  Roy B. Zuck, S 338; Scofield-Bibel, Revidierte Elberfelder Übersetzung; Elberfelder Studienbibel mit sprachlichem Schlüssel: Nr.3821; Studienbibel John Mac Arthur u. a.
[8] Das Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier erklärt dazu:) Tyrus (Stadtstaat im Norden
Israels), griech. Form des hebr. Namens Zor »Fels« heute Sour, 40 km nördl. von Akko
[9]Eden = „Wonne, Lieblichkeit", aus Biblisches Namenslexikon, von Doz. theol. Dr. Abraham Meister
[10] Z. B. Das Treffen von Vertretern christlicher Kirchen und nichtchristlicher Religionen in Assisi, am 27. Oktober 1986
[11] Aus „Ohne Licht kein Leben“, Internet: well-view.de/images/pdfs/
[12] Evangelium (von griech. εύαγγέλιoν „Gute Nachricht", „Frohe Botschaft" oder „Siegesbotschaft"), Wikipedia, die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org
[13] Kommentar zum Neuen Testament, W.MacDonald
[14] Das bezieht sich nicht auf eine natürliche Eigenschaft, sondern auf einen Zustand, dem man sich absichtlich unterworfen hat. Die Armen im Geist sind die, welche ihre eigene Hilflosigkeit erkannt haben und sich auf Gottes Allmacht verlassen. Sie wissen um ihre geistliche Bedürftigkeit und den Herrn, der ihren Mangel ausfüllt. Diesen Menschen gehört das Reich der Himmel, in dem Selbstzufriedenheit eine Untugend und Eigenlob ein Laster ist (Kommentar zum Neuen Testament, W.MacDonald).
[15] Siehe rote Listen  ausgestorbener, verschwundener und gefährdeter Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sowie Biotope.
   
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