In wessen Mitte will Gott wohnen? Die Aussagen in 2. Mose 25,8 galt für das Volk Israel. Was bedeutet es für die Christen heute? Was fordert Gott der Allmächtige von Seinem Volk? Konnte das auserwählte Volk Israel Gott dienen, wie es wollte, und was sagt die Heilige Schrift heute denen, die treu in der Nachfolge Christi leben wollen? Verstehen wir überhaupt die ganze Tiefe dessen, was Gott, der Allmächtige damals dem Volk Israel und auch uns heute zuruft? Wenn ja, leben wir danach? All diese Fragen kann nur Gottes Wort selber beantworten:

3Mo 20,7        Darum heiligt euch und seid heilig; denn ich, der HERR, bin euer Gott!

5Mo 14,2        denn ein heiliges Volk bist du für den HERRN, deinen Gott, und dich hat der HERR erwählt, dass du ihm ein Volk des Eigentums seist ...

1Petr 2,9         Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein[1] heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht

Jeder, der ernsthaft in der Nachfolge leben will, sollte sich fragen: Kann ich dazu uneingeschränkt „Ja" sagen - lebe ich abgesondert nur für Gott und Sein Wort?

Damit wir Gottes Wort, die Bibel, in seiner Gesamtheit und Tiefe überhaupt verstehen können, schrieben die Apostel Paulus und Lukas eindringlich:

2Tim 3,16       Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit,

Apg 26,22       Aber da mir Hilfe von Gott zuteil wurde, so stehe ich fest bis zu diesem Tag und lege Zeugnis ab vor Kleinen und Großen und lehre nichts anderes, als was die Propheten und Mose gesagt haben, dass es geschehen werde:

Lk 24,27          Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht.

Im Lichte des Alten Testaments wird uns Gottes Heilsplan erst richtig „aufgeschlossen".

Ein Leitsatz sollte uns durch dieses Studium begleiten und danach fest in unserem Sinn eingeprägt bleiben: „Alles, was von Gott kommt und für IHN ausgesondert wird, ist „heilig".

Wiedergeborene Christen sind ein von Ihm erwähltes, heiliges Volk des Eigentums - Sein Eigentum!!! Unser Leben gehört nicht mehr uns

Gal 2,20          Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

Königliche Priester (1. Petr. 2,5.9; Offb. 1,6) Gottes leben ganzheitlich" und „ganzzeitlich" für Gott, den Allmächtigen und Seinen geliebten Sohn. Dieser hat dafür einen unermesslichen Preis gezahlt - Sein Leben. Er hat uns erkauft durch Sein Blut (Offb. 5,9;Titus 2,14; Hebr 12,2-3).

Folgen wir nun Gottes Wort und Seinen gnadenreichen Aussagen:

Gott der Allmächtige will bei den Menschen - Seinem Volk sein.

  • Im Garten Eden: „Und sie hörten die Stimme Gottes des HERRN, der im Garten wandelte" (1Mo 3,8).
  • Bei Seinem Volk Israel: „Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne!" 2Mo 25,8.
  • Bei allen, die in Christus ein neues Leben führen wollen:Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?" (1Kor 6,19)
  • In der Zukunft: „Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen; und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott" (Offb 21,3).

[2]Möge daher das Nachsinnen über Gottes Wort und Seine Wohnstätte zu unserer Heiligung beitragen und uns noch näher in Seine heilige Gegenwart führen.

Gott bleibt immer Derselbe (Hebr 13,8), und Sein Ratschluss bleibt ewig bestehen (Psalm 33,11) Daher wollen wir uns in der Bibel einmal betrachten, welche Anweisungen Gott, der Allmächtige im Alten Testament gab, damit Er in der Mitte Seines Volkes Israel wohnen konnte, und was dies für uns heute bedeutet.

Hat es Gott  Israel überlassen, wie sie IHM eine Wohnstätte bauen sollte?

2Mo 25,9        Genau so, wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde, so sollt ihr es machen.

Wie wir Gott dienen sollen, bestimmt Er selber (Joh. 5,30 b)..

Das Volk Israel war nach dem Auszug aus Ägypten noch nicht ins versprochene gelobte Land (Kanaan) gezogen. Gott der Allmächtige befahl daher ein bewegliche Wohnung[3], [4]ein Heiligtum, in dem ER seit der Gesetzgebung am Sinai unter Israel wohnte (2Mo 25,8). Es wird bezeichnet als Wohnung (2Mo 26,1), Wohnung oder Hütte (= Zelt) des Gesetzes (2Mo 38,21; 4Mo 9,15) und Haus des Herrn (2Mo 34,26; Jos 6,24). Die häufigste Bezeichnung (Lutherübersetzung), wird  mit »Stiftshütte« (2Mo 40,34 ) wiedergegeben, es bedeutet wörtlich »Zelt der Zusammenkunft«, das heißt „Ort der Offenbarung Jahwes", »wo ich euch begegnen werde, um dort mit dir [Mose] zu reden« (2Mo 29,42 RevEB[5]).

[6]Gottes Gegenwart im Heiligtum der Stiftshütte ist ein Vorschatten Seiner Gegenwart in unsdurch die Fleischwerdung Seines Sohnes und die Sendung Seines Geistes.

Das Heiligtum im (Alten Testament) selbst, wie auch seine Einzelteile, sind Abbilder von Gottes endgültiger Erlösung in Jeschua Ha Maschiach, in Jesus Christus. Das Heiligtum weist den Weg des sündigen Menschen zu Gott. In Hebräer 8,5 wird es ein «Abbild und Schatten der himmlischen Dinge ...» genannt, in Hebräer 9,9 ein «Gleichnis für die gegenwärtige Zeit...» und in Hebräer 9,24 «... ein Gegenbild des wahren Heiligtums ...»

Es ist lohnenswert, jeden Bestandteil des Heiligtums, der Wohnstätte Gottes unter Seinem Volk, im Zusammenhang der gesamten Heiligen Schrift näher zu studieren.

Bei der näheren Beschreibung Seiner Wohnstätte begann JHWH mit der Bundeslade oder Lade des Zeugnisses, weil sie die Steintafeln mit den Geboten Gottes enthielt (2.Mose 25,10-22), die sich im Allerheiligsten befand, dem Ort, wo die Schechina war, die Gegenwart Gottes. Das Allerheiligste war durch einen Vorhang vom Rest des Heiligtums abgetrennt. «Und zwar sollst du den Vorhang unter den Haken anbringen. Und bringe dorthin, auf die Innenseite hinter dem Vorhang, die Lade des Zeugnisses! So soll der Vorhang für euch das Heilige und das Allerheiligste voneinander scheiden» (2. Mose 26,33).

Später durfte der Hohepriester nur einmal im Jahr das Allerheiligste betreten, um stellvertretend durch das Blut eines Opfertieres das Volk mit Gott zu versöhnen und die Schuld des Volkes zu bedecken. Denn das Leben des Fleisches ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, um Sühnung zu erwirken für eure Seelen. Denn das Blut ist es, das Sühnung erwirkt für die Seele (3Mo 17,11)".

So wie einst der Hohepriester mit dem Blut eines Opfertieres das Allerheiligste durch den Vorhang betreten durfte, so ist es auch denjenigen möglich, in die Gegenwart Gottes zu treten, die durch das Blut Jesu Vergebung erfahren haben und mit Gott versöhnt sind (Hebräer 10,19-22).

Brandopferaltar

[7]AT- (Altes-Testament) Bedeutung - am Brandopferaltar verrichteten die Priester ihren Dienst. 2Mo 35,16    den Brandopferaltar mit seinem ehernen Gitter, mit seinen Tragstangen und allen seinen Geräten, das Becken mit seinem Gestell; Durch die Darbringung der verschiedenen Opfer dienten sie Gott und reinigten das Volk. Die Darbringung von Opfern auf dem Altar war jedoch keine einmalige Sache, sie musste fortlaufend wiederholt werden, wohingegen das Opfer des Neuen Bundes ein für allemal erfolgte (Hebr. 7,27).

Ist es nicht bemerkenswert, dass nichts anderes in der Bibel mit einer solchen Genauigkeit beschrieben wird wie das Heiligtum, die Stiftshütte, das Zelt der Begegnung? Diese Tatsache allein sollte in uns das Verlangen wecken, jedes Einzelteil, jedes Gerät, seine Bedeutung und Anwendung zu studieren.

Ein weiterer Zweck des Heiligtums war, das Volk davor zu bewahren, gegen Gott zu sündigen. Es diente daher als ständige Erinnerung und Mahnung an Gottes Gegenwart und half den Israeliten, ein heiliges Leben zu führen.

NT - (Neues-Testament ) Bedeutung:

Gott begegnete Mose an der Sühnplatte (auch als Deckplatte oder Gnadenthron übersetzt, siehe 2. Mose 25,17), um sich ihm zu erkennen zu geben (25,21-22). Das bedeutet, wir können nur direkte Gemeinschaft mit Gott haben oder Gott kann sich uns nur zu erkennen geben «an der Sühnplatte» im Allerheiligsten. Um dorthin zu kommen, gibt es nur einen Weg unter dem Blut des Lammes, durch Jesus den Messias, der die Sühnung erwirkt hat. «Ihn hat Gott hingestellt als einen Sühneort durch den Glauben an sein Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden» (Rom. 3,25). «Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe!» (Hebr. 4,16).

Hebr 9,11        Als aber der Christus kam als ein Hoherpriester der zukünftigen [Heils-]Güter, ist er durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist,

Hebr 9,12        auch nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt.

Hebr 9,14        wie viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist als ein makelloses Opfer Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dienen könnt.

Das eherne Becken

AT-Bedeutung

2Mo 30,18      Du sollst auch ein ehernes Becken machen mit einem ehernen Gestell, zum Waschen, und du sollst es aufstellen zwischen der Stiftshütte und dem Altar, und Wasser hineingießen.

2Mo 30,19      Und Aaron und seine Söhne sollen aus ihm ihre Hände und Füße waschen.

2Mo 30,20      Wenn sie in die Stiftshütte gehen wollen, so sollen sie sich mit Wasser waschen, damit sie nicht sterben; ebenso wenn sie zum Altar nahen, um zu dienen und ein Feueropfer dem HERRN in Rauch aufgehen zu lassen.

2Mo 30,21      Und zwar sollen sie ihre Hände und ihre Füße waschen, damit sie nicht sterben. Das soll eine ewig gültige Ordnung für sie sein, für ihn und seinen Samen, für ihre [künftigen] Geschlechter.

[8]Unter den Geräten der Stiftshütte, die Mose nach dem Auftrag des Herrn anfertigen ließ, befand sich auch ein Becken aus Kupfer (Revidierte Elberfelder Übersetzung: Bronze). Dieses kupferne Becken wurde mit Wasser gefüllt, und Aaron und seine Söhne mussten sich darin Hände und Füße waschen, ehe sie zum Dienst in die Stiftshütte oder an den Altar traten (2Mo 30,17-21). Wie dieses Becken aussah, wissen wir nicht genau. Das hebr. Wort bezeichnet einen runden Gegenstand (2Mo 30,18; 31,9; 35,16; 39,39; 40,11; 3Mo 8,11). Bezalel arbeitete Becken und Gestell aus dem Metall der Spiegel, die den Frauen gehört hatten, die vor dem Eingang der Stifthütte dienten (2Mo 38,8). Maßangaben über die Größe des Beckens finden wir nicht. Im Tempel Salomos traten an die Stelle des Beckens das gegossene Meer und 10 kleinere Waschbecken (1Kön 7,23-39).

Die Reinigungsvorschriften für die Priester in Verbindung mit dem Becken zeigen, dass der Herr bei ihnen keine Unreinheit duldete, keinen Staub an Händen und Füßen, der an die Sünde erinnerte (vgl. Jes 52,11; Joh 13,1-10).

NT - Bedeutung: Auch nachdem Christus die Reinigung unserer Sünden vollbracht hat (Hebr 1,3), bleibt doch die Forderung nach ständiger Reinigung aller Gläubigen als Priester weiter bestehen (1Joh. 3,3; 1. Petrus 2,5 und 2.9; 2.Petr.3,14), weil Gott rein und heilig ist.

[9]Der Schaubrottisch

AT-Bedeutung: der Schaubrottisch wurde Akazienholz gefertigt, das mit reinem Gold überzogen wurde. Darauf wurden in zwei Sechserreihen 12 Brote (auch als Kuchen bezeichnet) gelegt, auf die wiederum Weihrauch gelegt wurde (3. Mose 24,5-9). Sie gehörten dem HERRN, durften aber von Aaron und seinen Söhnen verzehrt werden. Die Brote wurden jede Woche neu zugerichtet. Sie bringen zum Ausdruck, dass Gott die Menschen versorgt und erhält.

NT - Bedeutung: der Schaubrottisch erinnert daher auch an Christus als das «Brot des Lebens» (Joh. 6,35). Indem wir unser Herz auf Christus ausrichten, sowie in der Gemeinschaft mit IHM, empfängt unsere Seele das Lebensbrot als Nahrung.

Joh 6,35         Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten.

Der goldene Leuchter (Menorah)

[10]AT-Bedeutung -mit Menorah (hebr. = Leuchter, neuhebr. auch für Lampe. Sie war aus einem Block reinen Goldes gearbeitet, ein Symbol vollkommener Reinheit. Die Zahl sieben ist ebenfalls ein Hinweis auf die göttliche Vollkommenheit. Die Priester hatten dafür Sorge zu tragen, dass die Lampen immer brannten. Die Menorah ist das Symbol des jüdischen Volkes

[11]Der goldene Leuchter im heiligen Zelt (2Mo 25,31-40) war aus Feingold [12]ein Symbol vollkommener Reinheit getrieben [13]und bestand aus Fuß, Schaft und sechs Armen, so dass der Leuchter - den Schaft eingerechnet - sieben Arme hatte, die in der Höhe aufsteigend waren (2Mo 25,37 - eingefügt von PS). Auf jedem der sechs Arme, die in drei Paaren vom Schaft ausgingen, waren drei Kelche aus Knauf und Blume in Form von Mandelblüten angebracht. Der mittlere Schaft zeigte vier solcher Kelche, je einen unter den drei Armpaaren; der vierte wird oben unter der Lampe gesessen haben. Alles war aus einem Stück. Lose hinzugefügt waren sieben Lampen, Lichtscheren und Löschnäpfe (2Mo 25,38; 37,23), die beim Putzen der Dochte Verwendung fanden. Das Gewicht des benötigten Goldes betrug 1 Talent (rund 35 kg). Das Vorbild des goldenen Leuchters hatte Mose auf dem Berg Sinai geschaut (2Mo 25,9. 40). Wie hoch der Schaft war, ist nicht mehr genau zu bestimmen, wahrscheinlich aber höher als der Schaubrottisch. Die sieben Lampen, Schalen mit Öl, in denen ein Docht brannte, wurden oben auf die sieben Arme gesetzt.

NT - Bedeutung:

Der goldene Leuchter mit seinen Lampen, gespeist durch das Öl des Geistes (Sach 4,1-6), ist Bild der Gemeinde des Herrn (Offb 1,4. 12. 20).

[14] Als Christen sollen wir in ständiger Gemeinschaft mit dem Herrn leben, denn Jesus sagt in Joh. 8,12: «Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.», genauso wie die Priester dafür Sorge tragen mussten, dass die Lichtquelle im Heiligtum nicht versiegte (2. Mo. 27,20; Spr. 13,9).

[15]Öl für den Leuchter

AT-Bedeutung

Das Öl der Menorah, des siebenarmigen Leuchters, weist auf unsere Gemeinschaft mit Gott im Allerheiligsten hin, es fordert unseren Lobpreis, unsere Heiligung. [16]Im Zusammenhang. mit dem Gottesdienst wird Öl als Brennstoff des Leuchters der Stiftshütte (2Mo 27,20), als Bestandteil des täglichen Speisopfers (2Mo 29,40) und zur Erzväterzeit als Trankopfer (1Mo 28,18; 35,14) genannt. Es war zur Salbung der Hohenpriester und Könige (2Mo 29,7; 1Sam 10,1; Salbe , Gesalbter ) und wurde so zum Bild des Heiligen Geistes .( 2Kor 1,21f; ; Hebr. l ,9).

NT - Bedeutung:

Christus ist das Licht der Welt (Joh. 8,12), und ohne Sein Licht, ohne Seinen Geist, wandelt der Mensch in Finsternis und findet keinen Zugang zum Heiligtum Gottes. Selbst wenn Sie glauben, dass Jesus am Kreuz gestorben ist, hilft Ihnen das erst einmal nicht weiter. Sie müssen diese Tatsache für sich persönlich im Glauben in Anspruch nehmen, um als Folge dessen Seinen Geist, Sein Licht zu empfangen. Um vor den Thron des Allmächtigen, in die Gegenwart des himmlischen Vaters zu gelangen, braucht ein Mensch das Öl des Heiligen Geistes. Doch wir müssen selber etwas dafür tun, damit diese Gemeinschaft nicht unterbrochen wird und das Licht erlischt (Gal. 5,22; 6,9; Hebr. 12,3; Offb. 2,3).

Wenn wir wahrhaftig in der Nachfolge von Christus leben wollen, müssen wir ständige Gemeinschaft mit Gott durch Seinen Heiligen Geist (Öl in den Lampen, Mt 25,13) haben.

Räucheraltar

AT-Bedeutung
[17]Der goldene Räucheraltar (2. Mose 30, 1-10) stand im Inneren des Heiligtums, dicht vor dem Vorhang, ja, er wurde sogar zum Allerheiligsten gerechnet, wenn er auch nicht in demselben stand, sondern allein die Bundeslade.

2Mo 37,26      Und er überzog ihn (den Altar) mit reinem Gold, seine Platte und seine Wände ringsum und seine Hörner, und machte für ihn ringsum einen goldenen Kranz;

So ist der goldene Räucheraltar, der durch einen „Kranz" von Gold" gekrönt war, der Ort und Ausdruck der Anbetung.

Der „Sprachort" war aber bekanntlich das Allerheiligste. Bezeichnend für den hohen Wert und die besondere Stellung des Räucheraltars ist der Umstand, dass überall, wo von ihm die Rede ist, genau angegeben wird, wo sein bevorzugter Platz war (2. Mose 30, 6; 40, 26.) So wird auch von ihm allein - nicht, also vom goldenen Leuchter, auch nicht vom Schaubrottisch  gesagt: „Hochheilig ist er „JHWH" (2. Mose 30, 10).
Der „goldene Altar", wie er auch kurz genannt wird (4. Mose 4, 11), bildet in mancher Hinsicht einen gewissen Gegensatz zu dem ehernen Altar
(Brandopferaltar). Dieser, mit Kupfer überzogen, stand, als erstes aller Geräte, draußen im Vorhofe; der Räucheraltar, mit Gold überzogen, im Heiligtum, gleichsam zum Allerheiligsten gehörend.

Der erste hatte zu tun mit der Sühnung der Sünde. Darum war hier tägliches Blutvergießen. Der letzte Altar dagegen war die Stätte einer täglichen Darbietung wohlriechenden Räucherwerks.

  • Der kupferne Altar zeigt uns somit Christum am Kreuze für den Sünder;
  • der goldene Altar aber Christum als den großen Hohenpriester, wie Er sich fürbittend für die Erlösten verwendet.

Bei der Anbetung sollen die Erlösten aber stets eingedenk bleiben, dass sie nur auf Grund des Blutes Christi für Zeit und Ewigkeit Gott nahe gebracht sind. Darum mussten die vier goldenen Hörner[18] des goldenen Altars am großen Versöhnungstage immer wieder neu mit dem Blut des Sühnopfers bestrichen werden, auch musste Blut vor den Altar selbst gesprengt werden. (3. Mose 16, 18- 19.) Auch durfte das Räucherwerk nur angezündet werden durch Feuer vom Brandopferaltar, auf welchem die Frage der Sünde geordnet wurde. Sonst war es verbotenes „fremdes Feuer". (3. Mose 10, 1; 16, 12.)

[19]Schale voll Räucherwerk - diese goldenen, weit geöffneten Gefäße wurden in der Stiftshütte und im Tempel verwendet. Räucherwerk (Weihrauch) gehörte gewöhnlich zu den Ritualen des AT. Die Priester standen zweimal täglich vor dem inneren Vorhang im Tempel und verbrannten Weihrauch, sodass der Rauch ins Allerheiligste zog und als Wohlgeruch in Gottes Gegenwart kam. Das symbolisierte die zu Gott aufsteigenden Gebete des Volkes. Gebete der Heiligen. Diese Gebete repräsentieren insbesondere alle Gebete der Erlösten bezüglich der letztendlichen Erlösung.

Ja, jedes Opfer, jede Anbetung, die Gott wohlgefällig sein soll, muss zur Grundlage das Opfer von Golgatha haben, Christum Selbst zum Inhalte und den Heiligen Geist zur Quelle.

NT - Bedeutung:

Im Zusammenhang mit der Anbetung Gottes finden wir im Neuen Testament nur wenige Bibelstellen, in denen  von einem Altar die Rede ist. Zwei Beispiele:

Mt 5,24           so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe!

Offb 5,8           Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm nieder, und sie hatten jeder eine Harfe und eine goldene Schale voll Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen.

Offb 8,3-4       Und ein anderer Engel kam und stellte sich an den Altar, der hatte ein goldenes Räucherfass; und ihm wurde viel Räucherwerk gegeben, damit er es zusammen mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar darbringe, der vor dem Thron ist. Und der Rauch des Räucherwerks stieg auf vor Gott, zusammen mit den Gebeten der Heiligen, aus der Hand des Engels. (s. a. Offb. 6,9; 11,1).

Für uns gilt:

Röm 12,1        Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger[20] Gottesdienst!

[21]Wenn der Sohn Gottes für mich gestorben ist, dann ist das mindeste, das ich tun kann, fürIhn zu leben. [22]Für den Gläubigen in Christus ist es der einzige für Gott annehmbareGottesdienst, sich selbst völlig dem Herrn aufzuopfern.

[23]Bundeslade

I) Name

1) Das hebr. aron ist die allgemeine Bezeichnung für Kiste bzw. Kasten. Dasselbe Wort wird in 1Mo 50,26 mit der Bedeutung »Sarg« gebraucht.

2) Der Name »Bundeslade« (aron berit[24] jahwe ; 4Mo 10,33; 5Mo 31,26; vgl. Hebr 9,4 usw.) rührte daher, dass diese Lade die beiden steinernen Tafeln mit den zehn Geboten enthielt, die Zeichen des Bundes Gottes mit dem Volk Israel.

3) »Lade des Gesetzes« (2Mo 25,16. 22) bezog sich ebenfalls auf das Gesetz Gottes als ein Zeugnis Seines heiligen Willens.

4) »Lade Gottes« (1Sam 3,3; 4,11) und »Lade deiner Macht« (2Chr 6,41; Ps 132,8) bezeichnete die Bundeslade als Zeichen der göttlichen Gegenwart.

II) Material und Herstellung

Die Bundeslade, die sich im Allerheiligsten der Stiftshütte befand, war nach des Herrn Anweisung 2,5 Ellen lang, 1,5 Ellen breit und 1,5 Ellen hoch. Dabei ist die längere Elle »nach altem Maß« (2Chr 3,3) von 52,5 cm gemeint. Die Bundeslade war aus Akazienholz angefertigt, mit reinem Gold überzogen und mit einem goldenen Kranz, der ringsherum lief, verziert (2Mo 25,10-16). Sie stand auf vier kurzen, nach auswärts gebogenen Füßen (LÜ[25]: Ecken), und dort, wo diese Füße in die Kistenwände eingesetzt waren, befanden sich an zwei einander gegenüberstehenden Seiten je zwei goldene Ringe, durch welche die Stangen aus goldüberzogenem Akazienholz gezogen waren. Ob diese jedoch an der Längs- oder an der Querseite hinliefen, ist nicht sicher. Nach 1Kön 8,8 aber ist anzunehmen, dass sie an den Schmalseiten entlangliefen, da sie sonst kaum hätten in das Heiligtum hineinragen können. Die Länge (20 Ellen) der Tragstangen sollte wohl die Berührung der Träger mit der Bundeslade verhüten. Da die Ringe ganz unten angebracht waren, überragte die Bundeslade ihre Träger bei den verschiedenen Überführungen beträchtlich.

Nach Hebr 9,4 enthielt die Bundeslade neben den schon erwähnten Gesetzestafeln einen goldenen Krug mit dem Manna und dem Stab Aarons (2Mo 16,33; 4Mo 17,25; vgl. aber 1Kön 8,9). Bedeckt war die Bundeslade mit dem Gnadenthron.

III) Geschichte

Die Bedeutung der Bundeslade wird immer wieder in ihrer Geschichte offenbar. Als Zeichen der Gegenwart des Herrn wurde sie von den Priestern dem Volk Israel auf seinen Wanderungen durch die Wüste vorangetragen und gab Wegrichtung und Lagerplätze an (4Mo 10,33). Beim Aufbruch und Niedersetzen der Lade rief Mose den Herrn an (V. 35f); Vor der Bundeslade teilten sich die Wasser des Jordan (Jos. 3,4 - 17), und sie wurde um die Stadt Jericho herumgetragen, bevor die Stadt von Israel eingenommen wurde (Jos 6,4-12). So war es ganz natürlich, dass die umliegenden Völker, denen ein geistlicher Gottesdienst dieser Art völlig fremd war, die Bundeslade als den Gott Israels ansahen (1Sam 4,6-8 ), ein Irrtum, der noch bestärkt wurde durch die Cherubim-Gestalten des Gnadenthrones.

NT - Bedeutung:

850 Jahre lang war die Bundeslade das sichtbare Zeichen der Gegenwart des Herrn für sein Volk gewesen, nach weiteren 600 Jahren erschien der Herr selbst und zeltete[26] auf Erden (Joh 1,14 wörtlich: »Und das Wort wurde Fleisch und zeltete unter uns...«) und wurde so die Erfüllung des Bundes und des Gnadenthrons (Röm 3,24). Jetzt realisiert Christus das, wofür im AT die Lade das Zeichen war: die Gegenwart des lebendigen, heiligen, richtenden und gnädigen Gottes.

In Offb 11,19, wo Gott dem Johannes einen Blick in den geöffneten Tempel im Himmel gewährt, wird auch die Bundeslade gezeigt als sichtbares Zeichen, dass Gott jetzt zu Ende führen wird, was er einst in dem Bund mit seinem Volk verheißen und zugesagt hatte. Im neuen Jerusalem aber sah Johannes keinen Tempel, »denn der Herr... ist ihr Tempel, ER und das Lamm« (21,22). Hier ist Gott selbst gegenwärtig und das Zeichen abgetan.

[27]Das Priestertum (2. Mose 28,1-2)

Hoherpriester

Aaron, der Hohepriester, ist ein Abbild des Messias Jesus, unseres Hohenpriesters (Hebräer 8-9). Seine Söhne sind ebenfalls Abbilder, Vorbilder der Gläubigen des Neuen Testamentes, die als königliche Priester bezeichnet werden (l. Petr. 2,9; Off. 1,6).

Beachten wir Gottes Ordnung:

  • Unser Hoherpriester ist der Mittler und Fürsprecher (1.Tim. 2,5; 1.Joh. 2,1) und nicht wie in verschiedenen Kirchen die Priester, sogenannte Heilige oder sogar Maria, die Mutter Jesu.
  • [28]Das NT kennt für die christliche Gemeinde kein Priestertum in der Weise des AT.

Nur über Christus führt der Weg zu Gott (Joh 14,6). ER wird darum genannt: »Priester nach der Ordnung Melchisedeks« (Hebr 5,6; 7,17. 21), »treuer Hoherpriester vor Gott« (Hebr 2,17), »großer Hoherpriester« (Hebr 4,14), »Hoherpriester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks« (Hebr 6,20), »einen Hohenpriester..., der heilig, unschuldig, unbedeckt, von den Sünden geschieden und höher ist als der Himmel« (Hebr 7,26), »Hoherpriester der zukünftigen Güter« (Hebr 9,11), »Hoherpriester über das Haus Gottes« (Hebr 10,21). Da Jesus ewig bleibt, hat er »ein unvergängliches Priestertum« (Hebr 7,24).

[29]Das Efod (2. Mo. 28,6-14)

Das Efod (oft auch mit «Leibrock» oder «Priesterschurz» übersetzt) war das Äußere Kleidungsstück des Hohenpriesters. Es war eine Art kurzer Umhang ohne Ärmel, der mit einem Gurt am Körper angelegt wurde. Es war der wichtigste Teil der Bekleidung des Hohenpriesters. Das Efod war in goldenen, purpurnen, scharlachroten und blauen Farben gefertigt und damit ähnlich den Vorhängen und Decken im Heiligtum, womit auf die innige Verbindung zwischen Hohepriester und Heiligtum hingewiesen werden soll. Darüber hinaus sind die genannten Farben alles Farben und Zeichen königlicher Macht.

Wir sehen daran, dass selbst der kleinste Teil der priesterlichen Kleidung seinen Sinn hat und auf den wahren Hohenpriester hinweist, der den Vorhang zum Allerheiligsten ein für allemal öffnete, Jeschua Ha Maschiach.

«In Steinschneidearbeit, als Siegelgravur sollst du die beiden Steine stechen nach den Namen der Söhne Israel. Mit goldenen Einfassungen umgeben sollst du sie anfertigen. Dann setze die beiden Steine oben auf die Schulterstücke des Efods, als Steine des Gedenkens für die Söhne Israel! Und Aaron soll ihre Namen auf seinen beiden Schultern tragen vor dem HERRN zum Gedenken» (2.Mose28,ll-12).

Der Hohepriester trug die Last und Sünde des Volkes Israel auf seinen Schultern und brachte diese vor Gott, um Versöhnung zu erlangen Dies ist wiederum ein wunderbares Beispiel für das, was unser Herr Jesus Christus tat (Jesaja 9,5).

[30]Die Brusttasche (2. Mo. 28,15-29)

Die Brusttasche wird verschiedentlich auch mit «Brustplatte» oder «Amtsschild» übersetzt. Es war das wichtigste Ornament des Hohenpriesters. Kernstück waren 12 Edelsteine, auf denen jeweils der Name eines israelitischen Stammes geschrieben war. Auch die Brusttasche war aus dem gleichen Material und den gleichen Farben gefertigt wie das Efod und die Decken im Heiligtum. Das Bekleidungsstück wird auch «Brusttasche des Rechtsspruchs» genannt (2. Mo.28,15), weil es die Urim und Tummim[31] enthielt, die «Licht und Recht» bedeuten. Beides waren zusätzliche Edelsteine, die sich in der Brusttasche befanden (siehe 3. Mose 8,8) und dem Hohenpriester dazu dienten, sich mit schwierigen Anliegen und Fragen an

Gott zu wenden. Das Volk Israel, symbolisiert durch die wertvollsten Edelsteine, befand sich durch die Brusttasche «direkt am Herzen des Hohenpriesters», wenn dieser in das Heiligtum ging und vor der Herrlichkeit Gottes stand.

Auch dies ist ein Vorbild dessen, was der wahre Hohepriester, was Jesus für uns tat. Er sitzt zur Rechten des Vaters und ist unser Fürsprecher, wir sind wie wertvolle Edelsteine an Seinem Herzen (Hebr. 4,15-16).

[32]Das heilige Stirnblatt (2. Mo. 28,36-38)

Eine Art Turban aus feinem Leinenstoff bedeckte den Kopf des Hohenpriesters. Teil seiner Kopfbedeckung war ein goldenes Stirnblatt, auf dem die Worte „HEILIG JHWH" eingraviert waren (28,36). Der bereits verstorbene ehemalige Oberrabbiner Grossbritanniens, Dr. J.H. Hertz, schrieb: «Diese Inschrift weist nicht nur auf die Weihung des Hohenpriesters hin, Gott zu dienen, sondern kristallisiert auch das Ziel und den Zweck dieses Dienstes. Sie verkündet das geistliche Zielbild, von dem das Heiligtum ein Sinnbild war.»

Allgemeines Priestertum

Da die Gesetzgebung (2.Mo 19,24) noch bevorstand, war noch keine Priesterschaft in Israel eingeführt. Bei diesen Priestern muss es sich um die Erstgeborenen jeder Familie gehandelt haben, die als Familienpriester dienten, weil sie dem Herrn geweiht worden waren (vgl. 2. Mo.13,2; 24,5). Ihr Platz wurde später von den Leviten übernommen (4Mo 3,45).

Auch die Priester dienten im Heiligtum. Sie waren „heilig" (2. Chronik 23,6).

[33]Heilig (hebr. qadosch , griech. hagios ) bezeichnet etwas vom Gewöhnlichen Getrenntes oder Ausgeschiedenes; geweiht, unverletzlich; abgegrenzt vom Kreaturhaften bei deutlichem Wesensunterschied.

Die „Heiligkeit" der alttestamentlichen Priester war durch göttliche Gesetzte geregelt und sichtbar. Die Priester durften keine körperlichen Fehler haben (3Mo 21,17-24). Hinsichtlich der kultischen Reinheit und der Ehegesetze galten für sie strengere Richtlinien als für den gewöhnlichen Israeliten (3Mo Kap. 21 und  22).

[34]Im Neuen Testament steht die Teilnahme des Menschen an der Heiligkeit als Wesenseigenschaft Gottes im Mittelpunkt (Eph 4,24), heilige Gegenstände kommen im Gegensatz zum AT nicht mehr vor. Nur »heilige Stätte« (Apg 6,13) und »heilige Stadt« (Mt 27,53) werden gelegentlich genannt, jedoch im atl. Sinne. Im Geiste der Heiligkeit, dem schöpferischen Lebensprinzip innerhalb des Gottesvolkes, erweist sich Jesus als Gottessohn, als Messias und Herr seiner Gemeinde (Röm 1,4), die jetzt der heilige Tempel Gottes ist (1Kor 3,17).

[35]Die Gemeinde Jesu Christi hat die priesterliche Aufgabe, der Welt ihren Herrn zu verkündigen. Paulus spricht vom priesterlichen Ausrichten des Evangeliums (Röm 15,16). Die Gemeinde ist ausgesondert zum Dienst an ihrem Herrn, und indem jeder einzelne Gläubige sich ihm ausliefert, bringt er sich selbst Gott zum Opfer dar (Röm 12,1). In diesem Sinne ist von der Gemeinde als der »heiligen Priesterschaft«, dem »königlichen Priestertum« die Rede (1Petr 2,5.9). Nach Mt 16,19; 18,18; Joh 20,23 hat Jesus seinen Jüngern die Vollmacht gegeben,  in seinem Namen Sünden zu vergeben oder die Vergebung zu verweigern. Diese sog. »Schlüsselgewalt« ist nicht auf eine Gruppe von besonderen Priestern beschränkt, sondern ist der Gemeinde als dem »heiligen Priestertum« und jedem einzelnen Gläubigen als einem Priester Gottes (Offb 1,6) übergeben.

Über das Thema „Sündenvergebung" gibt es zum Teil stark unterschiedliche Meinungen.

Diese Bibelstellen sind die Grundlagen dazu:

Joh 20,23        Welchen ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben; welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.

Mt 18,18         Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, das wird im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, das wird im Himmel gelöst sein.

Die Studienbibel von John Mac Arthur schreibt dazu:

Die Schlüssel des Reiches der Himmel - Zeichen der Autorität. Hier verleiht Christus Petrus (und im weiteren Sinne allen anderen Gläubigen) die Autorität zu erklären, was im Himmel gebunden und was gelöst ist. Das ist im Sinne von Joh 20,23 zu betrachten, wo Christus seinen Jüngern die Autorität gibt, den Menschen die Sünden zu vergeben oder zu behalten. Das alles muss im Kontext von Matth. 18,15-17 verstanden werden, wo Christus spezifische Anweisungen erteilt, wie in der Gemeinde mit Sünde umzugehen ist. Letztlich bedeuten diese Schriftstellen, dass jede rechtmäßige Gruppe von Gläubigen, die in Übereinstimmung mit dem Wort Gottes handelt, mit Autorität erklären kann, ob jemandem vergeben ist oder nicht. Die Autorität der Gemeinde ist nicht, diese Dinge zu bestimmen, sondern auf der Grundlage des Wortes Gottes das Urteil des Himmels zu verkünden. Wenn die Gläubigen solche Urteile aufgrund der Schrift treffen, können sie sicher sein, dass sie mit dem Himmel übereinstimmen. Anders gesagt: Was immer sie auf Erden »binden« oder »lösen«, ist im Himmel bereits »gebunden« oder »gelöst«. Wenn die Gemeinde sagt, der unbußfertige Mensch ist noch in Sünde gebunden, erklärt die Gemeinde damit das, was Gott über diesen Menschen sagt. Wenn die Gemeinde anerkennt, dass ein bußfertiger Mensch von der Sünde befreit worden ist, stimmt Gott zu. Dieser Vers (Joh 20,23) gibt Christen nicht die Vollmacht, Sünden zu vergeben (Lukas 5,12). Jesus sagte, dass der Gläubige aufgrund des Werkes Christi von der Sicherheit der Sündenvergebung durch den Vater sprechen kann, wenn ein Sünder Buße getan hat und dem Evangelium glaubt. Der Gläubige kann auch mit Bestimmtheit sagen, dass die Sünden derer nicht vergeben sind, die die Botschaft der Vergebung Gottes durch den Glauben an Christus nicht annehmen.

Nach meiner Erkenntnis aus den nachfolgend aufgeführten und anderen Schriftstellen, stimme ich den Auslegungen von John Mac Arthur zu. Wir dürfen nicht über Gottes Wort hinausgehen[36]. Wichtige Aussagen „fett unterstrichen".

Mt 7,7  Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!

1Jo 1,9            Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

Mt 26,28         Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

Apg 10,43       Von diesem legen alle Propheten Zeugnis ab, dass jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden empfängt.

Apg 26,18       ..., damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind!

Apg 2,38         Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

Dann dürfen wir Gott, den Allmächtigen „Vater" nennen (Luk 11,2)

Lk 11,4            Und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir vergeben jedem, der uns etwas schuldig ist! ...!

Die Kleidung der Priester[37]Ein einfacher leinener Schurz (efod bad ), der zur Kleidung der übrigen Priester gehörte (1Sam 22,18; 1Sam 2,18; 2Sam 6,14).

[38]Die Gewänder der Priester waren weiß, die Farbe der Reinheit und Heiligkeit. Die Priester wurden gesalbt, geweiht und geheiligt (2. Mose 28,39-43).

Vergegenwärtigen Sie sich Ihre Stellung als Priester des Neuen Bundes und denken Sie nach über Ihren Priesterdienst. [39]Wenn wir uns bewusst sind, dass wir als Christus-Gläubige Priester genannt werden, kann die Bedeutung der priesterlichen Kleidung im AT für unser Leben mit Gott eine Hilfe sein. Die besondere Kleidung der Priester war eine ständige Erinnerung und Mahnung an ihre Heiligkeit und ein permanenter Wegweiser für ihr Leben. (2. Mo. 28,3b).

Offb 3,18         Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; ...!

[40]Auch wurde den Menschen geraten, sich »weiße Kleider« zu kaufen, d.h. praktische Gerechtigkeit im alltäglichen Leben. Priesterkleidung im AT war ein äußeres Zeichen, heute heiligen wir uns in unserem „Herzen" (Jak 4,8).

[41]Kipah

2Mo 28,4        Das sind aber die Kleider, die sie anfertigen sollen: Ein Brustschild und ein Ephod, ein Oberkleid und einen Leibrock aus gemustertem Stoff, einen Kopfbund und einen Gürtel. So sollen sie deinem Bruder Aaron und seinen Söhnen heilige Kleider machen, damit er mir als Priester diene.

2Mo 28,40      Mache auch den Söhnen Aarons Leibröcke und fertige für sie Gürtel an und mache ihnen hohe Kopfbedeckungen zur Ehre und zur Zierde.

In diesen Versen taucht der erste Hinweis darauf auf, dass Juden eine Kopfbedeckung tragen. In Vers 40 desselben Kapitels wird der Kopfbund als ein Turban bezeichnet. Die Kopfbedeckung war Teil der priesterlichen Kleidung. Es gibt jedoch keine biblische Grundlage, dass alle Juden eine Kopfbedeckung tragen sollen. Im Gegenteil, das Verhüllen des Hauptes war zu biblischer Zeit ein Ausdruck der Trauer (siehe 2. Sam. 15,30 und Jer. 14,3). In späterer Zeit wurde beim Beten, beim Fasten oder beim Studieren des Wortes Gottes als ein Zeichen der Ehrfurcht das Haupt bedeckt. Religionsgelehrte trugen eine Kopfbedeckung als Ausdruck ihrer erhabenen Stellung. Der jüdische Geistliche Huna ben Joschua aus Babylon sagte im 5. Jh.: «Ich gehe nicht mehr als vier Ellen (ca. 2,5m) mit unbedecktem Kopf, weil Gott über meinem Kopf wohnt Es soll ein Zeichen der Ehrfurcht und Demut gegenüber Gott sein. Die gewöhnliche jüdische Bevölkerung trug jedoch auch in dieser Zeit keine Kopfbedeckung, wie aus Zeichnungen dieser Zeit hervorgeht.

Selbst im Mittelalter war das Tragen einer Kopfbedeckung bei religiösen Handlungen eher eine Tradition und nicht verbindlich. Verschiedenen Ortes wurde jedoch eine Kopfbedeckung für diejenigen vorgeschrieben, die in der Synagoge aus der Torah lasen bzw. den Segen sprachen.

Die Praxis, den Kopf zu bedecken als Ausdruck der Ehrfurcht vor Gott, setzte sich zunehmend durch und wurde vom europäischen Judentum bekräftigt und langsam zu einer ein­heitlichen Tradition. Eine Kontroverse entstand zwischen orthodoxem und konservativem Judentum, wobei erstere bis heute eine Kopfbedeckung nicht nur innerhalb, sondern auch ausserhalb der Synagoge tragen, wohingegen letztere die Kopfbedeckung nur in der Synagoge bzw. bei religiösen Handlungen tragen.

Die Kopfbedeckungen für Juden änderten sich durch die Jahrhunderte und waren auch vom ethnischen Hintergrund abhängig. Juden in verschiedenen Ländern trugen unterschiedliche Kopfbedeckungen. Heute ist die Kipah einheitlich ein kleines, den Hinterkopf bedeckendes Käppchen. Es gilt als Erkennungszeichen religiöser Juden.

Für wiedergeborene Christen gilt:

1Kor 11,2       Ich lobe euch, Brüder, dass ihr in allem an mich gedenkt und an den Überlieferungen festhaltet, so wie ich sie euch übergeben habe.

1Kor 11,3       Ich will aber, dass ihr wisst, dass Christus das Haupt jedes Mannes ist, der Mann aber das Haupt der Frau, Gott aber das Haupt des Christus.

1Kor 11,4       Jeder Mann, der betet oder weissagt und etwas auf dem Haupt hat, schändet sein Haupt. (d. h. Christus, Vers 3)

1Kor 11,7       Denn der Mann darf das Haupt nicht bedecken, weil er Gottes Bild und Ehre ist; die Frau aber ist die Ehre des Mannes.

[42]1. Kor 11,7-10 - »Denn der Mann freilich soll sich das Haupt nicht verhüllen«, wenn er betet, weil das der Verhüllung von »Gottes Bild und Abglanz« gleichkommen würde, und das wäre eine Beleidigung der himmlischen Majestät, eine Schändung unseres Messias. Dies ist nicht kulturell zu sehen.

Opfer, Rituale, Speisen und sogar Kleidung, ...

[43]Opfer, Rituale, Speisen und sogar Kleidung und Zubereitung der Speisen werden alle sorgfältig von Gott verordnet, damit sie lernen, dass sie anders leben sollen als alle anderen Menschen. Das soll eine äußere Veranschaulichung sein für die im Herzen vorhandene Absonderung von Sünde. Weil der Herr ihr Gott ist, sollen sie ganz besonders sein. Weil Gott heilig und ihr Gott ist, sollen die Israeliten in ihrem äußerlichen zeremoniellen Verhalten heilig sein und somit die größere Notwendigkeit der inneren Heiligkeit des Herzens ausdrücken. Die Verbindung der zeremoniellen Heiligkeit führt hin zur persönlichen Heiligkeit. Die einzige genannte Motivation für all diese Gesetze ist zu lernen, heilig zu sein, weil Gott heilig ist (siehe auch  im 3. Buch Mose (s. 10,3; 19,2; 20,7.26; 21,6-8).

Der Hauptaufgaben der AT - Priester war der Opferdienst. [44]Die wichtigsten Opfer waren: Sündopfer oder auch Schlachtopfer(3Mo 4,1-5,13; 1. Sam 3,14; Jer 17,27; 46,10) zur Sühnung nicht vorsätzlicher Übertretungen (3Mo 4,2). Es werden vier Arten unterschieden: das Sündopfer des Hohenpriesters (V. 3-12), das der ganzen Gemeinde (V. 13-21), das eines Fürsten (V. 22-26) und das Sündopfer für jemanden aus dem Volk (V. 27-35), Schuldopfer (3Mo 5,14-26). Der Hohepriester brachte einen Stier, das wertvollste Opfer, dar; ebenso die Gemeinde. Der Fürst opferte einen Bock und der einfache Israelit eine Ziege oder ein Schaf bzw., wenn er dazu zu arm war, zwei Turteltauben oder zwei andere Tauben (3Mo 5,7-10). Das zeigt, dass sich die Größe der Schuld vor Gott nach der Stellung und Verantwortlichkeit des Schuldigen richtet. Seines Amtes wegen wog ein Vergehen des Hohenpriesters ebenso schwer wie eine Sünde des gesamten Volkes, das er vor Gott vertrat. Wie beim Opfer des einfachen Israeliten (3Mo 4,27-31) bestand bei allen Sündopfern die Opferhandlung aus vier Teilen, und zwar: (bitte die Bibelstellen lesen)

a) Darstellung (nach 3Mo 1,3)

b) Handauflegung / Sündenübertragung (3Mo 4,29; vgl. 16,21).

c) Schlachtung (3Mo 4,29; Hes 18,4; Röm 6,23),

d) Blutsprengung ... , auf die Hörner des Brandopferaltars 3Mo 4,25. 30), auf den Räucheraltars beim Sündopfer des Priesters (V. 7) oder der Gemeinde (V. 18). Wenn das Blut, das das Leben bedeutet (3Mo 17,11), auf die Hörner des Altars gestrichen wurde, bildete es den Beweis vor Gott, dass ein Leben geopfert und die Schuld bezahlt war.

e) Fell, Fleisch und Eingeweide musste man vor das Lager an einen reinen Ort schaffen und dort verbrennen (3.Mose 16,27; siehe auch Hebr 13,10-14)

Brandopfer/ Feueropfer (3Mo 1 - zum lieblichen Geruch für JHWH, V13), Beim Brandopfer tritt der Gedanke der Versöhnung zurück; hierbei wird das Blut nur an die Seiten des Altars gesprengt. Das Wesen des Brandopfers liegt in der völligen Verbrennung des Opfertieres. So stieg das Opfer ganz und gar in Rauch und Flammen zu Gott empor, alle seine Teile wurden verbrannt (V. 9. 13). Damit verkörperte das Brandopfer die völlige Hingabe des Opfernden an den Herrn. Hier behielt der Mensch nichts für sich, alles gehörte Gott (vgl. 1Mo 22,2). Brandopfer waren z.B. die täglichen Opfer, zwei einjährige Schafe, die als Morgen- und Abendopfer (2Mo 29,38-42; 4Mo 28,3-8; Esr 9,4. 5; Dan 9,21) dargebracht wurden.

[45]Das hebr. Wort für Brandopfer „olah" weist auf etwas hin, das aufsteigt", und symbolisiert damit, das Opfer erfolgt nicht um des Sünders oder des Priester willen, sondern steigt auf zum Himmel um Gottes Willen. Die Hand auf den Kopf des Brandopfers legen (3. Mo 1,4) bedeutet, das der Sünder durch den Glauben eins wurde mit dem Opfer, das an seine Stelle trat, sich damit identifizierte.

Das Brandopfer stellt ein Bild von Christus dar, der zu einem Opfer ohne Fehl für Gott wurde, um Sühnung an unserer Statt zu erwirken.

Speisopfer (3Mo 2) ein unblutiges Opfer

[46]Das Speisopfer symbolisierte Huldigung und Dank gegenüber Gott als freiwilliges Opfer, das bei den verordneten Opfern zusammen mit einem Brand - und einem Trankopfer dargebracht wurde (vgl. 4Mo 28,1-15). Drei Varianten waren vorgeschrieben: 1.) ungebackenes Mehl(3 Mo 2,13); 2.) gebackenes Mehl (2,4-13); oder 3.) geröstete Körner von den Erstlingen der Ernte (2,14-16). [47]Die beiden Bestandteile dieses Opfers - Weizen und Öl- sind das Resultat menschlicher Arbeit. Sie versinnbildlichen die Hingabe menschlichen Schaffens und Wirkens in den Dienst Gottes. Weizen dient zur Herstellung von Brot, was uns an Christus als „das Brot des Lebens" (Joh. 6,35) erinnert, und Öl symbolisiert den heiligen Geist, den Gott uns gesandt hat, damit wir in der Lage sind, IHM zu dienen.

[48]Dankopfer / Heils- oder Friedensopfer  - Die entsprechenden Anweisungen für die Priester s. 3. Mo 7,11-36. Das Dankopfer (Friedensopfer) symbolisiert den Frieden und die Gemeinschaft zwischen dem wahren Anbeter und Gott (als freiwilliges Opfer). Es war das dritte freiwillige Opfer, das einen lieblichen Geruch für den Herrn aufsteigen ließ (3,5). Es diente als passendes Anschlussopfer nach dem Brandopfer zur Sühne und dem Speisopfer zur Weihe und Hingabe. Dieses Opfer symbolisierte die Frucht erlösender Versöhnung (und des Friedens, Kol. 1,20) zwischen einem Sünder und Gott (vgl. 2Kor 5,18).

Schuldopfer -3Mo 5,14-26

Das Schuldopfer symbolisierte eine Sühnung für unwissentlich begangene Sünden, die wieder gutgemacht werden konnten. Wie das Sündopfer war es ein obligatorisches Opfer. Bei Sünden gegen das Eigentum des Herrn musste die Wiedergutmachung dem Priester geleistet werden (5,14-19), während in anderen Fällen die Wiedergutmachung demjenigen geleistet wurde, der durch die Sünde Schaden erlitten hatte (6,1-7).

[49]Der Vollzug des Schuldopfers unterschied sich kaum von dem des Sündopfers (3Mo 7,7), nur wurde das Blut nicht auf die Hörner des Altars gestrichen, sondern ringsum an seine Seiten gesprengt.

Zusammenfassung:

Gott, der Allmächtige kann keine Sünde in Seiner Gegenwart dulden. Sünde ist Auflehnung gegen Gottes Willen, Sein Wort, Seine Gebote und Gesetze. Sünder können nicht ins Reich Gottes gelangen, egal ob lässliche (wie fälschlicherweise von der kath. Kirchebehauptet wird) [50], kleine oder große Sünden (1. Mose 3,11-24; Mt. 5,20; 7,21; 18,3; 23,13;Luk. 13,3; Joh. 3,3-5; 1. Kor. 6,9; Gal. 5,21; Kol. 3,25; Offb. 3,4.12.16.17.21). Denn derSünde „Lohn" ist der Tod (Röm. 6,23), ewiges Getrenntsein von Gott (Mt 25,46). ER gabSeinen eigenen Sohn, der ohne Sünde war, hin, damit wir durch Sein vollkommenes Opfermit Ihm wieder versöhnt werden können (Apg. 20,28; Röm. 3,25; 5,9; Eph. 1,7; Kol. 1,14;Hebr. 13,12; Offb.1,5). ER ist das Lamm, das für uns geschlachtet wurde (Joh. 1,36; Apg.8,32; Offb. 5,6.12). Wenn wir IHN als unseren Heiland, Erlöser und Herrn annehmen (Bußetun und gehorsam sind: Mt. 3,2.8; 9,13; Apg. 2,28; 3,19; Lk 6,46; Joh. 15,14; Kol. 3,23;),werden wir das ewige Leben im Reich Gottes erlangen (Röm. 6,22; 1.Joh.2,25; 5,20).Alle Opfer des AT wurden durch Gottes Sohn, Seinen Gesalbten, erfüllt.Zur Zeit des Alten Testaments wies Gott, der Allmächtige Mose an, IHM eine Stätte der Begegnung zum bauen, wo das Volk Israel auch um ihrer Sünden willen Opfer brachte.

2Mo 25,8        Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne!

3Mo 11,44      Denn ich bin der HERR, euer Gott; darum sollt ihr euch heiligen...!

[51]In der Septuaginta - die altgriechische Übersetzung der hebräischen heiligen Schriften, ist griech. hagiazo = »heiligen« fast durchweg die Wiedergabe des hebr. qadasch = »heiligen, weihen«. Der Heiligende ist stets der heilige Gott. Durch die Heiligung werden Dinge und Menschen in den Dienst Gottes gestellt. [52]Die symbolische Bedeutung der alttestamentlichen Opfer war nach dem Wort des Hebräerbriefs »das Abbild, der Schatten« (Hebr 8,5) des Werkes Christi. Als dieses Abbild waren sie für die Dauer des Alten Bundes auferlegt, »bis auf die Zeit, da die bessere Ordnung kommt« (Hebr 9,10), d.h. die Zeit Christi. Vorausdeutend auf das Leben und den Tod Jesu und nur in Verbindung damit sinnvoll, sollten die atl. Opfer. Israel auf den verheißenen Messias zuführen und wie das ganze Gesetz »Zuchtmeister auf Christus hin« sein (Gal 3,24), der »des Gesetzes Ende« ist (Röm 10,4).

Durch Sein einziges, einmaliges Opfer „hat ER die für immer vollendet, welche geheiligt werden" (Hebr 10,14). „Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht!" (2Kor 7,1)

Die Botschaft an alle Wiedergeborenen[53] in Christus:

Joh. 14,23       Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wir sind der Tempel, eine Wohnung Gottes im Geist (Eph. 2,21-22; 1. Kor 3,16; 1.Petr. 2,5) und sollen heilig und unbefleckt sein - heilig in unserem ganzen Wandel (Eph. 5,27; Jak. 4,8; 1.Petr. 1,15).

Die wunderbare Zukunft für alle Wiedergeborenen in Christus:

Offb 21,3         ...: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen; und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.

Wie wunderbar, welche Gnade - Gott, der Allmächtige will und wird in der Mitte SeinesVolkes sein.

Was sagte JHWH zu Mose?

2Mo 25,2        Sage den Kindern Israels, dass sie mir freiwillige Gaben bringen; und von jedem, den sein Herz dazu treibt, sollt ihr die freiwillige Gabe annehmen!

Für die Nachfolge in Christus sagt Paulus:

Röm 12,1         Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!

Geben wir uns völlig hin zum Dienst im Werk unseres Herrn, zum Lob und Ruhme Seines Namens.

Erläuterung zu den Namen in diesem Studium: [54]Altes Testament:HERR" oder HERRN"ist eine Umschrift von JHWH [gesprochen Jahweh oder Jahu (z. B. Jesaja= hebr. Jeschajahu =(Jahu ist Hilfe,2.Kön.19,2; Jeremia= Jirmejahu (Jahu erhöht, Jer 1,1)]. Das Tetragramm (Vierfachzeichen) JHWH ist dielateinische Umschrift der hebräischen Schreibweise des Gottesnamens hwhy [(hebräische Konsonanten(Mitlaute) Jod (י‎), He (ה‎), Waw (ו‎), He (ה‎)], von rechts nach links gelesen. Dem Konsonant w (waw) kann auchder Vokalwert o und u gegeben werden. Wahrscheinlich hat man JHWH "Jahu" ausgesprochen ", so dass das„u" in der Aussprache einem „w" nahe kommt. Das „h" am Ende ist ein Stützkonsonant (Mitlaut), der nur nötigist, weil der letzte Laut ein Vokal (Selbstlaut) ist.  Das Wort„Gott" oder „Gottes" ist eine Umschrift von „El oder Elohim".

Neues Testament: „Herr" griechisch Kyrios. Das Wort ist eine Umschrift aus der griech. Septuaginta Übersetzung des alttestamentlichen Gottesnamens „JHWH"; und ein Hoheitstitel für Gottes Sohn, als Anrede eines Dieners gegenüber seinem Besitzer und Gebieter. griech. „des-potes" = Besitzer uneingeschränkter Herrscher über alles (z.B. Apg 4,24).

Jesus Christus ist die lateinische Umschrift von griechisch Ιησούς Χριστός, Aussprache und Betonung: Iesús Christós, ɪɛˈsʊs xrɪsˈtɔs, Jesus, der Gesalbte). Gottes Sohn war Hebräer und Sein Name wird im Hebräischen (Kurz oder Langform, je nach Auslegung) Jahschua oder Jahuschua, (westaramäisch?) Jeschua, („JHWH ist Rettung"), gesprochen. Er, der den Namen des Vater (Jahweh[55]) in sich trägt (2.Mose 23,21; Joh. 14,9; 1.Kor.10,4; Kol 2,9). [56]Die traditionelle Deutung des Namens als „Gott ist Rettung / Hilfe /Erlösung" rechnet mit einer Abstammung des Namens aus der Zusammensetzung von jhw und šuaʿ („um Hilfe rufen") - M. Noth. DieIsraelitischen Personennamen, Stuttgart, 1928 (zit. in : HAL, Eintrag zu וֹשׁוּע‎); Joshua in: EB.

Messias (hebräisch משיח Maschiach „ Gesalbter". Gott =  griech. theos

Texte mit einfacher Schriftart und Hervorhebungen stammen vom Autor.

[1] Alle die IHM nachfolgen : 1Kor 12,13       „Denn wir sind ja alle durch {einen} Geist in {einen} Leib hinein

getauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie, und wir sind alle getränkt worden zu

{einem} Geist".

[2] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 124

[3] Später, als sie sesshaft waren, wurde unter Salomo der erste Tempel gebaut (2.Chr.3).

[4] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[5] Revidierte Elberfelder Übersetzung

[6] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 121, 122

[7] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 12.

[8] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[9] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 122

[10] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 124, 125

[11] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[12] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 124, 125

[13] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[14] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 124, 125

[15] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 128

[16] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[17] bibelkreis.ch/stiftshuette/Der goldene Raeucheraltar.htm

[18] Hörner reden von Stärke, Macht und Rettung keh - ren = Horn www.bibelkreis.ch/themen/stiftshu.htm)

[19] Studienbibel John Mac Arthur

[20] vernünftiger: Griechisch / Deutsch Strong Lexikon:  logikos , geistig, 1) vernünftig; zu Verstand, Vernunft oder Logik gehörig; geistlich, wahr, wirklich - im Ggs. zum Eigentlichen bzw. Bildlichen des AT; oder auch: vernünftig, logisch, rational d.h. in (völliger) Übereinstimmung mit d. Verstand und d. Vernunft. Röm 12,1; 1Petr 2,2; ?

[21] Kommentar zum Neuen Testament, W.Mac Donald

[22] Studienbibel John Mac Arthur

[23] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[24] Bund

[25] Lutherbibelübersetzung

[26] wohnte, Griechisch / Deutsch Strong Lexikon, skenoo I.) zelten 1) sich vorübergehend ein Zelt oder eine Behausung aufschlagen; allg.: (vorübergehend) wohnen, Wohnung nehmen, sich aufhalten..., lagern. 1Mo 13,12; Joh 1,14; Offb 7,15; 12,12; 13,6; 21,3;

[27] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 129-131

[28] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[29] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 129-130

[30] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 130-131

[31]Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier;  hebr. urim und tummim) sind nach 2Mo 28,30; 3Mo 8,8 vermutlich zwei oder mehrere kleine Gegenstände in der Brusttasche des Hohenpriesters, durch die er den Willen des Herrn für Israel (4Mo 27,21) erfragen konnte.

[32] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 131

[33] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[34] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 129-130

[35] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[36] Offb 22,18; Offb 22,19; 5Mo 4,2; Spr 30,6; Mt 5,18; Joh 10,35b; 2Petr 1,19-21; 2Petr 2,1-2; 2Petr 2,2; Gal 1,6-8; 2Tim 3,16;Jes 55,11; 2Jo 1,9; Eph 2,20

[37] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[38] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 129

[39] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 129

[40] Kommentar zum Neuen Testament, W.Mac Donald

[41] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 131-133

[42] Kommentar zum Neuen Testament, W.Mac Donald

[43] Studienbibel John Mac Arthur

[44] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[45] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 149-150

[46] Studienbibel John Mac Arthur

[47] Buch: „Mit Mose durchs Jahr", Rainer Schmidt, Seite 151

[48] Studienbibel John Mac Arthur

[49] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[50] kathpedia.com/index.php?title=Lässliche_Sünde: führt nicht zum völligen Verlust der Gnade Gottes

[51] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[52] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[53] Wiedergeboren: Wenn ein Mensch durch den Heiligen Geist und das Wort Gottes von seinen Sünden überführt wird, seine absolute Verlorenheit vor Gott erkennt und in aufrichtiger Reue und Buße (alle Sünden aufrichtig bekennt) vor Gott zum Glauben an Christus gelangt, indem er das Geschenk der Vergebung seiner Sünden durch den einmaligen Opfertod Jesu am Kreuz und Sein vergossenes Blut für die Sünden einer verlorenen Menschheit angenommen hat, und dann Jesus den Gesalbten Gottes, im Glauben als Seinen Erlöser und Herrn im Herzen aufgenommen hat, dann ist an diesem Menschen das Wunder der Wiedergeburt geschehen, er ist eine neue Kreatur , ein Kind Gottes geworden. Dies bezeugt er dann durch die Taufe (im Wasser untertauchen). Damit beginnt die lebendige Beziehung zu Jesus Christus und er ist somit eine Rebe am wahren Weinstock geworden, Joh. 15,5. Gerne beantwortet der Verfasser Fragen hierzu.

[54]Lexikon.meyers.de/meyers;Wikipedia, die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org; Paul Sonntag

[55] Das hebr. Schriftzeichen „ו „  wird heute am geläufigsten als „W" verstanden (was in Englisch allerdings double-u (doppel- U [UU] heißt).  Das „W" ist wie bei George Walker Bush = George double-u Bush. Derselbe Buchstabe „ו „ bedeutet jedoch auch „o" oder  „u" in hebräisch. JHWH oder JAHU

[56] Johuschua-Wikipedia,  M. Noth. Die Israelitischen Personennamen, Stuttgart, 1928 (zit. in : HAL, Eintragzu וֹשׁוּע ‎); Joshua in: EB.

 

   
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