Die Botschaften der Offenbarung decken das Abweichen der Gemeinde vom göttlichen Weg und ihren Verfall auf. Bileam und Isebel sind auch als Warnung und Ermahnung genannt, damit der treue Überrest der Gläubigen bei Gott und seinem Wort - die Bibel - bleiben und nicht "nur Glauben" (Lukas 13,23-24; Matthäus 7,13-15; 7,21-23; 25,1-13). 

1) Bileam[1]

Offb 2,14    Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du dort solche hast, die an der Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, einen Anstoß [zur Sünde] vor die Kinder Israels zu legen, so dass sie Götzenopfer aßen und Unzucht trieben.

4Mo 31,16  Siehe, sie haben ja in der Sache des Peor durch den Rat Bileams die Kinder Israels von JHWH abgewandt, ...

2Petr 2,15  Weil sie den richtigen Weg verlassen haben, sind sie in die Irre gegangen ...

Jud 1,11     Wehe ihnen! Denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich um Gewinnes willen völlig dem Betrug Bileams hingegeben und sind durch die Widersetzlichkeit Korahs ins Verderben geraten!

Bileam[2], (Beliar oder Belial) der Sohn Beors, bedeutetHerr des Volkes, Volksverderber".

Balak, Sohn Zippors, König der Moabiter zur Zeit der Wüstenwanderung des Volkes Israel

Baal-Peor Ein Abgott der Moabiter und Midianiter,. Es hingen die Kinder Israel, sonderlich Ruben, Gad und der halbe Stamm Manasse ihm an, weshalb auch 24,000 umkamen, 4 Mos. 25, 3. 5 Mos. 4, 3. 4. Jos. 22, 17. Ps. 106, 28. Hos. 9, 10.

 

Der »Weg Kains« ist im Prinzip die Ablehnung der Erlösung durch das Blut eines Opfers (1. Mose 4). Es handelt sich hierbei um den Versuch, Gott durch menschliche Bemühungen zu beschwichtigen.

 

Korah lehnte sich gegen die Führung Moses und Aarons auf und forderte auch für sich das Priestertum, und viele Leviten unterstützten ihn darin. Dadurch lehnten sie sich gegen JHWH auf.

 

[3]Die Lehre Bileams gestattete es, »Götzenopfer« zu essen und »Unzucht« zu »treiben«. Diese Bezeichnung steht auch für die Praxis des Predigens um des Gewinnes willen (4. Mose 22-25;31). Der »Irrtum Bileams« ist das Bestreben, sich persönlich zu bereichern, indem man aus dem Dienst Gottes ein Geschäft macht. Bileam nannte sich Prophet Gottes, doch er war habgierig und bereit, seine prophetische Gabe für Geld zu verkaufen (4. Mose 22-24). Fünfmal bezahlte Balak den Bileam, damit er Israel verfluchen sollte, und er war mehr als bereit dazu, doch er wurde von Gott mit Gewalt zurückzuhalten. Vieles, was Bileam sagte, war wahr und schön, aber dennoch war er ein Prophet, der für Geld zu haben war. Er konnte Israel nicht verfluchen, doch schließlich gelang es ihm, sie zur Sünde mit den Töchtern Moabs zu verführen (4. Mose 25,1-5).

Im AT (z. B. in Hes 23) werden die Wörter Unzucht und unzüchtig im Wechsel mit Hurerei und Ehebruch als Bild für den Götzendienst Israels und Judas verwendet.

Durch den Rat Bileams haben sich die Kinder Israels von JHWH (seinen Anweisungen) abgewandt. Weil sie den richtigen Weg verlassen haben, sind sie in die Irre gegangen.

Er ließ moabitische Frauen die israelitischen Männer verführen, Mischehen einzugehen. So ging Israel eine gotteslästerliche Verbindung zu Unzucht und Götzenfesten ein.

Wie Bileam sind die Irrlehrer von heute sehr beredt und überzeugend. Sie können immer alles von allen Seiten darstellen. Sie unterdrücken die Wahrheit, um ihr Einkommen zu erhöhen oder sicherzustellen (und Macht zu erhalten). Irrtum und Abfall sind niemals statisch. Sie führen „unmündige, nicht in Gottes Wort (Bibel) gefestigte Menschen (Eph. 4,14), in heilloses Durcheinander an Meinungen, sähen Zweifel an Teilen der Bibel, führen sie zum Abgrund und stürzen sie dann hinein (u. a. Mt.23,13)

So wie damals die heidnischen Bräuche vom Volk Israel angenommen wurden, so drangen diese Bräuche durch das heidnische Rom in die Christenheit ein.

Hinweis: Es ist immer schwierig, Freundschaft mit Gottlosen (= von Gott losgelöst, ohne Gott) zu haben ohne dabei ihre Gewohnheiten teilweise anzunehmen.

 

2) Isebel

Offb 2,20    Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du (Gemeinde Thyatira) es zulässt, dass die Frau Isebel, die sich eine Prophetin nennt, meine Knechte lehrt und verführt, Unzucht zu treiben und Götzenopfer zu essen.

Isebel[4], hebr. איזבל‎ Izével bzw. Izável, eine phönizische Prinzessin, die im 9. Jh. v. Chr. lebte und Tochter des Königs Ittobaal (Ethbaal) von Sidon oder nach neuerer Forschung von Tyros in Phönizien war Sie heiratete König Ahab von Israel (eine Ehe, die mehr von politischen und wirtschaftlichen Erwägungen als von Liebe geprägt ist). Mutter von Ahasja, Joram und Athalja. Die pantheistische (a) Religion der Phönizier konzentrierte sich auf den Kult verschiedener Stadtgottheiten, die als "Baal" oder "Herr" bezeichnet wurden und Naturgötter waren, so der Sonnengott Baal oder der Heilgott Eshmun. Die wichtigste Göttin war die Kriegsgöttin und Mondgöttin Astarte, die mit der babylonischen Ischtar verwandt ist. Durch die Ausbreitung der Herrschaft des Seefahrervolkes wurden dessen religiöse Vorstellungen im gesamten Mittelmeerraum verbreitet

a) Pantheismus (griechisch pan = „alles, ganz"; theós = „Gott") bedeutet, die Gottheit bzw. „das Göttliche" in allen Erscheinungen der Welt zu sehen (Allgottglaube). Dies kann sich entweder in der Ansicht ausdrücken, dass alles in der Welt „von Gott erfüllt" ist

 

Gottes Sohn (Hebr. oft Jahuehschua aus gesprochen - siehe unter "Gottes Namen") tadelt die Gemeinde, dass sie duldet. Isebel war die heidnische Frau Ahabs (vgl. 1. Könige 16-25). Sie hasste und verfolgte die Gemeinde Gottes und seine Propheten, um sie auszurotten. Sie brachte 850 heidnische Priester ins Land und setzte mit Hilfe der Staatsgewalt ihre Religion durch (heutzutage durch „Religionsfreiheits- und Antidiskriminierungsgesetze"). Als die heidnischen Propheten von Elia getötet wurden, bedrohte sie das Leben des Propheten, aber er entkam ihrer Hand (1. Kön. 19) Sie verführte die Menschen mit falschen Lehren. Unter den Gläubigen gab es auch Menschen, die obwohl sie falsche Dinge lehrten, geduldet wurden. Doch Gott übersieht nichts. So wie einst Isebel das Strafgericht Gottes an ihrem eigenen Leib erfuhr, so wird Gott jeden strafen, der falsche Dinge lehrt (2. Kön 9,7-37).
Dies trifft auch für Isebel zu

Jer 3,9        Und so kam es, dass sie durch ihre leichtfertige Hurerei das Land entweihte; und sie trieb Ehebruch mit Stein und Holz (Göttern, usw.)


Hinweis: Gott der Allmächtige verabscheut nichts mehr, als Gleichgültigkeit und Neutralität (Offenbarung 3,15.16). Wenn es unter Gottes Volk solche gibt, die falsche Dinge lehren, so dürfen wir nicht schweigen und einfach solche Leute dulden. Sollten wir aus Furcht schweigen, wir könnten ihre Gefühle verletzen? Zu glauben, das Böse dürfe nicht verurteilt werden, weil es diejenigen verurteilen würde, die es verüben, bedeutet, für den Irrtum zu wirken.

Ahab, er macht sich auch im eigenen Land keine Freunde, weil er unter dem Einfluss seiner Frau den Baalskult fördert und dazu einen Tempel errichten lässt (ähnlich bei der weltweiten Ökumene - Toleranz gegenüber antichristlichen Religionen, beim Bau buddhistische Tempeln, Moscheen, etc. Die Religionen treten immer mehr, für viele Tolerante nicht erkennbar, in einen öffentlichen Wettstreit (z. B. Besichtigungen zulassen, etc.)

Astarte[5] Astarten (pl.); RevEB auch Astarot In Verbindung mit Baal oder Baalen ein Sammelname für die weiblichen Gottheiten der Kanaaniter (Ri 2,13; 10,6; 1Sam 7,3; 12,10; 31,10; 1Kön 11,5; 2Kön 23,13). An den Orten Aschtarot und Aschterot-Karnajim sind Heiligtümer der A. zu vermuten. Ein weiterer Tempel der Göttin stand in Bet-Schean (1Sam 31,10), wo man ihn auch gefunden zu haben meint. Als Hauptgöttin der Phönizier wird A., zu deren Verehrung Salomo durch seine Frauen verführt wurde, »die Göttin der Sidonier« (1Kön 11,5. 33), bzw. »der gräuliche Götze von Sidon« (2Kön 23,13) genannt.

 

Auch heute beten viele den Gott ihrer "eigenen" Religion an. Dies geschah z. B. bei dem Treffen von Vertretern christlicher Kirchen und nichtchristlicher Religionen in Assisi, am 27.Oktober 1986, unter der Leitung von Papst Johannes Paul II. und verbreitet sich weiter unter dem Namen "Ökumene" der Religionen.

 

"Du sollst keine anderen Götter neben mir haben" (2 Mose Kapitel 20, Vers 3)

 



[1] Bibelstellen Schlachter 2000

[2] Lexikon zur Bibel, herausgegeben von Fritz Rienecker, neu bearbeitete herausgegeben von Gerhard Maier

[3] Kommentar zum Neuen Testament W. MacDonald

[4] Wikipedia, die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org

[5] Lexikon zur Bibel von Fritz Rienecke und Gerhard Maier

 






   
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