Dürfen Christen Fasching, Fastnacht oder Karneval feiern. Was sagt die Bibel zu Narren, Spott und Freude?

 

 

Fasnacht, Fasching - für alle diese Begriffe gilt, dass ihre Herkunft nicht eindeutig und restlos geklärt ist. Das Wort Fasnacht ist erstmals zu Beginn des 13. Jhd.s belegt („vasnacht“ um 1206 im Parzifal). Dabei ist nicht eindeutig geklärt, ob es sich von „fasten“ oder „faseln“ (sich wahnsinnig gebärden) oder auch von „fasen“ (gedeihen, fruchtbar sein) herleitet. Vieles spricht jedoch dafür, daß die Volkssprache in Schwaben und in der Schweiz mit „Fasnacht“ (von „faseln“) die richtige Form bewahrt hat. Der bayerisch-österreichische Begriff Fasching dürfte sich von „vast-schank“, dem Ausschenken des Fastentrunks ableiten und ist erstmals 1272 belegt. … Der Beginn der Fastnacht (F.) ist weniger genau geregelt (11.11. Martini beim rheinischen Karneval; 6.1. Erscheinungsfest im alemannischen Sprachgebiet) als das Ende, der Tag vor Aschermittwoch (Beginn der 40-tägigen Fastenzeit), der Faschingsdienstag. Auf das Fastnachtsende zu findet eine Steigerung statt: Schmotziger (=schmalziger) Donnerstag, Rosenmontag (rasender Montag) mit den Umzügen in den rheinischen Karnevalshochburgen, Faschingsdienstag. Die Fastnachtszeit ist gekennzeichnet durch Absetzung der Amtspersonen, Befreiung der Schulkinder, weil die Narren das Regiment übernehmen, aber auch durch Saalveranstaltungen, Schabernack, Lärm, Spiel und Brauchtumsvorführung.

Aller Wahrscheinlichkeit nach reichen die Bräuche bereits auf vorchristliche Frühlings- und Fruchtbarkeitsriten zurück, die sich antiker Mythen von sterbenden und auferstehenden Göttern verdanken. Die Fastnacht ist stark synkretistisch geprägt (Religionsvermischung) und aus nichtchristlichen, kirchlichen, höfischen, bäuerlichen und bürgerlichen Elementen, neben Aberglaube und Zauberei hervorgegangen.

Zunächst versuchte die römisch-katholische Kirche das Fastnachtstreiben zu verbieten, gab dies aber mangels Erfolg bereits im 11. Jhd. zugunsten einer Duldung auf. Aufgrund ihrer großen Integrationsfähigkeit hat es die römisch-katholische Kirche verstanden, auch dieses Treiben geschickt zu integrieren.

Literatur: EKL, 3. Aufl. (Neufassung), Bd. 1, Sp. 1273 f.; ELThG, Bd. 1, S. 599 f.; RGG, 3. Aufl., Bd. 2, Sp. 887. Darin jeweils auch weiterführende Literatur.

Walter Rominger

 

 

Karneval - unter www.koelnerkarneval.de/131.html, kann man lesen, dass der Karneval keinen christlichen Ursprung hat. Das römische Köln feierte das Fest der Saturnalien, das vom 17. - 19. Dezember. Es war ein bedeutendes Freudenfest der antiken Welt und sollte an die Zeit der Herrschaft des Gottes Saturn erinnern, in der es noch keine Sklaven gab. An diesen Tagen war es nicht erlaubt etwas Ernsthaftes oder Wichtiges zu tun. Die Arbeit in der ganzen Stadt ruhte und die Schulen blieben geschlossen. Alle waren fröhlich, lärmten, tranken, sangen, tanzten, spielten und scherzten. Männer und Frauen, Herren und Sklaven tauschten die Kleidung. Die freien Bürger bewirteten an diesen Tagen die Sklaven. Das Fest der Saturnalien, an dem die streng geübte Hierarchie ins Gegenteil gekehrt wurde, war eine Art Karneval der antiken Welt. Die Römer veranstalteten an diesem Tag auch einen Umzug, in dem hier in Köln ein Schiffskarren mitgeführt wurde, der carrus navalis. Von diesem kultischen Schiffskarren leitet sich vermutlich das Wort Karneval ab. Dieser Schiffskarren war ein kunstvoll gezimmertes Schiff, das auf einem Wagen gezogen wurde. Es war in grellbunten Farben bemalt und es wurden Figuren der Göttinnen Isis und Nerthus darauf mitgeführt. Isis wurde als ägyptische Göttin der Fruchtbarkeit und des Todes verehrt und Nerthus als germanische Fruchtbarkeitsgöttin. Die Römer taten sich mit dem ägyptischen Isiskult etwas schwer, daher haben sie ihn mit dem Gott Saturn verbunden. Wie die römische Mythologie behauptet, brachte der Gott Saturn mit seiner milden Herrschaft den Menschen Freiheit und Glückseligkeit. Der Schiffskarren mit Isis und Nerthus wurde von verkleideten und lärmenden Menschen begleitet, sowie von einer aufreizenden Musik von Handpauken, Zimbeln, Flöten und Rasseln. Die Saturnalien wurden noch bis ins 4. Jahrhundert gefeiert. Durch griechischen Einfluss wurde aus dem Fest allerdings mehr und mehr ein Karnevalstreiben. Der Isiskult verband sich später mit dem Kaiserkult. Unter Kaiser Konstantin wurde das Christentum (343) zur Staatsreligion ernannt. Von da ab vermischten sich allmählich heidnische und christliche Bräuche miteinander.

 

Wer Gottes Weg gehen will und Jesus Christus als seinen Herrn angenommen hat, sollte Gottes Wort, die Bibel, zu diesem Thema lesen und ernst nehmen.

 

Ps 53,2 Der Narr spricht in seinem Herzen: »Es gibt keinen Gott! « Sie handeln verderblich und begehen abscheulichen Frevel; da ist keiner, der Gutes tut.

Ps 1,1 Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen,

Spr 1,22-23 Wie lange wollt ihr Unverständigen den Unverstand lieben und ihr Spötter Lust am Spotten habenund ihr Toren Erkenntnis hassen? ... Kehrt um zu meiner Zurechtweisung ...

Spr 20,1 Der Wein macht zum Spötter, das starke Getränk macht wild, und keiner, der sich damit berauscht, wird weise.

Spr 21,24 Ein übermütiger und vermessener Mensch - Spötter wird er genannt - handelt in frevelhaftem Übermut.

Eph 5,1-6   Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder  und wandelt in der Liebe, gleichwie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, zu einem lieblichen Geruch für Gott. Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden, wie es Heiligen geziemt; auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger (der ein Götzendiener ist), ein Erbteil hat im Reich des Christus und Gottes. Lasst euch von niemand mit leeren Worten verführen! Denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams.

 

Spott ist eine scharfe geistliche Waffe, die viele in die Leugnung der biblischen Wahrheit getrieben hat.

Mt 16,26 Denn was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben verliert?

Joh 3,19 Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse.

Joh 12,25 Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.

Joh 16,33…; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!

Gal 6,14 Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.

Eph 1,4 wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe.

Jak 3,6 Und die Zunge ist ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit. So nimmt die Zunge ihren Platz ein unter unseren Gliedern; sie befleckt den ganzen Leib und steckt den Umkreis des Lebens in Brand und wird selbst von der Hölle in Brand gesteckt.

2Petr 2,20 Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entflohen sind, aber wieder darin verstrickt und überwunden werden, so ist der letzte Zustand für sie schlimmer als der erste.

1Jo 2,15 Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm.

1Jo 2,16 Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt.

1Jo 2,17 Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

1Jo 4,5 Sie sind aus der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt hört auf sie.

1Jo 5,4 Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.

Mt 7,21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Lies auch Vers 22-23

Lk 1,47 und mein Geist freut sich über Gott, meinen Retter,

Phil 4,4 Freut euch im Herrn allezeit; abermals sage ich: Freut euch!

 

                       Verkleiden, oder für kurze Zeit ein anderer Mensch sein, hat mit Täuschung zu tun. Gott sind diese Dinge ein Greuel - siehe die Beispiele in der Bibel in: 1 Samuel Kapitel 28; 1 Mose Kapitel 27; 1Mose Kapitel 38,13-19ff und den Urheber all dieser Dinge: "Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts" (2Kor 11,14) .

 

2Petr 2,13-2,14a… Sie halten die Schwelgerei bei Tage für ihr Vergnügen; als Schmutz- und Schandflecken tun sie groß mit ihren Betrügereien, wenn sie mit euch zusammen schmausen. Dabei haben sie Augen voller Ehebruch; sie hören nie auf zu sündigen und locken die unbefestigten Seelen an sich

 

 

Die christliche Nachfolge muss konsequent nach dem Willen Gottes gelebt werden. Ein Christ der an Karneval teilnimmt auch ohne die schlimmsten Auswüchse mitzumachen, ist sicherlich kein glaubwürdiger Zeuge seines Herrn, der für uns Leid und Tod auf sich nahm.

 Vor Gott kann man nichts verbergen:

Siehe Chronik Kapitel 14, Vers 9; Jeremia 16,17; 17,10; 32,19; Jesaja 66,2; Sprüche 5,21; Psalm 139,3 Matthäusevangelium 6,4b

 

Die vorher aufgeführten Bibelstellen wurden der Schlachter 2000 Übersetzung entnommen.

 

 

   
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