Zeichen der Endzeit

Im Lukas-Evangelium lesen wir über die Wiederkunft des Menschensohnes. Lk 17,26-30 Und wie es in den Tagen Noahs zuging, so wird es auch sein in den Tagen des Menschensohnes: Sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging; und die Sintflut kam und vernichtete alle. Ebenso ging es auch in den Tagen Lots zu: Sie aßen, sie tranken, sie kauften und verkauften, sie pflanzten und bauten; an dem Tag aber, als Lot aus Sodom wegging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vertilgte alle. Gerade so wird es sein an dem Tag, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird.

1) Was bedeutet diese Schriftstelle für die Endzeit – die Tage des Menschensohnes? Die Menschen zur Zeit Noahs und Lots pflanzten, bauten, aßen, sie tranken und heirateten. Diese Dinge sind an sich nichts Falsches, sie sind normale, legitime menschliche Handlungen. Das Böse daran war, dass die Menschen für diese Dinge lebten und keinen Gedanken und keine Zeit für Gott und Sein Wort übrig hatten. So wird die Wiederkunft Jesu das Gericht für alle diejenigen bedeuten, die sein Gnadenangebot ausschlagen und Seinem Wort ungehorsam sind1 In diesem Zusammenhang muss auch die Aussage von Christus sehr ernstgenommen werden: Mt 7,21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.

Oberflächlich betrachtet, ist die in der Heiligen Schrift beschriebene Endzeit für die dann noch lebenden Zeitgenossen, die nicht Gottes Wort im Herzen haben, eine ganz „gewöhnliche Zeit“. Jedoch für die Menschen, die sich zur Bibel als der Heiligen Schrift bekennen, ist dies nicht der Fall. Daher sollte sich jeder ohne Verzögerung überprüfen, ob er alle die ernsten und folgen-schweren Warnungen der Heiligen Schrift für diese Zeit in allen Einzelheiten kennt. Denn wir wissen nicht, wann unser Leben von uns genommen wird. Die Warnungen nicht zu erkennen oder sie zu kennen und dann nicht zu beachten, beschreibt Gottes Wort als Lauheit (Offb. 3,14-22). Schein und Sein klaffen manchmal in unserem Leben - verhängnisvoll für die Ewigkeit – auseinander. Man ist in Wirklichkeit weiter von Gottes Willen entfernt (Offb 3,14), als man meint.

Gott der Allmächtige – unser Vater im Himmel - hat auch in dem Buch der Offenbarung Botschaften bzgl. der „Endzeit“ für Seine Knechte aufschreiben lassen (Offb 1,1a). Das Kommen des Reiches Gottes hat ER schon durch Seinen Sohn, als ER auf dieser Erde lebte, verkünden lassen. Besonders eindringlich ist die Botschaft, dass wir die Zeit, in der Noah (Sintflut) und Lot (Sodom) lebten, als Beispiel beachten sollen. Wer über diese Zeiten in der Heiligen Schrift eifrig studiert hat, erkennt, dass diese beiden Zeiten ungefähr 400 Jahre auseinanderliegen. Beachte – die Lebensweisen in diesen Zeiten sind Gott ein Greuel gewesen (1. Mo 6,11; 18,20; 19,13).

2) Merkmale der Zeit vor der Sintflut, in Sodom und der heutigen Zeit. Wir werden nachfolgend überwiegend die Merkmale von „Sodom“ betrachten, denn die Strafe der Sintflut und für Sodom hatten die gleichen Ursachen - unter anderem die sexuelle Verderbtheit. Vor der Zeit der Sintflut hatten die Menschen sexuellen Kontakt zu Wesen, die in der Bibel „Gottessöhne“ genannt (1. Mo 6,2) werden. Sie werden auch als “Riesen“ beschrieben (1. Mo 6,4; 4. Mo 13,33). In der Fußnote von Schlachter 2000 steht: Riesen = hebr. „nephilim“ - „die Gefallenen“ oder Missgeburten“. Hiob 1,6 und 2,1, sowie Judas 6-7 weisen darauf hin, dass es sich um gefallene Engel handelte, die Satan nachfolgten (Offb 12,4). Sie, die (abgefallenen) göttlichen Wesen zeugten mit Menschenfrauen Kinder (1. Mo 6,4). Ohne die nähere Erkenntnis darüber zu haben ergibt sich für mich, dass diese Kinder „Mischwesen“ gewesen sein mussten2. Von bösen Geistern, die ihre Behausung verlassen hatten, gezeugt und von Menschenfrauen geboren, waren diese Menschen voller Bosheit und ihr ganzes Denken, Streben und ihre Vorhaben waren allezeit nur böse (1. Mo 6,5).

Die gefallenen Engel, die auch als Dämonen bezeichnet werden, gehen in die Menschen ein und beeinflussen sie. Auch das Volk Israel opferte Dämonen (5. Mo 32,17; Ps 106, 37). Der Herr Jesus3 trieb Dämonen, die von Menschen Besitz genommen hatten, aus (Mt 8,31; 17,18). Denken wir darüber nach: auch in der Endzeit ist das Trachten der Menschen - beeinflusst von den Dämonen - allezeit nur böse (2. Tim 3,1-9). Viele Menschen nennen Jesus ihren Herrn, aber sie tun nicht das, was der Vater im Himmel gebietet (Mt 7,21). Paulus warnt daher die Gemeinde: Gal 6,7 Irrt euch nicht: Gott lässt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Siehe Offb 3,14-22.

Viele Gläubige hängen noch in der einen oder anderen Weise zum Teil der Lehre Babylons an. Sie feiern weiterhin die Feste Babylons, der Mutter der Huren (Offb 17,5). An der Auslegung des Standbildes in Nebukadnezars Traum (Dan 2,1ff) können wir erkennen, dass in den Weltreichen von Babylon bis zur Wiederkunft Christi nur das „Haupt Babylon“ als babylonisches System (weltlich / religiös) herrscht (Offb 17,1). Das Haupt Babylons steuert den Leib - täuschen wir uns darin nicht, denn dies könnte fatale Folgen haben. Gerade die Glieder des Leibes Christi (Eph. 1,10.22-23; Kol 2,10) sollen vom Haupt Babylons, von Satan dem Teufel, verführt werden, wie Daniel und seine Freunde (Dan. 2,13ff). Also beachte auch 1. Kor 10,11– 12, bis zum Ende Deines Lebens: „Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, sind Vorbilder, und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist. Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle“!

Obwohl Babylons König Nebukadnezar die Größe und Macht JHWHs, des Gottes Daniels, anerkannte (Dan 2,47), ließ er ein goldenes Standbild bauen, das alle Völker, Stämme und Sprachen anbeten sollten. Sobald ein Musikinstrument erklang, sollten sie niederfallen und das goldene Bild anbeten. Auch heute wird dies beim Klang von Schellen, Glocken, eines Gongs oder eines Menschenrufs zum Teil praktiziert. Wer sich weigerte den Anordnungen des Obersten von Babylon zu folgen, sollte getötet werden (Dan 3,1-11). Jedoch die Strafe dafür ist schon beschlossen (Offb 19,2). Das Haupt von Babylon ist Satan der Teufel, und er will angebetet werden (Mt 4,8-9). Er beherrscht zu dieser Weltzeit alle Reiche der Welt, und zwar als Gott dieser Weltzeit und Fürst in der Luft (2. Kor 4,4; 11,14; Eph 2,2). Außerdem verstellt er sich als (religiöser) „Bote des Lichts und der Wahrheit“ und verführt auch heute noch dadurch die ganze Welt (2. Kor 11,13-14; Offb 12,9).

3) Wie können wir das Reich des Bösen und sein Wirken und das Reich Gottes des Allmächtigen4 unterscheiden?

Gott teilte Mose auf dessen Bitte (2. Mo 3,13) SEINEN heiligen Namen mit: Gott sprach zu Mose: »Ich bin, der ich bin!« Und er sprach: So sollst du zu den Kindern Israels sagen: »Ich bin«, der hat mich zu euch gesandt. Und weiter sprach Gott zu Mose: So sollst du zu den Kindern Israels sagen: JHWH, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt; das ist mein Name ewiglich, ja, das ist der Name, mit dem ihr an mich gedenken sollt von Geschlecht zu Geschlecht5 (2. Mo 3,14-15).

Für die Nachfolger des Messias (Mt 16,24; 19,21), die IHM seit dem ersten Pfingsten angehören und Gott aufrichtig und voller Dankbarkeit ihren Vater nennen6, bedeutet dies, sich von dieser Welt ganz und gar abzusondern: keine Vermischung - keine Kompromisse mit Gottes Wort. Haben wir dies jemals genau so gesehen und danach gelebt? - wenn nicht, ist dies dringend geboten!

Wenn also in den Tagen der Wiederkunft des Messias Lauheit und Zustände wie zu Zeiten Noahs und Lots herrschen, und wir die Folgen davon kennen - >vollständiges Verderben< - gibt es für uns nichts Wichtigeres, als unseren eigenen Stand vor Gott dem Vater zu überprüfen.

Haben wir uns klar und eindeutig von „der Welt“ und von Satans listigen Verführungen - wie durch ein zweischneidiges Schwert - getrennt (Hebr 4,12; Offb 1,16;2,12) - also total abgesondert? (Hebr. 11,17; Petr. 2,7). Im einzelnen bedeutet das: 2. Kor 6,17-18 Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht JHWH, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht JHWH, der Allmächtige. Siehe auch Jes. 52,11.

Erst wenn wir Täter dieses Wortes sind, betrügen wir uns nicht selber (Jak 1,22), und dann wird Gott unser Vater sein (2.Kor 6,18).

Die Frage drängt sich auf: „Haben wir je über diese Aussage Gottes ernsthaft nachgedacht oder scheuen wir uns vor den Folgen möglicher Schritte, die wir tun müssten? Hinausgehen von denen, die Gottes Wort abändern – auch wenn es nur “wenig“ ist (Mt 5,18) oder dass sie es nicht in allem glauben. Es sind auch durchaus die gemeint, die glauben aber (permanent) nicht danach handeln und sich nicht von unserem Töpfer (Schöpfer) nach Seinem Willen formen lassen wollen7. Allein der Gedanke, ein Abgesonderter zu sein, lässt manchen unruhig werden. Nichts Unreines anrühren, bedeutet genau zu wissen, was in den Augen unseres Vater im Himmel unrein ist. Unrein sind auch: Gesetzlosigkeit (Röm 9,16), die Sünde (Jes 64,5), unreines Reden, unreine Gedanken (Jes 55,8-9) und unreines Handeln (Jes 41,24; Jak 1,22; 4,11). Menschenwort vor Gottes Wort stellen,bedeutet vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen essen. Das sah Gott als schwere Sünde an, die den Tod verdient (1. Mo 2,17; 3,24).

Ein treuer Nachfolger des Messias kann nicht in einer Gemeinde Mitglied sein, in der Ungläubige wissentlich als Mitglieder zugelassen sind8, und wenn Gottes Wort nicht rein gehalten wird.

Im Wort Gottes werden überwiegend die als Ungläubige bezeichnet, die generell nicht an den Gott Abrahams, Isaak und Jakobs glauben (2.Kor 4,4). Aber es gibt auch noch andere Aussagen dazu, und gerade diese sollten wir genauer betrachten. Der Hebräerbrief schließt dabei nichtgläubige Brüder aus. Hebr 3,12 + 15 Habt acht, ihr Brüder, dass nicht in einem von euch ein böses, ungläubiges Herz sei, das im Begriff ist, von dem lebendigen Gott abzufallen! … Darum, wie der Heilige Geist spricht: »Heute, wenn ihr seine Stimme hört! Hier sind nicht die „Brüder im Fleisch“ (Röm 9,3-4) gemeint. Diese (Israel) sind uns nur als Warnung gegeben (Hebr 3,7-8). Das „ungläubige“ Herz bedeutet in diesem Zugsamenhang das „seelisch-geistige“ Zentrum. Das gläubige Herz ist das Zentrum der Gottesfurcht, der Gottesverehrung und des Gotteslobes, das ungeteilte einfältige Herz, das in allem den Willen Gottes tun will und tut (Eph 5,19; 6,5; Kol 3,16; 1. Petr 3,15; Jak 1,22). Manche Kommentatoren meinen, dass es sich bei den hier angesprochenen „Brüdern“ nicht um „echte“ Christen handelt. Ich möchte mir aber dazu die Frage erlauben: Kann man vom lebendigen Gott abfallen, wenn man IHM nicht angehört? Könnte hier nicht u. a. die „Gemeinde“ Laodizea gemeint sein: „weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund“. Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts! — und du erkennst nicht, dass du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt (Offb 3,16- 17).

Hat nicht auch das Volk Israel an JHWH geglaubt und wollte alles tun, was ER sagte, (2. Mo 24,7; Jos 1,1,16), und doch fielen dann viele von IHM ab (1. Chr 5,25; Jer 2,8).

Der Verfasser des Hebräerbriefes schreibt vom Volk Gottes: „So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als ein gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall kommt(Hebr 4,11). Weiter lesen wir in Hebr 4,14-16: „Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat - Jesus - der Sohn Gottes, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis! Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde. So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!

Am Bekenntnis festhalten bedeutet, „dass der gesalbte Gottes Sohn zur Ehre Gottes des Vaters, in allem unser Herr ist,“ (Joh 13,13; Phil 2,11). Wir bleiben fest am Weinstock und bringen viel Frucht, ganz nach dem Willen unseres Vaters im Himmel (Joh 15,1-6).

Wenn „Gläubige“ im Begriff sind - wenn auch nur teilweise -, von Gottes Wort abzufallen (Hebr 3,12), müssen wir wachsam sein. Gegebenenfalls müssen wir uns dann absondern, um nicht an Unreinem teilzuhaben. Die Liebe zu unserem Herrn Jesus gebietet dies. ER sagt auch zu uns: Joh 14,15 Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote! Auch die Gebote und Gesetze unter dem Alten Bund wurden von IHM gegeben (Ri 2,1.4; 13,17-18; 1. Kor 10,4).

Alle Seine Gebote halten, ist ein Zeugnis der Gottesliebe. Wir dürfen nichts davontun, und nichts hinzufügen (Gal 1,6-8; 2Tim 3,16; Offb 22,18-19).

  1. 2. Tim 3,16 spricht insofern von der ganzen Schrift als gegeben zur Belehrung, als Zurechtweisung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit. Darum sollten wir nicht außer acht lassen, dass die Gefahr der Vergesslichkeit oder Lauheit, die damals für Israel bestand, auch für uns heute noch besteht. JHWH gab ihnen darum Seine besonderen Festtage zur Erinnerung an Seinen Plan mit ihnen (3. Mose 23), damit sie das Ziel ihrer Berufung erlangten – aber leider vergebens.

Der Apostel Petrus ermahnt uns auch heute in 2. Petr 1,10: „Darum, Brüder, seid umso eifriger bestrebt, eure Berufung und Auserwählung festzumachen; denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals zu Fall kommen“.

Judas, der Bruder unseres Herrn, ermahnt „die geliebten Heiligen“ (Jud 3). Daher sollten wir auch Jud 5 beachten: „Ich will euch aber daran erinnern, obgleich ihr dies ja schon wisst, dass der Bote JHWHs, nachdem er das Volk aus dem Land Ägypten errettet hatte (Ri 2,1), das zweite Mal diejenigen vertilgte, die nicht glaubten. Das erinnert an Sodom und Gomorra. (1. Mo 8,16f).

Dieses gilt auch uns – den Gliedern des Leibes Christi (1. Kor 6,15). Wir sollten uns nochmals einzeln und als Gemeinschaft überprüfen, ob wir wirklich jedem Wort Gottes glauben oder sich das „Krebsgeschwür“ des (teilweisen) Unglaubens in uns unbemerkt versteckt hat. Gehorchen wir wirklich dem unvermischten Wort Gottes (Mt 5,48; Röm 16,19.25-26; 2. Kor 10,6; Jak 1,22)? Haben wir uns wirklich von allem geschieden, was nicht der Wille Gottes des Vaters ist, siehe Gal 5,19-22. Wenn wir das zuvor Geschriebene wirklich beachten und wir uns darin prüfen, wird uns klar, was zum Reich Gottes oder zum Reich des Bösen gehört.

4) Eindeutiges Merkmal der Unterscheidung. Die Grundlagen unserer gründlichen Prüfung dazu finden wir nicht im „Menschenwort“, sondern nur in Gottes Wort9.

Eindeutig ist nur die Heilige Schrift: Hebr 4,12-13 „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und …

a)… durchdringt bis zur Scheidung von Seele und Geist (Elberfelder Übersetzung) a) Die Seele (hebr. nephesch10) bezeichnet das Leben des Menschen. Gott bildete den Menschen aus Staub von der Erde, der noch kein Leben in sich hatte, und blies ihm den Odem des Lebens (oder Atem / Hauch) in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele (1. Mo 2,7). Die Tiere werden in 1. Mo 1,20-24 als Wesen bezeichnet11 - hebr. auch „nepesch“. Menschen und Tiere beziehen ihr vorübergehendes organisches Leben aus der Luft (Odem), die ein- und ausgeatmet wird. Ihr irdisches Leben ist im Blut (1. Mo 9,4.6). Medizinisch erklärt, verbindet sich das Hämoglobin des Blutes (rote Blutkörperchen) mit dem Sauerstoff der Atemluft, und ist daher „der Lebensodem“, solange das Leben „im Blut“ ist (1. Mo 9,4). Der Mensch ist aus Materie (Staub, Erde) gemacht und wurde durch den Odem zu einer lebendigen Seele. Wird der Lebensodem wieder vom Menschen genommen (Tod), wird er wieder zum Staub zurückkehren! (1. Mo 3,19). Den letzten Atemzug zu tun, wird auch „die Seele (Leben) aushauchen“ genannt (Hiob 27,3; 31,39; Jer 15,9).

  1. b) Der Geist (Hebr. „ruach“12 und Griech. „pneuma“13) des Menschen ist im Menschen und verleiht dem Menschenhirn Intellekt – allgemein wird dies als Verstand bezeichnet. Er gibt dem Gehirn Verstandeskraft, die dem Menschen höhere Fähigkeiten verleiht. Informationen, die das Gehirn durch Auge, Ohr und die anderen Sinne aufnimmt, werden sofort im Geist - modern ausgedrückt wie in einem Computer - einprogrammiert bzw. abgespeichert und können so verarbeitet werden. Aus diesem Gedächtnisspeicher Gehirn kann der Mensch jede Einzelinformation, die er für seine Denkvorgänge braucht, abrufen. Der menschliche Geist speichert auch die Erinnerungen. Er gibt dem Menschen auch eine moralisch-sittliche Seite, die nur der Mensch als das Bild (1. Mo 1,27) Gottes hat.

Jeder einzelne Gedanke und auch der entwickelte Charakter des Menschen - ob gut oder schlecht - wird im Geist unauslöschlich gespeichert (u. a. Mt 12,36; Lk 16,2; Röm 14,12). Dieser Geist kehrt nach dem Tod des Menschen zu Gott zurück (Pred 12,7; Lk 23,46; Apg 7,59). Bis dahin will Gott der Vater uns durch Seinen Heiligen Geist - durch Sein zweischneidig trennendes Wort (Eph 6,17; Offb 1,16) leiten. Der Heilige Geist und Sein Wirken wird auch mit dem Bild des lebendigen Wassers verglichen (Jes 44,3f; Joh 4,10.13f; 7,38-39). Der Mensch ist ein irdisches vergängliches Gefäß – gebildet aus Erde, als das Werk Seiner Hände (1. Mo 2,7). In Jes 64,7 lesen wir: „Nun aber bist du, JHWH, unser Vater; wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer; wir alle sind das Werk deiner Hände.

Der Töpfer will Sein Gefäß zur Vollkommenheit formen. Dazu benutzt ER „Wasser“ (Seinen Heiligen Geist). Ist der Ton zu spröde – hat er zu wenig Wasser, dann lässt er sich nicht in der gewünschten Form modellieren. Darum die Mahnung: 1. Thes 5,19 Den Geist dämpft nicht! Das bedeutet auch, dass wir dann als „Gefäß“ unseres Töpfers zu wenig Öl – auch ein Bild des heiligen Geistes – haben. Siehe auch Mt 25,1-13.

Ist der Ton zu weich und schwammig, kann der Töpfer ihn zwar mühelos bearbeiten, aber er hält die Form nicht. Der Mensch liest oder hört Gottes Wort, aber die Kraft des Heiligen Geistes wird durch den Eigenwillen, den Menschengeist, „verwässert“, also kraftlos. Dann wird der Mensch ein „Gefäß“ zur Unehre (Röm 9,21; 2. Tim 2,20).


Gott hat uns Entscheidungs- und Willensfreiheit gegeben (5. Mo 30,19-20; Jer 21,8). Wenn wir uns bewusst oder unbewusst sträuben, in allem Seinen Willen zu tun, kann Gott uns nicht gebrauchen und nicht göttlichen Charakter14 in uns formen (n. 1. Mo 1,26a; Röm 3,14a). Somit gleichen wir unbrauchbarem, sprödem Material. Im Buch der Sprüche steht: Spr 26,23 „Silberglasur über ein irdenes Gefäß gezogen, so sind feurige Lippen und ein böses Herz“. Der Feind und Hasser von Gottes heiligem Wort ist der Teufel, der Widersacher Gottes. Er verführt Menschen, Lehrer, Prediger - ja die ganze Welt (Offb 12,9).

Spr 26,25-26 Wenn er (der Mensch) schöne Worte macht, so traue ihm nicht, denn es sind sieben Greuel in seinem Herzen. Hüllt sich der Hass in Täuschung, so wird seine Bosheit doch offenbar in der Gemeinde*. Die Herausgerufenen* werden, wenn sie nicht – ich nenne es einmal umgangssprachlich „bis in die Zehenspitzen“ - wachsam sind, dann von dem Hasser des zweischneidigen Gottesworts lau und sanft unmerklich getäuscht..

Ein glänzender, silberner Überzug verbirgt die Wertlosigkeit und dunkle Farbe die darunter liegende irdene Töpferware. Diese übertünchten Gefäße gleichen übertünchten Gräbern, die außen schön aussehen und innen voller Totengebeine sind (Mt 23,27). Lehrer, die nicht das zweischneidige Wort verkünden, hören nicht mehr genau auf Gottes Mahnungen in Seinem Wort - ihre Ohren hören schwer und ihre Augen haben sie dafür verschlossen (Apg 28,27). Sie lehren Worte, nach denen sich die Hörer anschließend wohlfühlen – das Wort sticht nicht mehr schmerzlich wie ein Schwert ins Herz. Hören wir dann einmal den Gesprächen nach einer Verkündigung zu: „die Gefäße klingen hohl wie eine Schelle“. Nach ihrem Klang bleibt nichts mehr, weil sie empfindlich für die Wahrheit geworden sind (2. Tim 4,3-4). Eine zweischneidige Verkündung von Gottes Wort soll jedoch gerade verhindern, dass der Mensch sich auf sein eigenes Herz verlässt (Spr 28,26a), seine eigene Bewertung. Hiob sagte über diese Menschen: „Sein Fleisch empfindet nur noch seine eigenen Schmerzen, und seine Seele trauert nur über sich selbst! (Hi 14,22). Der Prophet und König Israels David mahnt uns heute noch - nicht theoretisch, sondern es waren sein eigenen bitteren Erfahrungen - durch den Psalm 16,4: „Zahlreich werden die Schmerzen derer sein, die einem anderen [Gott] nacheilen“ - einem Gott, der nicht ein zweischneidiges Wort lehrt. Der Apostel Paulus sagt dazu: 2. Kor 11,4 Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen.

Jer 17,5 So spricht JHWH: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht, und dessen Herz JHWH weicht! Dann wird man willensschwach, und es mangelt an „Stehvermögen“. Wenn man die Form, in die uns Gott (zum Teil) gebracht hat, nicht hält, werden wir schwach und geben auf – also überwinden wir nicht (Joh 5,4; Offb. 2,7. 11. 17. 26; 3,5.12.21; 21,7). Aber ohne bis zum Ende auszuharren (Mk 13,13), erreichen wir das Ziel – Gottes Plan mit dem Menschen - nicht. Auch wenn Gott uns das Wollen und Vollbringen gibt (Phil 2,13), müssen wir „als Ton“ zu dieser geistlichen Aufbauarbeit unseres Gefäßes unseren Teil dazutun. Denn ER ist es, der uns durch SEIN Wort stärkt und befähigt, (Hos 7,15; Sach 8,9.13; Apg 14,22; Eph 3,16; Kol 1,11) Seinen Willen zu tun (Sach 8,9.13; 2. Tim 4,17). Vernachlässigen wir zum Beispiel unser Gebet, das Studium der Heiligen Schrift oder haben wir andere „sodomitische“ Interessen, die dem „Fleisch“ wohltun? Vergeuden wir unsere kostbare noch verbleibende Zeit, dann ist unsere Zielverfehlung schon vorgezeichnet.

Der „menschliche Ton“ muss nachgiebig sein – formbar und fügsam, also demütigt sein (4. Mo 12,3; Mt 5,5; 11,29). Denn unser Geist muss ständig mit Gottes Geist verbunden sein, damit Sein Wort in alle Bereiche unseres geistlichen und leiblichen Lebens dringt und so erfahrbar und sichtbar wird (Mt 5,13-16). Ein Gefäß - außen schön „christlich“ religiös anzusehen - entspricht nicht dem Willen des Töpfers, der uns für Sein ewiges Reich nützlich machen will. Dies geht nur, wenn wir uns von Gott durch Seinen Heiligen Geist „hundertprozentig“ formen lassen. Getrennt von Seinem Heiligen Geist kann ER das nicht mehr. Das Ziel unseres Vaters im Himmel ist, dass wir Seinen Sohn in Gänze „anziehen“ (Röm 13,14a). Nur dann werden wir das Bild (1. Mo 1,27a) des Himmlischen tragen und als geistlicher Leib in Herrlichkeit und Kraft auferweckt (1. Kor 15, 35-58). Dann wird das fertige Gefäß – das Werk Gottes - in Ewigkeit den Meister (Joh 13,13; 1. Kor 3,10a) loben (Offb 19,5). Die Warnung bzgl. der Endzeit bedeutet also, sich von allem, was nicht Gottes Wille ist, fernzuhalten. Damit kommen wir zur dritten wichtigen Aussage von Hebr 4,12-13.

  1. c) … bis zur Scheidung von sowohl Mark als auch Bein (oder Gelenke). Das (Knochen)mark ist ein in größeren Knochen enthaltenes Binde- und Stammzellen-gewebe, das unter anderem zur Bildung von Blutzellen dient. Das Rückenmark besteht als Bestandteil des zentralen Nervensystems aus empfindlichem Nervengewebe15. Knochen und das Knochenmark unterscheidet zwischen dem Äußeren und dem Inneren. Ist unser Sichtbares gesund, aber unser „Inneres“ krank, wird geistlich gesehen unsere Bereitschaft und Fähigkeit erlahmen, und wir werden unfähig, das Evangelium zu leben und zum Zeugnis zu verkünden (Mt 24,14). Wir sind dann nicht mehr „brennend im Geist“, und wir werden müde und pausieren oft, wenn wir Gottes Wort lesen und doch nicht danach handeln. Möglicherweise diskutieren wir dann noch darüber, ob Gott dies „so“ gemeint hat. Erinnern wir uns aber daran, wer die Zweifel sät (1. Mo 3,1). Dies nicht zu beachten, bedeutet, „wir sind im wahrsten Sinne des Wortes in tödlicher Gefahr“. Verdecken wir „das Verborgene“ in uns, dann wird es aber durch Christus aufgedeckt und gerichtet (Röm 2,16; 1. Kor 4,5; Hebr 4,13) - Inneres und Äußeres.
  2. d) Gottes Wort ist auch ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.
  3. 2. Chr 16,9 Denn die Augen JHWHs durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. (s. a. Ps 11,4 Spr 15,3). Darum sollen wir unsere Vernunftschlüsse (alles Sinnen oder Denken) zerstören ..., die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangennehmen zum Gehorsam gegen Christus und unsere Herzen und Gedanken bewahren in Christus Jesus (2. Kor 10,5; Phil 4,7).

5) Warum diese Betrachtungen zu dem Thema Zeichen der Endzeit“? Wir haben erkannt: Es gilt für uns besonders, in dieser Zeit wachsam und nicht selbstgerecht zu sein. Wir sollten auch nach „verborgenen“ Sünden in uns forschen, um sie mit der Hilfe von Gottes Heiligem Geist auszumerzen. Wir sagen vielleicht: „Einmal gerettet - immer gerettet“. In 2. Petr. 2,5-6 steht, dass Gott, als ER die Sintflut über die Welt der Gottlosen brachte, nur Noah, den Verkünder der Gerechtigkeit, der von Gottesfurcht bewegt war (Hebr 11,7), mit seiner Familie bewahrte. Dies und auch Sodom sind für uns warnende Beispiele.

  1. a) Beispiel - Das griech. Wort hierfür ist „hyphodeigma“. Auch die Wüstengenerationen des Volkes Israel sind uns diesbezüglich ein warnendes Beispiel (hyphodeigma). Darum sollen wir unser Herz nicht verstocken und etliches in Gottes Wort infrage stellen (1. Mo 3,1; Hebr 4,3-11). Wir sollen Gottes Wort leben und nicht darüber diskutieren bzw. streiten (Mt 12,36; 1. Tim 2,14; Jak 3,2), damit wir Gottes Gnade nicht missbrauchen (Jud 1,4.15.18).

Nun könnten wir sagen:„Dies alles betraf doch die Gottlosen – wir sind nicht gottlos“!

  1. b) Gottlos - was sagt die Heilige Schrift darüber? - nur die „Getreuen“ dem Wort Gottes gegenüber sind nicht gottlos (nach 1. Sam 2,9). - wenn man sündigt und Unrecht getan hat, ist man gottlos (1. Kö 8,47), und Sünde ist die Übertretung des Gesetzes (Röm 4,7). - wenn man die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhält (Röm 1,18). - unheilige und nichtige Schwätzereien fördern die Gottlosigkeit (2. Tim 2,16). - Esau wird als gottlos bezeichnet, weil er um einer (physischen) Speise willen sein Erstgeburtsrecht verkaufte (Hebr 12,16). Hier sollten wir uns fragen: wie gehen wir als Glieder des Leibes Christi (1. Kor 6,15a) mit unserem Erstgeburtsanrecht16 um, - wenn wir die Gnade Gottes zu Zügellosigkeiten (auch „geistige“ Ausschweifungen) missbrauchen (Jud 1,4), die Bestandteile der Welt sind (nach 1. Petr. 4,1-4). Die Welt und nicht wenige „Gläubige“ dienen damit dem Gott dieser Weltzeit – dem Teufel (2.Kor 4,4; 11,14; Offb 12,9).

Der Prophet Elia sprach schon damals zum Volk Gottes - dem ganzen Volk Israel: 1. Kön 18,21 Wie lange wollt ihr auf beiden Seiten hinken? Ist JHWH Gott (1), so folgt ihm nach, ist es aber Baal (2), so folgt ihm! (1) d.h. der allein wahre Gott (vgl. V. 24). (2) Das Wort „Baal“ ist mit dem babylonischen „Bel“ (Jes 46,1; Jer 50,2; 51,44) identisch, und ist wie dieser als Sonnengott anzusehen17. Der Prophet Jesaja schrieb mahnend dazu: Jes 26,13 „O JHWH, unser Gott, andere Herren als du herrschten über uns; aber [künftig] gedenken wir allein an dich, an deinen Namen!“

Wenn wir Gott, dem Allmächtigen, dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs dienen wollen, ist nur Sein Wort der alleinige Maßstab. Alle anderen - noch so frommen und gottesfürchtigen Riten, Handlungen, Feste und Festtage dienen dem Baal oder den Baalen (Ri 2,11-13; 3,7; 8,33), und somit hinken auch wir auf beiden Seiten. Israel wusste, dass JHWH sie aus Ägypten geführt hatte, denn sie hatten erlebt, wie Mose mit Gott geredet hatte (2. Mo 19, 9-16).Trotzdem machten sie sich ein goldenes Kalb (5.Mo 9,16.21), ein Tier, und sagten, dass dies ihr Gott sei. Auch dienten sie der Aschera, der Fruchtbarkeitsgöttin18. Hier wird die Verehrung der Himmelskönigin beschrieben: Jer 7,18 Die Kinder lesen Holz auf, und die Väter zünden das Feuer an; und die Frauen kneten den Teig, um Kuchen zu bereiten für die Königin des Himmels, und sie spenden anderen Göttern Trankopfer, um mich zu kränken.

Darum ermahnt Gott durch den Propheten Jesaja und Seinen eingeborenen Sohn: Jes 29,13 Weiter spricht JHWH: Weil sich dieses Volk mit seinem Mund mir naht und mich mit seinen Lippen ehrt, während es doch sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist, … Mt 15,9 Vergeblich aber verehren sie mich, weil sie Lehren vortragen, die Menschengebote sind - die nicht in Gottes Wort stehen.

Hinter einer Gottesverehrung, die nicht durch die Heilige Schrift bestätigt wird, steht immer der Gott dieser Weltzeit. Das ist die Verführung zur Ungerechtigkeit, Unwahrheit (2. Thess 2,12) und zum Ungehorsam (Eph 2,2; 5,6). Wir sollten dem Wort Gottes glauben, dass sogar der Gerechte nur mit Not gerettet wird: 1. Petr 4,18 Und wenn der Gerechte [nur] mit Not gerettet wird, wo wird sich der Gottlose und Sünder wiederfinden?

Wie wir erkennen, bezeichnet Gottlosigkeit fehlende Gottesfurcht und Missachtung der göttlichen Gebote19. Es müsste uns mittlerweile klar werden, dass sogar die, die an Christusglauben, nicht vor den endzeitlichen Gefahren gefeit sind.

  1. c) Der „aktuelle“ Zustand dieser Welt (kurz gefasst): Immer wieder erinnern uns heute die Schlagzeilen der Medien an Sodom. Jedoch auch im Laufe der Jahrtausende gab es immer wieder greuliche Handlungsweisen, Gesetzlosigkeit und Missachtung von Gottes Wort. Nun scheinen wir uns dem endzeitlichen Höhepunkt zu nähern. Der Gesetzgeber sieht sich nicht mehr als Hüter der Moral. Gottes Wort erkennt man nicht mehr als höchste Moralinstanz an. Die Ehe soll als Institution abgeschafft werden; mehr als zwei Personen sollen als Eltern anerkannt werden; Liebesbeziehungen zwischen mehr als zwei Partnern sollen erlaubt und die Zweigeschlechtlichkeit überwunden werden. Der deutsche Ethikrat empfiehlt, Sex unter Geschwistern soll nicht mehr unter Strafe gestellt werden. In den meisten europäischen Ländern gibt es auch kein Verbot von Zoophilie20. Der Begriff der Familie wird zum Teil neu definiert: „Familie ist da, wo Menschen in sozial-familiärer Gemeinschaft zusammenleben.“ ...

Es bedarf kaum mehr an Beispielen, um zu erkennen, dass auch außerhalb der zuvor beschriebenen Tendenzen die starken Veränderungen bei Moral, Ethos oder „des sittlichen Verständnisses“nicht mehr aufzuhalten sind. Diese ist besonders in 2. Tim 3,1-9 beschrieben.

Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte trieben Unzucht bis zum Äußersten (Jud 7). Siehe auch Röm 1,26b.+ 27. In Jud 8 wird ergänzt „ ... trotz androhender Strafe beflecken auch diese in gleicher Weise mit ihren Träumereien das Fleisch, verachten die Herrschaft und lästern Mächte – dies gilt auch als Warnung für uns.

In Deutschland wird das Wort Sodomie – sexuelle Handlungen mit Tieren – von Sodom hergeleitet. Dadurch erfährt dieses Wort oder auch die biblische Mahnung eine sehr starke Bedeutungsreduzierung. Betrachten wir daher alle Aussagen in der ganzen Heiligen Schrift, weil wir sonst möglicherweise - und ich betone möglicherweise - die Warnungen nicht beachten.

Nicht umsonst ermahnt Petrus: 2. Petr 1,10 Darum, Brüder, seid umso eifriger bestrebt, eure Berufung und Auserwählung festzumachen; denn wenn ihr diese Dinge tut, (den ganzen Willen Gottes) werdet ihr niemals zu Fall kommen.

  1. d) Einzelne Schriftstellen zu dem Thema Sodom (um dies zu beurteilen).

- - 1. Mo 13,13 Aber die Leute von Sodom waren sehr böse und sündigten schlimm gegen JHWH. Nun geht es hier im Allgemeinen um Sünde. Sünde ist Gesetzlosigkeit (1. Joh 3,4). Jeder von uns weiß, dass wir nicht ohne Sünde sind. Darum werden wir immer wieder darauf hingewiesen, auf alles zu achten, was nicht Gottes Willen entspricht. So sind auch unsere Gedanken und unsere Zunge eine große Gefahr.

- - Jak 3,6 Und die Zunge ist ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit. So nimmt die Zunge ihren Platz ein unter unseren Gliedern; sie befleckt den ganzen Leib und steckt den Umkreis des Lebens in Brand und wird selbst von der Hölle in Brand gesteckt. Jakobus mahnt daher: Jak 1,19 + Jak 3,17- 18 „Wisset (lasst es euch gesagt sein), meine geliebten Brüder: es sei (aber) jeder Mensch schnell (bereit) zum Hören, langsam zum Reden und langsam zum Zorn; … Die Weisheit dagegen, die von oben kommt, ist fürs erste lauter ( rein), sodann friedfertig (friedsam, friedenschaffend), freundlich, nachgiebig, reich an Erbarmen und guten Früchten, frei von Zweifel (Mißtrauen) und ohne Heuchelei. … (Der Same) aber, (der) die Frucht der Gerechtigkeit (hervorbringt), wird in Frieden für die (oder: von denen) gesät, die Frieden stiften (schaffen)“.

- - Sprüche 13,3 + Sprüche 10,19 Wer seinen Mund bewahrt, behütet seine Seele; wer seine Lippen aufreißt, dem wird es zum Untergang. … Bei der Menge der Worte fehlt Übertretung nicht; wer aber seine Lippen zurückhält, ist einsichtsvoll.

Schon an diesen wenigen Beispielen, erkennen wir unsere möglichen Übertretungen von Gottes heiligem Gesetz (Jak 4,11b-12a).

Wir wissen, dass wir nur in Christus gerecht sind. Versäumen wir aber nicht, was in 1. Joh 1,9 steht: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit“. Die Frage sei erlaubt: “Bekennen auch wir alle unsere Sünden“? Das erkennen wir nur, wenn wir alles ehrlich mit Gottes Wort vergleichen, und nicht mit unserer eigenen Meinung.

  • Halten wir uns völlig fern von den Sünden des heutigen Sodom und den Sünden des damaligen Israel? Israel machte sich wie die anderen Völker eigene „Bildnisse“ von Gott, um IHN zu ehren, obwohl Gott schon Mose geboten hatte, dass das schwere Folgen haben würde (5. Mo 29,25).
  • Wir machen uns durch eine Verkündigung, die kein zweischneidiges Schwert ist, „ein anderes Bild“ von Gott dem Allmächtigen. Würden wir doch darauf achten, dass kein „i-Tüpfelchen“ (jota) von Gottes Wort verändert werden darf21. Dieses auch zum Thema: „von Menschen zugefügte Feste und Tage“: wie Advent, Weihnachten, Ostern22, oder den Sonntag. In Daniel 7,24-25 steht, dass der Antichrist23 die Zeiten24 und das Gesetz 25 ändern wird. Dabei kann es sich nur um die Gesetze Gottes (AT) handeln. Wie die Geschichte es beweist, sind schon viele Antichristen (1. Joh 2,18) aufgetreten, und haben die Gesetze Gottes geändert. Der endzeitliche Antichrist wird die von JHWH angeordneten Zeiten und Festzeiten ändern (Dan 7,8; 20-21; 2. Thess 2,4) und gebieten, andere Fest- und Ruhetage zu heiligen. Dies geschah schon z. T. seit dem ersten Jahrhundert26. Gottes Gesetze und Gebote werden aber wieder hergestellt werden (Apg 3,10-21).
  • Aus Festen, die nicht Gott der Vater in der Heilige Schrift autorisiert oder eingesetzt hat und denen ein „christlicher Anstrich“ gegeben wurde, kann der Mensch nichts lernen oder gewinnen, sondern nur verlieren. Beten wir: „Dein Wille geschehe“! Zu Seinem Sohn zu kommen (Mt 11,28), bedeutet aber nicht, dass wir über das „Für und Wider“ von Gottes Willen diskutieren sollen. Gott der Vater sagt nicht: „Meine Worte sind ein Angebot, woraus ihr selber auswählen könnt, was euch passt und eurem Willen entspricht; sucht Euch aus, was euch Freude bereitet und eure Sinne befriedigt; fügt hinzu oder lasst etwas weg“. Gott sprach durch Jesaja zu Seinem Volk Israel: Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht JHWH (Jes 55,8). „O eure Verkehrtheit! Soll denn der Töpfer dem Ton gleichgeachtet werden …? Oder soll das Geschöpf von seinem Schöpfer sagen: »Er versteht es nicht«?“ (Jes 29,16). Über alle, die Gottes Wort nicht hielten, ließ JHWH verkünden: „Siehe, ihr seid gar nichts, und euer Tun ist nichtig; ein Greuel, wer euch erwählt! (Jes 41,24.29; 44,9) Siehe, sie alle sind trügerisch; ihre Werke sind nichtig; ihre gegossenen Bilder sind ein leerer Wahn! ... Alle Götzenmacher sind nichtig, und ihre Lieblinge nützen nichts; ihre eigenen Zeugen sehen nichts und erkennen nichts, sodass sie zuschanden werden.

Zum persischen König Kyrus sprach JHWH: Wehe dem, der mit seinem Schöpfer hadert, eine Scherbe unter irdenen Scherben! Spricht wohl der Ton zu seinem Töpfer: »Was machst du?« Jes 45:9

  • Schon die Schriftgelehrten zur Zeit Jesu fügten Gottes Gesetz mündliche Lehren hinzu (Mt 23). Die Folge war: Mt 23,13 Aber wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Reich der Himmel vor den Menschen zuschließt! Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, die lasst ihr nicht hinein. … Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut (Mt 7,21). Auch stellt sich uns die Frage:„Was haben wir absolut an erste Stelle in unserem Leben gestellt - Gott und das Himmlische (2. Kor 5,1-9) oder die Welt, die mit Sodom und Babylon verglichen wird (Offb 17,5)? Freundschaft mit der Welt ist Feindschaft gegen Gott (Jak 4,4).
  • Denn vom Weinstock Sodoms stammen ihre Reben und von den Fluren Gomorras; ihre Beeren sind Giftbeeren, ihre Trauben sind bitter (5. Mo 32,32). Wenn ich von Gottes Wort abweiche, sind es nicht mehr die Früchte an unserem Weinstock (Joh 15,1-5), dann sind es „giftige“ Beeren. Dann wandle ich auf unfruchtbarem Boden, der wie in Sodom mit Schwefel und Salz verbrannt wurde und keine guten Früchte mehr hervorbringen kann (5. Mo 29,22).

Nun könnten wir doch voller Überzeugung denken bzw. sagen: „Dies geht uns doch nichts an“. Bedenken wir aber, dass dies für Israel und uns als Warnung geschrieben wurde. Die Gemeinde Laodizea, existiert auch heute noch. Nicht umsonst ist sie am Schluss der sieben Gemeinden in der Offenbarung beschrieben.

Für uns alle gibt es also nichts Wichtigeres, als uns zu prüfen, ob wir nicht doch noch wie Laodizea über viele Dinge noch Buße tun müssen – also 180 Grad umkehren, um in allem Gottes Willen zu tun.

Egal, mit welchen Glaubensgeschwistern ich Gemeinschaft habe, muss ich darauf achten, ob wirklich nur Gottes Wille beachtet wird. Sonst muss ich - wie in Offb 18,4 zu lesen ist - die Stimme aus dem Himmel beachten, die auch heute zu uns spricht: „Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt!“ Nochmals: beobachten wir unseren weltlichen Umgang; die Lehren und Taten der Gemeindemitglieder und in unseren Hausversammlungen; unsere laue Einstellung in manchen Dingen; und vergleichen wir alles mit dem zweischneidigen Schwert Gottes.

  • Über Jerusalem - das im geistlichen Sinn Sodom und Ägypten heißt (Offb 11,8) - und Juda steht geschrieben: Jes 3,9 Der Ausdruck ihres Angesichts zeugt gegen sie, und von ihren Sünden sprechen sie offen wie die Sodomiter und verbergen sie nicht. Wehe ihrer Seele, denn sie fügen sich selbst Schaden zu! Sie sind stolz geworden auf dem Weg ihrer Sündhaftigkeit. Darum lasst uns heute nicht stolz oder zufrieden sein über unseren - vielleicht selbstgewählten - Gottesdienst, sondern „hören wir, was der Geist den Gemeinden sagt“! Dies gilt für alle Gemeinden (Offb 2,7.11.17; 29; 3,6.13.22; 13,9) und jedem einzelnen von uns. 2. Tim 2,20 In einem großen Haus gibt es aber nicht nur goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene, und zwar die einen zur Ehre, die anderen aber zur Unehre. Haben wir da die Einstellung von Jeremia27? Jer 23,9 Gebrochen ist mein Herz in meiner Brust, es schlottern alle meine Gebeine; ich bin wie ein Betrunkener, wie ein Mann, den der Wein überwältigt hat, wegen JHWH und wegen seiner heiligen Worte.

Bekleiden wir uns mit Demut, denn „Gott widersteht den Hochmütigen; den Demütigen aber gibt er Gnade“ (1.Petr 5,5), sonst fügen wir uns Schaden zu; auch wenn wir weltliche und religiös-heidnische Dinge mit Gottes Wort vermischen. Dies alles wird „am Ende der Tage“ erkannt und verstanden werden. Jer 23,20 Der Zorn JHWHs wird sich nicht abwenden, bis er die Gedanken seines Herzens vollbracht und ausgeführt hat. Am Ende der Tage werdet ihr es erkennen und verstehen! Da 12,4 Du aber, Daniel, verschließe diese Worte und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden darin forschen, und die Erkenntnis wird zunehmen. 2. Petr 3,3 Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten (oder Begierden) wandeln

  • Hes 16,49-50 Siehe, das war die Sünde deiner (Jerusalems) Schwester Sodom: Hochmut, Speise in Fülle und sorglose Ruhe wurden ihr und ihren Töchtern zuteil; aber dem Armen und Bedürftigen reichten sie nie die Hand, sondern sie waren stolz und verübten Greuel vor mir; deswegen habe ich sie auch hinweggetan, als ich es sah. Haben wir „Sodom“ so in Erinnerung? Sind wir uns sicher, dass wir dies alles beachten?
  • Die Söhne der Töchter Lots, die ihn betrunken gemacht und verführt hatten, hatten Söhne: Moab, der Vater der heutigen Moabiter, und Ben-Ammi; der wurde der Vater der heutigen Ammoniter (1. Mo 19.35-38). Diese Völker lebten im Ostjordanland, dem heutigen Jordanien .
  • Zeph 2,9-10 Darum, so wahr ich lebe, spricht JHWH der Heerscharen, der Gott Israels: Moab soll gewisslich wie Sodom werden und die Ammoniter wie Gomorra, nämlich ein Besitz der Nesseln und eine Salzgrube und eine ewige Wüste. Der Überrest meines Volkes soll sie berauben und der Rest meiner Nation sie beerben. Dies soll ihnen für ihren Hochmut zuteilwerden, dass sie gelästert haben und großgetan gegen das Volk JHWHs der Heerscharen.

Besonders in dieser Endzeit wird gegen Gottes Volk gelästert.

Lästerung gegen Juda oder Israel wird als Hochmut bezeichnet – das sollten wir bei manchmal aufkommendem Unmut über sie im Sinn haben. Beachten wir dabei: Juda ist zur Zeit nicht das ganze Israel. Israel lebt zur Zeit in der Zerstreuung (Jak 1,1; Mt 10,6). Da wir nicht genau wissen, wohin sie zerstreut wurden – manche meinen bis nach Europa, Großbritannien, USA, Kanada, Australien, usw. -, gelten auch für uns diese Mahnungen. Paulus ergänzt: Kol 3,8 Jetzt aber legt auch ihr das alles ab - Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, hässliche Redensarten aus eurem Mund. Lies auch Gal 5,16- 26, 6,1ff.

  • Die Strafe Sodoms - Feuer und Schwefel - wird auch Ungläubige, Untreue28 (die Gottes Wort nicht in allem glauben und tun - Jak 1,22) und Lügner treffen (Offb 21,8). 2Thes 1,7b-8…10, die Gott nicht anerkennen, und denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorsam sind.

Hüten wir uns, diesem Wort etwas dazu zu tun oder es abzumildern!

Offb 22,18-19 … Weissagung dieses Buches …: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht; und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt, und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen.

Für die Gläubigen aller Zeiten gilt: Mt 25,40-46: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan! Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben; ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich nicht beherbergt; ohne Kleidung, und ihr habt mich nicht bekleidet; krank und gefangen, und ihr habt mich nicht besucht! Dann werden auch sie ihm antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder ohne Kleidung oder krank oder gefangen gesehen und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir auch nicht getan! Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.

Lk 3,9 „Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen!“, erinnert auch an die Strafe Sodoms. Ps 11,6-7 Denn JHWH lässt Schlingen regnen über die Gottlosen; Feuer, Schwefel und Glutwind ist das Teil ihres Bechers. Denn JHWH ist gerecht, er liebt Gerechtigkeit; die Aufrichtigen werden sein Angesicht schauen“ .

An den vorigen Beispielen erkennen wir, dass „Sodom“ nicht nur die sexuelle Verirrung anspricht, sondern eine Vielzahl von Übertretungen des Willens Gottes. Doch unser Vater im Himmel ist geduldig und voller Güte!!!

Jes 65,2 Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach einem widerspenstigen Volk, das seinen eigenen Gedanken nachgeht auf einem Weg, der nicht gut ist.

Jer 14,17 Und du sollst dieses Wort zu ihnen sprechen: Meine Augen zerfließen in Tränen Tag und Nacht, ohne Aufhören; denn schwer verwundet ist die Jungfrau, die Tochter meines Volkes, durch einen sehr schmerzlichen Schlag.

Am 4,11 Ich kehrte etliche unter euch um, wie Gott Sodom und Gomorra umgekehrt hat, und ihr wart wie ein aus dem Brand gerettetes Holzscheit. Dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt!, spricht JHWH. Siehe auch Klgl 4,6

Zeichen der Endzeit sind nicht nur Sodom und die Greuel zur Zeit Noahs, sondern auch die Verführung der „Frau, die auf dem Tier“ sitzt … „und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben: Geheimnis, Babylon, die Große, die Mutter der Huren und der Gräuel der Erde.

Wer könnte Babylon, die Große, die Mutter der Huren und der Gräuel der Erde sein? - ein breites und schwieriges Thema. Wir müssen zu der Bewertung nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Geschichte und Zeitzeugen bewerten.

In der Schriftreihe Zeitfragen Nr. 29: Kardinal Josef Höffner, Erzbischof von Köln, 1986 “Unser Sonntag“ steht auf Seite 4: „Gott hat den 7. Tag für heilig erklärt (Gen 2,3). Der Sonntag als Tag der Ruhe ist ein Geschenk des Schöpfers“. Auf Seite 11 steht: „Ignatius von Antiochien29 schreibt: „Wir feiern nicht mehr den Sabbat , sondern leben unter der Beobachtung des Herrentages (des Sonntags), an dem auch unser Leben aufgegangen ist.

Ferner schreibt die kath. Kirche: Wer sich weigert, die ungeschriebene Überlieferung als Gottes Wort zu achten, wird sogar per unfehlbarem Dogma [siehe dazu die Erklärung zu unfehlbaren Artikeln in Neuner-Roos: Der Glaube der Kirche, S. 24] mit Kirchenausschluss bestraft: Wer nicht die ganze kirchliche Überlieferung annimmt, die geschriebene wie die ungeschriebene, der sei ausgeschlossen. [II. Konzil zu Nizäa, in: Der Glaube der Kirche, Nr. 85].

Ignatius von Antiochien war auch der erste, der den Begriff „katholisch“ für die Kirche verwendete30.

Der Begriff „katholisch“31. Der deutsche römisch-katholischer Theologe (*1937 in Oppeln) Reinhard Maria Hübner entscheidet sich (m. E. begründet) für den Märtyrerbericht des Hl. Polykarp (Entstehungszeit ca. 156 – 160 n. Chr., oder spätestens 177 n. Chr.) als ältestes Zeugnis, ferner für einen Brief des Hl. Ignatius von Antiochien („Smyrnäerbrief“), für dessen Autor er allerdings einen anonymen Verfasser der Zeit nach 160 n Chr. annimmt, und einen weiteren Text eines anonymen Verfasser dieses Zeitraums. …

Nach umfangreichen textkritischen und kontextuellen Belegen (Bezüge zu den Pastoralbriefen und gewissen Osterpredigten dieser Zeit) fasst er selber die Forschungen und Begriffsbestimmungen dahingehend zusammen: „Die frühesten Belege für den Begriff „katholische Kirche“ stammen, wie dargelegt, ziemlich sicher sämtlich aus der Provinz Asia und aus der Zeit zwischen circa 160 und 190. Das Wort „katholou“: allumfassende, universale, „katholische“ Rettung ausgedrückt, weil sie Frucht ist des „universalen (katholou) Pascha-Geheimnisses“. Sie (die Rettung) wird zugänglich durch die „unvergängliche Nahrung“ des göttlichen Pascha“, die Eucharistie, die nur in der „einen Kirche“ gewährt wird, und deswegen, weil diese Kirche für das Heil aller bürgt, …

Der römische Kaiser Flavius Valerius Konstantin (275-337) sicherte den damaligen Christen in Rom (dem katholischen, das schon existierte) Religionsfreiheit zu32. Dort begann die Vermischung von Gottes Wort mit den heidnischen Kulten.

Wenn wir diese Aussagen und viele Gemeinden betrachten kann man sagen: „Gottes unabänderliches Wort wird mehr und mehr von Menschenwort verwässert und verdeckt, und zwar von der „Mutter33“, den „Töchtern“, den „Enkeln“, „Urenkeln“, …

Welche Gemeinde gibt aber zu dass sie auch dazu gehört? Welche Gemeinde lehrt demgegenüber: Mt 5,18: „Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist“.

Sie ersetzen Gottes Gesetz und die Gebote durch Menschengebote oder eigene Auslegungen (Mk 7,7-9). Sie lassen zu, dass Gottes Wort zum Schaden aller lau angewendet wird.

Sodom und die Dinge, die Gott dem Vater ein Greuel sind, existieren schon seit Anfang dieser Zeitrechnung. Siehe auch Apostelgeschichte 8,5-24; Mt 10,8 und Galater 1,6.

Gottes Gebote, Gesetze, und Feste JHWHs34 werden zur Zeit des Endes noch mehr verändert (Dan 7,25). Beachten wir daher dringend: Nur etwas aus dem „babylonischen Mantel“ zu nehmen, führt zu Unglück und (ewigen) Tod (Jos 7,19-26).

Zum Abschluss dieses Themas wurde mir in der Nacht eindringlich zweimal hintereinander diese Mahnung in den Sinn gegeben, so dass ich darüber wach wurde: „Wenn ich Gott dem Vater gefallen will, dann ordne ich mich in „Wort und Tat“ Seinem heiligen Wort unter, indem ich es tue, (Jak 1,22).

Wie viel Zeit verbringen wir mit Seminaren, Glaubenstagen, sogenannten Endzeittagen und Gebetskreisen, die uns ein „gutes Gefühl“ geben. Jedoch haben wir oft nach einiger Zeit das meiste wieder vergessen und nicht in die Tat umgesetzt. Wie viel Zeit verbringen wir aber auf den Knien und bitten um Weisung, Erkenntnis, Weisheit und dass Gott nach Seinem Wohlgefallen in uns das Wollen und Vollbringen zu Seiner Ehre bewirkt (Phil 2,13). Wenn wir in unserer „Kammer“ (Mt 6,6) mit Gott im Gebet „ringen“, wie Jakob es körperlich tat, bis er gesegnet wurde (1. Mo 32,27), werden auch wir Kraft bekommen und gesegnet (Ps 29,11; Jer 17,7; Mt 25,34).

In dieser bösen Zeit können wir zu unserem Vater im Himmel - ähnlich wie David - beten: Ps 140,2-9+13-14 Errette mich von dem bösen Menschen; vor dem Gewalttätigen bewahre mich! Denn sie haben Böses im Herzen und schüren täglich Streit. Sie spitzen ihre Zunge wie eine Schlange, Otterngift ist unter ihren Lippen. Bewahre mich, vor den Händen des Gottlosen; behüte mich vor dem Gewalttätigen, der mich zu Fall bringen will! Die Hochmütigen legen mir heimlich Fallstricke und Schlingen; sie haben ein Netz ausgespannt neben dem Weg, sie haben mir Fallen gestellt. … Du bist mein Gott; höre auf die Stimme meines Flehens! Lies bitte Ps 140,8-9;13-14; Spr 13,13; 15,21-22. Wenn wir nicht wie Israel im Unglauben verharren (Röm 9,27), können wir gerettet werden, die Berufung und Auserwählung festmachen (2.Petr.1,10).

Offb 3,21 Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. Die Zeichen der Endzeit sind real und sichtbar, darum bitten wir eindringlich:Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine … Prüfe mich, JHWH, und erprobe mich; läutere meine Nieren und mein Herz!“ (Ps 26,2 + 139,23).

David betete zu JHWH. Wir haben in Christus (Röm 12,5; 1. Kor 1,2) das Vorrecht, zu unserem Vater im Himmel zu beten (Joh 14,14; 15,16).Habt acht, wacht und betet! Denn ihr wisst nicht, wann das Ende der Endzeit da ist! (n. Mk 13,33 + Mt 25,1-13).

Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Herausgerufenen in den Versammlungen und jedem Einzelnen durch Gottes heilige Schrift sagt: Ordnen wir uns in Wort und Tat ganz unserem Vater im Himmel unter“.

Ich gestehe hier schmerzlich, dass ich das nicht immer getan habe und bereue es aufrichtig!

1 MacDonald Kommentar, und siehe für Ungehorsam Mt 7,21-23

2 5. Mo 2,11.20; 3,1.13; Jos. 12,4;13,12; 15,8; 17,15; 18,16; 2. Sam 21,16-22

3 Anhang: Der Name Jesus Christus ist die lateinische Umschrift von griechisch Ιησούς Χριστός, Aussprache und Betonung: Iesús Christós, ɪɛˈsʊs xrɪsˈtɔs, Jesus, der Gesalbte (aus wikipedia.org /wiki / Jesus Christus). Gottes Sohn war Hebräer und Sein Name wird im Hebräischen (Kurz oder Langform, je nach Auslegung) Jahschua oder Jahuschuah, Jahuehschuah (westaramäisch?) „JHWH ist Rettung“, gesprochen (JHWH auch JHUH [W=U]. Er, der den Namen des Vaters (JHWH) in sich trägt (2.Mose 23,21; Joh. 14,9; 1.Kor. 10,4; Kol 2,9). Die traditionelle Deutung des Namens als „Gott ist Rettung / Hilfe /Erlösung“ rechnet mit einer Abstammung des Namens aus der Zusammensetzung von jhw und šuaʿ („um Hilfe rufen“)- aus http://de.wikipedia.org/wiki/Jehoschua: M. Noth. Die Israelitischen Personennamen, Stuttgart, 1928 (zit. in : Hebräisches und aramäisches Lexikon zum Alten Testament (HAL), Eintrag zu וֹשׁוּע ‎); Joshua in: Encyclopedia Biblica (EB). Messias (hebräisch Maschiach „ Gesalbter“. Gott = griech. theos

4 Mt 13,38; Mk 4,11; Lk 17,21; Joh 15,4; Röm 13,14a

5 Der hebräische Name des Gottes Israels (in dieser Übersetzung mit HERR wiedergegeben; wahrscheinlich lautete er »Jahweh«) beruht auf dem hebr. Wort hawa = »sein / existieren«; von daher die Wendung »Ich bin, der ich bin« (vgl. auch das Ich bin in Joh 6,35; 8,58 u.a (Schlachte 2000).

6 Abba, Vater! - „Abba“ stammt aus dem Aramäischen bzw. Hebräischen, und „Vater“ aus dem Griechischen. (Mk 14,36; Röm 8,15)

7 Jes 45,9;

8 MacDonald Kommentar, und siehe für Ungehorsam

9 Beachten wir auch, dass Bibelkommentare und Erklärungen nicht Bestandteil von Gottes Wort sind, auch wenn sie manchmal hilfreich sind . Gottes Wort legt sich selber aus – hier ein wenig, da ein wenig (Jes 28,10.13).

10 Strong H 5315

11 Das Wort „Wesen“ - Elberfelder CSV, Strong H5315. Luther übersetzt „Getier“ und Menge auch „Wesen“.

12 Strong H 7307

13 Strong G 41,51

14 Dieser Charakter ist nötig, um mit Seinem Sohn in Ewigkeit zu regieren (Lk 1,32-33; 1. Tim 1,1; Offb 3,2; 21; 20,6)

15 Wikipedia

16 Joh 1,12; Hebr 12,23; Offb 22,14

17 Dr. Abraham Meister, „Biblisches Namen-Lexikon“, Seite 59+69

18 Dr. Abraham Meister, a.a.O, Seite 52

19 Kommentar Schlachter 2000

20 https://www.focus.de/politik/deutschland/ethikrat-will-inzest-erlauben-geschwister-tiere-prostituierte-welche-sex-gesetze-gibt-es-in-europa_id_4161004.html – Freitag, den 26.09.2014, 06:27. Zoophilie = das sexuelle Hingezogensein zu Tieren (Wikipedia)

  1. 215. Mo 4,2; Spr 30,6; Offb 22,18-19; 2. Petr 1,19-21; 2. Jo 1,9

22 kommt von Ostara; Ischtar; Astarte [Ri 2,23; 1. Sam 7,3-4; Jer 17,2])

23 Der Antichrist - jenes Horn, welches Augen hatte und ein Maul, das große Dinge redete (Dan 7,20)

24 Zeiten - im Buch des Propheten Daniel 2.4 steht in der Fußnote, dass von Kap. 2,4 bis Kap. 7,28 das Buch Daniel in Aramäisch abgefasst worden war. In Strong H2166, Kommentar Elberfelder CSV 2166 steht dort für Zeiten in aramäisch „zeman“. In Dan 11,35; 12,7 steht für „Zeit“ dann das hebr. Wort „mo'ed“. Auch in 1. Mos 1,14 steht für Zeiten „mo'ed“. Dieses Wort wird auch für Festzeiten, Zusammenkunft und Fest gebraucht (Stromg H5140).

25 Aramäisch - „dat“ = Gesetz (Esra 8,36; Est 1,13.15.19 und Befehl (Anordnung), siehe Est 1,8;2,12.; 3,8.

26 Siehe auch Seite 13. http://www.edenlifestyle.net/katholische-zitate-zur-sonntagsheiligung/

27 JHWH gründet“ - Dr. Abraham Meister, a.a.O., Seite 52

28 Strong G571 griech. apistos

29 „Wahrscheinlich zwischen, 110-117 n. Chr. gestorben“ - wikipedia

30 www.heiligenlexikon.de/Biographien/ Ignatius von Antiochien.htm

31 „Väter der Kirche, ekklesiales Denken von den Anfängen bis in die Neuzeit“, hrsg. Von J. Arnold, R. Berndt, R.W. Stammberger, Paderborn 2004.

32 www.wissen.de/lexikon/konstantin-i-roemischer-kaiser

33 Die Päpste aller Jahrhunderte gebrauchten den Ausdruck häufig in ihren Lehrbriefen. Papst Franziskus machte die Kirche als liebevolle Mutter nach dem Vorbild Marias zum Thema seiner Ansprachen bei den Generalaudienzen am 3. und 10. September 2014 – wikipedia „Mutter Kirche“

  1. 343. Mo 23,44
   
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