Trübsal und Verfolgung in der Endzeit

Von Siegfried Albert Pietralla

Von Anfang der Menschheitsgeschichte an hat der Mensch unsägliches Leid über sich gebracht. Es ist eine Leidenszeit von fast sechstausend Jahren. Wenn wir die Geschichte betrachten, können wir leicht erkennen, dass der Mensch nicht in der Lage ist, seine Probleme zu lösen und in Frieden mit sich und seinen Mitmenschen zu leben. Die biblische Offenbarung schaut jedoch auf eine dramatische weltumspannende Änderung durch die Wiederkunft Jesu Christi. Der Unglaube in unserer Zeit offenbart sich durch die Leugnung der Gottessohnschaft Christi und seiner Wiederkunft. Petrus sagt über unsere Zeit: „Und wisset das aufs erste, daß in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft?“ (2. Petrus 3, 3-4). Die Wiederkunft Christi ist eine fundamentale Lehre der Bibel. Jesu Christi Wiederkunft ist die einzige Hoffnung für das Überleben der Menschheit, eine andere Hoffnung gibt es nicht, denn erst die Wiederkunft Christi wird dieser Welt den ersehnten Frieden bringen.

Der Mensch ist trotz seiner globalen Friedensbemühungen nicht in der Lage, eine dauerhafte Lösung für die vielfältigen Probleme der Welt zu finden. Erst die Wiederkunft Jesu Christi als König aller Könige und Herr aller Herren wird den Frieden für Jerusalem und die Welt bringen. Jerusalem wird im Fokus der kommenden Weltereignisse stehen hinsichtlich der sich noch zu erfüllenden Prophezeiungen, wozu die künftige Weltherrschaft des Antichristen zählt. „…der sich widersetzt und sich über alles erhebt … sodass er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt“ (2. Thessalonicher 2, 4, Schlachter-Übers). Dieser Tempel in Jerusalem existiert heute noch nicht, er wird erst noch gebaut werden. In zunehmendem Maß wird Jerusalem als Hauptstadt Israels mit dem Tempelberg in der arabischen Welt eine zentrale Rolle spielen. Jerusalem Post 7. 1. 2017: „Die arabische Welt hat ein großes Interesse an Haram al-Sharif, dem Felsendom auf dem Tempelberg, der eine heilige Stätte der arabischen Welt ist.“

Über den Tempelberg sagt Jesus für die Endzeit Folgendes: „Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht (wer es liest, der achte darauf!), dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist … Denn dann wird eine große Drangsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird. Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden, aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden“ (Matthäus 24, 15. 21-22, Schlachter).

Wir erleben heute eine Zeit der Verirrung in einer multireligiösen Welt, die eine Kirchenpolitik hervorgebracht hat, die sich der Christenheit als eine offene ökumenische Kircheneinheit präsentiert. Sie ist in alle Richtungen offen, auch gegenüber dem Islam, indem man behauptet, dass der Islam und die Christenheit den gleichen „einen Gott“ haben. idea Spektrum Nr.13 vom 27. März 2013: „Die römisch-katholische Kirche tritt unter dem neuen Papst Franziskus demütiger auf – auch gegen andere Kirchen und Religionen. Der Papst grüßte auch die anderen Vertreter der Religionen, ‚vor allem die Muslime, die den einen lebendigen Gott anbeten‘.“

Die ökumenische Verbindung der Religionen kommt voran. In der Christenheit gilt als oberste Maxime die Toleranz, die vor nichts mehr haltmacht, auch nicht vor götzendienerischen Religionen. Die theologische Sicht einiger ist schon so getrübt, dass sie Glaubensinhalte über Bord werfen, die als Grundlage des evangelischen Glaubens galten, wie die Rechtfertigung durch das Opfer Jesu Christi. Siehe: „Sühneopfer Christi und das Weltethos“. Es ist Zeit zu realisieren, in was für einem Zustand diese Welt am Ende vor dem Kommen Christi ist, und so muss man die Dinge beim Namen nennen.

In Offenbarung 18, 4-5 heißt es : „…Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! Denn ihre Sünden reichen bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeit gedacht.“ Siehe auch Vers 1-3. Johannes sagt in seinem Brief: „Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, daß der Antichrist kommt, so sind jetzt viele Antichristen aufgetreten; daran erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist… Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater“ (1. Johannes 2, 18. 22-23).

Die kommende Zeit wird der Menschheit zeigen, dass es keinen Frieden auf Erden geben kann ohne das Eingreifen Gottes in das Weltgeschehen. Die Annäherung der Religionen wird keinen Frieden bringen. Die Heilige Schrift zeigt in aller Klarheit die endzeitlichen Ereignisse, wie Verfolgung der Nachfolgerschaft Christi und große Trübsal für die Menschheit. Es leiden jetzt schon weltweit Christen für ihren Glauben. Siehe: www.weltverfolgungsindex.de

Die Verfolgungen gehen heute großenteils vom Islam aus. Es wird jedoch in der Zeit des Antichristen eine andere weltweite Verfolgung entstehen. idea Spektrum 2017: „Würden Theologen den Koran lesen, wüssten sie um die über 200 Aufrufe zum Töten ‚Ungläubiger‘. Im Neuen Testament steht das Gegenteil. Nicht nur keine Gewalt gegen andere, sondern die steile Forderung: ‚Liebet eure Feinde‘. Es ist deshalb eine der größten Irrlehren der Gegenwart zu behaupten, Muslime und Christen glaubten an denselben Gott.“

Die Bibel offenbart uns in aller Klarheit, was für Trübsale ein Christ durchmachen muss. Dazu gehört auch Verfolgung. Man mag das noch nicht am eigenen Leibe erfahren haben. Wenn wir jedoch die endzeitlichen Prophezeiungen ernst nehmen, dann wissen wir, dass es unweigerlich geschehen wird. Gott wird sich aber in den kommenden Verfolgungen und in der Trübsalszeit um seine Kinder kümmern. Elberfelder Bibel: „ Und ein Buch der 

Erinnerung wurde vor ihm [Gott] geschrieben für die, die den HERN fürchten und seinen Namen achten. Und sie werden mir, spricht der HERR der Heerscharen, zum Eigentum sein an dem Tag, den ich machen werde. Und ich werde sie schonen, wie ein Mann seinen Sohn schont, der ihm dient. Und ihr werdet wieder (den Unterschied) sehen zwischen dem Gerechten und dem Ungerechten, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient (Maleachi 3, 16-18).

Die Hoffnung des Christen ist das verheißene Reich Gottes, so wie es Jesus und seine Jünger predigten. In Anbetracht der kommenden Weltereignisse muss die Frage gestellt werden, was wird und was muss alles noch vor dem Kommen Christi geschehen? Die Wiederkunft Jesu Christi ist die einzige wahre Hoffnung für eine sterbende Welt, für eine von Trübsal geplagte Menschheit. „Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; habt acht, erschreckt nicht; denn dies alles muss geschehen; aber es ist noch nicht das Ende. Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königsreich gegen das andere; und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen Dies alles ist der Anfang der Wehen. Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten; und ihr werdet gehasst sein von allen Heidenvölkern um meines Namens willen“ (Matthäus 24, 6-9, Schlachter).

Vor dem Kommen Christi wird es eine große Trübsalszeit für die ganze Welt geben, wie sie noch nie zuvor gewesen ist und auch nie wieder kommen wird. Sie wird alles, was je geschehen ist, in den Schatten stellen. Gott wird in die Geschicke der Menschheit mit aller Macht eingreifen und Jesus Christus als König der Könige und Herr der Herren senden. Der Mensch würde sich sonst selbst durch seine Kriegshandlungen ausrotten. Die Auserwählten Gottes sind die, die am meisten unter den Verfolgungen der Endzeit, der Trübsalszeit, zu leiden haben, aber ihretwegen wird die Zeit des Leidens verkürzt werden. So sagt Jesus seinen Jüngern: „… es kommt aber die Zeit, daß jeder, der euch tötet, meinen wird, er tue Gott einen Dienst damit. Und solches werden sie euch darum tun, weil sie weder meinen Vater noch mich erkennen“ (Johannes 16, 2-3).

Die Jesus Christus als ihren Erlöser angenommen haben, gehören ihm allein und keiner institutionellen endzeitlichen Kircheneinheit an. Und so wird Gott diejenigen, die im Glauben sind, auch durch die Trübsalszeit hindurchbringen. „Geliebte, lasset euch die Hitze, die euch begegnet zur Versuchung [Prüfung], nicht befremden, als widerführe euch etwas Seltsames; sondern so, wie ihr der Leiden Christi teilhaftig seid, freuet euch, auf daß ihr auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit [bei Christi Wiederkunft] Freude und Wonne haben mögt. Glückselig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens Christi willen, denn der Geist der Herrlichkeit und Gottes ruht auf euch. Bei ihnen ist er verlästert, aber bei euch ist er gepriesen“ (1. Petrus 4, 12-14). Siehe: „Mit Christus gekreuzigt und auferstanden“

In einer globalisierten Welt der Gleichschaltung wird ein antichristliches System entstehen unter einer Führungsperson, dem Antichristen. Dieser wird sich anfänglich der ökumenischen Kircheneinheit bedienen, um seine Ziele zu verwirklichen und die wahren Nachfolger Christi zu verfolgen. Das Leiden durch die Verfolgungen wird sich immer klarer in unserer Zeit offenbaren. je näher wir der offenbarten Wiederkunft Christi kommen. Die weltweite Verfolgung durch das antichristliche System betrifft diejenigen, die Jesus Christus als ihren Erlöser angenommen haben und die nicht bereit sein werden, einer antichristlichen Kirche anzugehören. Gottes Wort ist eindeutig über die endzeitlichen Ereignisse, die Trübsal, Verfolgung und Tod über die Nachfolger Christi bringen werden.

Auch wenn die Prophezeiung über Verfolgung und Trübsal einen Vorläufer in der Geschichte hatte, so ist sie dennoch ein klarer Hinweis auf eine zukünftige Zeit. Die große Trübsal wird am Ende der Zeit vor dem Kommen Christi die ganze Welt betreffen. Es wird die schlimmste Zeit der Verfolgung sein, und so etwas wird sich auch nie mehr wiederholen. „Denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, wie noch keine gewesen ist von Anfang der Welt bis jetzt und wie auch keine mehr kommen wird. Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt“ (Matthäus 24, 21-22). Paulus sagt: „Darum erdulde ich alles um der Auserwählten willen, auf daß auch sie das Heil erlangen in Christus Jesus mit ewiger Herrlichkeit. Das Wort ist gewißlich wahr: Sterben wir mit, so werden wir auch mitleben; dulden wir, so werden wir auch mitherrschen; verleugnen wir, so wird er [Christus] uns auch verleugnen…“ (2. Timotheus 2, 10-13). Siehe: „Christi Wiederkunft und sein Reich“

Jerusalem wird im Fokus des Weltgeschehens eine zentrale Rolle spielen. Erst mit der Wiederkunft Jesu Christi als König der Könige wird es einen dauerhaften Frieden für Jerusalem und die Welt geben. Die biblischen Prophezeiungen offenbaren einen Endpunkt in der Menschheitsgeschichte mit dem Erscheinen des Antichristen. Es wird ein weltumspannendes System der Verführung geben mit einem Einheitsglauben – dem Glauben an den „Antichristen“. Die Menschen werden von dieser Führerpersönlichkeit so überzeugt sein, dass sie meinen werden, Gott zu dienen, indem sie die Nachfolger Christi weltweit verfolgen. „…und ihm wurde Macht gegeben, zweiundvierzig Monate lang zu wirken… Und ihm wurde gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden; und ihm wurde Macht gegeben über alle Stämme und Sprachen und Völkerschaften. Und alle, die auf Erden wohnen, beten es an, deren Namen nicht geschrieben sind im Lebensbuch des Lammes, das geschlachtet ist, von Grundlegung der Welt an“ (Offenbarung 13, 5. 7-8).

Nach der Trübsalszeit und den Verfolgungen wird Jesus Christus mit Macht in das Weltgeschehen eingreifen und Vergeltung üben an dem System des Antichristen. Gott wird seine Diener haben, die der Welt bis zum Ende sein Eingreifen klar verkündigen, die letzten sind die zwei Zeugen in Jerusalem (Offenbarung 11, 3) Dann wird Jesus Christus in seiner Herrlichkeit erscheinen. Paulus sagt den Jüngern, dass sie sich nicht verführen lassen sollten, „als sei der Tag Christi schon da. Lasset euch von niemand verführen, in keinerlei Weise; denn er kommt nicht, es sei denn, daß zuvor der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Sünde, der Sohn des Verderbens, der da ist der Widersacher und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und vorgibt, er sei Gott“ (2. Thessalonicher 2, 2-4).

Wenn wir über eine Trübsalszeit sprechen, dürfen wir nicht außer Acht lassen, dass dies die ganze Welt betreffen wird, denn von Anfang der Zeit hat es so etwas nicht gegeben und, wie Jesus sagte, auch nicht wieder kommen wird. Ja, es wird auch die Juden wieder treffen, und so schildert Jesus, auf welches Ereignis der Endzeit sie – und auch wir als Nachfolger Christi – achten sollten. Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung stehen an der heiligen Stätte [im Tempel], wovon gesagt ist durch den Propheten Daniel – wer das liest, der merke auf! – alsdann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist… (Matthäus 24, 15-16). Kommentar Walvoord: „In der Mitte der sieben Jahre, die Christi zweitem Kommen vorausgehen, wird Israel in große Bedrängnis (Trübsal) geraten. Der Antichrist, der zu dieser Zeit die Welt beherrscht und mit Israel ein Schutzbündnis abgeschlossen hat, wird seinen Vertrag brechen (Daniel 9, 27). Er wird die Juden schweren Verfolgungen aussetzen (Daniel 7, 25) und sich selber im Tempel in Jerusalem einen Altar errichten. Viele Juden werden dabei getötet werden.Ende des Kommentars. Es wird aber nicht allein die Juden betreffen, sondern alle, die nicht das Malzeichen des Tieres, des Antichristen, angenommen haben.

Machen wir uns nichts vor. Die traditionelle „christliche“ Gesellschaftsordnung ist heute durch Sünde und Gottlosigkeit geprägt. Jesus sprach mit seinen Jüngern über die Zeichen seiner Wiederkunft, über die Endzeitereignisse vor seinem Kommen. Jesus, der Sohn Gottes, beschreibt die Entwicklungen, die auf seine Wiederkunft hinweisen: „… Sehet zu, daß euch niemand verführe! Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin Christus! und werden viele verführen“ (Matthäus 24, 4-5). Was wir heute in der ökumenischen Kircheneinheit sehen, ist ein verfälschtes Evangelium, das sich auf eine historisch-kritische Theologie gründet und auf Fragen des Glaubens keine klare Antwort zu geben vermag. Man meint offensichtlich, in unserer Zeit ohne ein Fundament der biblischen Wahrheit auszukommen, denn man leugnet einfach die Gottessohnschaft Jesu Christi. Siehe: „Christenheit in einer Welt der Verführung“

Wenn wir Jesus Christus als unseren Herrn und Erlöser angenommen haben, können wir nicht mehr ein Teil von dieser Welt sein. Gott hat uns aus diesem Weltsystem herausgerufen, dass wir zu Christi Nachfolgern werden und auf seinem Wege gehen, der zum ewigen Leben führt, und man wird die Früchte von Gottes Geist in ihnen erkennen: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Jesus Christus… (2. Korinther 5, 17-18).

Wir sind durch Jesus Christus eine neue Kreatur, mit Gott versöhnt, und haben eine Hoffnung auf die zukünftigen Verheißungen Gottes. Wir sind nicht mehr von dieser Welt. Wären wir von dieser Welt, so würde die Welt uns lieben, aber wenn man erfährt, dass wir nicht Teil dieses Weltsystems sind, sondern Gottes auserwähltes geistliches Volk, wird man uns hassen und verfolgen. Die Nachfolger Christi hatten durch die Jahrhunderte unter Verfolgung zu leiden. Jesus sagt: Wenn euch die Welt haßt, so wisset, daß sie mich vor euch gehaßt hat. Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum haßt euch die Welt (Johannes 15, 18).

Eine Nachfolgerschaft Christi muss sich über die endzeitlichen Entwicklungen im Klaren sein und mit Verfolgung rechnen. Es wird den Christen in der letzten Zeit nicht anders gehen als den ersten Christen, die Trübsal und Verfolgung auf sich nehmen mussten. Die biblische Wahrheit ist, dass ein Nachfolger Christi durch mancherlei Trübsal in das Reich Gottes eingehen muss (Apostelgeschichte 14, 22). Dies musste Paulus oft am eigenen Leib erfahren. Die Christen, an die Paulus in der damaligen Zeit schrieb, litten unter schwerer Verfolgung. Paulus sandte ihnen seine Unterstützung durch andere Diener Gottes zu, die er beauftragte, sie zu ermutigen. „… damit nicht jemand wankend würde in diesen Trübsalen. Denn ihr wißt selbst, daß wir dazu gesetzt [bestimmt] sind. Denn auch als wir bei euch waren, sagten wir´s euch zuvor, daß wir Trübsale haben würden; wie es auch geschehen ist…“ (1. Thessalonicher 3, 3-4).

Was wird mit denen geschehen, die sich dem ökumenischen antichristlichen Geist nicht unterwerfen? Wir lesen gelegentlich über einzelne Fälle, wo Menschen sich zum christlichen Glauben bekennen und unter massiven Druck geraten und dass einige sogar das Leben für ihren Glauben lassen müssen. Jesus sagte über die Verfolgung, die seine Jünger durchmachen mussten: „Gedenket an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten“ (Johannes 15, 20). Die Nachfolger Jesu Christi leben in dieser Welt, sie sind jedoch nicht Teil dieser Welt mit ihren Religionen, Philosophien und fernöstlichen Meditationspraktiken. Sie haben auch keinen Anteil an einer großen ökumenischen Kirchenbewegung, die Kompromisse mit der Welt macht und sich an ihren Werken beteiligt. Petrus warnte vor falschen Lehrern und Verführern, die die Versöhnung durch das Opfer Jesu Christi leugnen: „…wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die verderbliche Irrlehren nebeneinführen werden, und verleugnen den Herrn, der sie [durch sein Blut] erkauft hat, und werden über sich selbst herbeiführen ein schnelles Verderben. Und viele werden nachfolgen ihrem Verderben; um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden“ (2. Petrus 2, 1-2). Siehe: „Sühneopfer Christi und das Weltethos“

Die endzeitliche Hure Babylon die Große, die in der Offenbarung genannt wird, ist jetzt schon klar erkennbar. Die Verfolgungen, von denen in der Schrift die Rede ist, werden aus den ökumenischen multireligiösen Quellen gespeist, aus einer Einheitskirche, die, durch Toleranz und Akzeptanz zu einer Einheit verschmolzen, zu dem prophezeiten politisch-religiösen Tier der Endzeit wird. Man erkennt die biblische Wahrheit als Fundament des Glaubens heute nicht mehr als erforderlich an. Aus Idea Spektrum vom 29. Juni 2016: „Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) lässt aus Anlass des anstehenden Reformationsjubiläums verlauten, dass sie das Alleinstellungsmerkmal des christlichen Glaubens nicht mehr vertreten will.Mit dieser Aussage hat man eine Tür aufgestoßen, die alle Religionen der Welt unter einem antichristlichen System, unter einer Führerschaft vereinen soll.

Die Ökumene offenbart den Abfall vom biblischen Glauben an Jesus, den Sohn Gottes. Gott ist Geist, und um seinen Plan zu verstehen, brauchen wir seine besondere Hilfe, seinen Geist. Es ist jedoch klar ersichtlich, dass in unserer Zeit ein anderer Geist am Wirken ist, der Jesus als Gottes Sohn leugnet. Im Synkretismus der Religionen darf es offensichtlich keine biblische fundamentale Wahrheit mehr geben. Der Abfall von der Wahrheit schreitet unaufhaltsam fort. Es ist klar erkennbar, dass sich in unserer Zeit der prophezeite Abfall vom Glauben vollzieht. „Lasset euch von niemand verführen, in keinerlei Weise; denn er kommt nicht, es sei denn, daß zuvor der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Sünde, der Sohn des Verderbens …“ (2. Thessalonicher 2, 3).

Der Ursprung allen Heidentums liegt in Babylon und ist in allen Mythen, Götzendiensten und Philosophien der heutigen Zeit zu finden. Jesus Christus wird dieses religiöse Götzensystem vernichten zusammen mit dem falschen Propheten und dem Antichristen. Das antichristliche diktatorische System wird die Heiligen, die Nachfolger Christi, verfolgen und töten, wenn sie sich nicht unter das Zeichen des Systems – das Malzeichen des Tieres – stellen, sondern sich weigern, Teil dieses Weltreichs zu werden mit seinem globalisierten Anbetungssystem, dessen Anbetung in den letzten dreieinhalb Jahren einem Menschen gilt – dem Antichristen. Gott wird vor Christi Rückkehr die Zeit verkürzen. Er wird in seiner Allmacht eingreifen und diesem babylonischen System ein Ende bereiten. Ein Engel verkündete: „…Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die große Stadt; denn sie hat mit dem Zornwein ihrer Hurerei getränkt alle Völker“ (Offenbarung 14, 8).

Die Offenbarung der Heiligen Schrift ist eindeutig in der Aussage, dass sich die Menschheit am Ende der Zeit ein Malzeichen des Tieres geben lassen wird. Mit der Technik der heutigen Zeit ist es möglich, dass alles, was man über eine Person wissen muss, in Erfahrung gebracht werden kann. Jede einzelne Person hat seit 2008 eine Nummer, die lebenslang erhalten bleibt. Sie beinhaltet zurzeit nur Personendaten, was jedoch nicht bedeutet, dass nicht auch noch anderweitige Informationen hinzugefügt werden können. Siehe SPIEGEL-ONLINE-Bericht vom 30. 8. 2008 / Funkchips im Arm. Das Implantat hört mit: Seinen Ausweis wird der Mensch schon bald nicht mehr in der Hand tragen, glauben RFID-Chip-Entwickler, sondern unter der Haut. Was vielen wie eine düstere Überwachungsutopie erscheint, hat längst begonnen. Außer Häftlingen lassen sich immer mehr Menschen auch freiwillig „chippen“.

Dass die Menschen sich ein Malzeichen des Antichristen geben lassen werden, ist eine Tatsache, die nicht zu leugnen ist. Christi Nachfolger und Auserwählte, die nach der Gerechtigkeit Gottes streben und seinen Willen suchen, werden sich nicht einnehmen lassen von diesem diktatorischen System, das in der letzten Phase alle verfolgen wird, die sich weigern, sein Zeichen anzunehmen. „Und es macht, daß sie allesamt, die Kleinen und Großen, die Reichen und Armen, die Freien und Knechte, sich ein Malzeichen geben an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tieres; denn es ist die Zahl eines Menschen, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig“ (Offenbarung 13, 16-18).

Es wurden im Laufe der Zeit viele Gläubige wegen ihres Glaubens getötet. Über den Glauben der Nachfolger Christi im Angesicht von Verfolgung lesen wir: „Frauen haben ihre Toten durch Auferstehung wiederbekommen. Andere aber sind gemartert worden und haben die Befreiung nicht angenommen, auf daß sie eine Auferstehung, die besser ist, erlangten. Andere haben Spott und Geißelung erlitten, dazu Bande und Gefängnis; sie wurden gesteinigt, zersägt, versucht, durchs Schwert getötet; sie sind umhergegangen in Schafpelzen und Ziegenfellen, mit Mangel, mit Trübsal, mit Ungemach (derer die Welt nicht wert war), und sind umhergeirrt in den Wüsten, auf den Bergen und in den Höhlen und Löchern der Erde. Und diese alle haben durch den Glauben Zeugnis empfangen und nicht erlangt die Verheißung, weil Gott etwas Besseres für uns zuvor ersehen hat, damit sie nicht ohne uns vollendet würden“ (Hebräer 11, 35-40). In der Offenbarung des Johannes heißt es: … ihnen wurde gegeben einem jeglichen ein weißes Kleid, und es wurde zu ihnen gesagt, daß sie ruhen sollten noch eine kleine Zeit, bis vollzählig dazukämen ihre Mitknechte und Brüder, die auch noch getötet werden sollten gleich wie sie (Offenbarung 6, 11).

Als Nachfolger Christi sollten wir die Hoffnung erkennen, die auf die Wiederkunft und Auferstehung und Christi Reich gründet, genauso wie wir wissen sollten, was die Schrift über die Trübsale eines Christen sagt, wozu auch Verfolgung gehört. Wenn wir die endzeitlichen Prophezeiungen ernst nehmen, dann wissen wir, dass es unweigerlich zu einer Zeit der Trübsal kommen wird. Eine Verfolgung in dieser Welt des Antichristentums ist nichts Außergewöhnliches, denn es ist das Los der Nachfolger Christi, unter Verfolgung zu leiden. Petrus sagt: „Geliebte, lasset euch die Hitze [Feuerprobe], die euch begegnet zur Versuchung, nicht befremden, als widerführe euch etwas Seltsames; sondern so, wie ihr der Leiden Christi teilhaftig seid, freuet euch, auf daß ihr auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben mögt. Glückselig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens Christi willen, denn der Geist der Herrlichkeit, [der Geist] Gottes ruht auf euch. Bei ihnen ist er verlästert, aber bei euch ist er gepriesen“ (1. Petrus 4, 12-14).

Warum muss der Christ leiden? Wie Jesus durch sein Leiden vollendet wurde, so sollen auch die Nachfolger Christi durch Leiden vollendet und verherrlicht werden. Paulus erkannte, dass er durch Leiden vollendet werden sollte, wie es ihm auch der Herr offenbart hatte. Wenn wir Christi Nachfolger sind, sind auch wir von Gott dazu bestimmt, durch Leiden vollendet zu werden, um in sein Reich bei der Wiederkunft Christi einzugehen. Wenn wir aber leiden, so ist auch Gottes Trost da, uns zu helfen, im Glauben fest zu stehen. Paulus sagt: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, daß wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus“ (2. Korinther 1, 2-5). Und so lesen wir weiter: „… [wir] rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch in den Trübsalen, weil wir wissen, daß die Trübsal Geduld bringt; Geduld aber Bewährung; Bewährung aber Hoffnung; Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben ist“ (Römer 5, 3-5). Auch wir sollten, wie Paulus, am Ende unseres Weges sagen können: Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort liegt für mich bereit die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tage geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebhaben (2. Timotheus 4, 7-8).

Wer Jesus Christus als Erlöser angenommen hat und ihm nachfolgt, ist ein wiedergeborener Christ und wird unter den endzeitlichen Verfolgungen zu leiden haben. Menschen haben schon immer leiden müssen, sei es wegen ihrer Hautfarbe, Rasse oder Religion. Besonders die Juden mussten schon im Römischen Reich und auch später in all den Ländern, in denen sie lebten, unter Verfolgung leiden.

Die sich zum Christentum Bekehrenden leiden weltweit unter Verfolgung. Jesus beschreibt die Situation, in der Christen sich vor seinem Kommen befinden werden: Alsdann werden sie euch überantworten in Trübsal und werden euch töten. Und ihr werdet gehaßt werden um meines Namens willen von allen Völkern (Matthäus 24, 9). Wir leben heute in einer Welt, die Gottes offenbarte Wahrheit nicht erkennt und nicht versteht, denn sogar die, die Gottes Wahrheit verkünden sollten, tun es nicht. Es ist erstaunlich, wie leichtfertig die Theologen mit der Bibel umgehen. Johannes sagt: Sie sind von der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt hört sie. Wir sind von Gott. Wer Gott erkennt, der hört uns: wer nicht von Gott ist, der hört uns nicht. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums (1. Johannes 4, 5-6).

Jesus Christus kam in die Welt, um sich für die Sünden der Menschheit als ein einmaliges Opfer hinzugeben. Nach diesem gibt es kein weiteres Opfer mehr, denn Jesus Christus nahm unser aller Sünden ein für alle Mal auf sich. Er vergoss am Kreuz sein Blut für jeden einzelnen Menschen. Er bezahlte den hohen Preis für die Sünde – den Tod. „Denn der Tod ist der Sünde Sold; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn“ (Römer 6, 23). „Lasset euch nicht verführen! Weder Hurer noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Weichlinge noch Knabenschänder noch Diebe noch Habsüchtige noch Trunkenbolde, noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes ererben“ (1. Korinther 6, 9-10). Und so kann Paulus sagen: „Und solche sind etliche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes“ (1. Korinther 6, 11). Es gibt Hoffnung für jeden, der umkehrt, weil Jesus Christus für die Sünden gestorben ist, er hat alles auf sich genommen. Gott ruft den Menschen zur Buße, zur Umkehr von seinen verkehrten Wegen. Siehe: „Mit Christus gekreuzigt und auferstanden“

Wenn wir alles gelesen haben, kann es darauf nur noch eine Antwort geben: Gottes Wort ist die Wahrheit, die uns durch Jesus Christus, unseren Erlöser, freimacht von allen unseren Sünden, denn er hat sich für uns am Kreuz hingegeben und hat sein Blut für jeden einzelnen Menschen zur Versöhnung mit Gott dem Vater vergossen. Gottes Pläne für den Menschen sind so erhaben und nur für den zu verstehen, der, durch den Geist Gottes geleitet, zu einer tiefen Bekehrung zu Jesus Christus, dem Herrn und Sohn Gottes gekommen ist. Jesus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“

Lieber Leser, die Bibel ist das Fundament des Glaubens. Die Worte Gottes sind unverfälscht erhalten worden – jede Abweichung von der Wahrheit sollte abgelehnt werden.

   
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