Die Braut des Lammes (Paul Sonntag, April 2017)

1) Einleitung Die Bibel berichtet schon am Anfang der Schöpfung, von der Ehe zwischen Mann und Frau. 1. Mo 1,27-28a Und Gott1 schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott segnete sie; und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht.

Mann und Frau - sind ein Bild Gottes. Gott nannte SEINE Schöpfung „sehr gut“ (1. Mo 1,31). Dem Menschen - geschaffen in Gottes Bild - wurden Verstand, Erkenntnis, Macht, Intellekt, Weisheit, Denk- und Entschlusskraft verliehen, um eigenständige Entscheidungen zu treffen. Die Menschen sollten sich innerhalb der Ehe “mehren“. Dies lässt den Schluss zu, dass auch Gott sich durch Kinder (Söhne) in Christus mehren will, wie es in Gottes Wort zu lesen ist (Gal 3,26). Gott der Allmächtige – JHWH, will ihr Vater sein.

Der Prophet Jesaja schrieb im Auftrag JHWHs: Jes 64,7 Nun aber bist du, JHWH, unser Vater; wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer; wir alle sind das Werk deiner Hände. Der Mensch ist geschaffen aus Ton (Erde) – hebr. „Cho'MäR“2. Dieses Wort bezeichnet auch „Porosität“ - Hohlraumvolumen, wie Leichtbaustoffe3.Der menschliche Ton muss nachgiebig sein – formbar und fügsam durch Gottes Wort, damit wir zu einem herrlichen Gefäß zu Ehren unseres „Töpfers“ werden. Mann und Frau in der Ehe sollen sich dabei unterstützen und ergänzen.

Über Ehe steht in Wikipedia: „Ehe ist ein althochdeutscher Begriff und steht für Ewigkeit, Recht, Gesetz4. Diese drei Begriffe finden wir auch immer wieder in der Bibel, zum Beispiel Ewigkeit: Prediger 3,11; Recht: Spr 2,8; Gesetz: 1. Mo 26,5.

Die Menschen wurden für die Ewigkeit geschaffen (Pred 3,11). Sie sollten aber auf ihrem irdischen Weg - dem Weg von Gottes Recht und Gesetz - in Gehorsam wandeln, um sich für die Ewigkeit in Gottes Reich freiwillig zu qualifizieren (5. Mo 11,26-28; 2. Petr. 1,10).

Mann und Frau – ein Bild Gottes - sollten diesen Weg gemeinsam bis zum Ziel gehen. Nicht als Einzelwesen, sondern wie Christus es verkündete: „Ich und der Vater sind eins“ (Joh 10,30)5. Und alles Sichtbare und Unsichtbare ist durch und für den Sohn geschaffen (1. Kor 8,6 , Kol ,16). Damit kommen wir auch zu unserem Thema: „Die Braut des Lammes“.

  1. Ist Israel die Braut Christi? Israel wird im Alten Testament als Braut oder Gemahlin JHWHs genannt, aber nie als Braut des Lammes. JHWH benutzte liebevolle Worte für SEIN auserwähltes Volk Israel: Hos 2,21-22 will dich mir verloben auf ewig, ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Erbarmen; ja, ich will dich mir verloben in Treue, und du wirst JHWH erkennen! Hes 16,8 Als ich nun an dir vorüberging und dich sah, siehe, da war deine Zeit da, die Zeit der Liebe. Da breitete ich meine Decke über dich und bedeckte deine Blöße. Ich schwor dir auch und machte einen Bund mit dir, spricht JHWH; und du wurdest mein.
In Jer 3,14 steht auch, dass JHWH ihr Eheherr war. Der Ehe-Vertrag beruhte auf dem Gesetz Gottes, durch Mose gegeben (Joh 1,17). Paulus schrieb auch an die Gemeinde zu Rom: Denn die verheiratete Frau ist durchs Gesetz an ihren Mann gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann stirbt, so ist sie von dem Gesetz des Mannes befreit (Röm 7,2).

Der Ehe-Bund wurde jedoch vom Volk Israel laufend gebrochen. Es gehorchte JHWH nicht und folgte ihren eigenen Ratschlüssen und Werken, daher gab Gott sie dahin6.

In Hebr 8,12-13 steht nun für die Zukunft Israels: denn ich werde gnädig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten, und an ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten werde ich nicht mehr gedenken.« Indem er sagt: »Einen neuen«, hat er den ersten [Bund] für veraltet erklärt; was aber veraltet ist und sich überlebt hat, das wird bald verschwinden.

Röm 11,5 So ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest vorhanden aufgrund der Gnadenwahl.

Den Israeliten unter dem Alten Bund wurde der Geist Gottes - abgesehen von wenigen Menschen - nicht gegeben. Zum Beispiel wurde Bezaleel mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit Geschicklichkeit für jede Arbeit an der Stiftshütte (2. Mo 31,3). Ebenso erging es Josua, denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt (5. Mo 34,9). 70 Ältesten wurde von dem Geist gegeben, der auf Mose war, dass sie mit ihm die Last des Volkes trugen (4. Mo 11,16-17). Im Buch Richter lesen wir von einigen Männern, z. B. Gideon, Simson, David, dass der Geist JHWHs auf oder über sie kam (Ri 6,34; 14,6; 1. Sam 16,13).

Im Neuen Testament wurde der Geist Gottes nicht eher gegeben, bis Jesus nach Seinem Tod, Begräbnis und Seiner Auferstehung verherrlicht worden war(Joh. 7:37-39; 14,16-18; Apg 2,1-4). Danach lesen wir, dass der Heilige Geist - die Christus angehören - versiegelt (Eph 1,13). ER gibt uns Zeugnis, dass wir Gottes Kinder sind ( Röm 8,16), unddass wir der Gottes Tempel sind, und der Geist Gottes in uns wohnt (1. Kor 3,16). Dadurch gehören wir uns nicht mehrselber (1. Kor 6,19).

  1. Kor 12,13 lesen wir dann: Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie, und wir sind alle getränkt worden zu einem Geist. Daran erkennen wir dass die christliche Gemeinde im Neuen Testament - einschließlich der gläubigen Juden der Gnadenwahl (Röm 11,5), vom allgemeinen physischem Volk Israel getrennt betrachtet werden muss. Doch stellt sich die Frage: Was geschieht nun mit den Berufenen unter dem Alten Bund? Hebr 9,15 Darum ist er auch der Mittler eines neuen Bundes, damit — da sein Tod geschehen ist zur Erlösung von den unter dem ersten Bund begangenen Übertretungen - die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen. Erst musste der Tod Jesu eintreten (Hebr 9,16) damit die „Berufenen“ das verheißene ewige Erbe empfangen. Sie wurden genau wie wir, durch den Glauben gerechtfertigt.

3) Betrachten wir im Alten Testament das Beispiel der Vorschattung auf Christus und SEINE Braut. a) Der Vater des Glaubens Abraham (Röm 4,11-12) hatte sich einer Glaubensprüfung zu unterziehen, nämlich als er seinen Sohn der Verheißung, seinen „einzigen" Sohn - als ein Bild von Christus - Gott opfern sollte. Wir kennen die Geschichte - Abraham gehorchte und Isaak hörte die Worte seines Vaters: Gott wird sich ersehen das Lamm. Das ersehene Lamm wurde geopfert: Isaak war bildlich vom Tod auferstanden und seinem Vater zurückgegeben worden (1. Mo 22,1-4). Abraham sollte lernen, dass sein Sohn nicht sein Eigentum ist, sondern der ihm von Gott geschenkte Träger der Verheißung, den er ganz Gott zur Verfügung stellen sollte. Das Kostbarste zu geben, das gebietet Gott auch heute jedem Glied im Leib Seines Sohnes.

  1. b) Die Braut Isaaks – ein Bild für uns! Als die Zeit gekommen war, sollte Isaak - nach Abrahams Willen - eine Braut bekommen, die nach dem Willen JHWHs ausgewählt werden sollte. Der älteste Knecht seines Hauses, der Verwalter aller seiner Güter war, sollte dies durchführen (1. Mo 24,1-11). Der »Knecht« ist ein Vorbild (Typus oder Symbol) für den Heiligen Geist, der vom Vater auf die Erde geschickt wird, um für den „himmlischen Isaak“ - den Herrn Jesus - eine Braut zu gewinnen7.
Als der Knecht Abrahams am Brunnen in Aram-Naharajim8 ankam, sprach er: 1. Mo 24,12–26 O JHWH, du Gott meines Herrn Abraham, lass es mir doch heute gelingen und erweise Gnade an meinem Herrn Abraham! Siehe, ich stehe hier bei dem Wasserbrunnen, und die Töchter der Leute dieser Stadt werden herauskommen, um Wasser zu schöpfen. Wenn nun ein Mädchen kommt, zu der ich spreche: »Neige doch deinen Krug, dass ich trinke!«, und sie spricht: »Trinke! Und auch deine Kamele will ich tränken!« - so möge sie diejenige sein, die du deinem Knecht Isaak bestimmt hast; und daran werde ich erkennen, dass du an meinem Herrn Barmherzigkeit erwiesen hast! Und es geschah, ehe er noch ausgeredet hatte, siehe, da kam Rebekka heraus, die Tochter Bethuels, der ein Sohn der Milka, der Frau Nahors, des Bruders Abrahams war; und sie trug einen Krug auf ihrer Schulter. Sie war aber ein sehr schönes Mädchen, eine Jungfrau, und kein Mann hatte sie erkannt; und sie stieg zum Brunnen hinab und füllte ihren Krug und stieg wieder herauf. Da lief der Knecht ihr entgegen und sprach: Lass mich doch ein wenig Wasser aus deinem Krug trinken! Und sie sprach: Trinke, mein Herr! Und sie ließ den Krug sogleich auf ihre Hand nieder und gab ihm zu trinken. Und als sie ihm zu trinken gegeben hatte, sprach sie: Auch deinen Kamelen will ich schöpfen, bis sie genug getrunken haben! Und sie eilte und leerte den Krug aus in die Tränke und lief nochmals zum Brunnen, um zu schöpfen, und schöpfte für alle seine Kamele. Und der Mann war erstaunt über sie, schwieg aber still, bis er erkannt hatte, ob JHWH seine Reise habe gelingen lassen oder nicht. Und es geschah, als die Kamele alle getrunken hatten, da nahm er einen goldenen Ring, einen halben Schekel schwer, und zwei Armbänder für ihre Hände, zehn Schekel Gold schwer, und sprach: Sage mir doch, wessen Tochter bist du? Haben wir im Haus deines Vaters auch Platz zu übernachten? Sie sprach zu ihm: Ich bin die Tochter Bethuels, des Sohnes der Milka, den sie dem Nahor geboren hat. Und sie sagte weiter zu ihm: Es ist auch viel Stroh und Futter bei uns und Platz genug zum Übernachten! Da neigte sich der Mann und betete an vor JHWH.

Wir wollen diese Begebenheit direkt in Bezug zur Braut Christi bringen: Der Heilige Geist setzt den Willen Gottes, des Vaters, für die Braut SEINES Sohnes um. Die zukünftige Braut Isaaks war ein sehr schönes Mädchen - eine reine Jungfrau. Die spontane Bereitschaft von Rebekka, Mensch und Tier zu dienen, weist auf ihr freundliches, selbstloses Wesen, und auf ihren edlen Charakter hin. Ein Kamel kann in ca. 10-15 Min, etwa 200 Liter Wasser trinken9. Dies sind bei zehn Tieren (1. Mo 24,10) ca. 2000 Liter. 1 Liter Wasser wiegt 1 kg. Bei einem 10 Liter-Tonkrug (ca. 4 kg) wären dies insgesamt 200 Krüge. Jeder der 200 Krüge wog dann ungefähr 14 kg. Diese mussten im Brunnen gefüllt und zur Tränke getragen werden.

Was für ein selbstloser Dienst! Ohne dass die zukünftige Braut erkannte dass sie berufen und als Braut ersehen war, und dass ihr Charakter geprüft wurde, handelte Rebekka so selbstlos im Interesse des Nächsten. Daran erkannte der Knecht, dass sie die Auserwählte war.

Handeln wir als Auserwählte auch so selbstlos und barmherzig am Nächsten? (s. a. Lk 10,29-37)

Danach segnete die Familie Rebekka und sprach zu ihr: „Du bist unsere Schwester, werde zu vieltausendmal Tausenden, und dein Same nehme das Tor seiner Feinde in Besitz!“ (1.Mo 24,60). So wurde der Segen JHWHs an Abraham (1.Mo 22.17) über Rebekka, Isaaks Frau, an ihre Nachkommen, das Volk Israel, weitergegeben. Rebekka ist als Frau Isaaks, ein Bild der Braut des Messias. Wie wir erkennen können, war Rebekka erzogen oder ausgebildet worden, demütig und selbstlos Verantwortung zu übernehmen und auf das Wohl des anderen zu achten. So soll auch die Braut Christi zum Segen für andere werden (2. Kor 9,6 ). Rebekka hatte gelernt, zu dienen und sich nicht nur dienen zu lassen. Da werden wir an die Worte und Tun unseres Herrn Jesus erinnert: Mk 10,45a Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen.

Auch Paulus sagte: Apg 20,35 In allem habe ich euch gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen soll, eingedenk der Worte des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist glückseliger als Nehmen!

All diese Worte von Paulus sollten uns zur freudigen Tat motivieren.

Wie ging es mit Rebekka weiter? Nach der Auserwählung Rebekkas und ihrem selbstlosen Dienst erhielt sie als die zukünftige Braut vom Knecht Abrahams noch silberne und goldene Schmuckstücke und prächtige Kleidung (1. Mo 24,53). Diese Beweise des Reichtums des unsichtbaren Bräutigams, sind die Zeichen Seiner Liebe. Über die Zeichen der Liebe unseres Bräutigams lesen wir in Eph 1,3-4: „In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung, gehört habt - in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung, der das Unterpfand unseres Erbes ist bis zur Erlösung des Eigentums, zum Lob seiner Herrlichkeit“.

Als Rebekka gefragt wurde: „Willst du mit diesem Mann gehen?, antwortete sie: „Ich will gehen! Sie zögerte nicht. So folgt die zukünftige Braut der Einladung des Heiligen Geistes zum Sohn Gottes hin (1. Mo 24,61) und lässt alles, was ihr vorher wichtig war, zurück. Darum sagte der Herr Jesus als Mahnung zu seiner zukünftigen Braut: „Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes! (Lk 9,62).

Die Braut Rebekka folgte prophetisch in allem dem Heiligen Geist (Joh 14,16; Offb 22,17). Die ganze Wüstenzeit hindurch ist Isaak – ein Bild für Christus - nicht in Erscheinung getreten, obwohl er ja auf die Braut wartete. Er kommt vom Brunnen Lachai-Roi – ein Wort von tiefer Bedeutung, denn es heißt übersetzt „der Brunnen des Lebendigen, der sich schauen lässt (o. der mich gesehen hat)“ (1. Mo 16,14). Wie gut ist es, wenn man unterwegs ist, zu wissen, dass man am Ende der Reise Den finden wird, der lebendiges Wasser gibt (Joh 4,10-14) - dem Sein Volk nicht gleichgültig ist. Er sieht und wartet – im Geiste ist ER immer bei uns. Das Wort Gottes sagt: ER lebt für immer, um für die, die durch IHN zu Gott kommen – einzutreten (Hebr 7,25).


4) Die doppelte Brautschaft im AT - ein Bild der irdischen und himmlischen Braut? a) Das Beispiel der beiden Frauen Jakobs - Lea und Rahel Jakob liebte und küsste Rahel (1. Mo 29,11). Rahel aber hatte eine schöne Gestalt und ein schönes Angesicht, und Lea die älteste Tochter Labans hatte matte Augen (1. Mo 29,17). Laban aber betrog Jakob und gab ihm Lea zur ersten Frau (1. Mo 29,22-23). Die Geschichte zeigt, dass Leas erster Sohn Ruben das Erstgeburtsrecht verlor, weil er das Lager seines Vaters entweihte (1. Chr 5,1-2). Leas Sohn Juda erhielt jedoch das Zepter, dass heißt: das Fürstentum (1. Mo 49,10)

Rahels erster Sohn Josef, der viel Leid ertrug, erhielt den Segen des Erstgeburtsrechts, in dem Jakob die Söhne Josefs - Ephraim und Manasse – segnete10. Könnte man so Rahel nicht als ein Bild der Gemeinde der Erstgeborenen ansehen , die im Himmel aufgeschrieben sind? (Hebr 12,23)

  1. Der neue Bund und die Braut a) Von der Wüstenreise bis zur Hochzeit.
Die Zeit der Begegnung – egal wann sie kommt - ist bei der Endlichkeit eines menschlichen Lebens nicht mehr weit entfernt. Wenn dann die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, werden wir wissen, dass auch unsere Reise zu Ende ist. In einem Augenblick werden wir bei IHM sein (1. Thess 4,15-18). Die demütige und sanftmütige (Mt 11,29) Braut – deren „Ich“ gestorben ist - bereitet sich darauf vor. Mt 25,4 Die klugen – also die Gehorsamen Jungfrauen (Apg 5, 32) - aber nahmen Öl in ihren Gefäßen mitsamt ihren Lampen. Die Lampen sprechen von einem äußeren sichtbaren Christentum, und das Öl in den Gefäßen als Bild des Heiligen Geistes, von dem wir uns in allem leiten lassen sollen (Römer 8,14). Dies wird erkannt an der Frucht des Geistes Gottes erkannt werden (Gal 5,22). Da scheint unser Licht nicht nur manchmal. Nein – es geht nicht aus, sondern wird immer sichtbarer und scheint heller.

Schauen wir nochmals auf Rebekkea. Isaak und Rebekka trafen sich. Der Diener stellte sie Isaak vor und gab seinen Bericht. So wie Isaak von Lachai-Roi kam, so wird unser Herr von dem Ort kommen, an dem Er jetzt ist. Er wird in der Luft kommen, um mit den Seinen zusammenzutreffen (1Thes 4,15-18).

Kein Zweifel: Isaak wartete auf Rebekka, und Rebekka erwartete ihn zu treffen. So sollen auch wir auf Gottes Sohn warten – geleitet durch den Heiligen Geist. Wir werden Ihn sehen, wie Er ist. Rebekka hatte vom „Knecht“ geschmückt - sich geistig und körperlich auf die Begegnung vorbereitet. Als Rebekka ihn sah, stieg sie vom Kamel herab, denn ihre Reise war zu Ende. Sie nahm den Schleier oder Überwurf und verhüllte sich (1. Mo 24,62-65). Sie tat dies aus tiefem Respekt vor ihrem zukünftigen Mann. Dann nahm Isaak nahm sie in sein Zelt, und dann wurde Hochzeit gefeiert. Sich wie Rebekka so unterzuordnen, kommt manchen Glied des Leibes Christi heute vielleicht altmodisch vor, bzw. man hält es nicht für erforderlich. Jedoch sollten Männer und Frauen im Leib Christi, von Rebekkas Demut und Gehorsam lernen.

An dieser wunderschönen Eigenschaft sollten wir doch alle noch arbeiten! Denn auch wir sind auf der Reise zu der großen Begegnung mit unserem Bräutigam, der durch den Heiligen Geist alles über uns erfährt, wie der Knecht Isaak alles erzählte, was er ausgerichtet hatte (1. Mo 24,66). Daher lasst uns nie vergessen, was der Apostel Petrus sagte: nämlich dass wir eifrig bestrebt sein sollen, diese Auserwählung festzumachen (2. Petr. 1,10; Phil 3,17-14). Unser Verlangen nach Christus mag oft schwach sein, aber SEIN Verlangen nach SEINER Braut ist groß (Joh Kap. 17). ER sagte: „Wenn ich hingehe .. so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen“ (Joh 14,3).

Ja – nach unserer „Wüstenreise“ folgt diese Begegnung, wo auch wir unseren Bräutigam zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht sehen. Dann folgt die Vereinigung des Hauptes mit SEINEM Leib. „Die Hochzeit des Lammes ist gekommen und seine Frau hat sich bereitet“ (Mt 22,2; Off 19,7) – sie ist heilig und tadellos (Eph 1,3-4). Die Einheit der Braut entspringt aus dem Wesen Gottes – eins wie der Vater und der Sohn (Joh 17,21- 22). Genau so! Absolut eines Geistes (Joh 5,19). Täuschen wir uns aber nicht und meinen, wir wären schon so wie Gott der Vater die Braut Seines Sohnes haben möchte. Das allwissende Auge Gottes ruht auf uns, ob ER auch bei uns nichts findet, das Seiner makellosen Heiligkeit entgegenstehen könnte. Glauben wir das ernsthaft?

Was sagt nun Eph 5,25-27 dazu aus? – dies möge fassen, wer es kann: Jesus Christus gab sich für die geliebte Gemeinde hin – für SEINE Braut „ Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, sodass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei“.

In der Vergangenheit zeigte sich Christi Liebe in unserer Erlösung. In der Gegenwart zeigt sie sich in unserer Heiligung. In der Zukunft wird sie sich in unserer Verherrlichung zeigen. Für Seine Braut hat ER sich hingegeben. Er wird »die Gemeinde sich selbst verherrlicht« darstellen, damit sie »nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei«. Sie wird dann den Höhepunkt der Schönheit und geistlichen Vollkommenheit erreicht haben11. Dann werden wir – die endgültig Auserwählten12 – als Braut mit dem Bräutigam, und unserem Vater im Himmel eins sein, und für alle sichtbar sein (Joh 17,21).

Dann wird offenbar, wer die erste Liebe nicht verlassen hat (Offb 2,4) - Gehorsam wie Christus war – und wer würdig des Evangeliums Christi gewandelt ist (Phil 1,27). ER wird Seine Braut betrachten. In Jes 53,11 steht: Nachdem seine Seele Mühsal erlitten hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben.

Sollte es uns als Braut des Lammes noch an etwas mangeln um eine keusche Jungfrau zu sein (2. Kor 11,2), suchen wir in Gottes Wort danach - wie nach verborgenen Schätzen, wie nach Perlen (nach Mt 13,44 – 45), und werden Täter von Gottes Wort (Jak 1,22-25).

1 Elohim, Plural

2 Die Geschriebene: Teil 1 Begriffserklärungen, DaBhaR- Übersetzung von F.H.Baader, 75328 Schömberg

3 https://de.wikipedia.org/wiki/Porosit%C3%A4t

4 https://de.wikipedia.org/wiki/Ehe

5 Gott ist der Ursprung von allem (1. Kor 8,6) und SEIN Sohn ist von IHM ausgegangen (Joh 16,28)

6Röm 11,1-7

7 CLEVER – CLV Bibelprogramm: MacDonald-Kommentar

8 bed. »Aram der beiden Ströme«, ein Gebiet zwischen den Flüssen Euphrat und Habor, in dem auch ein gleichnamiges Königreich der Aramäer lag Mesopotamien. Größtenteils das heutige Irak / Nordosten von Syriens (Wikipedia).

9 http://alpaka-universum.de/dromedar.xhtml; http://www.planet-wissen.de/natur/wildtiere/kamele/pwieueberlebenskuenstlerinderwueste100.html

10 Hebr 11,21; 1. Chr 5,1-2;1.Mo 48,5; Hes 47,13

11 CLEVER – CLV Bibelprogramm: MacDonald-Kommentar, zu Eph 5,27

12 die wir noch festmachen müssen - 2. Petr 1,10
   
© 2018 Bibel-Hauskreisversammlung, diese Seite wurde von Joomla! Notdienst im September 2013 neugestaltet.