Liebe Gott, und liebe Deinen Nächsten wie dich selbst!

Im Lukasevangelium 10,27 lesen wir. „Liebe den Herrn, Deinen Gott, mit Deinem ganzen

Herzen und mit Deiner ganzen Seele und mit Deinem ganzen Denken und mit Deiner ganzen

Kraft, und liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!

Um diese Gottesliebe in ihrer Ganzheit zu verstehen, sollten wir uns diese in 1Korinther 13,1-8 einmal näher betrachten: „Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, so dass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe austeilte und meinen Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts“!

Die Liebe ist

  • langmütig

  • gütig,

die Liebe

  • beneidet nicht

  • prahlt nicht

  • sie bläht sich nicht auf

  • ist nicht unanständig

  • sie sucht nicht das Ihre

  • sie lässt sich nicht erbittern,

  • sie rechnet das Böse nicht zu

  • sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit

  • sie freut sich aber an der Wahrheit

  • sie erträgt alles

  • sie glaubt alles

  • sie hofft alles

  • sie erduldet alles

  • sie hört niemals auf

Weiter lesen wir in Joh 15,13:

Größere Liebe hat niemand als die, dass einer sein Leben lässt für seine Freunde“.


Und in Joh 17,25-26 lesen wir weiter:

Gerechter Vater … ich habe ihnen deinen Namen verkündet und werde ihn verkünden, damit

die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen“.


Jeder der wähnt in der Nachfolge Christi zu leben, sollte diese Bibelstellen kennen – aber

auch Stück für Stück wirksam werden lassen – denn:

1. Joh 4,20b … denn wer seinen Bruder (so) nicht liebt, den er sieht, wie kann

der Gott lieben, den er nicht sieht?


Wir wollen uns diese - nach Gottes Wort liebende Lebensweise - einmal in der

praktischen Umsetzung einmal betrachten:

  • Gemeinsames Gebet in der Ehe und unter Glaubensgeschwistern

  • Den anderen sprechen lassen, ohne zu unterbrechen, ohne „hättest du doch was gesagt“, ohne Entschuldigungen, ohne Erklärungen, ohne Rechtfertigungen, ….. einfach es so stehen lassen, um daraus zu lernen. Den anderen in seiner Rede zu unterbrechen, könnte ihn verletzen, kränken, betrüben oder entmutigen.

  • Keine späteren Erklärungen, Rechtfertigungen oder Vorwürfe, auch nicht, wenn man meint, das Gesagte stimme so nicht . Bitten wir um Leitung unter der Einheit des heiligen Geistes, damit wir dies in Demut und Sanftmut annehmen und davon lernen (Mt 11,29).

  • Wir sollten langsam zum Reden, schnell zum Hören sein, .. (Jak 1,19).

Ja – leichter gesagt als getan - aber darin liegt Segen.


Unsere Art zu reden muss sich ändern!

Eph 4,29 Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringe.

Kol 4,6 Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt, damit ihr wisst, wie ihr jedem einzelnen antworten sollt.

Gal 6,7 Gott lässt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.

Mt 12,36 Ich sage euch aber, dass die Menschen am Tag des Gerichts Rechenschaft geben müssen von jedem unnützen Wort, das sie geredet haben.

  • Derjenige der spricht, soll nur das sagen, was er wirklich weiß, erlebt und empfunden hat, ohne jedoch den anderen anzuklagen oder zu beleidigen.

  • Das Gesagte soll nur dazu dienen, dass der andere sich in Zukunft so verhalten kann, die früheren Fehler ernsthaft zu vermeiden und alles zur Ehre Gott unseres Vaters wird.

  • Wir sollten zuerst auf die eigenen Fehler und nicht nur auf die Fehler des anderen schauen und uns bemühen die eigenen Fehler vermeiden. Wenn es dann möglich ist sollten wir die Fehler anderer übersehen, und ihnen nicht anrechnen.

  • Bei Unstimmigkeiten oder Meinungsunterschiede nicht auf das Eigene beharren, sondern im gemeinsamen Gebet um Gottes Weisung bitten.

  • Falls der andere doch wieder in Schwächen hineinfällt, dies liebevoll sagen, und der andere soll es als liebevolle Korrektur annehmen

  • Alles Denken und Handeln soll nicht die eigene Meinung und das eigene Wohl, sondern das Wohl des Nächsten als Basis haben. Alles soll getan werden, dass der andere einen lieben kann.

  • Wir sollen nicht fordern, sondern geben (Apg 20,35).

  • Frühere Schuld darf nicht mehr erwähnt werden, denn auch der Prophet Michael bezeugte: Mi 7,19b Ja, du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen“! Er beendete seine Weissagung mit einem Loblied auf Gott und rühmt seine Barmherzigkeit, seine Vergebung, sein Mitleid, seine Treue und seine unerschütterliche Liebe1.

Denken wir immer daran, dass wir alle bis zu unserem Lebensende fehlerhaft handeln werden. Das liebende Handeln unseres Vaters im Himmel an uns, sollte uns zum Vorbild dienen - denn wir sind IHM zum Bilde geschaffen (1Mo 1,27).

Beachten wir auch immer, dass unsere eigene Vergebung doch davon abhängig ist, ob wir auch aus vollem, ungeteilten Herzen, anderen vergeben. Es steht ja in Lk 11,4 a geschrieben:Und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir vergeben jedem, der uns etwas schuldig ist“!

  • Die Liebe zu unserem Ehepartner, unseren Kindern und denen die uns nahe stehen zeigt sich auch dann, wenn wir ihnen Freiraum geben, das eigene Leben nach Gottes Gebote zu entfalten. So wird es ihnen Freude bereiten, sich Gottes Wort unterzuordnen.

  • Wir gehen liebevoll mit ihnen um, denn, wenn sie uns erleben, sollten sie erkennen, dass wir ohne Einschränkung in der Nachfolge unseres Herrn und Heilands Jesus Christus leben (Gal 2,20). Zum Beispiel steht für die Männer in Eph 5,25 geschrieben, dass die ihre Frauen lieben sollen gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat“. Weiter steht geschrieben dass die Frauen, die ihre ganze Hoffnung auf Gott setzen, so leben sollen „wie sich"s gebührt im Herrn!“ (1Petr 3,5; Kol 3,18).

  • Blicke oder Worte die nicht liebevoll sind, lieblose Kritik, Uneinigkeit oder Missachtung eines Dienstes im Weinberg unseres Vaters im Himmel (Mt 201ff), unterdrücken das Wirken des heiligen Geistes.

Dies alles sollten wir im Herzen tragen – wir - die wir einst SEINEN Namen auf unseren Stirn tragen sollen (Offb 22,4, siehe auch 2 Mo 28,36) – „Ich Bin, der Ich Bin“ - JHWH (2 Mo 3,13-16).

Dann dämpfen oder löschen wir das Wirken des Heiligen Geistes nicht (Lk 5,19).

So lieben wir Gott – den wir nicht sehen,

  • mit ganzem Herzen,

  • mit unserer ganzen Seele,

  • mit unserem ganzen Denken und mit unserer ganzen Kraft -

und dann lieben wir auch den Nächsten wie uns selbst!

1 Kommentar zum Neuen Testament, W.MacDonald
   
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