Gottes Gesetz der Liebe

- gründete und trägt die Welt. Sie ist die Grundlage, um Jesus dem Christus1 nachzufolgen. Sich selbst als Christ, als Nachfolger des gesalbten Gottessohnes zu bezeichnen, bedeutet, dass man eine Lebensführung haben sollte, die dem „Bild“ Christi ähnlich ist (1Mo 1,26). Alles andere würde Gott Vater und SEINEM Sohn Unehre bringen. Ein Leben allein nach Gottes Wort (Joh 1,14) – das ist unserem Vater im Himmel lieblich, und unser Leben ist IHM dann ein Lobgesang.

Ich kann immer wieder nur betonen: Wir sollen nur nach Gottes Wort, der Bibel,

leben – nichts davon weglassen, nichts davon - und nichts dazutun – nichts, aber auch gar nichts.

Leider beachteten schon zu Jesu Zeiten die Schriftgelehrten dies nicht. Jesus bezeichnete sie als Heuchler, die das Reich der Himmel vor den Menschen zuschließen. Sie selber würden nicht hineinkommen und die, die hinein wollten, würden sie nicht hineingehen lassen (Mt 23,13ff). Denn Sünde kann im Reich Gottes nicht geduldet werden.

Ja – unser Herr Jesus kam nicht, um ein einziges Strichlein oder einen Buchstaben vom Gesetz und den Geboten aufzulösen, sondern zu erfüllen (nach Mt 5,17-19). In IHM wurde und wird der ganze Wille Gottes erfüllt, und wir wollen IHM nachfolgen.

Wer etwas anderes lehrt – dies gilt auch für die heutigen „Schriftgelehrten“ -, hat fleischliche und egoistische Motive. Diejenigen, die ihre eigene Lehre mit Gottes Wort vermischen, nennt Jesus blinde Blindenleiter! (Mt 15,14).

Merken wir uns dazu: Kein Mensch darf Gottes heilige Worte und die daraus resultierenden Verpflichtungen durch geschicktes Argumentieren oder durch eigene Auslegung verändern.

Die Gottesliebe ist unabdingbar mit absolutem Gehorsam verbunden. Vielen, die sich Christen nennen, ist der Segen wichtiger als Gehorsam. Dies spiegelt sich auch in vielen Gebeten nieder. Wenn wir uns Gott dem Vater in Jesus Christus im Gebet nahen, müssen wir nach Jak 4,8 unsere Hände reinigen, und unser Herz soll ungeteilt sein (1Kön 8,61).

Gott wahrhaftig zu lieben, bedeutet, IHN zu ehren und IHN zum Herrscher unseres Lebens zu machen. Zu beten: „Dein Wille geschehe“, ist sonst Hohn und Spott. Die Hände künden von unseren Taten, während das Herz für unsere Motive und Wünsche steht. Sie müssen in allem mit Gottes heiligem Willen übereinstimmen.

Eine Vermischung – wenn auch nur geringfügig - mit heidnischem Kulturmix und übernommenen Bräuchen weicht von Gottes Geboten ab (Jer 10,2a; 10,3a). Es versperrt – auch wenn man versucht ist, dies weg zu argumentieren - den Weg in das Himmelreich (Mt 23,13ff). Jeder von uns sollte das in der vor uns liegenden Zeit, die in der Bibel auch spätere Zeiten (1Tim 4,1) und Ende der Weltzeiten (1Kor 10,11) genannt wird, besonders beachten.

Wenn ich wirklich Gott von ganzem Herzen liebe, halte ich SEINE Gebote freudig.

Jetzt in dieser stürmischen und von Satan massiv verführten Zeit müssen wir beweisen, dass wir wachsam sind und würdig gefunden werden, als Heilige ohne Befleckung in Gottes ewiges Reich aufgenommen zu werden (Lk 21,36).

Wenn wir ehrlich sind, ist es uns kaum möglich, unvoreingenommen und frei von Gefühlen und Vorurteilen zu prüfen, ob wir wachsam und würdig sind. Wir sollten daher wie David Gott demütig bitten: Ps 139,23 Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine;

Wie kann denn unsere Liebe zu Gott durch uns sichtbar werden?

Am Anfang der Schöpfung war Gott alles wohlgefällig, was Adam und Eva vor dem sogenannten Sündenfall taten. Gott wandelte mit ihnen, bis eine Sünde in ihr Leben kam. Sie kam dadurch, dass Gottes Wort etwas hinzugefügt wurde, was in einem kurzem Moment gut aussah! (2Kor 11,14).

Beachten wir daher sehr sorgsam, dass alles, was Gottes Wort hinzugefügt wird2 – sei es durch Gedanken, Worte oder Taten und mag es noch so fromm und Gott dienlich aussehen - uns vom Reich Gottes trennt. Die Liebe zu Gott dem Allmächtigen ist nur wirksam, wenn wir nicht von dem abweichen, was in der Bibel als der Baum des Lebens bezeichnet wird, der das ewige Leben symbolisiert (1Mo 3,22). Alles andere ist vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, der den Verlust des Lebens (1Mo 2,17) bzw. ewigen Lebens (1Mo 3,22) zur Folge hat.

Ist es aber nicht so, dass der Wandel und das Leben des Gläubigen sich auch heute oft im Widerspruch zum Wort Gottes (Joh 1,1-14), der Bibel, befindet?

Da stellt sich die lebenswichtige Frage: „Woran erkenne ich aber, ob ich wirklich in Christus bin und mit IHM wandle?“ Leben wir SEINE Liebe zu Gott, unserem Vater?

Der Apostel Paulus schrieb dazu:

1. Kor 13,2 Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts.

Hier steht für „Liebe“ griechisch: “agape“3. Das ist die Liebe Gottes, die durch SEINEN geliebten eingeborenen Sohn in die Welt kam (1Joh 4,9).

Sie bezeichnet das innige Vater-Sohn Verhältnis. Jesus der Christus würde nie den Geboten, dem Willen des Vater etwas hinzufügen oder etwas davon weglassen. Können wir dies dann trotzdem tun?

Die meisten von uns kennen den Text im Johannesevangelium (Joh 21,14-19), als Jesus den Jüngern zum dritten Mal nach Seiner Auferstehung erschien. ER fragte den Apostel Petrus zwei Mal: „liebst du mich mehr als diese“ und „liebst du mich?“ Hier steht im Griechischen „agapaö“. Das Wort drückt die besondere Liebe Gottes zu den Menschen und umgekehrt aus. Ebenso auch die Feindesliebe. Dann fragte ER Petrus ein weiteres Mal: „hast du mich lieb“? Hier steht im Griechischen „phileö“. Dies bedeutet ein guter Freund sein – selbstlos lieben. Ein Lieben, welches vor allem auf gemeinsamen Interessen beruht.

Petrus antwortete: „Du weißt, dass ich Dich lieb (phileö) habe“. Petrus wollte für Jesus selbstlos und als guter Freund die gemeinsamen Interessen des Vaters im Himmel leben. Jesu Wille war ihm lieb und teuer. Auch zu agapaö sagte er „ja“.

Da bekam er den Auftrag, die Schafe und Lämmer von Jesu Herde zu weiden und zu hüten.

Diese „phileö“-Liebe haben sicherlich viele Geschwister im Leib Christi. Sie reicht aber nicht aus. Denn da, wo in der Bibel geschrieben steht, einander und Gott zu lieben, steht „agapaö“ - die Liebe zu Gott, die alles unterlässt, was Gott nicht ehrt.

Petrus, der Jesus nach eigener Bekundung mehr liebte als die anderen, sollte ein Leben des Dienstes führen, sollte Menschen in der „Herde“ Gottes mit guter geistlicher Speise versorgen - sie führen, bewachen, beschützen, leiten und Schwache tragen, ein Leben in der Fürsorge für andere.

Der mögliche Einwand, dass wir nicht alle wie Petrus sind, verfälscht unseren Status im Leib Christi. Ein Glied des Leibes dient nämlich dem anderen nach dem Maß der Leistungsfähigkeit und Gabe jedes einzelnen Gliedes (Eph 4,16; 7-8; Jak 1,17).

Wir dienen nicht uns selbst oder dem, was uns wohl gefällt.

Jeder sollte sich also ernsthaft die Frage stellen: „Woran erkenne ich also die Liebe Gottes in mir? Habe ich sie überhaupt ohne Einschränkung in mir?“

Als Glieder des Leibes Christi lieben (agapaö) wir Gott den Vater und den Sohn doch mehr als die anderen - und mehr als uns selbst. Oder?

Vielleicht sind wir jetzt doch etwas nachdenklich geworden oder werden es noch. Denn das Thema „Liebe“ ging vielleicht oft zu glatt an uns vorüber, ohne tiefe Furchen in unser Gewissen zu ziehen.

Unser „Ja“ bedeutet, was Jesus dann Petrus sagte: In Joh 21,18 steht: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst, wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und führen, wohin du nicht willst. Dies aber sagte er, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen werde. Und nachdem er das gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach!

Sind wir nicht alle dem Ruf der Nachfolge gefolgt – oder wollen es noch?

Dann gilt doch, dass unser alter Mensch gestorben ist (Röm 6,6), und die Liebe Gottes in uns bedeutet: wir gehen nicht mehr dahin, wohin wir wollen – wir tun nicht mehr, was wir wollen. Wir lieben unser eigenes Leben nicht (Lk 14,26b). Unser Wille ist ganz dem Willen des Vaters im Himmel „freiwillig“ unterworfen.

Gleichgültig, was wir in den kommenden Zeiten tun: prüfen wir alles – aber auch alles, ob es mit dem Wort Gottes übereinstimmt. Fragen wir uns bei allem: Würde dies der Herr Jesus tun oder der Apostel Petrus nach seinem dreimaligen Liebesbekenntnis?

Achten wir doch unbedingt bei dieser Frage auf die Antwort unseres Herzens und unseres Gewissens. Denn wenn wir IHN bei Seiner Wiederkunft sehen, können wir nichts mehr verbergen, was wir noch durch Eigenwillen getan haben.

Die bedingungslose Nachfolge, so sagt es die Bibel, bedeutet - ob wir es glauben oder nicht - Bedrängnisse und Verfolgung um Seines Namens willen (2Thess 1,4).

Agapaö“ zu leben, bedeutet alles tun, was der Gott der Liebe (1Joh 4,8) von uns verlangt, und alles zu unterlassen, was gegen SEINEN Willen ist.

Doch wie sieht es im sogenannten „christlichen Abendland“ aus, dessen Bürger wir sind? Ist nicht der Begriff „Liebe“ verwässert oder ein Begriff der eigenen Auslegung geworden? Die Welt bezeichnet heute überwiegend die begehrliche und leidenschaftliche geschlechtliche Liebe (Eros) als die Liebe, die vor Gott bestehen kann. Die biblische Liebe ist dagegen demütig und sucht nicht das Ihre (2Kor 13,1-8a). Sie gibt das eigene Leben für den Nächsten hin (1Joh 3,16.23); diese Liebe hört niemals auf (1Kor 13,8a). Der Apostel Paulus schrieb aber dazu:

Eph 5,1 Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, gleichwie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, zu einem lieblichen Geruch für Gott.

Die Liebe kann also nur nach Gottes Wort definiert werden. In Gal 5,22-23 ist sie als Frucht des Heiligen Geistes aufgeführt. Dort steht sie an erster Stelle. Im krassen Gegensatz dazu stehen die Werke des Fleisches (Verse 19-21). Vor diesen warnt uns Gott, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.

Ein Beispiel aus der Physik hilft uns erkennen, ob wir Gottes Heiligen Geist der Liebe in uns wirken lassen. Elektrischen Strom können wir nicht sehen. Ebenso können wir Gottes Heiligen Geist nicht sehen, der Gottes Kraft und Macht ist (Eph 1,17-19). Die Auswirkungen von Gottes Heiligem Geist sind jedoch bei wieder-geborenen Christen ebenso sichtbar (Mt 5,14) wie die Auswirkungen der Elektrizität.

Diese Welt, so kann man sagen, befindet sich im Chaos – der alleinige Grund ist, dass die Menschen nicht in der gehorsamen Liebe Jesu Christi (Joh 5,19) leben.

Jeder, der dies hört oder liest, sollte sich selber demütig im Gebet fragen: Lebe ich diese Liebe Gottes, und ist sie sichtbar? Ist sie uneingeschränkt auf den Anderen und Gott gerichtet?“ Diese Liebe ist der Weg des Gebens, Dienens, Helfens, Teilens und des ungeschmälerten Gehorsams gegenüber Gottes Wort. In 1. Joh 4,20 steht: Wenn jemand sagt: »Ich liebe Gott«, und hasst doch seinen Bruder, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht?

Da gibt es keine Ausnahme! Gottes Gesetz der Liebe lässt keine eigene Auslegung zu - was gut ist, lehrt uns nur Gottes Wort. Joh 14,21 Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Tun wir also von Gottes Wort nichts davon und fügen ihm nichts dazu!

1 Nach einigen Auslegern in Hebräisch: „Jahuschuah ha Machiach“ (Gesalbter) - in Kurzform „Jaschuah“ (JHWH rettet), bzw. in Israel „Jeschua“
2 Schriftstellenzusammenfassung: 2Thes 1,7b-8; Offb 22,18 -19; 5Mo 4,2; Spr 30,6; Mt 5,18; Joh 10,35b; 2Petr 1,19- 21; 2Petr 2,1-2; Gal 1,6-8; 2Tim 3,16; Jes 55,11; 2Jo 1,9
3 Elberfelder Studienbibel mit sprachlichem Schlüssel
   
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