Der Schlüssel Davids1

1) Einleitung Wir lesen in der Bibel in Offenbarung 3,7 von einem Schlüssel der den Zugang zum Reich Gottes

auf- oder zuschließen kann: Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Das sagt der

Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, so dass niemand zuschließt,

und zuschließt, so dass niemand öffnet. (Jes 22,22)


Ohne auf die grundlegenden oder fundamentalen Themen dazu näher einzugehen, ist dort nicht

direkt von der Wiedergeburt (Joh 3,1ff), ob wir unsere anvertrauten Talente, die wir als

Auserwählte erhalten haben, vermehren (Mt 25,14-30), oder ob wir Frucht bringen (Mt 7,19-20; Joh

15,1-8) die Rede. Dennoch sind diese Aussagen zu beachten, denn sonst droht die äußerste

Finsternis und das Feuer.


Bevor wir nun zu der Betrachtung kommen wer den Schlüssel zum Reich Gottes – zu Gottes Herzen hat - und was das für ein Schlüssel ist, wollen wir uns zuerst einmal einen Vergleich aus der heutigen modernen Schließtechnik anschauen: Jeder Hersteller von Schlüssel hat sein eigenes System2. Es gibt eine Vielfalt von Schlüsselsysteme wie z. B. Bartschlüssel, Zylinderschlüssel; Bohrmuldenschlüssel und elektronische Schlüssel.

Die Vielfalt der Schlüsselsysteme sind leider meist erforderlich, weil immer mehr versucht wird, diese zu kopieren um unberechtigt eine Tür zu öffnen, und dann in einen gesicherten Raum zu kommen.


Alle die zahlreichen Konfessionen, Kirchen, und Gemeinschaften mit ihren eigenen unterschiedlichen Satzungen, Traditionen, Feiertage und Lehren meinen den Schlüssel zur Tür des Reiches Gottes, und dadurch zum gesicherten ewigen Leben bei Gott, zu haben.

Da gibt es dann nachgemachte Schlüssel die etwas bearbeitet und verändert wurden, damit man meint, dass dies der einzige wahre Schlüssel zum Reich Gottes ist.

In der Bibel ist aber nicht die Rede von:

  • eigenen Werken, Traditionen, Riten, Doktrinen und Feiertage, die von Menschen festgelegt, und mit Gottes Wort vermischt werden dürfen,

  • einem sozialen Evangelium - im Sinne von irdischem sozialpolitischem Wirken für „Gerechtigkeit“ und „Frieden“. Dies erweckt zwar den Eindruck, als sei das schon von dem Herrn und den Aposteln so gelehrt worden – was nicht stimmt (Mt 10,34; Joh 9,39; Joh 12,46). Soziales Handeln ist wichtig – aber ein soziales Evangelium führt in Wirklichkeit nicht ins Reich Gottes (Joh 3,1-6; Mt 7,12-14; 21-23). Das Evangelium ist die gute Nachricht vom Reich Gottes (Lk 4,43; 9,2; Apg 1,3, u. a.) - von der ewigen Errettung aus Sünde und Gericht, durch das Opfer unseres Herrn und Heilands Jesus3 den Christus. Darüber hinaus können wir uns aber nicht beruhigt zurücklehnen, denn die Bibel gebietet „gute Werke“ zu tun - die aus Glauben kommen (Jak 2,17). Dies sind z. B. materielle Hilfe für Arme, Witwen und Waisen betreuen, Anteilnahme an Notleidenden und Kranken4.

2) Wer hat nun den Schlüssel zu Reich Gottes – dem Reich der Himmel (Mt 7,21)?

Der Schlüssel Davids hat mit dem Zugang zum Reich Gottes zu tun, denn der den Schlüssel besitzt, ist unser auferstandene Erlöser und Heiland Jesus der Christus – der Heilige und der Wahrhaftige. ER hat die Schlüssel des Totenreiches und des Todes (Offb 1,18). ER schließt auf und zu5. ER hat alleine die Vollmacht (Offb 3,7) - kein Mensch und keine religiöse Gemeinschaft hat dies. Satzungen, Traditionen, Feiertage und Lehren von Menschen verschließen das Himmelreich6

Wer den Schlüssel zum Reich Gottes hat - und die Tür worauf er passt - ist ein und Derselbe.

In Joh 10,7 lesen wir: „Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür für die Schafe“.

Gottes gesalbter Sohn – der Himmel und Erde erschaffen hat (Joh Kap 1,1-14; 1Kor 8,6), ist die Tür und ER hat den Schlüssel - ER hat den Schlüssel Davids.

Bevor wir uns diesen Schlüssel betrachten, sollten wir uns auch den Schlüssel betrachten, den der Apostel Petrus von Jesus erhielt.

Der Apostel Petrus erhielt zwar auch den „Schlüssel“ zum Reich der Himmel, wie wir in Mt 16,19 lesen können. Da aber Gottes Sohn die Tür ist und ER den Schlüssel zum Reich Gottes hat, gehe ich nach meinen Erkenntnissen aus der Bibel davon aus, dass es sich um den gleichen Schlüssel handelt. Auch sollten wir bedenken dass „dieser“ Schlüssel in der Offenbarung, als der Schlüssel Davids bezeichnet wird, und Petrus ihn viel später erhielt.

Das Petrus den Schlüssel erhielt wird oft dadurch missbraucht dass ein Mensch, eine Kirche oder Religionsgemeinschaft die Vollmacht hat, die Tür zum Reich Gottes zu öffnen und zu verschließen.

Petrus hatte den „Schlüssel“ von dem, der die Tür ist, erhalten, und an jenem ersten Pfingsttag predigte und verkündigte er, den wahren Weg und einzigen Weg, der jemals gegeben wurde (Apg 2).

Er hatte ja den „Schlüssel“ zum Reich Gottes erhalten. Das heißt: Petrus verkündete (er bestimmte nicht – siehe auch Joh 5, 22; Offb. 16,5.7)

  • wie man durch die Tür zum Reich gelangen kann.

  • Dass die Menschen Buße tun und sich dann als Zeugnis (1Petr 3,12) taufen lassen sollten, damit sie „die Gabe“ des Heiligen Geistes empfangen“ würden (Apg 2).

Nur durch das Wort Gottes, das Mensch wurde (Joh 1,1-14) – und durch keine andere Tür (Joh

10,1ff) – auch wenn sie noch so fromm und religiös „angestrichen ist“, kommt man ins Reich

Gottes.

Über Jesus den Christus steht geschrieben dass ER:

  • eins mit dem Vater der Herrlichkeit ist (Joh 17,11), der uns Weisheit und Offenbarung gibt in der Erkenntnis seiner selbst (Eph 1,17)

  • der treue und wahrhaftige Zeuge ist (Offb 3,14; 19,11)

  • die Weisheit und Offenbarung Gottes ist
  • das alleinige Haupt der Gemeinde – Seines Leibes (Kol 1,18). Dieser Leib kann nicht geteilt sein – dies wäre Verstümmlung oder sogar der Tod.

  • den Namen des Vater im Himmel – den Namen des Ewigen, also SEIN ganzes Wesen offenbart (Joh 17,6 ).

  • nur tut, was Er den Vater im Himmel tun sieht (Joh 5,19).

  • derselbe gestern und heute, und auch in Ewigkeit ist (Hebr 13,8)!

  • öffnet, wenn wir anklopfen (Mt 7,7)

Warum klopft man denn an eine Tür? Doch klugerweise nur, wenn man weiß was einen dahinter erwartet. Woher erfährt man was hinter der Tür ist? Doch nur von dem, der weiß was im Reich Gottes ist – was der Wille des Vaters im Himmel ist.

Im Willen des Vaters gibt es keine Unterschiede - oder eine Einheit in Vielfalt der Lehren.

Der Schlüssel Davids muss also mit dem vollkommenen Willen Gott des Vaters zu tun haben – mit Seinem Wesen (Joh 5,19.30). Dieses Wort ging an die Gemeinde oder Versammlung in Philadelphia, und heute an uns. Jesus sagt über sich selbst dass ER allein darüber bestimmt, wer Zutritt in sein künftiges Reich (2 Sam 7, 16; 1Kön 2,45; Jes 9,6) bekommt. Darum lasst uns in Demut und Belehrbarkeit den Schlüssel Davids einmal betrachten. Möge unser Herr Gnade dazu schenken.

3) Begeben wir uns jetzt einmal an den uns bekannten Anfang des Auftretens Davids im Wort Gottes. Es ist empfehlenswert, jedem Wort über David zu Hause noch öfters nachzuspüren (in 1.+2. Samuel; 1.+2. Könige; 1.+ 2. Chronik.; in den Psalmen; Hesekiel; Hosea; Amos, Sacharja; in den Evangelien; Apostelgeschichte; Römer und Hebräer), um nichts davon zu versäumen oder zu verlieren, weil doch hier Wegweiser zu finden sind, wo die Tür zum Herzen Gottes aufgeht – und zwar – geöffnet von dem, der den Schlüssel hat. a) Davids in 1Sam 16,1-13 Und JHWH sprach zu Samuel: Bis wann trägst du noch Leid um Saul, da ich ihn doch verworfen habe, dass er nicht mehr König sein soll über Israel? Fülle dein Horn mit Öl und geh hin, ich will dich zu Isai, dem Bethlehemiter, senden : denn unter seinen Söhnen habe ich mir einen König ausersehen! Samuel aber sprach: Wie soll ich hingehen? Wenn Saul es erfährt, so wird er mich töten! Und der Herr sprach: Nimm eine junge Kuh mit dir und sprich: Ich bin gekommen, um JHWH zu opfern ! Und du sollst Isai zum Schlachtopfer einladen : ich aber will dir zeigen, was du tun sollst, sodass du mir den salbst, den ich dir nennen werde ! Und Samuel machte es so, wie es ihm JHWH gesagt hatte, und begab sich nach Bethlehem. Da kamen die Ältesten der Stadt ihm zitternd entgegen und sprachen: Bedeutet dein Kommen Frieden? Er sprach: Ja, Frieden ! Ich bin gekommen, um dem JHWH zu opfern. Heiligt euch und kommt mit mir zum Schlachtopfer! Und er heiligte Isai und seine Söhne und lud sie zum Schlachtopfer ein. Und es geschah, als sie hereinkamen, da sah er Eliab an und dachte: Gewiss ist [hier] vor JHWH sein Gesalbter ! Aber JHWH sprach zu Samuel: Schaue nicht auf sein Aussehen, noch auf seinen hohen Wuchs, denn ich habe ihn verworfen! Denn [JHWH] sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht : denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, JHWH aber sieht das Herz an! Da rief Isai den Abinadab und ließ ihn vor Samuel vorübergehen. Und er sprach: Diesen hat JHWH auch nicht erwählt! Da ließ Isai den Schamma vorübergehen. Er aber sprach: Diesen hat JHWH auch nicht erwählt! So ließ Isai sieben seiner Söhne vor Samuel vorübergehen. Aber Samuel sprach zu Isai: JHWH hat diese nicht erwählt! Und Samuel fragte den Isai: Sind das alle jungen Männer? Er aber sprach: Der Jüngste ist noch übrig, und siehe, er hütet die Schafe! Da sprach Samuel zu Isai: Sende hin und lass ihn holen, denn wir werden uns nicht zu Tisch setzen, bis er hierher gekommen ist! Da sandte er hin und ließ ihn holen. Und er war rötlich, mit schönen Augen und von gutem Aussehen7. Und JHWH sprach: Auf, salbe ihn, denn dieser ist es‘ s ! Da nahm Samuel das Ölhorn und salbte ihn mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des Herrn kam über David, von diesem Tag an und weiterhin. Samuel aber machte sich auf und ging nach Rama. David – das sei besonders beachtet – war nicht anwesend als Samuel einen seiner Brüder salben sollte. Er war draußen – bei den Tieren8 David kommt in die menschliche Gesellschaft - er ist nicht von der menschlichen Gesellschaft - sie verleugnet ihn auch solange es geht. David ist nicht gesellschaftsgeübt, nicht gesellschaftkonform. Wie auch für uns geschrieben könnte man sagen: „er war nicht von dieser Welt“. Dies ist also nichts Neues, nichts Außergewöhnliches vor Gott - ist viel mehr die Norm - siehe unter anderem auch den Prophet Elia und Jeremia, sowie Johannes der Täufer. Dieses abgesondert sein – nicht unter der Gesellschaftordnung - dem Zeitgeist zu sein - war für David eine wunderbare Vorbereitung auf das, was JHWH für ihn geplant hatte (Eph 2,10). Das sehen wir am Besten an unserem Herrn Jesus Christus. Er stand nicht unter der Gesellschaftsordnung, und wusste sich ganz allein dem Vater verpflichtet.

Ähnlich sehen wir das auch an David, wie im Wort Gottes beschrieben ist. Hierin liegt auch der primäre Grund, warum er ein Mann nach Gottes Herzen war – des guten und herrlichen Gottes, der das Herz ansieht. So hat Gott es ja selbst bezeugt bei der Erwählung und Salbung Davids. Wie sieht es denn da bei uns aus? Von wo muss(te) Gott uns denn weg holen, um „Heilig dem Herrn“ – abgesondert für IHN zu sein? Zu dem Propheten Jeremia sagte Gott: Wenn du umkehrst, so will ich dich wieder vor mein Angesicht treten lassen; und wenn du das Edle vom Unedlen scheidest, sollst du sein wie mein Mund. Jene (die Unedlen) sollen sich zu dir wenden, du aber sollst dich nicht zu ihnen wenden! (Jer 15,19). Bevor wir nun zum tieferem Verständnis des Schlüssel Davids kommen, stellt sich der eine oder andere berechtigterweise die Frage, warum wird in dem Schreiben an die Gemeinde zu Philadelphia vom Schlüssel Davids geschrieben? War David nicht ein Sünder und hatte viel „Blut“ an den Händen? b) Können also Sünder und Versager ein wichtiges Amt in Gottes Plan erhalten und trotzdem von IHM geliebt, und als Beispiel besonders hervor gehoben werden? Nun - im Alten Testament finden wir viele die recht gewandelt sind vor Gott: Henoch zum Beispiel, Abraham, Noah, Mose, Joseph, Elia – um nur einige Namen zu nennen …

Daniel – einer der reinsten Charaktere des alten Testaments … »Daniel, du von Gott Geliebter …« so steht es in Dan 10,11 …

Sie alle haben Zeit und Wandel gehabt vor Gott und haben beides recht genützt – und von vielen sind uns aber auch Sünden überliefert.

Denn auch Zweifel ist Sünde wie bei Elia, oder die Herrschsucht oder der Unglaube, bei vielen Gesegneten im Alten Testament.

Aber wir lesen nirgends bei ihnen von einem Schlüssel wie in Offb 3,7, und an eben dieser Stelle taucht der Name „des Geliebten“ Davids im Neuen Testament auf.

Wir können es wagen weiter über das Thema zu sprechen oder nachzusinnen, weil wir vom geliebten Sohn Gottes, als dem wahren „David“, wissen.


c) Kommen wir zurück zu David Wenn wir alles über ihn lesen was geschrieben steht, können wir erfahren dass er nicht die üblichen menschlichen Argumente im Herzen und auf der Zunge hatte. David -
  • saß nicht wo die Spötter sitzen - ist nicht gewandelt im Rat der Gottlosen (Ps 1,1)
  • suchte Gott in der Frühe, denn seine Seele dürstete nach Gott (Ps 63,2)
  • mit jauchzenden Lippen lobte er Gott (Ps 63.6)
  • sehnte sich danach Gottes Herrlichkeit zu sehen (Psal 63,3)
  • lag es am Herzen, uns den Weg zu der wahren Glückseligkeit zu lehren und vor dem sicheren Untergang der Sünder zu warnen (Ps 1)
  • Zeigt tiefe Demut und Abscheu vor der Sünde – ein untrügliches Kennzeichen eines zerbrochenen Geistes, der sich gläubig zu Gott wendet (Ps 6)

David bat um
  • die Belehrung JHWHs9 – um Seine Anweisung bis zum Ende Seines Weges (Ps 119,33)

  • Hilfe Sein Gesetz bewahren und von Herzen zu befolgen zu können (Ps 119,34)

  • Hilfe dass er auf dem Pfad Seiner Gebote wandeln konnte, an denen er Lust hatte (Ps 119,35)

  • Hilfe, dass er sein Herz zu den Zeugnissen JHWHs, und nicht zur Habgier neige (Ps 119,36)

  • die richtige Sichtweise nicht nach Nichtigem zu schauen; um mit Freude und Kraft die Wege JHWHs gehen zu können (Ps 119,37)

  • Erfüllung JHWHs Wort an ihn – das es durch ihn lebte, weil er IHN fürchtete (Ps 119,38)

  • Abwendung von Schmach10, die er fürchte; denn JHWHs Bestimmungen sind gut! (Ps 119,39)

  • weitere Anweisungen, nach denen er sich sehnte - damit er ein Leben in Gerechtigkeit führen könne (Ps 119,40)

Wer die Psalmen kennt und liebt, weiß, was alles damit gemeint ist.

Er hatte ein wahrhaft herrliches Verhältnis zu seinem geliebten Gott - und genau das macht den gewaltigen Unterschied.

Und natürlich lässt ihn die Welt und die Familie links liegen, vergisst ihn glatt. Erwähnt ihn gar nicht – er war bei den Tieren, vor dem Lager11.

Wenn wir diesen Text hören oder lesen können wir uns prüfen, ob wir der Beschreibung Davids „dem Schlüssel“ nahe kommen:
  • diesem Gott liebenden Ausdruck der Freude in den Situationen seines Lebens
  • dieses ungespielte Vertrauen in Gott, um in der von Gott verliehenen Ruhe und Freude zu wandeln
  • Betrachten wir ihn, wie er vor der Bundeslade her tanzte – mit Jubelgeschrei und mit dem Schall des Schofahorns, sodass ihn dafür Michal, Tochter Sauls verachtete (2Sam 6,14-16).
Sind wir bereit so öffentlich oder im Hause, die Freude in Christus kundzutun und die Verachtung auszuhalten. Die Bedrängnis, die oft über unsere Kraft geht so dass wir wie Paulus, auch am Leben manchmal verzagen und meinen, wir müssten sterben (2Kor 1,8-9a). So schaut es aus, da draußen! Dies ist keine Nachfolge im geschlossen und bewahrtem Raum! Es ist der Dienst für den Allerhöchsten – rund um die Uhr - als die Getöteten (1Kor 15,31b) und doch zu leben. Verkannt und verleugnet, – von Gott aber geliebt und in seiner Liebe geblieben. Paulus nennt auch den Grund, er wusste, warum er und die anderen draußen postiert waren: Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten (2Kor 1,9b-10). Paulus und auch David gehörten keinem gläubigen Fitness und Wellnessbereich an. Davids DraußenSein vor dem Lager diente den geistlichen Zwecken JHWHs und damit SEINER Ehre. Sein DraußenSein diente auch den Menschen – und dies noch bis heute. Aber werden wir denn das Ziel in dieser verführten Welt (Offb 12,9) erreichen? Wir haben draußen zu sein - vor dem Lager - die Schmach Christi haben wir zu tragen. Der Leib Christi ist kein Eigenzweck. Jeder, der Christus nachfolgt, muss im wahrsten Sinne immer „draußen“ sein – nicht da wo es bequem ist und Unterhaltung gibt. Wir schlagen die Zeit nicht tot, sondern nutzen sie, um noch etliche vom breiten Weg des Verderbens zu holen (Mt 7,13). Dort wo das nicht geschieht, ist nichts als Religion - da ist kein Leben in Christus. Die „nette“ Gemeinschaft, die „lieben und freundlichen“ Leute, die findest du ja auch in jedem Verein. In Ps 16,3 steht geschrieben: Die Heiligen [die Abgesonderten], die auf Erden sind, sie sind die Edlen, an denen ich all mein Wohlgefallen habe. Wir sehen das an David, als Goliath erscheint vor der Gemeinschaft des Volkes, vor denen, die als Kämpfer Gottes im Sold stehen. Alle weichen sie zurück. Alle – bis auf einen; der tritt hinzu – um im Namen JHWHs für SEIN Volk zu kämpfen (1Sam 17,45). Den Kampf um Gottes Ehre – IHN zu verherrlichen, bedeutet dies vor Zeugen zu tun – wie David es tat, und Paulus dies Timotheus mit auf seinen Glaubensweg gab (1Tim 6,12). Dieser Glaubensweg wird immer in der Praxis offenbar - alles andere ist nichts wert.


Ein Einziger, nur ein Einziger war im ganzen Volk ist der festen Meinung, dass er mit Gottes Hilfe dieses „Riesenproblem“ besiegen kann. Auch heute gilt das Wort wie in Lk 10,2 steht „der Arbeiter sind wenige“ - wir sollen darum beten. Aber der Schlüssel Davids sagt mir – selber Arbeiter im Weinberg zu sein, um den Lohn zu empfangen (Mt 20,1-16; Kol 3,24; Lk 6,23a). Das ist der Mann, von dem hier die Rede ist, dieser Junge, der draußen gelernt hat, was die Hilfe Gottes bedeutet und dass Menschenhilfe nichts nütze ist - der sich nicht mit Fleisch und Blut besprochen hat. Nicht nur dies - David hatte da draußen gelernt, in allem auf Gott zu vertrauen – einerseits im Kampf mit wilden Tieren (Löwen und Bären – 1 Sam 17,36), andererseits das alltägliche Dasein mit seinen immer wiederkehrenden Aufgaben und Sorgen. David war von Gott in eine praktische Vorschule für sein späteres Leben gerufen worden: in das Hirtenamt und in den Alltagskampf. So sollen auch wir den Hirten- und Alltagskampf kämpfen und nicht über eine „zweite Meile“ reden, sondern wie geschrieben steht sie gehen, wenn „eine“ Meile gefordert wird (Mt 5,41). Was alles gehörte zum Unterricht Davids für den Wandel und den Dienst vor Gott? Heiße Tage und einsame und kalte Nächte, kleine Lämmer, alte Böcke, verlaufene, kranke oder sonst wie gefährdete Schafe, harte Bedingungen in der Natur, Weideplätze, Wasserstellen, Felsiges, dazu der lange Zeitfaktor, die tägliche Routine, das ablaufende Jahr mit den wechselnden Jahreszeiten und deren Bedingungen. Denken wir doch nach, wo Gott uns durchführte! War etwas davon sinnlos? O nein! Auch der Umgang mit Stock und Schleuder, der beherzte Einsatz des Hirten unter seinem Oberhirten - wenn ein Bär oder Löwe ein Schaf geraubt hatte, das Töten des Feindes – das alles ist nicht von ungefähr gekommen und – es war vor allem nicht vergeblich. Auch besonders unsere Schuld, die wir auf unserem Lebensweg auf uns geladen haben, ist uns im Leben in Christus ein guter Pädagoge – sie hält uns zu seinen Füßen und sie hält uns ganz klein vor Dem, der für uns bezahlt und uns erwählt hat. Ja! - es gilt für uns immer noch: Erinnert euch aber an die früheren Tage, in denen ihr, nachdem ihr erleuchtet wurdet, viel Kampf erduldet habt, der mit Leiden verbunden war (Hebr 10,32). Gedenkt der früheren Tage … und: der Herr wird sein Volk richten und zwar so, wie es recht ist – ein gerechtes Gericht. Er starb für uns – und lässt uns sehr wohl bewusst sein, wofür ER starb! Wir sind auch nicht vergeblich in diese unsere Zeit gesetzt, in unsere soziale, geografische und politische Situation von Kindheit auf. Wir passen ganz genau hierher, was die Platzierung Gottes betrifft. Wir dürfen getrost annehmen, dass Gott uns in all dem, was wir gelernt haben oder lernen, in unserem Leben vorbereitet hat auf die Aufgabe, die ER uns in Christus zugedacht hat (Eph 2,10). Er möchte auch dass wir „jetzt“ darin leben (Eph 2,10). An David sehen wir deshalb eine deutliche Verschattung des Zusammenhangs von Gottes Plan mit einem Menschen, und seinem Lebenslauf von klein auf. Wobei das Auffälligste ist - dass Gott David einen Mann nach Seinem Herzen nennt, wie Paulus es Apg 13,22 niederschreiben ließ:Und nachdem er ihn [Saul] abgesetzt hatte, erweckte er ihnen David zum König, von dem er auch Zeugnis gab und sprach: »Ich habe David gefunden, den Sohn des Isai, einen Mann nach meinem Herzen, der allen meinen Willen tun wird“. Ein Mann nach Gottes Herzen! Das ist wohl das Erstrebenswerteste, das ein Mensch von Gott über sich gesagt bekommen! Gott erkannte das David in allem SEINEN Willen tun würdedarum wurde David erwählt – darum wurden wir erwählt. Im Grunde ist es ausschließlich ein Bild auf seinen Sohn, auf Jesus Christus - und dennoch: ausgesprochen wird es über einen Menschen.
  • Wäre das nicht das Erstrebenswerteste für jeden von uns, dies in Christus zu sein.
  • Wollen wir nicht auch mit hinaus vor das Lager? Mit Ihm, mit Christus allein? Mit Ihm, der zu Gemeinde Philadelphia sagte, die ER nicht tadelt, in keinem Punkt (Offb 3,7-13).
  • Was ist er uns wert - der Schlüssel Davids - dieser Schlüssel unseres Herrn Jesus Christus. Aber nur in IHM haben wir den Schlüssel zum Herzen Gottes des Vaters.
Was wären denn alle anderen Güter … alle Ehre in christlichen Kreisen, alle Gaben, ein vor der Ortsgemeinde angesehener und sauberer Lebenslauf, eine brillante Rhetorik, ein hervorragendes theologisches Wissen – was wäre all das gegen diesen einen Schlüssel, der in der Hand unseres Herrn ist? Was wären alle geistlichen Güter, die wir uns vorstellen könnten, gegen diese geöffnete Tür zum Herzen Gottes, die niemand vor uns zuschließen kann? Bedenken wir, dass wir alle Sünder sind - auch jetzt beim Reden, beim Zuhören, in Gedanken und urteilen, in unserer Herzenseinstellung. Gott übersieht keines von ihnen, Er beobachtet sie alle … Jakobus schreibt, was der Heilige Geist ihm dazu diktiert hat: Da ist keine Ausnahme, es gibt keine: … wir fehlen alle mannigfaltig (Jak 3,2). Und gerade an David und seinem späteren Leben, wovon Gott sagt: dass er als Kriegsmann zu.viel Blut vergossen hat (1Chr 28,3), da sehen wir – was wir auch an uns selbst sehen. Ich möchte und kann sie gar nicht aufzählen, diese ganze Litanei an Sündhaftigkeit, die mein Leben bisher ausmacht - auch im Leben der Nachfolge Christi! Und doch: Gott sagt über David nicht nur einmal, dass er ein Mann nach Seinem Herzen sei, sogar ca. 50 Jahre nach Davids Tod, muss sich der König Jerobeam von Gott ein Urteil anhören, dass seinesgleichen nirgends in der Bibel hat. 1Kö 14,8 …du bist nicht gewesen wie mein Knecht David, der meine Gebote gehalten hat und mir nachgefolgt ist mit seinem ganzen Herzen, dass er nur tat, was recht ist in meinen Augen … Das ist der Schlüssel Davids zum Herzen Gottes, basierend auf einem Leben herzlicher Hingabe, mitten unter Ängsten, tragischen Übertretungen, furchtbaren Sünden, schwerwiegenden Fehlentscheidungen Aber! Ein Leben in herzlicher Liebe zu seinem Gott, ein Leben in tiefgreifender Buße und damit in hilfloser Abhängigkeit, ein Leben – ausgedrückt in so vielen Gottesworten, die er für uns alle in herrlichen Psalmen niederschreiben durfte – das ist ein wunderbares Denkmal, das Gott dem David damit gesetzt hat. Aber auch für uns ist es gleichzeitig eine wunderbare Hilfe, für all die Stunden der Angst, der Bedrängnis, der Verherrlichung, der erkannten Sündhaftigkeit, der Verlorenheit und dem Gerettet sein in Christus - aber auch der Freude in IHM. Diese Sache – den Schlüssel Davids – kann man in vielerlei Hinsicht, jeder in seinem Leben, erproben. Womit verbringe oder vertrödele ich die Zeit mit den angebotene Medien, Unterhaltung, mit dem was mir selber dient oder mir Freude bereitet – oder für ich ein Leben des Dienstes? Nur wir selber können uns vom Empfang des vollen Lohnes scheiden (2Joh 1,8; Offb 22,12). Es heißt in Jer 17,5 So spricht JHWH: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht, und dessen Herz vom Herrn weicht! Siehe auch Röm 2,9. Dann aber heißt es aber auch: Röm 8,35 Wer will uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? David hatte gelernt, dass jeder Kampf im Leben der Kampf JHWHs sein muss. David hatte von Gott gelernt was gegen die Seele streitet – und wie der rettende Gott - der allein alle Hilfe gibt, dem begegnet den er so herzlich lieb gehabt hat. David – sein Name bedeutet »Der Geliebte« und das war er auch. David war der Mann nach dem Herzen Gottes, und in der Offenbarung wird der Name des Geliebten wieder erwähnt – die berichtet über dass, was rasch geschehen soll (Offb 1,1). Aus diesem Grund ist es so bemerkenswert und erstrebenswert, dass dieser Schlüssel und diese geöffnete Tür von Christus im Neuen Testament einer Gruppe von Gläubigen zugesichert wird: Offb 3,8 Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine geöffnete Tür gegeben, und niemand kann sie schließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet. - denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden (Mt 1,21).

Kurz davor noch redet der Herr eine ganz andere, nämlich die Gemeinde in Sardes an: „Du hast den Namen, dass du lebst, und bist doch tot.“ (Offb 3,1) Das ist es doch, was wir heute ringsum sehen - ein Christentum ohne Christus! Die Liebe zu Christus ist erkaltet, das wiederum sagt ER zu Ephesus … (Offb 2,4)
  • Aber heben wir uns denn ab von all dem? Sind wir bessere Christen?
  • Messen wir uns an der Sündhaftigkeit, Verfehlungen und der Bosheit anderer?
  • Sind unsere Zielverfehlungen geringer, kleiner, seltener – oder wie? Und wenn es so wäre - was würde uns dies nützen?
Der Schlüssel Davids, ist für „klein gemachte“ Menschen, mit einer kleinen Kraft – aber einer großen Zuneigung zum Herrn. Ihnen wird zugesichert:Offb 3,10-13 Weil du das Wort vom standhaften Ausharren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, damit die versucht werden, die auf der Erde wohnen. Siehe, ich komme schnell; halte fest, was du hast, damit [dir] niemand deine Krone nehme! Wer überwindet, den will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich will auf ihn den Namen meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das vom Himmel herabkommt von meinem Gott aus, und meinen neuen Namen. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Ist das nicht das Wort , das so wichtig ist – gerade für unsere Generation? Philadelphia ist eingebettet zwischen Sardes, das tot ist und nur dem Namen nach lebt und Laodizäa, der lauen Gemeinde, wo der Herr draußen steht und anklopft. Ausgespien, Leuchter weg – das sind die Endresultate (Offb 3,16; Offb 2,5) Philadelphia aber ist gekennzeichnet von einer ganz anderen Art. Sind wir uns sicher – jeder einzelne - das wir zum Typus der Gemeinde Philadelphia gehören, die mit dem Schlüssel Davids in einem Atemzug genannt wird? Beachten wir nochmals: Die Gemeinde Sardes und Laodizea werden im direkten Umfeld von Philadelphia genannt (Offb Kapitel 3). Bleiben wir in dem, der den Schlüssel Davids hat. Werfen wir uns IHM zu Füßen um Ihm zu huldigen, dass ER uns dies mitteilt – dass wir erfahren dürfen dass es den Schlüssel Davids gibt – der öffnet, aber auch zuschließt - der im Zusammenhang steht, mit dem Zugang zum Herzen Gottes.

1 Text unter Verwendung von Zitaten und einzelner Predigtteile, der gleichnamigen Predigt von Werner Fürstberger
2 http://www.sicherheitstechnik.fermatec.de/lexikon-sicherheitstechnik/buntbartschluessel.html
3 Der hebräische Name ist JHWH rettet (schua) – Jaschua, oder Jahuschua, Jehoschua oder in Israel Jeschua
4 Joh 10,35; Gal 6,10; 1Thess 5,14-15; 1Tim 5,3-16; Tit 2,7; 9-10; 14-15; Tit 3,1-2; 8+14
5 Jes 22,22
6 Mt 23,13
7 King James Version: He was ruddy {war von gesundem Aussehen, hatte rote Backen} and withal of {obendrein, außerdem von} a good countenance {Miene, Gesichtsausdruck, Gemütsruhe}, and a goodly look to {sein Aussehen war ansehnlich, stattlich, schön}] – von Werner Fürstberger
8 wir kennen solche Orte auch aus den Evangelien von unserem Herrn – Mk 1,13 die Wüste, und 1.45 einsame Orte
9 Für die Großbuchstaben HERR im Alten – Testament wurden die Buchstaben JHWH eingesetzt. In der Schlachter 2000 Übersetzung steht unter 1 Mose 2,4 der Erklärung: (2): hebr. Jahweh Elohim. JHWH (Jahweh / Jehovah) ist der wichtigste Name Gottes im AT. Er kann mit »Der Ewige« übersetzt werden und wird in dieser Bibel mit HERR wiedergegeben.
10 Beleidigung, Beschimpfung, Schande (wofür man sich schämen muss), ...
11 Wir erinnern uns an Jesus der außerhalb des Tores gelitten hat (Hebr 13,12)
   
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