Alles ist neu1

Mit jedem neuen Lebensjahr des Menschen wird ein Rest, der von Gott bestimmten Zeit auf Erden, abgezogen.

Weiß jemand von uns, wie viel Zeit ihm noch bleibt? – Ich nicht, und alle Verstorbenen wussten es auch nicht.

Wie alle Jahre haben können wir eine ganze Vegetationsperiode in der Natur beobachten - was manchen zum Staunen und zum Nachdenken gebracht hat oder zur Freude ward. Wir konnten einmal mehr miterleben, wie die fruchtbare Veränderung vor sich geht – von der Saat bis zur Ernte, von der Frühlingsblüte über den Fruchtstand im Sommer, bis hin zur herbstlichen Reife.

Was dann folgte ist für uns eine Art von Anschauungsunterricht: die Vorbereitung der einzelnen Pflanzen auf die Zeit des Endes – der Winterzeit. Beachten wir aber, dass die Vorbereitungszeit auf das Ende in der Vegetation mit etwas Neuem beginnt. Zum Beispiel haben Pflanzen und Tiere natürlichen Überlebensstrategien gegen den kalten Winter um gewappnet. Die Natur erkennt die Zeiten.

JHWH ließ durch den Propheten Jeremia verkünden:

Jer 8,7-9 Selbst der Storch am Himmel kennt seine bestimmten Zeiten; Turteltaube, Schwalbe und Kranich halten die Zeit ihrer Wiederkehr ein; aber mein Volk kennt die Rechtsordnung JHWHs nicht! Wie könnt ihr da sagen: »Wir sind weise, und das Gesetz JHWHs ist bei uns«? Wahrlich, ja, zur Lüge gemacht hat es der Lügengriffel der Schriftgelehrten! Zuschanden geworden sind die Weisen; sie sind erschrocken und haben sich selbst gefangen; denn siehe, sie haben das Wort JHWHs verworfen - was für eine Weisheit bleibt ihnen da noch übrig?

Die Kreatur funktioniert also, wie und wozu sie geschaffen ist. Wie steht es mit dem Menschen – mit den Berufenen, Auserwählten und Wiedergeborenen in Christus? Achten wir nun sehr sorgsam in Gottes Wort auf jede Aussage und Mahnung.

Wissen wir - als sein auserwähltes Geschlecht, Sein königliches Priestertum, Sein

heiliges Volk, Sein Volk des Eigentums, die wir Seine Tugenden verkünden, weil

ER uns aus der Finsternis berufen hat, zu Seinem wunderbaren Licht (nach 1Petr

2,9) –, in welcher Zeit wir stehen, und wissen wir, was Gottes Wille für den Rest

unserer Lebenszeit ist?

Ohne das Thema der sogenannten „Endzeit“ hier behandeln zu wollen, weisen schon alleine

die Geschehen im Nahen Osten um Israel herum, der Abfall von Gottes Wort als der

alleinigen göttlichen Autorität, und die Abkehr von Christi Sühneopfer für unsere

Sünden2, auf die Endereignisse der Endzeit hin (2Thes 2,3). Sie werden in Lk 21,7-27

beschrieben und enden mit der Mahnung:

Lk 21,28 Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht.

Lk 21,31 … Wenn ihr seht, dass dies geschieht, so erkennt, dass das Reich Gottes nahe ist.

Mt 25,13 Darum wacht! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde, in welcher der Sohn des Menschen kommen wird.

Dies bedeutet für uns, gerade in dieser Zeit der „dunklen Wolken“ permanent aufmerksam sein, "auf der Hut sein", die Augen offen halten, täglich bereit sein vor unserem Herrn Jesus zu stehen um Rechenschaft über unser Leben in der Nachfolge zu geben.

Die dem Herrn Jesus nachfolgen sollte dies gerade in einer Zeit der „dunklen Wolken“ Mut machen und echte Hoffnung vermitteln, weil Gott Seinen Ratschluss schließlich für die an ihn Glaubenden zu einer wunderbaren Vollendung hinführen wird:

Ist nicht spätestens jetzt die Zeit, unseren Gehorsam gegenüber Gottes Wort und

Willen ernsthaft zu überprüfen?

Lk 21,34-36 Habt aber acht auf euch selbst, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens, und jener Tag unversehens über euch kommt! Denn wie ein Fallstrick wird er über alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden wohnen. Darum wacht jederzeit und bittet, dass ihr gewürdigt werdet, diesem allem zu entfliehen, was geschehen soll, und vor dem Sohn des Menschen zu stehen!

Mt 7,24 Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute.

Jak 1,22-23 Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen. Denn wer [nur] Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut; er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war. Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser [Mensch], der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun. Wenn jemand unter euch meint, fromm zu sein, seine Zunge aber nicht im Zaum hält, sondern sein Herz betrügt, dessen Frömmigkeit ist wertlos. Eine reine und makellose Frömmigkeit vor Gott, dem Vater, ist es, Waisen und Witwen in ihrer Bedrängnis zu besuchen und sich von der Welt unbefleckt zu bewahren.

Täter des Wortes sein funktioniert nicht automatisch; denn wir werden zum Handeln aufgefordert: „seid aber Täter“

Es reicht auch nicht aus, sich unserer Bibelkenntnisse oder Versammlungsbesuche

zufrieden zugeben oder zu rühmen.

Jer 9,22-23 So spricht JHWH: Der Weise rühme sich nicht seiner Weisheit und der Starke rühme sich nicht seiner Stärke, der Reiche rühme sich nicht seines Reichtums; sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, dass er Einsicht hat und mich erkennt, dass ich JHWH bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden! Denn daran habe ich Wohlgefallen, spricht JHWH.

Sogar wenn wir untadelig und rechtschaffen wie Hiob wären (Hiob 1,1) würden wir

Gott nicht erkennen. Schmerzliche Erfahrungen ließen ihn das Wesen und die Wege

Gottes in Frage stellen. Doch letztendlich erkannte er Gott als er IHN mit den Augen

des Glaubens erblickt hatte (Hi 42,1-5).


Es lohnt sich und ist von Nöten, die wichtigen Belehrungen und geistlichen Lektionen

und Ermahnungen, die in „Befehlsform geschrieben wurden, auf sich bezogen zu

betrachten:

  • erhebt eure Häupter

  • habt aber acht auf euch selbst

  • darum wacht jederzeit

  • bittet oder betet jederzeit

  • seid aber Täter des Wortes

  • die Zunge im Zaum alten

  • Waisen und Witwen in ihrer Bedrängnis besuchen

  • sich von der Welt unbefleckt bewahren

  • Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit üben

  • verkündet das Evangelium (1Kor 9,16; Eph 6,15)

  • unser Talent – das Maß der Verantwortung in der Reich Gottes Arbeit, dass jeder bekommen hat, treu umsetzen (Mt 25,14-29)

  • Den Namen unseres Erlösers und Erretters bekennen. Nur zur Information: Der lateinische Name Jesus wird in Kreisen von messianischen Juden Jeschua oder Jahschua – JHWH rettet genannt (Lk 12,8;2Tim 1,8; 1Joh 4,15; Phil 2,11).

Wenn bekennende Christen sich damit zufriedengeben, das Wort Gott nur zu hören bzw. nur je nach eigener Wahl umzusetzen, unterliegen sie einem schwerwiegenden geistlichen Irrtum, denn wir sind erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen (Eph 2,10).

Wenn man sich im Spiegel anschaut“, wie Jakobus schreibt, bedeutet dies so viel wie: sich sorgfältig und aufmerksam betrachten, im Gegensatz zu einem flüchtigen Blick. Doch wenn uns der Spiegel erkennen lässt: „Wasch dich“ oder „kämme dich“, dann sollten wir wenigstens tun, was uns gezeigt wird. Andernfalls hat der Spiegel für uns keinerlei praktischen Nutzen.

Es ist leicht, die Bibel oberflächlich zu lesen, ohne ernsthaft darüber nachzudenken, was von mir gefordert wird, oder ohne dass Gottes Wort bei mir etwas in Gang setzt.

Wenn dies nicht geschieht vergessen das ganz schnell wieder und leben, als ob wir schon vollkommen wären.

Diese Art der Selbstzufriedenheit verhindert geistlichen Fortschritt – wir verlieren aus den Augen, wozu uns Gott bereiten will: dass wir wahre Nachfolger Seines Sohnes sind, um in Ewigkeit mit IHM zu regieren (Offb. 3,21).

Denken wir immer daran: Das Glied des Leibes tut nichts anderes als Sein Haupt will (Eph 2,10): ist - dies – so - bei – uns?

Finden wir uns da wieder? Wenn man uns sieht, sehen und erfahren die Menschen dann unseren Herrn, Erlöser und Heiland, den Messias Gottes des Allmächtigen?

Sind wir noch stark im Geist und erfüllt mit Weisheit (Lk 2,40) und haben wir uns

ganz Christus hingegeben – Tag und Nacht – in jeder Lebenssituation?

Ist unser „alter Mensch“, unser „weltliches“ Leben, unsere frühere „Religiosität“ oder unser passives Leben in der Nachfolge, noch ganz oder jedenfalls teilweise vorhanden?

Sind wir aber wirklich in Christus eine neue Schöpfung und alles Alte ist vergangen - ist allesneu geworden! – (2Kor 5,17)

Die Bibel spricht von der „Ganzhingabe“ als Gekreuzigter in Christus. Wir sind

unserer Schwachheit bewusst und ganz von Seiner Gnade und Kraft abhängig (Gal 2,20;

2Kor 12,9; Joh 15,5).

Wir haben aus Seiner Fülle empfangen und leben aus ihr (Joh 1,16; Eph 1,23; Kol 2,10)

Im Zusammenhang der Bibel erkennen wir, dass Gott der Allmächtige sagt:

  • Neben mir hast du kein Leben!

  • Neben mir brauchst du keine eigene Stärke, keine eigene Größe, – im Gegenteil: außer und neben mir hast Du weder Weisheit von oben noch Gerechtigkeit von oben, noch Gelingen, noch irgendetwas Gutes!

  • Alles, was in dir mehr ist als Schwachheit, stört und hält nur meine Kraft auf.

Die Fülle, Gnade und Kraft unseres Herrn Jesus lassen uns, wie Paulus schrieb:

  • standhaft Ausharren: in Bedrängnissen, Nöten, Ängsten, Verfolgungen, im Leiden um des Evangeliums willen (2Kor 6,4b; 2Kor 12,10; 2Tim 1,8b)

  • in der Haushalterschaft, die uns von Gott gegeben ist, treu sein (Kol 1,25)

Prüfen wir erneut und messen uns alleine an Gottes Wort: ist bei mir allesneuoder bestenfalls nur ›einiges‹ neu geworden? Ich verweise hier nur auf

  • die Bergpredigt (Mt Kap 5-7)

  • Gal 5,19-23 – die Werke des Fleisches und des Geistes

  • 1Kor 13,1-8 Das Hohelied der Liebe

Wir dürfen auf keinen Fall auf uns selber schauen. Es gibt zwar viele, die das immer wieder tun, aber der 2. Korintherbrief warnt uns ausdrücklich davor:

2Kor 10,12 Wir wagen es nicht, uns denen zuzurechnen oder gleichzustellen, die sich selbst empfehlen; denn weil sie sich an sich selbst messen und sich mit sich selbst vergleichen, sind sie unverständig.

a) sich selbst empfehlen –

b) an sich selbst messen,

c) mit sich selbst vergleichen …

Seien wir ehrlich – es ist doch möglich dass wir sagen: das gilt doch nicht mehr für unsereinen – dies ist doch etwas weit hergeholt für einen vernünftig denkenden Mensch!

Ein weiterer Maßstab an dem wir uns messen sollten ist in Lk 9,59-62 niedergeschrieben: Er sagte aber zu einem anderen: Folge mir nach! Der sprach: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben! Jesus aber sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes! Es sprach aber auch ein anderer: Herr, ich will dir nachfolgen; zuvor aber erlaube mir, von denen, die in meinem Haus sind, Abschied zu nehmen! Jesus aber sprach zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes!

Wir lesen weiter in Lk 14,27 :

Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein“.

Rücksichtnahme auf Familie, Freunde oder Fremde, so berechtigt und wichtig sie auch ist (1.Tim 5,8; 2Thess 3,10-12; Lk 10,30), darf nicht von der völligen Hingabe in der Nachfolge Jesu ablenken.

Kol 3,17 Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.

Wir sind Botschafter, Diener und Haushalter des Reiches Gottes – Beauftragte eines Reiches an das die meisten Menschen nicht glauben, oder ein eigenes Bild davon haben. Wir leben hier in einem Land als Gäste und Fremdlinge (Hebr 11,13; 1Petr 2,11a), wo wir die Interessen unserer himmlischen Heimat vertreten.

Stellen wir uns permanent die Frage: Dienen wir wirklich den Interessen des Reiches Gottes, und erkennt unser Umfeld dass wir Repräsentanten Seines Reiches sind, oder haben wir nur unsere eigene Rettung und Erkenntnis im Blickfeld. Sind wir wirklich Nachfolger von Gottes Sohn, der nur tut, was er den Vater tun sieht (Joh 5,19) ?

  • ER – Christus, ist der Maßstab

  • ER ist das erforderliche Maß Gottes

  • Er ganz allein ist es, an dem das Wort zu messen ist, das wir betrachten: »alles ist neu geworden«.

Durch Seine Auferstehung aus den Toten und Seiner Himmelfahrt ist alles neu geworden.

Der Heilige Geist, der das Neue bewirkt in uns, konnte erst kommen, als Christus das Haupt und der Maßstab, der Eckstein dieses Seines neugeschaffenen Leibes wurde.

Offb 21,5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er sprach zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!

Alles neu – aber nur inIhm!

Wenn wir nicht wirklich mit Christus auferstanden – in IHM sind, sind wir noch „die Toten“ wie Jesus selber sagte (Lk 9,60).

An mir selber kann ich nur den Tod ermessen, kann ich mich nur einem Toten vergleichen und mich nur als einen Toten unter Toten empfehlen.

Darum redet Gott der Vater zu denen, die Seinem geliebten Sohn nachfolgen:

Eph 2,6 Er hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen [Regionen] in Christus Jesus …

Wir sind »in Christus« in Herrlichkeit als mit eingesetzt angesehen. So sieht Gott uns. Wenn wir das im Glauben annehmen, dann wird das unser Leben verändern.

Wir sind nicht mehr länger an die Erde gebunden und beschäftigen uns nicht mehr mit Trivialitäten3 und Vergänglichem. Wir werden suchen was oben ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt (Kol 3,1)4.


Drum suche nichts mehr in dir selbst! Ich darf und kann jetzt nicht mehr in mir selber

herumsuchen - da finde ich nichts als Tod. Nur in Christus finde ich leben.

Darum sagte Paulus:

Gal 2,20 Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

Wie ernst, wie gnadenreich und wie wunderbar - aber auch wie verantwortungsvoll.

So schmerzlich die nötige Selbsterkenntnis ist – wenn wir diese verdrängen haben wir das Evangelium nicht klar verstanden.

Den Maßstab sollten wir an unserem Inneren anlegen – an dem, was Gott sieht. Das Anlegen des Maßstabes am Äußeren wie sichtbare Frömmigkeit, Feiertage, Speisegebote, Rock oder Hose u. v. a. m. mag wichtig sein. Gott bewahre uns jedoch vor solchen alleinigen Maßstäben, denn Christus ist der Maßstab, der nur tut, was Er den Vater tun sieht (Joh 5,19),und den verkündigen wir.

Nach all den Beweisen aus Gottes Wort ist es gar nicht möglich, zu sagen: einiges ist neu geworden – vielmehr stimmt: in Christus muss alles neu geworden sein!

Da ist eine völlig neue Schöpfung in Christus!

  • Wir selber stehen uns da nur selber im Weg!

  • Suchen wir nicht in uns sondern nur in Christus

  • heften wir wirklich unsere altes Leben – unser Ich - ans Kreuz

Es hat Gott sehr viel gekostet, es auf dem Kreuz mit Christus zur Strecke zu bringen. Hole du das alte Leben nicht mehr hervor …

Bedenken wir:

  • Gott konnte doch dann nicht wieder einen Teil unseres alten, abscheulichen Sünderdaseins mitauferwecken in Christus, nachdem Er uns zuvor in Christus um unserer Sünde willen zusammen mit Ihm getötet und begraben hat …

  • Wie könnte der dreimal Heilige Gott da in der Auferstehung und in der Rechtfertigung in Christus nur ›Einiges‹ neu gemacht haben?

  • Gott musste um Seiner Heiligkeit willen eine ganz neue Schöpfung in Christus beginnen!

In Christus kann nicht weniger als Alles neu geworden sein. Anders ging es nicht. Das hieße ja sonst, Jesu vollkommenes Opfer mit Füßen zu treten, wenn wir unser Tun mit unserem eigenen Maßstab messen würden.

Was sagt die Schrift zu denen - die sich selber dem Christus vorziehen - dass sie :

Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat?“ Hebr 10,29b

Prüfen wir uns aufrichtig

  • Ob wir uns selber empfehlen, bei Telefonaten, bei Zwiegesprächen, auf der Arbeit, in der Schule, bei den Nachbarn oder im Gemeindeleben.

  • Ob wir damit nicht den Heiligen Geist betrüben, der doch nur Christus verherrlicht! (Joh 16,13-14) - nicht uns!

Besser ist es, unsere Sünde zu bereuen und umzukehren, als weiter gegen unser Gewissen damit zu wandeln. Verwandte, Freunde und Nachbarn sollten nie sagen dürfen, wenn sie von unserem Christsein erfahren: „bei dem oder der hat sich nur wenig geändert. Im Grunde gar nichts. Der redet zwar jetzt etwas anders, sein Herz ist es aber nicht“. – Die Stimme ist Jakobs Stimme, die Hände aber sind Esaus Hände (1Mo 27,22) geblieben.

Dies wäre ein Wandel im Ich - im christlichen Anstrich. Nichts ist neu geworden. Denn jeder Versuch einer Änderung aus eigener Kraft entspricht nicht Gottes Evangelium.

InChristus sind all die Veränderungen längst da – alles ist in Christus neu geworden.

Aber wir wollten vielleicht nicht dieses ›Alles‹.

Dann mag es sein dass wir unser Gesicht vor den Leuten verlieren durch die konsequente Abhängigkeit in Christus und von Christusso wie ER es beim Vater hält;

Mit dem Kleid, das wir selber in unserer Zufriedenheit oder Bequemlichkeit angelegt haben, werden wir nicht zur Hochzeit mit dem Lamm Gottes zugelassen (Mt 22,1-14).

Wie schlimm wäre es, wenn wir dereinst vielleicht die Worte von Gott Vater hören würden:

  • Ihr habt nicht gewollt!

  • Ihr habt mich und meine Fülle nicht gewollt, meine komplette Neuschöpfung in Christus,

  • Ihr wolltet nicht, dass alles neu geworden ist in meinem Sohn!

Wir müssen dieses Wort der Ermahnung offen und mit Dankbarkeit annehmen – denn

Hebr 12,7 Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?

Weiter gilt noch für uns, was in den Sendschreiben der sieben Gemeinden in der Offenbarung steht5:

  • Tue Buße!

  • Wer ein Ohr hat, der höre!

  • Ich kenne deine Werke.

  • Ich habe weniges gegen dich.

  • Wer überwindet und meine Werke bis ans Ende bewahrt, dem werde ich Vollmacht geben über die Heidenvölker (Offb 2,26).

  • Werde wach und stärke das Übrige, das im Begriff steht zu sterben; denn ich habe deine Werke nicht vollendet erfunden vor Gott (Offb 3,2).

  • Du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts! - und du erkennst nicht, dass du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt - Offb 3,17.

  • Wer überwindet, den will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen - Offb 3,12.

Täuschen wir uns nicht: „alles muss neu werden“!

Wäre uns recht, wenn sich der König gerade jetzt, in diesem Moment erhebt, um unsere Kleider zu prüfen, oder? Weil Er doch erwarten kann, dass die Zusammensetzung des hochzeitlichen Kleides, das ich von Ihm empfangen habe, in jeder Einzelheit Seinem prüfenden Blick standhält.

Stell dir vor: Kein hochzeitliches Kleid: niemand bemerkt es, bis der König selber kommt. Der König allein merkt den Unterschied, denn Er ist es ja, der das Neue gemacht hat: Das Neue besteht ja in Ihm und deshalb hält vor Seinem prüfenden Blick kein fremdes Gewand stand. Der König, – er fragt nach Wahrheit im Innersten.

Wollen wir erst wirklich darauf warten, bis ER kommt?

Nehmen wir uns wieder den Apostel Paulus als Beispiel.

Phil 3,8-10 Ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe;


Dreimal sagte er»alles«.

Jage nach der Erkenntnis Jesu Christi“ - dann wird dein Leben verändert.

Dann hast du entdeckt und verstehst, was das Psalmwort meint:

Ps 103,1-5 Lobe JHWH, meine Seele, und alles was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe JHWH, meine Seele, und vergiss nicht, was

  • Er dir Gutes getan hat:

  • Er, der dir alle deine Sünde vergibt und heilt alle deine Gebrechen,

  • Er, der dein Leben vom Verderben erlöst,

  • Er, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit,

  • Er, der deinen Mund fröhlich macht, und du wieder jung wirst wie ein Adler.

  • Der dich krönt mit Gnade:

das ist Sein Tun an dir und für dich.

  • Seine Gnade handelt, wo du schon immer hättest handeln sollen;

  • Seine Gnade in dir schweigt, wo du bisher wider geredet hast.

Nur in Christus geht ist der Weg der Demut (Mt 11.29): Da ist alles neu geworden.

Das ist Evangelium pur – das ist neues Leben – das ist das Dasein im Leib Christi.

Nur die Armen im Geist (Mt 5,3) werden alles annehmen, was Gott ihnen in Christus bereitet hat, was so herrlich ist, dass es in keines Menschen Herz gekommen ist (1.Kor 2,9).

Ist das nicht alles wunderbar neu geworden – für Dich?

Dein Herzund Deine Tatenwerden den Beweis erbringen, wem du angehörst!

1 Text unter Verwendung von Zitaten einzelner Predigtteile „Alles neu“ und „Von einem Jahr zum andern“von Werner Fürstberger



2 http://kath.net/detail.php?id=36373. http://www.kirche-duisburg.de/content/e338/e5/e4086/e6749/e6913/index_ger.html. http://www.youtube.com/watch?v=PjLn3zHq2es. http://www.chrismon-rheinland.de/cpr/suehneopfer_dossier_schneider.html



3 trivial (von lateinisch trivialis, „jedermann zugänglich“, „altbekannt“; enthält die Begriffe tres, „drei“ und via, „der Weg“ (wikipedia)



4 Kommentar zum Neuen Testament, W. MacDonald






5 2Tim 3,16; Offb Kap 3+2
   
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