Ein Christ soll in der Erkenntnis Gottes wachsen[1]. Für JHWH ist jede Einzelheit der Stiftshütte von höchster Kostbarkeit und Wichtigkeit, denn sie repräsentiert Seine Größe, Macht, Herrlichkeit, Gerechtigkeit, Gnade, Barmherzigkeit, Vollkommenheit, Unveränderlichkeit und Heiligkeit - also Sein ganzes Wesen und Identität. Daher sollte auch jede Einzelheit der Stiftshütte uns eine segensreiche Erkenntnis sein.

 

 

Erläuterungen: Für „ HERR"[2] im AT steht im Urtext der Bibel der Gottesname „JHWH" für „ich bin, der ich bin".Der hebräische Name für Jesus wird -wie einige Ausleger es beschreiben - Jahuehschua gesprochen. Erläuterungen dazu kann man unter den jeweiligen „Hochzahlen" finden. Im Bibeltext wollen wir um des besseren Verständnisses willen den lateinischen Namen „Jesus"[3] aber belassen. Kursiv geschriebene Texte wurden eingefügt.

 

1. Einleitung: Ins Heiligtum durfte nur die von Gott auserwählte Priesterschaft gehen. Sie mussten sich „reinigen" und „heiligen" und sichin Gehorsam von der Welt absondern. Es waren die vier Söhne des Hohenpriesters Aaron. Sie wurden mit dem heiligen Öl gesalbt (2Mo 40,15). Ebenso sind die von „neuem Geborenen" (Joh 3,3; 1Pet 1,3.23) in Christus, der auch „Ewigvater" genannt wird (Jes 9,5), vom Heiligen Geist gesalbt und versiegelt worden (2Kor 1,21.22). Sie sondern sich von allem Unheiligen ab (Joh 15,19; 2Kor 6,17; Offb 18,4).

 

 

 

2. Betrachten wir nun die Ausstattung des Heiligtums und ihre Bedeutung.

a) Der goldene Leuchter

2Mo 25,31-40 Du sollst auch einen Leuchter aus reinem Gold anfertigen; in getriebener Arbeit soll dieser Leuchter gemacht werden; sein Fuß und sein Schaft, seine Kelche, Knäufe und Blüten sollen aus einem Stück mit ihm sein. Aus den Seiten des Leuchters sollen sechs Arme herauskommen: drei Arme aus einer Seite des Leuchters und drei Arme aus der anderen Seite des Leuchters. An dem einen Arm sollen drei Kelche wie Mandelblüten sein, mit je einem Knauf und einer Blüte, und drei Kelche wie Mandelblüten an dem anderen Arm, mit je einem Knauf und einer Blüte. So soll es bei den sechs Armen sein, die aus dem Leuchter herauskommen. Aber der Schaft des Leuchters soll vier Kelche wie Mandelblüten haben, mit seinen Knäufen und Blüten; nämlich einen Knauf unter zwei Armen, und [wieder] einen Knauf unter zwei Armen, und [noch] einen Knauf unter zwei Armen; so bei den sechs Armen, die aus dem Leuchter herauskommen. Denn ihre Knäufe und Arme sollen aus einem Stück mit ihm sein; das Ganze soll {eine} getriebene Arbeit sein, aus reinem Gold. Und du sollst seine sieben Lampen machen, und man soll seine Lampen aufsteigend anordnen, damit sie das, was vor ihm liegt, erleuchten. Und ihre Lichtscheren und Löschnäpfe sollen aus reinem Gold sein. Aus einem Talent reinen Goldes soll man ihn machen mit allen diesen Geräten. Und achte sorgfältig darauf, dass du alles genau nach dem Vorbild machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist!

 

An der Südseite des Heiligtums stand gegenüber dem Schaubrottisch der siebenarmige Leuchter[4]. Es gab dort kein Fenster, und kein „geschaffenes"[5] Licht drang hinein. Die Funktion eines Leuchters ist es, Lampen erhöht zu platzieren, damit sie im Haus Licht verbreiten. Das Volk Israel sollte ein Priestervolk sein, das Gottes Licht in die Welt hinausscheinen lässt (2Mo 19,6). Dies sagt auch das Neue Testament für die Erlösten (Mt 5,15).

Der Leuchter war aus reinem Gold. Das Gesamtgewicht des Goldes betrug ein Talent, also ca. 34 kg. Er wird als „der reine Leuchter" beschrieben (3Mo 24,4). Es sind keine Maße angegeben, weil die Herrlichkeit des erhöhten und gesalbten Gottessohnes unermesslich ist. Der Leuchter war aus einem Stück getriebener[6] Arbeit hergestelltund  nicht wie dieGötzenbilder aus unterschiedlichem geschmolzenem und gegossenem Gold[7], denn „ Gott ist einer" (Gal 3,20). Das istein herrliches Bild für die Einheit Gottes des Allmächtigen.

Der Leuchter weist weiter auch auf Gottes eingeborenen Sohn hin, in dem alle Fülle Gottes wohnt (Kol 1.19), der ohne Sünde war (Hebr 4,15) und viel leiden musste (Lk 9,22). ER erhielt alle Herrlichkeit des Vaters im Himmel[8]. Auch wir als Seine Nachfolger - das beweist die Geschichte der verfolgten Christen in den ca. zwei Jahrtausenden - müssen leiden, um in die Herrlichkeit Gottes zu erlangen:

Röm 8,18        Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.

1Petr 4,13      sondern in dem Maß, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen könnt.

 

Täuschen wir uns also nicht: wenn wir wirklich bis zum Ende unseres Lebens in allem Gottes Wort gehorsam sind[9] und nicht nur Hörer oder Leser des Wortes (Jak 1,22-25), werden wir um des Wortes willen leiden - egal ob durch Gewalt, Hohn, Spott, Liebesentzug, Verfolgung oder Tod -, also existenzielle Bedrohung aufgrund des Glaubens und der Hingabe, wie es in vielen Ländern auch heute geschieht. Schon im römischen Reich, und besonders auch seit dem 13. Jahrhundert, wurden durch die römisch-katholische Kirche Abweichler vom „rechten" Glauben verfolgt und getötet[10]. Wir sollten uns anhand der vorher beschriebenen und zitierten biblischen Aussagen prüfen, ob wir dem Worte Gottes treu gehorchen, denn unser Erlöser und Heiland war das Licht der Welt (Joh 9,5), und wir als Seine Nachfolger sollen es auch sein (Mt 5,14; Eph 5,8).

 

Der Leuchter hatte 7 Lampen. Eine in der Mitte und jeweils 3 Arme auf der linken und 3 Arme auf der rechten Seite. Die Zahl 7 ist ein Hinweis auf die göttliche Fülle und Vollkommenheit. Sie weist auf den Messias Israels hin: Jes 11,2 „Und auf ihm wird ruhen:

  • der Geist JHWHs
  • der Geist der Weisheit
  • und des Verstandes
  • der Geist des Rats
  • und der Kraft,
  • der Geist der Erkenntnis
  • und der Furcht JHWHs".

 

An jedem der 6 Arme sollten 3 Blütenkelche wie Mandelblüten mit Knauf sein. An dem mittleren Schaft sollten 1 Blütenkelch mit Knauf im oberen Teil des Schaftes und 3 Blütenkelche mit Knauf unter den jeweiligen Abzweigungen der 3x2 Arme sein. Alles sollte aus einem Stück sein.

Die Mandelblüten erinnern an die Erwählung Aarons als Hohenpriester, dessen Fürstenstab ausgeschlagen, Blüten getrieben und reife Mandeln getragen hatte (4Mo 17,17-23). Die Mandelblüten haben 5 Blätter. Diese Zahl ist ein Bild des von Gott abhängigen Menschen.

 

Im Alten Testament wird der Mandelbaum der Wächterbaum genannt (Jer 1,11). Er ist der erste Baum in Israel, der blüht und Früchte bringt (s. Fußnote Schlachter 2000 zu Jer. 1,11). Die weiße Blüte der Süßmandel[11] kündigt neues Leben nach dem „Wintertod" an. Sie weist auf unseren Hohenpriester hin, der dem Tod die Macht genommen hat und als Erstling aus den Toten auferweckt wurde (1Kor 15,20).Er erhielt einen neuen verherrlichten Leib (Joh 20,26; Offb 1,12-16).

 

Hebr 4,14 Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durch-schritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis!

2Tim 1,10b     ..., der dem Tod die Macht genommen hat und Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium,

Joh 5,25 ...  Die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören, werden leben.

 

Insgesamt waren es 22 (2x11) Mandelblüten

Die Zahl 11 ist die Zahl, welche das Maß der menschlichen Verantwortlichkeit (Zahl 10) übersteigt. Die Zahl 2 ist die bekannte Zahl des von Gott geforderten Zeugnisses [12]

  • 11x2 Mandelblüten am goldenen Leuchter 2.Mo 25,32-36
  • 11 Decken des Zeltes der Zusammenkunft 2.Mo 26,7
  • 11x7 Opferschafe der Zurückgekehrten Esra 8,35

 

Die 3x7 Blütenkelche (an den Armen und an dem Schaft unterhalb der Arme) weisen ebenfalls auf die göttliche Fülle und Vollständigkeit hin. Die 3 Blütenkelche am Schaft wurden durch einen weiteren im oberen Bereich ergänzt. Diese vier Kelche können auch ein Bild für Vollständigkeit sein in dem, was Gott durch Seinen Sohn geschaffen oder verordnet hat (1Kor 8,6): wie herrlich diesesalles im Leuchter vereint war!

„Aus den Seiten des Leuchters sollen sechs Arme (aus dem Schaft) herauskommen"

 

Die Zahl 6 ist Zahl der menschlichen Arbeit und Mühsal sowie des von Gott unabhängigen Sünders[13].

 

Wenn der sündige Mensch unserem Herrn Jahuehschuah sein ganzesLeben übergibt und Sein Opfer für die Sünden annimmt, ist er mit IHM verbunden - eins mit IHM (Joh 17,21). ER ist unsere Mitte (Schaft), und wir erhalten ewigesLeben aus IHM (Joh 15,4-7; 1Joh 2,25). Wir sind einsgemacht in Seinem Tod und werden durch IHN in der  Auferstehung ewiges Leben erhalten (Röm 6,8; 1Thess 4,14; 5,10).

So weisen die Mandelblüten auch auf die Wiedergeborenen in Christus hin als „Erstlinge" Seiner Geschöpfe (1. Kor 15,35-55; Jak 1,18; Offb 14,4). Wir werden eine unauflösliche Einheit sein, wie ER schon heute unser Haupt ist und wir Glieder Seines Leibes (Kol 1,18; Eph 1,23; 5,30).

Dankbar und ergriffen lesen wir:

Kol 2,9 + Joh 1,16 „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig ... aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade".

Hebr 2,11       Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem. Aus diesem Grund schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu nennen,

 

Die Mandelblütenkelche wollen zudem darauf hinweisen, dass wir auch Frucht bringen müssen[14]. Als „Frucht" sind die geistlichen Früchte gemeint, die durch die Umkehr zu Gott und ineinem gottgefälligen Leben entstehen[15]. Daher wird von uns nach 2Petr 1,5-7 erwartet: so setzt eben deshalb allen Eifer daran und

  • reicht in eurem Glauben die Tugend[16] dar
  • in der Tugend aber die Erkenntnis, (die Erkenntnis des Willens und des Wesens Gottes, Röm 11,33a)
  • in der Erkenntnis aber die Selbstbeherrschung[17],
  • in der Selbstbeherrschung aber das standhafte Ausharren, (Mk 13,13)
  • im standhaften Ausharren aber die Gottesfurcht[18],
  • in der Gottesfurcht aber die Bruderliebe, (1Joh 4,20)
  • in der Bruderliebe aber die Liebe (1Joh 4,7-8).

 

2Petr 1,8        Denn wenn diese Dinge bei euch vorhanden sind und zunehmen, so lassen sie euch nicht träge noch unfruchtbar sein für die Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.

 

 

b) Die sieben Lampen auf dem Leuchter

2Mo 37,23      Er machte auch seine sieben Lampen, seine Lichtscheren und seine Löschnäpfe aus reinem Gold.

2Mo 25,37      Und du sollst seine sieben Lampen machen, und man soll seine Lampen aufsteigend anordnen, damit sie das, was vor ihm liegt, erleuchten.

Die sieben Lampen, Schalen mit Öl, in denen ein Docht brannte, wurden oben auf die sieben Arme gesetzt. Sie waren „aufsteigend" - Anmerkung aus der Schlachter 2000: Dasbedeutet wohl, dass die mittlere Lampe am höchsten aufragte und die seitlichen Arme niedriger angeordnet waren, um die Ausleuchtung des Raumes zu verbessern.

Das Licht der Lampen fiel zuerst auf den Leuchter selbst. Eine weitere Bedeutung könnte sein: dass Israel, wie wir, „zu unserem Erlöser aufschauen" (Jes 17,7)

 

 

c) Das Öl für den Leuchter

2Mo 27,20-21 Und du sollst den Kindern Israels gebieten, dass sie dir reines Öl aus zerstoßenen Oliven für den Leuchter bringen, damit beständig Licht unterhalten werden kann. In der Stiftshütte, außerhalb des Vorhangs, der vor dem Zeugnis hängt, sollen Aaron und seine Söhne es zurichten, vom Abend bis zum Morgen, vor JHWH. Das ist eine ewige Ordnung, die von den Kindern Israels eingehalten werden soll bei ihren [künftigen] Geschlechtern.

3Mo 24,4        ...soll er beständig die Lampen zurichten vor JHWH.

 

Zu dem goldenen Leuchter gehörten auch Lichtscheren und Löschnäpfe. Sie fanden Verwendung bei der Bedienung und Reinhaltung der Öllampen und waren „von reinem Golde". Wie bedeutungsvoll und ernst das ist! Mittels der Lichtscheren wurden die Dochte entfernt, soweit sie verkohlt waren und den Glanz des Lichtes trübten. Die „Löschnäpfe" oder  „Abfallpfännchen" waren dazu da, um die verkohlten Teile der Dochte, die mit den Scheren abgenommen worden waren, reinlich aufzunehmen und sie dannzu entsorgen. Da das Gold - wie überall im Heiligtum - ein Bild der göttlichen Gerechtigkeit ist, so sehen wir am Leuchter wie er, der göttlichen Gerechtigkeit entsprechend, hell leuchten und reingehalten werden musste.

 

Das Licht des Leuchters wurde aus reinem Öl der Lampen „genährt". Das Öl ist ein Bild des Heiligen Geistes, der in uns wohnt (Sach 4,1-6; 2Tim 1,14; 2Kor 1,21-22), der Leuchter ein Bild der Gemeinde Christi (Offb 1,4. 12. 20), geheiligt durch den siebenfachen Gottesgeist.

Die Priester hatten dafür Sorge zu tragen, dass die Lampen immer - jeden Morgen und Abend (2Mo 30,7-8) -, sorgfältig gereinigt wurden, damit sie klar und hell leuchteten.So soll auch unser Licht in dieser Welt beständig und unverhüllt leuchten, damit es jeder sieht (Mk 4,21; Mt 5,14-15). Dazu müssen auch wir uns täglich "reinigen".

1Jo 1,9           Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

 

Wir leben durch die Verbindung mit dem Heiligen Geist in ständiger Gemeinschaft mit unserem Herrn und Heiland  Jahuehschuh dem Messias:

Joh. 8,12: «Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben,

Joh 15,5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.

 

Gottes Heiliger Geist in Seiner ganzen Fülle (siebenfach - Jes 11,2) wohnt in denen, die in einem „neuen Leben" wandeln.

Röm 8,11        Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt[19].
Dies setzt aber auch Gehorsam gegenüber Gottes Wort voraus (Röm 6,17). Wenn wir unserem Herrn, dem Gesalbten Gottes nicht gehorsam sind und IHM die Ehre nehmen, beginnt unser Licht zu „flackern" - es wird unruhig, brennt niedriger und droht zu erlöschen (Mt 25,1-13)  - es wird für den eingesetzten Zweck unbrauchbar. So kann es bei uns sein, wenn wir uns nicht stets mit der Weisung des Heiligen Geistes, also „neuem reinen Öl" füllen in Gebet und Studium Seines Wortes.

Joh 14,26       der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

 

Wenn wir uns an die Worte Gottes, die ER geboten hat, nicht in jeder Situation erinnern, kann das mehrere Gründe haben:

  • Gottes Wort, die Bibel, ist nicht unsere tägliche geistliche Nahrung (Joh 6,35);
  • der rauhe Wind der Welt bläst gegen die Flamme - nur eine kleine Brise, und sie verlischt;
  • mein Glaube ist unsicher und fragend in den Stürmen dieses Lebens, z. B. in Leid oder Glaubensprüfungen (Mt 8,25-27);
  • wir weichen von Gottes Wort ab, weil der Druck des Umfeldes oder einer Religionsgemeinschaft zu stark wird (Mt 23,13; Mk 14,66-72);
  • wir nähern uns verführerischen Menschenlehren (Pred 12,12) oder ordnen uns diesen sogar unter (1Joh 4,1; Mk 13,12; 1Tim4,1);
  • wir prüfen nicht in der Bibel, was wir lesen oder uns gelehrt wird (Apg 17,10-11)

 

Um als Kinder des Lichts (Eph 5,8) dienen zu können, müssen bei uns „Lichtscheren" angewendet werden, die den „Docht" beschneiden - dies wird „schmerzlich" sein (Hebr. 12,6-7). Unser Herr und Heilandwird aber „... den glimmenden Docht nicht auslöschen, bis er das Recht zum Sieg hinausführt" (Mt 12,20). Daher dürfen wir Seine Erziehung und Zurechtbringung nicht geringachten.

 

Das Wort Zucht, das von „züchtigen" abstammt, hieß im mittelhochdeutsch „zühter", was Lehrer und Erzieher bedeutete. Dabei sollen gewünschte Eigenschaften verstärkt und ungewünschte Eigenschaften unterdrückt werden (Wikipedia)

Die Priester der Stifthütte wussten, wie sie dieser zum Teil schmerzlichen Korrektur entgehen konnten:

2Mo 12,50      Und alle Kinder Israels machten es genau so, wie es JHWH dem Mose und Aaron geboten hatte, genau so machten sie es.

So sollen wir auch Gottes Wort in allem halten. Wenn wir wahrhaftig in der Nachfolge von Christus leben wollen, müssen wir ständige Gemeinschaft mit Gott durch Seinen Heiligen Geist (Öl in den Lampen - Mt 25,1 ff.) haben.

Spr 13,9 Das Licht der Gerechten wird hell brennen, die Leuchte der Gottlosen aber wird erlöschen.

 

 

d) Der Schaubrottisch

2Mo 25,23-28  Du sollst auch einen Tisch aus Akazienholz herstellen; zwei Ellen soll seine Länge sein und eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Höhe. Und du sollst ihn überziehen mit reinem Gold und ihn ringsum mit einem goldenen Kranz versehen. Auch eine Leiste sollst du ringsum an ihm anbringen, eine Handbreit hoch, und an seiner Leiste ringsum [wieder] einen goldenen Kranz befestigen. Und du sollst für ihn vier goldene Ringe machen, die du an den vier Ecken seiner vier Füße anbringen sollst.   Dicht unter der Leiste sollen die Ringe sein, zur Aufnahme der Tragstangen, damit man den Tisch tragen kann. Und du sollst die Tragstangen aus Akazienholz machen und sie mit Gold überziehen; mit ihnen soll der Tisch getragen werden.

Der Schaubrottisch stand an der Nordseite gegenüber dem siebenarmigen Leuchter. Erwar aus Akazienholz gefertigt, das mit reinem Gold überzogen war, was auf den Gottes Sohn als wahren Menschen und wahren Gott hinweist. Die Höhe des goldenen Tisches betrug anderthalb Ellen. Er hatte die gleiche Höhe wie das Gitter des Brandopferaltars im Vorhof. Auf dem Brandopferaltar lagen das Holz und das Opfer und auf dem Schaubrottisch die Frucht des Opfers - das „Brot des Lebens":

Joh 12,24       Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht.

Auf dem Tisch lagen die 12 Schaubrote (für die 12 Stämme Israel) aus Feinmehl des Weizens. Die Länge des Schaubrottisches von 2 Ellen (Zahl des Zeugnisses) weist nach meinem Verständnis auf das damalige Zeugnis des Volkes Israel für die absolute Vollkommenheit und Einheit ihres „einen" Gottes hin (1 Elle Breite).

 

An der umlaufenden Zierleiste wurde ein goldener Kranz befestigt - dies weist auf Gottes Sohn hin, der mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt ist.

Hebr 2,9         wir sehen aber Jesus, der ein wenig niedriger gewesen ist als die Engel wegen des Todesleidens, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; ...

Dieser umlaufende handbreite Kranz verhinderte auch, dass die Schaubrote von dem Tisch auf die Erde (Welt) fielen - ein Symbol des Gnadenerweises JHWHs.

Joh 10,28       und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.

 

Die 2 goldenen Tragstangen am Schaubrottisch sind wieder ein Bild dafür, dass unser Herr Jahuehschuah uns in Seiner Liebe trägt, bewahrt und umsorgt. ER ist unser Hirte und Aufseher unserer Seelen (1Petr 2,25) und trägt unsere Sünden (Jes 53,12).

 

e) Die 12 Schaubrote - wörtl. „Brot des Angesichts"[20] (vor JHWH)

3Mo 24,5-9    Und du sollst Feinmehl nehmen und davon zwölf Kuchen backen; ein Kuchen soll aus zwei Zehnteln [Epha] bestehen. Du sollst sie in zwei Schichten von je sechs Stück auf den reinen Tisch legen vor JHWH. Und du sollst auf jede Schicht reinen Weihrauch legen, und er soll für das Brot sein, als der Teil, der zum Gedenken bestimmt ist, ein Feueropfer für JHWH. Sabbat für Sabbat soll er sie beständig vor JHWH aufschichten, [als Gabe] von den Kindern Israels; das ist ein ewiger Bund. Und es soll Aaron und seinen Söhnen gehören; die sollen es essen an heiliger Stätte; denn als ein Hochheiliges von den Feueropfern JHWH's soll es ihm gehören, als eine ewige Gebühr.

 

Zwei Stapel von je 6 Broten aus zwei Zehnteln (Epha = ca.- 4,6 Liter) Feinmehl - auch als Kuchen oder Ringbrote bezeichnet - wurden nebeneinander gelegt. Der Weihrauch wurde in goldenen Schalen darauf gelegt. Sie lagen dort sieben Tage lang, Tag und Nacht im Heiligtum in dem hellen Lichte des goldenen Leuchters vor dem Angesicht Gottes. An jedem Sabbat wurden neue aufgelegt.Auf diese wurde wiederum „reiner" Weihrauch als ein Feueropfer für JHWH gelegt (3. Mose 24,5-9). Die Brote - sie wurden „das Brot" genannt (3Mo 24,7) - gehörten JHWH, durften aber von Aaron und seinen Söhnen, den Priestern, verzehrt werden. Die Brote wurden jede Woche neu zugerichtet. Sie bringen zum Ausdruck, dass Gott die Menschen versorgt und erhält. Die 12 Brote bezogen sich auf die 12 Stämme Israel - sie waren von Gott als ein Volk des Beispiels ausgewählt und als Sein Eigentum eingesetzt worden. Ihnen war die Verwalterschaft von Gottes Gesetzen und Geboten gegeben und Seinen ganzen Willen zu tun (2Mo 19,6; 5Mo 4,4-5; 7,6-9).

Wenn die Priester die Brote aßen, gaben sie der tiefen Gemeinschaft mit JHWH Ausdruck. Das Manna war dagegen die Speise des Volkes Gottes in der Wüste. Die Brote hingegendienten der priesterlichen Nahrung - ein besonderes Vorrecht für die Diener Gottes. Als hochheiliges Feueropfer JHWHs durften sie nur von denen gegessen werden, die an heiligem Ort lebten und dienten (3Mo 24,9).

 

Im NT wird das Brot als Zeichen der gütigen Zuwendung Gottes beschrieben:

Joh 6,35         Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten.

Indem wir unser Herz auf den gesalbten Sohn Gottes ausrichten sowie in der Gemeinschaft mit IHM leben, wird unser geistlicher Hunger gestillt, und wir empfangen ewiges Leben.

Die Schaubrote, die aus Weizenfeinmehl gebacken wurden, sind ein treffendes Bild für das reine, unbefleckte Menschsein unseres Herrn Jesus Christus, der für unsere Sündenschuld viel Leid ertragen hat und Sein Leben für uns hingab.

ER war das Weizenkorn, das in die Erde fiel, starb und viel Frucht brachte. Das reife Getreide wurde abgeschnitten und zu Garben gebunden. Diese Garben wurden durch harte Schläge gedroschen und das gewonnene Korn zwischen den Mühlsteinen gemahlen, anschließend gesiebt, zu Teig geknetet und in der Hitze des Backofens zu Brot gebacken. Dies ist auch ein Bild für die, die IHM in Treue nachfolgen.

Auf dieses Schaubrot wurde der Weihrauch in goldenen Schalen gesetzt als ein Wohlgeruch für Gott.

Eph 5,2           und wandelt in der Liebe, gleichwie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, zu einem lieblichen Geruch für Gott.

 

Die Priester aßen das Schaubrot und taten alles, was Gott geboten hatte. Dies gilt auch für uns heute:

Joh 6,50         dies ist das Brot, das aus dem Himmel herabkommt, damit, wer davon isst, nicht stirbt.

1Petr 2,9        Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht.

Auch die 12 Apostel (Apg 1,26) waren mit der Verwalterschaft des Reiches Gottes beauftragt. Sie nahmen das Wort Gottes - das Brot des Lebens - in sich auf und verkündeten es, damit alle, die den Sohn Gottes aufnahmen, das ewige Leben erhielten. Dies gilt auch für uns:

1Tim 3,15       damit du aber, falls sich mein Kommen verzögern sollte, weißt, wie man wandeln soll im Haus Gottes, ...

 

Wenn wir dieses lesen oder hören, prüfen wir uns anhand des Wortes Gottes, ob es bei uns so ist. Betrügen wir uns nicht selbst (Jak 1,22), damit unser Wandel in der Nachfolge nicht nur ein Lippenbekenntnis oder ein äußerer Schein ist - Gott schaut ins Herz. Wir können uns selbst betrügen, nicht aber Gott.

 

f) Die Gefäße des Heiligtums

2Mo 25,29      Du sollst auch seine Schüsseln machen, seine Schalen, seine Kannen und seine Opferschalen, mit denen man [die Trankopfer] ausgießt; aus reinem Gold sollst du sie machen.

Zur Vorbereitung der Dienste im Heiligtum waren Trankopferkrüge, Ölkrüge, Mörser und Mischgefäße für die heilige Salbung nötig. Es waren heilige Gefäße, von Gott ausgesondert zu einem bestimmten Zweck. Paulus schrieb auch an Timotheus, dass wir uns in der Nachfolge unseres Herrn Jahuehschuas reinigen und Gefäße zur Ehre Gottes sein sollen, die IHM nützlich sind (2Tim 2,20-21).

Verschiedene Gefäße, z. B. der Trankopferkrug, wurden auch für zusätzliche Opfer am Brandopferaltar benötigt. Siehe das Studium unter: „Altes Testament" : „Und sie sollen mir ein Heiligtum machen".

 

g) Der Räucheraltar

2Mo 30,1-10  Und du sollst einen Altar anfertigen, um Räucherwerk darauf zu räuchern; aus Akazienholz sollst du ihn machen. Eine Elle lang und eine Elle breit soll er sein, viereckig, und zwei Ellen hoch, und seine Hörner sollen aus einem Stück mit ihm sein. Und du sollst ihn mit reinem Gold überziehen, seine Platte und seine Wände ringsum und seine Hörner, und sollst ihm ringsum einen goldenen Kranz machen; und mache ihm zwei goldene Ringe unter dem Kranz; an seine beiden Seiten sollst du sie anbringen, an seinen beiden Wänden, und sie sollen die Tragstangen aufnehmen, dass man ihn damit tragen kann. Und die Tragstangen sollst du aus Akazienholz machen und sie mit Gold überziehen. Und du sollst ihn vor den Vorhang stellen, der vor der Lade des Zeugnisses hängt, und vor den Sühnedeckel, der auf dem Zeugnis ist, wo ich mit dir zusammenkommen will. Und Aaron soll wohlriechendes Räucherwerk auf ihm räuchern, Morgen für Morgen; wenn er die Lampen zurichtet, soll er es räuchern. Und auch wenn Aaron zur Abendzeit die Lampen zurichtet, soll er es räuchern. Es soll ein beständiges Räucherwerk sein vor JHWH bei euren [künftigen] Geschlechtern. Ihr sollt kein fremdes Räucherwerk auf ihm darbringen und auch kein Brandopfer, kein Speisopfer; und ihr sollt kein Trankopfer auf ihm ausgießen. Aber einmal im Jahr soll Aaron auf seinen Hörnern Sühnung erwirken; mit dem Blut des Sündopfers der Versöhnung soll er einmal jährlich darauf Sühnung erwirken für eure Geschlechter; er ist JHWH hochheilig.

 

Der Brandopferaltar (aus Kupfer) stand im Vorhof und wies auf die Vergebung unserer Schuld und unsere ewige Erlösung hin, die Gottes Sohn auf Golgatha erwirkte. Der Räucheraltar (aus Gold) im Heiligtum ist ein Bild für unseren Hohenpriester. Durch Seine wunderbare Errettung haben die Wiedergeborenen in Christus ein neues Leben und die Priesterwürde erhalten (1Petr 2,9), um im Heiligtum, dem Hause Gottes (1Tim 3,15), als wahre Anbeter im Heiligen Geist zu dienen (Joh 4,23).

Dem Jubel und Lobgesang der Söhne Korahs schließen sie sich von Herzen an.

Ps 43,3-4        Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen, dass ich komme zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dich preise auf der Laute, o Gott, mein Gott!

 

Der Räucheraltarhateine Länge von 1 Elle und eine Breite von1 Elle und ist2 Ellen hoch. Die 1 Elle weist auch wieder auf die absolute Vollkommenheit und Einheit Gottes hin. Der Räucheraltar ist daher auch ein Zeugnis (2 Ellen in der Höhe) für unseren Heiland und Erlöser, der als Priester in Ewigkeit (Ps 110,4; Hebr 7,17) uns vor dem Angesicht Gottes des Vaters (Hebr 9,24) in der Höhe (Lk 2,14a), vertritt[21]. ER dient uns als unser Mittler und Fürsprecher:

1Tim 2,5          Denn es ist {ein} Gott und {ein} Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus,

1Jo 2,1 ... wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten;

Hebr 7,25       Daher kann er auch diejenigen vollkommen erretten, die durch ihn zu Gott kommen, weil er für immer lebt, um für sie einzutreten.

 

Nur ER ist Gott dem Vater ein Wohlgeruch und nur durch IHN gelangen unsere Gebete vor Gottes Thron - den Thron Seiner Gerechtigkeit und Gnade.

Eph 5,2            ... (der) sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, zu einem lieblichen Geruch für Gott.

Dies schließt auch aus, dass es im Dienst am Altar Gottes oder am „Tisch unseres Heilandes und Erlösers" einen organisierten Gottesdienst mit einem Vorsitz oder einer Leitung gibt. Denn alle Priester im Heiligtum waren gleichrangig, und die Leitung der göttlichen Versammlung hat Gottes Sohn selber - ER ist das Haupt (Kol 1,18).

 

Die goldene Deckplatte war ringsherum mit einem goldenen Kranz verziert - ein Bild für den Sieger auf Golgatha, der jetzt Seinen Dienst als der Gekrönte vor Gott ausübt, der „König der Könige" (Offb 19,16). Dieser Dienst ist für alle Heiligen dieser Erde (Zahl 4), die ohne IHN nichts tun können (Joh 15,5).

Bei der Anbetung sollen die Erlösten aber stets daran denken, dass sie nur auf Grund des Blutes Christi (Mt 26,28) vor Gottes Thron treten dürfen. Darum mussten die vier goldenen Hörner[22] des goldenen Altars am großen Versöhnungstag immer wieder neu mit dem Blut des Sühnopfers bestrichen werden. Auch musste Blut vor den Altar selbst gesprengt werden. (3. Mose 16,18- 19). Für die erlösten Heiligen gilt:

Hebr 9,12       auch nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut [ist Christus] ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt.

 

 

Die vergoldeten Tragstangen

Die 2 goldenen Tragstangen in je 2 goldenen Ringen gelagert, waren wieder ein Bild unseres Heilands und Erlösers. Er dient uns in zweifacher Weise:

als Hoherpriester:

Lk 22,32   ich aber habe für dich gebetet,

  • dass dein Glaube nicht aufhöre;
  • und wenn du einst umgekehrt bist, so stärke deine Brüder!
als Sachverwalter:

Joh 14,26 der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen,

  • der wird euch alles lehren
  • und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

 

 

h)  Das Räucherwerk:

2Mo 30,34-38 Und JHWH sprach zu Mose: Nimm dir Spezerei: Harz, Räucherklaue und Galbanum, wohlriechendes Gewürz und reinen Weihrauch, zu gleichen Teilen, und bereite Räucherwerk daraus, nach der Kunst des Salbenbereiters gemischt, gesalzen, rein und heilig. Und zerreibe etwas davon ganz fein und lege etwas davon vor das Zeugnis in die Stiftshütte, wo ich mit dir zusammenkommen will. Das soll euch hochheilig sein. Und was das Räucherwerk betrifft, das du bereiten sollst, so sollt ihr in der gleichen Zusammensetzung für euch selbst keines machen, sondern es soll dir heilig sein für JHWH. Wer es nachmacht, um daran zu riechen, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk!

 

· [23] Harz / Balsam -Das Harz des Balsamstrauches oder das Gummi oder Harz des Amberbaumes.

  • Galbanum -ist der milchig weiße Saft einer Pflanze, welche auf Kalkboden wächst. Sein Geschmack ist scharf und er strömt einen unangenehmen Geruch aus. Doch mit andern Gewürzen zusammen ergibt sich ein herrlich duftendes Gemisch.

·       Räucherklaue- Die Meinungen gehen auseinander, ob die genannte Substanz von einer Schlangenart, aus Muscheldeckeln oder von einer Rosenart, der Zistrose,  gewonnen wird.

  • Weihrauch -wird aus dem Harz der Pflanze (oder Baum)gewonnen, das rötlich oder gelblich und von bitterem Geschmack ist. Wikipedia (von althochdeutsch wîhrouch: 'heiliges Räucherwerk'; zu "wîhen": 'heiligen', 'weihen').

Zusammenwirkend sind sie ein „Wohlgeruch für JHWH". Neutestamentliche Erklärungen dazu folgen im Teil 7.

 

Das Räucherwerk durfte nur durch Feuer vom Brandopferaltar angezündet werden, sonst war es verbotenes „fremdes Feuer". (3. Mose 10, 1; 16, 12.). Täglich wurde es morgens und abends vor dem Vorhang zum Allerheiligsten zugerichtet, sodass der Rauch ins Allerheiligste zog und als Wohlgeruch in Gottes Gegenwart kam. Dies symbolisierte die zu Gott aufsteigenden Gebete. Sowohl das „Öl der heiligen Salbung" der Priester als auch „das Räucherwerk" galten als hochheilig. Ihre Bestandteile wurden zerrieben oder zerstoßen, was an die vielfachen Leiden unseres Herrn  erinnert. Dem Räucherwerk wurde, wie auch allen anderen Opfern, Salz beigegeben[24]. Im Räucherwerk entstand so weißer Rauch - die Farbe der Reinheit.

 

Im Zusammenhang mit der Anbetung Gottes finden wir im Neuen Testament nur wenige Bibelstellen, in denen von einem Altar und Räucherwerk im bildlichen Sinn die Rede ist.

Drei Beispiele:

Mt 5,24           so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe!

Offb 5,8          Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm nieder, und sie hatten jeder eine Harfe und eine goldene Schale voll Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen.

Offb 8,3-4      Und ein anderer Engel kam und stellte sich an den Altar, der hatte ein goldenes Räucherfass; und ihm wurde viel Räucherwerk gegeben, damit er es zusammen mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar darbringe, der vor dem Thron ist. ...(s. a. Offb. 6,9; 11,1).

 

Da unsere Gebete nur durch unseren Herrn und Heiland als unseren Mittler und Fürsprecher vor Gottes Thron gelangen, müssen wir auch Sein Wort befolgen.

Röm 6,17        Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre (1), das euch überliefert worden ist. (1) die Schriften der Bibel

 

Die Gebete dürfen nicht als tote Formeln „in Seinem Namen" gesprochen werden (Mt 6,7).

  • Sie sollen in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes stehen (Mt 6,10).
  • Wir müssen ernstlich in festem Glauben bitten (Mt 21,22; Jak 5,16b),
  • unsere Schuld bekennen und anderen, die an uns schuldig geworden sind, vergeben (Mt 6,12), damit unsere Gebete nach dem Willen und Zeitpunkt unseres Vaters im Himmel erhört werden.

 

Die Priester durften auch weder Wein noch berauschendes Getränk trinken, wenn sie ins Heiligtum gingen, damit sie nicht starben (3Mo 10,9). Auch durften sie das Räucherwerk nicht nachmachen oder daran riechen, denn es war ausgesondert und ausschließlich zum alleinigen Gebrauch im Heiligtum für JHWH bestimmt. Sie sollten einen Unterschied zwischen dem Heiligen und Unheiligen machen (3 Mo 10,10). Dies sollte auch in unserem priesterlichen Leben sehr ernsthaft gelebt werden. Wie oft sind es unsere Gedanken und Augen, die sich an Unheiligem ergötzen, unser Mund, der eine Sprache spricht, die Gott den Allmächtigen nicht ehrt, wie oft istunser Handeln dem Willen unseres Vaters im Himmel nicht untertan.


i)   Schlussbetrachtung:

Gotteskinder sind die heilige Priesterschaft Gottes, Glieder des Leibes des gesalbten Gottessohnes. Sie lassen den

  • siebenfachen Geist Gottes (Jes. 11,2)wirken,
  • sienehmen das Brot des Lebens in sich auf,
  • sie wissen, dass sie durch keinen anderen Mittler und Fürsprecher Zugang zu Gottes Thron haben können, als nur durch Seinen geliebten Sohn (Lk 3,22), und nicht durch menschliche „Mittler oder Fürsprecher", die Sünder sind.
  • Sie werden Beter im Heiligen Geist (Joh 4,23; Jud 20) und werden sich in priesterlicher Gewohnheit täglich im Heiligtum aufhalten.

 

 

Dies gilt für uns heute:

3Mo 10,3  »Ich will geheiligt werden durch die, welche zu mir nahen, und geehrt werden vor dem ganzen Volk

Hebr 12,28     Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns die Gnade festhalten, durch die wir Gott auf wohlgefällige Weise dienen können mit Scheu und Ehrfurcht!



[1] Kol 1,10

[2] HERR im AT: Unter 1Mo 2,4 erklärt die Schlachter 2000 Bibel: HERR = hebr. Jahweh ... JHWH". Aus Wikipedia: JHWH: Das Tetragramm (Vierfachzeichen) JHWH ist die lateinische Umschrift der hebräischen Schreibweise des Gottesnamens hwhy [(hebräische Konsonanten (Mitlaute) Jod (י‎), He (ה‎), Waw (ו‎), He (ה‎)], von rechts nach links gelesen. Dem Konsonant w (waw) kann auch der Vokalwert o und u gegeben werden. Wahrscheinlich hat man JHWH, Jahweh oder Jahueh ausgesprochen, siehe auch Offb 3,8 „hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet". http://www.fossilizedcustoms.com/Name_Deutsch.htm. Das „h" am Ende ist ein Stützkonsonant (Mitlaut), der nur nötig ist,weil der letzte Laut ein Vokal (Selbstlaut) ist. Die Namen der Propheten im AT sind ein Beispiel für die Schreibweise: z. B. Jeremia = hebr. JirMöJa'Hu  = Jahu erhöht -s. Jer. 15,16 Fußnote zu Schlachter 2000: „denn dein Name wurde über mir ausgerufen". Anmerkung  „Schlachter 2000" zu Richter 8,33: »Baal (= Herr) des Bundes«, ein kanaanitischer Götze. In Hosea 2,18 -19 verkündet JHWH (oder Jahueh): „An jenem Tag wird es geschehen, spricht JHWH, dass du mich »mein Mann« (Jes 54,5) und nicht mehr »mein Baal« (mein HERR) nennen wirst; und ich werde die Namen der Baale aus ihrem Mund entfernen, dass an ihre Namen nicht mehr gedacht werden soll". Herr im NT = griechisch Kyrios

[3] Jesus - Die Schlachterbibel 2000 erklärt unter Matth. 1,21 „Jesus ist die gr. Umschrift des hebr. Jehoschua; dieser Name bedeutet »Der HERR ist Rettung«. (Anmerkung PS: Wikipedia: griechisch Ἰησούς = Iēsoûs, lateinisch Jesus). Anmerkung unter 1Mo 2,4 : HERR = hebr. Jahweh - JHWH". Hebräisch „schua" bedeutet „Rettung „ Gottes Sohn war Hebräer und Sein Name wird im Hebräischen (Kurz oder Langform, je nach Auslegung) Jahschua, Jahuschua, Jahuehschua (Jahueh ist „schua"  = Rettung) gesprochen. Er, der den Namen des Vaters in sich trägt (2.Mose 23,20 21; 1.Kor. 10,4; Joh. 5,43; 14,9; Kol 2,9). Die traditionelle Deutung des Namens als „Gott ist Rettung / Hilfe /Erlösung" rechnet mit einer Abstammung des Namens aus der Zusammensetzung von jhw und šuaʿ („um Hilfe rufen") - M. Noth. Die Israelitischen Personennamen, Stuttgart, 1928 (zit. in : HAL (Hebräisches und AramäischesLexikon) Eintrag zu וֹשׁוּע‎); Joshua in: EB (Encyclopedia Biblica). AusOffb 3,8: „ ...und (du) hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet". „Der Name über alle Namen" (Philipper 2,9)

[4] Menora - hebräische Bezeichnung für Leuchter, Lampe

[5] Tageslicht oder künstliches Licht

[6] mitHammerschlägen, Stiften oder kleinen Stempeln, Treibstöcken, o. ä

[7] 2Mo 32,1-6

[8] Mt 16,27; Joh 17,22; Heb 1,3; Offb 19,1

[9] 1Mo 22,18; Röm 6,17; 2Kor 10,5; Hebr 5,8; 1Petr 1,2

[10] Inquisition - siehe http://www.focus.de/wissen/bildung/Geschichte/tid-7702/kirchengeschichte_aid_136183.html

[11] Bittermandel = rosa Blüte

[12] Siehe „Das Heiligtum Gottes - die Stiftshütte, - Teil 2"

[13] Siehe „Das Heiligtum Gottes - die Stiftshütte, - Teil 4"

[14] Mt 13,8; Röm 7,4; Gal 5,22; Eph 5,9; Jak 3,18

[15] Joh 12,24;15,4;Mt 13,8; Röm 1,13;Spr 8,19;Röm 6,22; Mt 3,8;Hebr 13,15

[16] Lexikon zur Bibel von Fritz Rienecker und Gerhard Maier: Beim Menschen ist Tugend das Verhalten und Handeln, das aus dem Glauben wächst (2Petr 1,5) und ihm entspricht: wahrhaftiges, anständiges, gerechtes, reines, angenehmes und wohllautendes Reden und Tun (Phil 4,8). Es beruht wie jede Tüchtigkeit nicht auf eigener Kraft, sondern auf der Gabe Gottes (2Kor 3,5) und ist allein von seinem Urteil abhängig (2Kor 10,18). So erscheinen auch in den sog. Tugendkatalogen (Gal 5,22; Eph 4,1-3; Kol 3,12-14) diese Tugenden ausdrücklich als Frucht des Geistes und der Vergebung Gottes

[17] Griechisch / Deutsch Strong Lexikon= „egkrateia" = die Enthaltsamkeit; Selbstkontrolle,  Selbstbeherrschung, Disziplin; Tugend dessen, der seine (geschlechtlichen) Lüste und Leidenschaften unter Kontrolle halten kann. Gal 5,23; Apg 24,25; 2Petr 1,6;

[18] Lexikon zur Bibel von Fritz Rienecker und Gerhard Maier:  Hebr. jirah ist Furcht vor Gott und Ehrfurcht. Sie ist aber auch wahre Klugheit und der erste Schritt auf dem rechten Weg, der zum Ziel führt. Furcht und Ehrfurcht fließen hier ineinander- wer Gott fürchtet, achtet ihn in Ehrfurcht; und umgekehrt: wer Ehrfurcht vor Gott hat, fürchtet ihn auch, weil er um seine Heiligkeit weiß.

[19] Röm 6,4; 1Kor 6,14; 1Th 4,14

[20] Lexikon zur Bibel von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[21] Und nicht Maria, Seine Mutter oder die sogenannten Heiligen, denn diese sind alle Sünder.

Röm 3,23:       denn  alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten,

22Hörner reden von Stärke, Macht und Rettung; keh - ren = Horn www.bibelkreis.ch/themen/stiftshu.htm)

[23] http://www.israel-information.net/glossar/Pflanzen/PflanzenB.htm

[24] 2Mo 30,35; 3Mo 2,13; Hes 43,24: Salz ist ein Bild für eine lebenserhaltende bewahrende Kraft. Eine ewige Ordnung und ein ewiges Königtum werden von JHWH als Salzbund bezeichnet (4Mo18,19; 2Chron 13,5).

   
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