Viele Menschen in den Weltreligionen versuchen, durch Werke der Nächstenliebe ein Ziel im „Jenseits" oder in  ihrem „zukünftigen Leben" zu erlangen. Andere - und da schließe ich Atheisten mit ein -  tun diese Werke selbstlos und zum Wohl des Nächsten oder der Allgemeinheit.

 

Was berichtet die Bibel im Alten und Neuen Testament über „Werke tun"? Um dieses Thema zu betrachten, möchte ich ein Beispiel aus dem Neuen Testament als Leitbibelstelle benutzen [1]

Apg 9,36     In Joppe aber war eine Jüngerin namens Tabitha, was übersetzt »Gazelle[2]« heißt; diese war reich an guten Werken und Wohltätigkeit, die sie übte.

 

Hier wird eine Jüngerin Tabitha beschrieben - sie war reich an guten Werken und Wohltätigkeit. Reich an guten Werken und Wohltätigkeit zu sein, beschreibt, dass ihr Leben damit ausgefüllt war. Wenn Tabitha in der Bibel erwähnt wird, ist sie ein Vorbild denen, die den Willen Gottes tun wollen.

Um das Thema leichter zu erfassen, werde ich es in einige Abschnitte aufteilen.

 

1. Gottes- oder Menschenwerke?

Sind es nicht die Religionsgemeinschaften, Gemeinden, Versammlungen oder wir persönlich, die ihre eigenen Werke tun und als Gottesdienst bezeichnen? Welche Mühe machen sich Verantwortliche, jaganze Teams, um dies für Gott zu tun. Sie erdenken und erproben neue Formen und Abläufe, die oft imNachhinein als „schöner und erbaulicher Gottesdienst" bezeichnet werden. Nicht wenige führen u. a. „denetwas anderen Gottesdienst" mit moderner Musik, Multimedia und Theater u. v. m. ein, um die Kirche oder Versammlung wieder „voll" zu bekommen. Etliche stützen sich dabei auf „fremde Quellen" (Bücher, Konzepte, o. ä.), die in der Bibel in Bezug auf Gottes Wort als Sauerteig bezeichnet werden (1Kor 5,6; Mt 16,6-11), als verborgene Durchmischung des reinen Wort Gottes. Die Bibel beschreibt dies als Sünde, als Auflehnung gegen Gottes Wort und Seiner alleinigen Autorität.

 

Gottes Wort, die Bibel ist uns gegeben, um Gottes Willen zu erkennen. Gott, der Allmächtige sagt:

Jes 55,8      ... meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht JHWH[3];

Wenn wir dies nicht beachten, erheben wir uns über Gottes Willen und tun den Willen des Widersachers, der sagte: Sollte Gott wirklich gesagt haben, ...?" (1Mo 3,1).

 

Gottes Willen zu suchen, ist daher eine Sache der Ehre Gottes und des Gehorsams. Wer Gott liebt, betrachtet den eigenen Willen nicht als Maßstab und tut nichts aus Eigennutz, Eigenruhm oder aus irdisch menschlichen Motiven. Auch versucht er nicht, durch „ eigene Werke" Menschen zum Glauben an Jesus, den Christus[4], zu bringen.

 

Wem dienen - biblisch betrachtet - alle Werke?  Wer führt sie aus?  Wem werden sie übertragen?

Röm 11, 36 Denn von ihm (JHWH) und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Ehre in Ewigkeit!

Hebr 2,7     Du hast ihn (den Messias) ein wenig niedriger sein lassen als die Engel; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt und hast ihn gesetzt über die Werke deiner Hände;

Hebr 13,21 er rüste euch völlig aus zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus. Ihm sei dafür die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit!

 

„IHM gebührt die Ehre" - Zeigt uns aber nicht die Wirklichkeit, dass Menschen sich in jeglicher Form, durch Preisverleihung für Bestseller, durch Reden, Beifall, Ehrenzeichen, Orden oder sogar durch Kniefall gegenseitig ehren, obwohl die Heilige Schrift ermahnt:

Ps 115,1     Nicht uns, o JHWH, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre, um deiner Gnade und Treue willen!

Gott selbst sagte:

Jes 48,11    Um meinetwillen, um meinetwillen will ich es vollbringen! Denn wie würde ich sonst gelästert! Und ich will meine Ehre keinem anderen geben.

SEIN Sohn, auf den sich viele berufen, sagte: Ich nehme nicht Ehre von Menschen,..." (Joh 5,41)

Welch ein demütiges Beispiel angesichts vieler Religionsführer, Verantwortlicher und sogenannter Würdenträger. Kein Beifall für Seine Person, Predigten, Werke und Taten.

 

Gott selbst rüstet uns nach Seinem Willen aus, um Seine Werke zu tun.

Eph 2,10     Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken,die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

Wir sollen in allem Seinen Willen tun. Vielleicht beten wir immer wieder: "Dein Wille geschehe", und tun danach den eigenen Willen. Ich möchte es dem Leser überlassen darüber nachzudenken, wass wohl Gott, der Allmächtige, darüber denkt.

 

2. Was sagt die Bibel über Werke der Liebe Gottes?

In 1Kor 13,1-6 wird sichtbar, wie wir die Liebe Gottes, die durch Seine Werke Ausdruck findet, leben sollen. Dies sollten wir regelmäßig lesen und uns prüfen, ob wir in dieser Liebe wirklich leben. Den Willen Gottes zu erfassen, bedingt also, regelmäßig und unablässig Gottes Wort zu studieren. Gehören wir aber vielleicht zu denen, die sagen: „Dies sind hohe Ziele - dies vermögen wir nicht, weil wir zu schwach und nicht vollkommen sind; außerdem haben wir nicht die Zeit dazu" - und tun dann lieber unsere Werke?

 

Im alttestamentlichen „Hohenlied"[5] wird die Liebe Gottes, bildhaft[6] jedoch anders beschrieben:

Hl 8,6-7      ... Denn die Liebe ist stark wie der Tod, und ihr Eifer unbezwinglich wie das Totenreich; ihre Glut ist Feuerglut, eine Flamme JHWHs. Große Wasser können die Liebe nicht auslöschen, und Ströme sie nicht ertränken. ...!

  • stark wie der Tod (menschlich gesehen: unbezwinglich)
  • ihr Eifer unbezwinglich wie das Totenreich (Hes 39,25; Gal 4,16)
  • ihre Glut ist Feuerglut (zunehmend und lang anhaltend heiß)
  • eine Flamme JHWHs (die uns im Heiligen Geist „brennend" macht für unseren Herrn und Bräutigam (Mt 9,15; Joh 3,29)
  • große Wasser können die Liebe nicht auslöschen
  • Ströme sie nicht ertränken!

Wenn wir diesen Weg der Liebe Gottes gehen (Seine Werke tun), sollten wir auch beachten, dass die Liebe Gottes auch manchmal hart (Ps 118,18) oder unnachgiebig sein kann, wie ein Vater, der sein Kind vor dem falschen Weg bewahren will (Hebr 12, 6-10). Sie kann auch Traurigkeit bewirken und Tränen fließen lassen (s. a. Jer 13,17a), wenn sie erkennt, dass der Mensch Gottes Weg unbeugsam in Ungehorsamkeit geht.

Unser Herr und Heiland, Gottes geliebter Sohn, der SEIN Wesen hat, war erfüllt davon:

Lk 13,34     Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind; wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt!

Lk 19,41-42    Und als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie und sprach: Wenn doch auch du erkannt hättest, wenigstens noch an diesem deinem Tag, was zu deinem Frieden dient! Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen.

 

Auch Paulus war im Werk Seines Herrn ganz von dieser Liebe Gottes erfüllt:

Röm 9,1-4  Ich sage die Wahrheit in Christus, ich lüge nicht, wie mir mein Gewissen bezeugt im Heiligen Geist, dass ich große Traurigkeit und unablässigen Schmerz in meinem Herzen habe. Ich wünschte nämlich, selber von Christus verbannt zu sein für meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleisch, die Israeliten sind, denen die Sohnschaft und die Herrlichkeit und die Bündnisse gehören und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die Verheißungen;

 

Die Werke Gottes haben Bestand und dienen der Ewigkeit. Menschenwerke sind zeitlich und haben keinen Bestand (z. B.  Mt 7,24-26; 2Kor 4,18 b).

Pred 9,1      Dies alles habe ich mir zu Herzen genommen, und dies habe ich zu erkennen gesucht, dass die Gerechten und die Weisen und ihre Werke in der Hand Gottes sind. ....

Ps 139,14   ...; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl!

Jak 1,17     Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel.

 

 

3. Was sagt die Bibel  über die Menschen, die Gottes Werke tun wollen?

Gott, der Licht und Liebe ist (1Joh 4,8; 1Joh 1,5), sagt demnach: Wer diese Liebe nicht lebt, der ist nicht aus IHM geboren und kennt IHN nicht (1Joh 4,7-8). Wie tragisch ist es daher, dass viele, die sich Christen nennen, hier einer Selbsttäuschung oder einer Verführung unterliegen (Offb 12,9; 1Petr 5,8; Eph 2,2; 1Joh 4,1; Jer 17,5) und ihre eigenen Werke tun.

Wer zu einem neuen Leben wiedergeboren ist und treu in der Nachfolge leben will, der übt sich, Gottes Wort ernst zu nehmen, in Seiner Liebe zu leben, nach Recht und Gerechtigkeit zu handeln -  Barmherzigkeit und Treue zu Seinen Geboten begleiten seinen Weg. Hier bedeutet „sich üben" nicht,  so lange zu probieren, bis es klappt, sondern dies tun, bis es Bestandteil des eigenen Wesens wird. Denn Gott fordert:

1Kor 10,12 Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle!

Jak 1,22     Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen.

Gal 6,3       Denn wenn jemand meint, etwas zu sein, da er doch nichts ist, so betrügt er sich selbst.

 

Lassen wir auch davon ab, unsere eigenen Taten nach unseren Gedanken zu bewerten, sondern nehmen wir Gottes Wort als alleinigen Maßstab, denn ER ist der gerechte Richter (Jer 16,17; 2Tim 4,8; Heb 4,12-13). Dies beinhaltet auch, dass wir uns nicht von menschlichen Kirchen oder Gemeinschaften, Statuten, Satzungen, Büchern (Pred 12,12) irgendwelche Lasten auferlegen lassen. Dies ist kein Aufruf zu Widerstand oder Rebellion, sondern ein Hinweis auf Gottes Wort.

Kol 2,20      Wenn ihr nun mit Christus den Grundsätzen der Welt gestorben seid, weshalb lasst ihr euch Satzungen auferlegen, als ob ihr noch in der Welt lebtet? Siehe auch Joh 15,19; 17,16.

 

Schon zur Zeit Seiner irdischen Verkündigung sprach Jesus Christus über die „Schriftgelehrten" und die, dieeigene theologische Ausrichtungen, außerhalb der Heiligen Schrift hatten:

Mt 23,13-14    Aber wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Reich der Himmel vor den Menschen zuschließt! Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, die lasst ihr nicht hinein. Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Häuser der Witwen fresst und zum Schein lange betet. Darum werdet ihr ein schwereres Gericht empfangen!

Mt 23,23-29    Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Minze und den Anis und den Kümmel verzehntet und das Wichtigere im Gesetz vernachlässigt, nämlich das Recht und das Erbarmen und den Glauben! Dieses sollte man tun und jenes nicht lassen.... Ihr blinden Führer, ... ! ..., ihr Heuchler, dass ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reinigt, inwendig aber sind sie voller Raub und Unmäßigkeit! ... ...  ihr Heuchler, dass ihr getünchten Gräbern gleicht, die äußerlich zwar schön scheinen, inwendig aber voller Totengebeine und aller Unreinheit sind! ... ... ! So erscheint auch ihr äußerlich vor den Menschen als gerecht, inwendig aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit. ...

 

Harte Worte - aber Gottes Sohn schaute in ihr Herz und sah ihre Taten. Ohne anzuklagen, müssen wir feststellen, dass sich über die Jahrhunderte bis heute im großen Ganzen nur wenig geändert hat. Daher gilt für uns die Mahnung:

Mt 5,20       Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen!

 

Die Aufrichtung eigener Gebote, Gesetze, Satzungen usw. wird Gottes Strafe treffen und ist „gott-los".

5Mo 4,2Ihr sollt nichts hinzufügen zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt auch nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote JHWHs, eures Gottes, haltet, die ich euch gebiete.

Offb 22,18...Weissagung dieses Buches ...: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht;

Offb 22,19und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens ....

2Jo 1,9Jeder, der abweicht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, der hat Gott nicht; wer in der Lehre des Christus bleibt, der hat den Vater und den Sohn.

Wir erkennen immer mehr, dass wir in Gottes Wort bleiben müssen, um nicht „eigene" Werke" zu tun.

 

 

4. Wie können wir denn nun die Werke unseres Herrn erkennen und tun?

Gottes Wortist unsere Wegesleuchte - unser „Navigator".

Ps 119,105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.

Ps 18,31     Dieser Gott - sein Weg ist vollkommen! Das Wort JHWHs ist geläutert; er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.

Jes 40,8      ...  das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit!«

Joh 8,31     ...: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger,

Jer 7,23      ... dieses Wort habe ich ihnen befohlen: Gehorcht meiner Stimme, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein; und wandelt auf dem ganzen Weg, ...!

Nur wenn wir Seinem Wort gehorsam sind, können wir Sein Werk (Seinen Weg mit uns) erkennen und tun.

 

Gott ist Liebe. Wir  können aber von uns aus diese göttliche Liebe nicht leben. Wir müssen Gott bitten, dass ER uns diese Liebe durch den Heiligen Geist in unser Herz ausgießt (Röm 5,5b).

Dies setzt dann voraus, dass wir ein Leben der Hingabe führen wollen. Paulus und Johannes sagten:

Gal 2,20     Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

1Jo 3,16     Daran haben wir die Liebe erkannt, dass Er sein Leben für uns hingegeben hat; auch wir sind es schuldig, für die Brüder das Leben hinzugeben.

 

Bewusste Hingabe bedeutet: Ich gebe mich hin";  leidenschaftlicher Einsatz; mit Eifer das tun, was Gottes Wille ist; Opferbereitschaft; Engagement und selbstlose Haltung bei der Arbeit für andere. Die Bibel beschreibt dies als "das eigene Leben verlieren".

Mt 10,39     Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden!

Joh 12,25   ... wer sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.

„Das eigene Leben" ist alles, was dem Selbstbewusstsein und der Eigenliebe, der Selbstverwirklichung dient.

 

Gott erkennt unsere Einstellung zu IHM:

Jes 66,2      .... Ich will aber den ansehen, der demütig und zerbrochenen Geistes ist und der zittert vor meinem Wort.

Dies bedeutet, sich ganz Gottes Willen unterzuordnen und den eigenen Willen zu „zerbrechen".

Bei der Jüngerin Tabitha wurde dies sichtbar - sie war reich an guten Werken und Wohltätigkeit. Es war keine äußerliche Frömmigkeit, sondern ein Leben der Hingabe an den Nächsten.

Gott schenkt uns dazu in Seiner Gnade Gaben (Eph 3,7).

1Petr 4,10       Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes:

1Kor 7,7     ...; aber jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so.

 

Gott gibt neben den Gaben auch die Weisheit und Fähigkeiten, das Wollen und Vollbringen dazu (Lk21,15; Phil 2,13). Wir müssen nur eins tun: IHN in Demut (Jak 4,6; Apg 20,19; Psalm 34,19) aufrichtig (Jak 4,3; Ps 53,3; 2Chr 16,9a) darum bitten (Mt 7,7-8).

 

Trotzdem wird immer wieder die hilflos klingende Frage gestellt: „Wie erkenne ich denn diese Gaben?"

Mk 4,9        Und er sprach zu ihnen: Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Wir müssen nur auf die Stimme „unseres Herzens" in Bereitschaft, Aufmerksamkeit und mit Freuden hören.

Wenn wir täglich Sein Wort (das Brot des Lebens, Joh 6,35; 6,63) in der Stille unserer „Kammer" in Bibelstudium (Apg 17,11) in uns aufnehmen, im Gebet verharren (Apg 1,14; Kol 4,2) und bewusst in Seiner Nachfolge leben (Lk 9,23), werden wir dies erkennen.

 

Gottes Heiliger Geist ist es, der es unserem menschlichen Geist vermittelt.

Joh 14,26   der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

1Kor 12,1   Über die Geisteswirkungen aber, ihr Brüder, will ich euch nicht in Unwissenheit lassen.

1Kor 12,7+11 Jedem wird aber das offensichtliche Wirken des Geistes zum [allgemeinen] Nutzen verliehen. ... Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der jedem persönlich zuteilt, wie er will.

 

Tabitha hatte Röcke und Kleider für Viele gemacht. Sie folgte den Anweisungen unseres Herrn, Bedürftige zu kleiden (Mt 25,35-40).

Im Brief des Apostel Paulus an Timotheus können wir von weiteren „einfachen" Diensten lesen:

1Tim 5,10       und ein Zeugnis guter Werke hat; wenn sie Kinder aufgezogen, Gastfreundschaft geübt, die Füße der Heiligen gewaschen, (auch niedrige Dienste an Geschwistern im Herrn) Bedrängten geholfen hat, wenn sie sich jedem guten Werk gewidmet hat.

 

Hier sei ernstlich darauf hingewiesen, dass wir nicht aus Werken gerecht werden können, sondern nur aus Glauben und Gnade (Eph 2,8-9). Jedoch ist dieser Glaube ohne Werke tot.

Jak 2,14-16    Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann ihn denn dieser Glaube retten? Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt, und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch!, aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen?

Jak 2,22     Siehst du, dass der Glaube zusammen mit seinen Werken wirksam war, und dass der Glaube durch die Werke vollkommen wurde?

 

Die Werke Gottes tun, die ER für uns bereitet hat, geht mitten ins Irdische, in den Alltag hinein. Der Mensch schaut dann nicht immer zuerst auf das Eigene (Mt 19,19). Das Licht Gottes scheint auch für andere - Liebe heißt geben, nicht nehmen. Gib unverzüglich!

Spr 3,27-28     Verweigere keine Wohltat dem, welchem sie zukommt, wenn es in der Macht deiner Hände liegt, sie zu erweisen! Sprich nicht zu deinem Nächsten: »Geh hin und komm wieder; morgen will ich dir geben! «, während du es doch hast.

 

Eine arme Witwe zur Zeit Elias (1Kö 17,9-24) wie auch die Witwe im Tempel zu Jerusalem (Mk 12,42- 44), sind Beispiele der selbstlosen Hingabe. Tabitha und noch viele andere lebten, was unser Herr gelehrt und vorgelebt hatte. ER ist auch unser Hirte (Psalm 23) und ist stets für uns da.

Lk 11,9- 13 Und ich sage euch: Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan. Welcher Vater unter euch wird seinem Sohn einen Stein geben, wenn er ihn um Brot bittet? Oder wenn [er ihn] um einen Fisch [bittet], gibt er ihm statt des Fisches eine Schlange? Oder auch wenn er um ein Ei bittet, wird er ihm einen Skorpion geben? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wieviel mehr wird der Vater im Himmel [den] Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!

 

Alles, was wir den geringsten Bedürftigen tun, haben wir für unseren Herrn getan Siehe Mt 25,34-46 und Lk 10,25-37).

Gott gibt aber auch geistliche Gaben, wie Unterweisung in Seinem Wort und Seelsorge (Joh 21,15-16).

Eph 4,7       Jedem einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe des Christus.

Joh 13,17   Wenn ihr dies wisst, glückselig seid ihr, wenn ihr es tut!

Jak 1,22   Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen.

 

 

5. Was ist, wenn Gott eine Zeitlang schweigt?

Gott erteilt klare Aufträge nach den Gaben und Fähigkeiten, die ER uns gegeben hat, damit wir SEINE Werke (Joh 9,4) tun. Wenn wir dies nicht sofort erkennen (in der Stille, bei Bibelstudium und Gebet), müssen wir warten - auf ein Stichwort, eine Bitte, eine Aufforderung oder die Stimme des Herzens.

Wir sollten nicht „drauf los" nach unseren Vorstellungen vorgehen. Wenn wir Gott bitten, wird Er uns klar dazu auffordern - die Bibel ist reich an solchen Beispielen. Oft müssen wir im Stillsein auf IHN warten.

Ps 62,6       Nur auf Gott wartet still meine Seele; ....

Ps 38,16     Denn auf dich, JHWH, harre ich; du wirst antworten, o JHWH mein Gott!

Ps 42,12     Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott,

 

Wenn wir auf Gott warten, schweigt ER nicht. Oft müssen wir nur beharrlich im Gebet warten, bis Gott sich zu uns zuneigt.

Ps 40,2       Beharrlich habe ich auf JHWH geharrt, da neigte er sich zu mir und erhörte mein Schreien.

 

Unser liebender Vater weiß, wann ER uns mit Aufgaben durch Seinen Sohn betrauen kann:

Ps 40,3       Er zog mich aus der Grube des Verderbens, aus dem schmutzigen Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels; er machte meine Schritte fest

 

Wir kennen dies aus den Aufgaben dieser Welt - wir erhalten nur eine Arbeit oder Anstellung bzw. Aufträge, wenn der Auftrag- oder Arbeitgeber sich von unserer Qualifikation, Zuverlässigkeit, Bereitschaft und Treue überzeugt hat. Gott schaut auch auf unsere Einstellung (2Chr. 16,9; Jer 16,17; 17,10; Spr 5,21; Ps 139,3).

 

Es kann aber auch sein, dass Gott über längere Zeit schweigt.

[7]Das Schweigen Gottes, das sich über Wochen, Monate oder auch Jahre hinziehen kann, ist heilsam - wie könnte es anders sein! Wenn Gott schweigt, gereicht es Seinen Lieben zum Heil. Denken wir an Abraham. Gott hat ihn berufen, auszugehen aus Ur in Chaldäa, von seiner Verwandtschaft an ein Ziel, das er nicht kennt. So wie auch uns, im Grunde ist es der gleiche Ruf. Doch dann redet Gott 17 Jahre lang nicht mehr mit Abraham. In dieser Zeit, in dieser langen Zeit sitzt Abraham aber nicht in einem Kloster, sondern er tut etwas: er bewegt sich weiter. Immer noch das Ziel vor Augen, das er gar nicht recht kennt, immer noch den Nachkommen verheißen, aus dem jene kommen werden, die zahlreich wie die Sterne sind, die Gläubigen, die Kinder Gottes. Das alles muss dem Abraham oft und oft durch den Kopf und das Herz gegangen sein. 17 Jahre sind eine lange Zeit.

 

Mit Mose begann Gott zu reden, als er bereits 80 Jahre alt war. Dass er aber schon auf den kleinen Mose im Kästchen im Nil achtgehabt hatte, ist uns allen bekannt.

Hiob durchlebte die ganze Zeit der Krankheit ohne ein Wort von Gott, ohne eine Antwort. Bis der Zeitpunkt Gottes eintraf. Als Gott dann aus dem Wettersturm mit Seinem Fragenkatalog an Hiob herantrat, da wurde Hiob gesund. Genesen an Gott! Trotz - oder gerade wegen dem langen Schweigen.

 

Die Jünger haben das eines Tages verstanden. Sie sagten einen bemerkenswerten Satz:

Joh 16,30   Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und es nicht nötig hast, dass dich jemand fragt...

»Du bedarfst nicht, dass Dich jemand frage« - Das ist das Ende des Suchens, das ist die Geborgenheit in Gott.

Manche sagen: „wenn ich einmal heimkomme zu Gott, dann werde ich dies und jenes fragen,  was ich schon immer wissen wollte". Wenn ich aber das Kapitel 38 im Buch Hiob zu lesen beginne, denke ich, ich werde nichts zu fragen haben, - wenn ich der Größe, Allmacht und Allwissenheit Gottes gegenüberstehe. An Gott hört das Wissenwollen auf - Gott selber ist das Ende aller menschlichen Fragen.

 

Heilsam und schwer zieht sich das Schweigen Gottes durch viele Zeitabschnitte, über lange Jahre im Leben von vielen Gläubigen. Josef wurde von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft (Ps 105,17; 1. Mo 37,28).

Von ihm lesen wir weiter:

Ps 105,18-19   Sie zwangen seinen Fuß in einen Stock; sein Hals kam ins Eisen - bis zu der Zeit, da sein Wort eintraf und der Ausspruch JHWHs ihn geläutert hatte. (Ende Zitat W.F.)

 

Alle diese Glaubenszeugen harrten fest im Warten und Glauben aus:

Hebr 11,1   Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.

Jak 5,11     Siehe, wir preisen die glückselig, welche standhaft ausharren! Von Hiobs standhaftem Ausharren habt ihr gehört, und ihr habt das Ende gesehen, das der Herr [für ihn] bereitet hat; denn der Herr ist voll Mitleid und Erbarmen.

 

Diese Glaubenszeugen sollen uns stärken und ermutigen, sie haben das Schweigen Gottes kennengelernt. Wir brauchen nicht zu verzagen, wenn wir teilweise von großen Zeitspannen lesen, bis Gott eingriff. Es gibt aber auch Beispiele, wo dies unmittelbar oder in kürzerer Zeit geschah.

Für Ihn ist unser ewiges Leben entscheidend. Ewiges Leben bedeutet, in Seinem Reich zu sein.

ER weiß, was für uns in allen Dingen am besten ist.

Röm 8,28    Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.

 

Die Zeit des Schweigens Gottes in unserem Leben soll uns zubereiten, IHN zu erkennen, IHM zu vertrauen.

2Kor 5,7     Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.

Ps 56,5       In Gott will ich rühmen sein Wort; auf Gott vertraue ich und fürchte mich nicht; was kann ein Mensch mir antun?

 

Beachten wir, dass wir ohne unseren Herrn nichts tun können (Joh 15,5). ER will durch uns wirken und bereitet alles nach dem Willen unseres Vaters im Himmel (Joh 5,19;Eph 2,10).

Wenn wir dies wirklich glauben und in Treue verharren wie die vielen Glaubenszeugen, dann heißt es auch für uns,  keine „eigenen Wege" zu gehen.

Mk 10,52    Da sprach Jesus zu ihm: Geh hin; dein Glaube hat dich gerettet! Und sogleich wurde er sehend und folgte Jesus nach auf dem Weg.

 

 

6. Tägliche Schritte

  • Jeden Tag müssen wir unserem Herrn und Heiland unsere ganze Hingabe kundtun und Ihn bitten, dass wir Seinen Willen erkennen und Er uns helfen möge, ihn zu tun. Dann müssen wir aberauch wachsam sein und beachten, was ab da in unserem Tagesablauf passiert.
  • Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut - tut alles zur Ehre Gottes! (1Kor 10,31)
  • Tut alles ohne Murren und Bedenken, (Phil 2,14)
  • Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn. (Kol 3,17)
  • Lesen wir täglich in der Heiligen Schrift (Apg 17,11) und verharren wir im Gebet.
  • Wandeln" wir mit unserem Herrn und Heiland und unserem Vater im Himmel

Dann wird der Tag ganz auf den Willen Gottes ausgerichtet - es ist spannend, was ER für uns bereitet hat.

 

Beachten wir nochmals, dass es die „geringen" Dinge sein können, wie sie die Jüngerin Tabitha tat.

Kol 3,23      Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen,

 

 

7. Schlussbetrachtung

Gott wird uns alles zur Verfügung stellen, um Seine Werke im Glauben zu tun.

Ps 32,8       - »Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, auf dem du wandeln sollst; ich will dir raten, mein Auge auf dich richten.

Die Arbeit an der Stiftshütte unter Mose ist ein beredtes Beispiel dafür:

2Mo 35,30-31 Da sprach Mose zu den Kindern Israels: Seht, JHWH hat Bezaleel mit Namen berufen, ..., und hat ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit Geschicklichkeit für jede Arbeit,

2Mo 36,1    ... und alle Männer, die ein weises Herz hatten, in die JHWH Weisheit und Verstand gelegt hatte, damit sie wussten, wie sie alle Werke machen sollten für den Dienst des Heiligtums, sie handelten nach all dem, was JHWH geboten hatte.

 

Wir erhalten alles nach unserem Vermögen und unserer Kraft.

Röm 12,6-8     wir haben aber verschiedene Gnadengaben gemäß der uns verliehenen Gnade; ... wenn wir einen Dienst haben, [so geschehe er] im Dienen; wer lehrt, [diene] in der Lehre; wer ermahnt, [diene] in der Ermahnung; wer gibt, gebe in Einfalt; wer vorsteht, tue es mit Eifer; wer Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit!

 

1Kor 12,4-7+11          Es bestehen aber Unterschiede in den Gnadengaben, doch es ist derselbe Geist; auch gibt es unterschiedliche Dienste, ...; und auch die Kraftwirkungen sind unterschiedlich, doch es ist derselbe Gott, der alles in allen wirkt. Jedem wird aber das offensichtliche Wirken des Geistes zum [allgemeinen] Nutzen verliehen.... Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der jedem persönlich zuteilt, wie er will.

 

Es gibt viel zu tun im Werk unseres Herrn - in der Reich-Gottes-Arbeit

Wo das Geistliche triumphieren soll, muss aber das Fleischliche weichen, siehe auch Röm 8,9.

Joh 6,63     Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben.

 

Da, wo Du wohnst und hingestellt wirst, tu Deinen Dienst. Auch wenn Du manchmal warten musst, ist das folgende wichtig:

  • die Treue zu Gott, dem Allmächtigen und zu Seinem geliebten Sohn.

1Kor 4,2         Im übrigen wird von einem Haushalter nur verlangt, dass er treu erfunden wird.

Lk 16,10         Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht.

Lk 16,11         Wenn ihr nun mit dem ungerechten Mammon nicht treu wart, wer wird euch das Wahre anvertrauen?

 

 

  • Heute ist keine Zeit des Ausruhens oder der Trägheit, sondern eine Zeit der Freude und Gelegenheiten:

Spr 19,15         Faulheit versenkt in tiefen Schlaf, und eine träge Seele muss hungern.

Mk 14,38         Wacht und betet, damit ihr nicht in Anfechtung geratet! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach

Eph 6,18          indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen,

Spr 10,28         Das Warten der Gerechten wird Freude werden, ....

Eph 5,16          und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse.

 

Unser Herr warnt aber auch davor, „Ja" zum Dienst zu sagen und ihn dann nicht zu tun(Mt 21,28-31; 5,37),

Mt 7,21       Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.

Lassen wir also ab von dem, was unserer Meinung nach richtig ist, sondern schauen wir in Gottes Wort!

 

Glauben wir den Worten unseres Herrn (Apg 17,11) und nicht Menschen, die über die Bibel hinausgehen.

Joh 5,19     ... Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.Anm.:So auch wir" (Joh 13,16).

Joh 14,12   Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere (die ER bereitet) als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe.

 

Es ist eine wunderbare Zeit, unseren Herrn in Seinem ganzen göttlichen Wesen zu erkennen. Als Gott, der Allmächtige zu Hiob aus dem Gewittersturm gesprochen hatte, und ihm klar machte, dass es vermessen und überheblich sei IHN mit dem Verstand zu begreifen, antwortete Hiob demütig:

Hi 42,2+4-5    Ich erkenne, dass du alles vermagst, und dass kein Vorhaben dir verwehrt werden kann. ...  »Höre nun, ich will reden; ich will dich fragen, und du belehre mich[s. auch Kap. 38, 2-3; 40,7] Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen.

Welch eine Gnade schenkte ER Hiob, und diese ist für alle bereitet, die IHN lieben (Röm 8,23).

 

Aus Hiobs Worten spricht von Herzen Dankbarkeit. Dies sollten wir auch nie vergessen.

Phil 4,6+8   Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.... Im übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht!

Ein Ansporn zum geistlichen Wandel in Wort und Tat, in Seinen Werken, die Er für uns bereitet hat.

 

Dann wird unser Herr, wenn wir einst bei IHM sind, sagen:

Mt 25,21+34   ... Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn! ... Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, und erbt das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt!

Offb 22,12  Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird.



[1] Bibelstellen aus der Schlachter 2000 Übersetzung. Texte in einfacher Schriftart und Hervorhebungen stammen vom Verfasser

[2] Wir lesen wir in der Bibel, dass Gott, der Allmächtige, Menschen, die Er erwählt hatte und die in der Nachfolge gehorsam gelebt hatten, neue Namen gegeben hat. Andere erhielten von Geburt an den auserwählten Namen. Ein lateinisches Sprichwort sagt: „Nomen est omen", dies bedeutet: der Name ist eine Vorhersage (Vorzeichen). Könnte „Gazelle" für ihre vorzüglichen Eigenschaften stehen? Im Dienst des Herrn geschärfte Sinne (Augen, Ohren, Hände) und Wendigkeit. Sie erfasst alles, wo Gefahren und Bedürfnisse sind, und reagiert schnell.

[3] In den meisten Übersetzungen ist „HERR" geschrieben. Das ist aber nur eine Umschrift von JHWH (Jahweh). Im Hebräischen kann dem Konsonanten  „w" (waw) auch der Vokalwert „o" und „u" gegeben werden. In Anlehnung an diehebr. Schreibweise der Propheten, z. B. Jesaja = hebr. Jeschajahu = (Jahu ist Hilfe), gehen wir von „u" aus. Die Aussprache lautet daher Jahu oder Jahueh.

[4] Jesus Christus ist die lateinische Umschriftvon griechisch Ιησούς Χριστός, Aussprache und Betonung: Iesús Christós, ɪɛˈsʊs xrɪsˈtɔs, (Jesus, der Gesalbte). Gottes Sohn war Hebräer. Folgerichtig müsste Sein NameJahuehschua = „Jahueh rettet" (Mt 1,21) heißen. Lateinisch Christus = Hebr. Machiach (Gesalbter); Deutsch Messias = Gesalbter. Jahuehschua ha (der) Maschiach

[5] hebr. Schir Ha Schirim = „Das Lied der Lieder"

[6] Alttestamentlich die Liebe JHWHs zu Seinem Volk. Neutestamentlich die Liebe des Messias zu Seiner Braut.

[7] Aus „Das Schweigen Gottes", Werner Fürstberger- 28.02.10www.predigten-vortraege.at,

   
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