Immer mehr Menschen verlieren das Vertrauen in die Geldmärkte, die gerechte Handlungsfähigkeit von Regierenden, u.v.a.m. Verliert ein Christ in den "Stürmen" und Unsicherheiten dieser Zeit, das Vertrauen in Gott?

Gottes Wort ist daher ein "Fels" - ein "sicherer" Wegweiser, in dieser unsicheren Zeit.

Nachdem unser Herr über den Ernst der Nachfolge und unsere ganze Lebensausrichtung dahin gesprochen hatte, trat ER in ein bereitstehendes Schiff, um die Jünger weitere wichtige und grundlegende Dinge zu lehren.

Wir müssen bedenken dass zuvor in der sogenannten Bergpredigt (Mt Kap. 5-7) die Aufforderung zur Nachfolge für einige sicher sehr „radikal", oder anders ausgedrückt extrem und konsequent dargelegt worden war. Es gibt da keinen Raum für ein „Aber", und auch nicht die Entscheidung  hinauszuschieben.

Der schwache und oft angstvolle Mensch bringt es jedoch von sich aus nicht fertig, dies auszuführen. Daher war es erforderlich, unmissverständlich deutlich zu machen, mit wem die Jünger es zu tun hatten und wem sie „blind" vertrauen konnten. Auch war es sicher unserem Herrn wichtig, dass die Jünger ihren eigenen Stand erkannten - dies lesen wir in Vers 26.

Den eigenen Stand schonungslos zu erkennen, ist daher für uns für die Ewigkeit wichtig:

2Kor 5,10   Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, damit jeder das empfängt, was er durch den Leib gewirkt hat, es sei gut oder böse.

 

Zu den Themenbibelstellen

Mt 8,23       Und er trat in das Schiff, und seine Jünger folgten ihm nach.

Nach der „Extremforderung" „Lass die Toten ihre Toten begraben" (siehe das Studium Matthäus Kap. 8,23-27)ist es schon bemerkenswert, dass die Jünger IHM ohne Widerspruch und scheinbar ohne besondere zusätzliche Aufforderung nachfolgten. Sie hatte sich entschlossen, ihr Leben nach den Worten ihres Herrn ohne „Kommentar" auszurichten. Dies wurde später auch immer wieder von den Aposteln angemahnt.

Jak 1,22     Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen.

 

 

 

Mt 8,24       Und siehe, es erhob sich ein großer Sturm auf dem See, so dass das Schiff von den Wellen bedeckt wurde; er aber schlief.

Eine Nachfolge, die sich nicht in außergewöhnlichen Situationen bewährt - das heißt, wir leben so weiter wie bisher  -, ist keine wahre Nachfolge und lässt uns die große Macht und Treue unseres Herrn nicht erkennen. In Prüfungen und Bedrängnissen lernen wir nämlich, große Freude zu haben, dass unser Herr uns in Seinem Werk einsetzt (Eph 2,10). Diese Prüfungen kommen nicht per Zufall:

2Chr 16,9   Denn die Augen JHWHs durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist...!

Darum werden wir aufgefordert, jeder für sich selbst anhand von Gottes Wort zu prüfen (1.Thess 5,21), was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist (Röm 12,2; vgl. auch Eph 5,10), eben das Beste und wertvollste (Phil 1,10).

 

Dann beginnt, sich auch manchmal in unserem Leben ein großer „Sturm" zu erheben, wo wir meinen, dass alles überschwappt. Da enden das Wohlgefühl, die Betulichkeit und Gemütlichkeit.

 

Der Messias schlief - das zeigt auch, wie anstrengend die Arbeit im Werk Gottes sein kann. Er schlief auch, weil Er sich in allen Situationen in der Hand des Vaters im Himmel geborgen wusste. Kein Wasser kann das Boot verschlingen, in dem der Herr des Meeres, der Erde und des Himmels liegt.

 

Mt 8,25       Und seine Jünger traten zu ihm, weckten ihn auf und sprachen: Herr, rette uns! Wir kommen um!

Die Jünger weckten Ihn und baten um Errettung. Hieraus können wir lernen, dass wir:

  • nicht erst in Notsituationen zum Herrn gehen, sondern wir sollen mit IHM in allen Situationen wandeln und mit IHM engen Kontakt haben (Ps 119,97).
  • nicht „schläfrig" werden und „allezeit" wachen sollen. Wenn wir nun doch in eine Notsituation kommen, dürfen wir nicht warten, bis die Wellen drohen, uns niederzureißen.
  • Gewissheit haben dürfen, dass unser Herr nicht schläft.

Ps 121,3     Er wird deinen Fuß nicht wanken lassen, und der dich behütet, schläft nicht.

Ps 121,4     Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.

Mk 13,33    Habt acht, wacht und betet! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.

 

 

Mt 8,26       Da sprach er zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf und befahl den Winden und dem See; und es entstand eine große Stille.

ER sagte nicht: "Seid guten Mutes, der Wind wird gleich aufhören", sondern: Was seid ihr so furchtsam, ihr Kleingläubigen?

Fürchten wir uns noch vor Situationen, die auf uns zukommen könnten?

Nur Kleingläubige fürchten sich.

1Jo 4,18     Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat mit Strafe zu tun; wer sich nun fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe.

 

Wir sollen alles aus der Hand unseres Herrn annehmen, egal was uns passiert - unser Herr schläft doch nicht. Es ist sogar tragisch, dass wenn der Mensch von Gott fern ist - also „gott- los" ist-, er sich berechtigter Weise fürchten muss.

Spr 10,24    Was der Gottlose fürchtet, das wird über ihn kommen, den Wunsch der Gerechten aber wird Er erfüllen.

 

Wer sich sorgt, Furcht oder Angst hat, ist dem Frieden fern. Darum gilt das Wort für uns:

Joh 16,33   Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!

 

Die einzige „Furcht", die wir haben sollten, ist die Gottesfurcht.

Offb 14,7    Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen; und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat!

Ps 115,11   Die ihr JHWH fürchtet, vertraut auf JHWH! Er ist ihre Hilfe und ihr Schild.

 

Immer wieder musste unser Herr die Jünger, und dies gilt auch für uns heute, an die Auswirkungen  festen Glaubens und  Vertrauens erinnern.

Mt 21,21     Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht nur tun, was mit dem Feigenbaum geschah, sondern auch, wenn ihr zu diesem Berg sagt: Hebe dich und wirf dich ins Meer!, so wird es geschehen.

Hier sprach er bildhaft über die unermessliche Kraft Gottes, die im Leben derer wirksam wird, die wahren Glauben haben. Beachten wir aber auch, wenn wir um etwas bitten, dann muss dies in Übereinstimmung mit den in der Bibel festgelegten Grundsätzen geschehen.

Damals konnten die Jünger unseren Herrn und Seine Wundertaten sehen und erleben - sie waren im „Schauen". Für uns gilt daher Sein Wort:

Joh 20,29   ...; glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben!

Wenn Sein Wort uns tägliche Speise (wir nehmen es auf) wird, wird uns zur Gewissheit, dass ER alle Macht dieses Universums hat: „Dann stand er auf und befahl den Winden und dem See; und es entstand eine große Stille".

 

Wir sollen auch in allem, was uns bedrängt, still sein und es unserem Herrn zu Füßen legen. Dies gilt auch, wenn „Sturm" in der Ehe, Familie, Beruf, o. ä. aufkommt.

Ps 46,11     »Seid still und erkennt, dass ich Gott bin; ...«

ER will für uns „kämpfen (2Mo 14,14), und wir sollten dies nicht nur hören, sondern in die Tat umsetzen. Wir sollen nur den guten Kampf des Glaubens kämpfen (1. Tim 6,12).

 

 

 

Mt 8,27       Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Wer ist dieser, dass ihm selbst die Winde und der See gehorsam sind?

Hier wird beschrieben, dass die Menschen sich wunderten. Wenn so ein Sturm über die See peitscht, bleibt das Land nicht unberührt. Die große Volksmenge an Land (Mt 8,18) bekam dies zwangsweise mit - zuerst die aufgepeitschte See, dann abrupt - plötzlich, blitzschnell eine Stille. So etwas hatte man noch nie erlebt. Sie erkannten auch sofort, dass dies eine Ursache hatte: „Wer ist dieser, dass ihm selbst die Winde und der See gehorsam sind?"

 

Wenn man nicht still ist und dem Wort Gottes zuhört sowie Täter des Wortes wird, kann man unseren Herrn, Heiland und Hirten nicht wahrhaft erkennen.

Ps 82,5       Aber sie erkennen nichts und verstehen nichts, sondern wandeln in der Finsternis;...

 

Eins tut not: werden wir demütig und zerbrochenen Geistes (Ps 34,19). Denn wir hören oft zu, aber verstehen trotzdem nicht alles. Meinen wir nicht auch, sofort alles zu wissen, was Gottes Wort aussagt?

Beten wir dass wir verstehen, was es für einen Sinn hat, wenn unser Herr Sturm in unserem Leben zulässt.

Ps 119,27   Lass mich den Weg verstehen, den deine Befehle weisen, so will ich reden über deine Wundertaten.

Wenn ich wirklich verstehe, verkünde ich auch Sein Wort - nicht nur in der Versammlung.

 

ER ist unser Töpfer (Jes 64,7), der aus uns ein herrliches Gefäß machen will.

  • Dazu lässt ER, wenn es sein muss, Stürme der Bewährung (1. Petr 1,6-7) zu
  • ER züchtigt uns (Hebr 12,6-7), wenn wir nicht auf Seinen Wegen bleiben und Sein Wort auch leben
  • ER erprobt uns, ob unser Glaube echt ist und sich in allem bewährt
  • ER möchte, dass wir IHN nicht nur vom Hörensagen (Predigt), sondern durch unseren unverbrüchlichen Glauben, auch in Stürmen unseres Lebens erkennen. Dann werden wir IHN auch „sehen" (Hiob 42,5).

Er hilft uns, dass wir Sein Ziel erreichen. Nehmen wir daher alles in festem Glauben an!

1Petr 1,8-9 Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, und über ihn werdet ihr euch jubelnd freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen!

 

   
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