Ein Christenleben wird einst bewertet, ob seine Nachfolge in Christus echt ist. Gott, der Allmächtige, wird dies durch Seinen Sohn selber beurteilen. Täuschen wir uns nicht - dies könnte "ewige" Folgen haben. Gottes Wort wird die Grudlage des Gerichtes sein. Lassen wir uns daher schon heute, solange es noch Zeit ist, durch sein Wort die Bibel, beurteilen. Die Entscheidung liegt bei jedem selber - sich zu ändern oder so zu bleiben, wie man ist.

 

 

Mt 8,18 -22      Als aber Jesus die große Volksmenge um sich sah, befahl er, ans jenseitige Ufer zu fahren. Und ein Schriftgelehrter trat herzu und sprach zu ihm: Meister, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst! Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel des Himmels haben Nester; aber der Sohn des Menschen hat nichts, wo er sein Haupt hinlegen kann. Ein anderer seiner Jünger sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben! Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach, und lass die Toten ihre Toten begraben!

 

 

 

Es gibt auch eine Nachfolge, die nicht echt ist, und in Gottes Augen kein Anteil und Erbe an Seinem Wort hat. Das lesen wir in Apg 8,9-24.

Der Zauberer Simon (dies gilt aber auch für andere) glaubte und war auf den Namen Jesu getauft (Apg 8,13) und wollte mit Geld Vollmacht wie die Apostel erhalten.

Apg 8,19     und sprach: Gebt auch mir diese Vollmacht, damit jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt! Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du meinst, die Gabe Gottes mit Geld erwerben zu können! Du hast weder Anteil noch Erbe an diesem Wort; denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott! So tue nun Buße über diese deine Bosheit und bitte Gott, ob dir die Tücke deines Herzens vielleicht vergeben werden mag; denn ich sehe, dass du in bitterer Galle steckst und in Fesseln der Ungerechtigkeit!

 

Dies zeigt die Möglichkeit des Irrtums, in dem man sich bzgl. der Nachfolge befinden kann.

Auch die Taufe ist wirkungslos, wenn ich nicht aufrichtig vorher mein bisheriges Leben bereut habe, dies bekenne und Buße tue. Wenn ich nicht ein Leben mit 180 Grad Umkehr in die andere Richtung führe, auf dem schmalen Weg gehe (Mt 7,13-14) und der Welt ein Licht bin.

 

Zu den Themenbibelstellen

 

Mt 8,19 - Ein Schriftgelehrter sprach zu ihm: Meister, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst!"

Dies war schon erstaunlich, weil die Schriftgelehrten im Wort des Gesetzes unterrichteten (Neh 8,13, Mt 23,2) und sie laut Christus zu denen zählten, die das Volk lehrten, aber das Reich der Himmel vor den Menschen zuschlossen (Mt 23,13-14.27). Sie zählten auch zu denen, die Jesus Christus in Seiner Verkündigung „fangen" wollten (Mt 22,15).

Dieser Schriftgelehrte wollte IHM, wie so manch anderer, aber aufrichtig nachfolgen.

 

Mt 8,20 Jesus Christus erklärte ihm sofort und ohne Umschweife, was die „Bedingungen" einer echten Nachfolge sind. Die Nachfolge muss „ganzheitlich sein", und die weltlich erstrebenswerten Dínge - mein Haus, mein Boot, mein Pferd (oder ähnliches) - haben dann im Dienste des Reiches Gottes keinen Raum. Da mag mancher wohl jetzt  „ja - aber" sagen; da kann es dann nur heißen, dies mit unserem Herrn persönlich zu besprechen und in Seinem Wort darüber täglich nachzusinnen (Psalm 119,97).

 

Mt 8,21-22 Schauen wir uns dazu noch einige Bibelstellen zusätzlich an und lassen diese zu uns sprechen:

Lk 9,59-62 Er sagte aber zu einem anderen: Folge mir nach! Der sprach: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben! Jesus aber sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes! Es sprach aber auch ein anderer: Herr, ich will dir nachfolgen; zuvor aber erlaube mir, von denen, die in meinem Haus sind, Abschied zu nehmen! Jesus aber sprach zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes!

 

Nachfolge bedeutet:

  • Das bisherige „weltliche" Leben aufzugeben
  • Verpflichtungen oder Interessen, die scheinbar „wichtig" sind und die mein bisheriges Leben prägten (es sei denn, für meine Familie zu sorgen, 1.Tim 5,8), aufzugeben.
  • Wenn wir „Ausreden" haben oder andere Dinge wichtiger nehmen als die Arbeit für das Reich Gottes, sind wir nicht in der wahren Nachfolge.
  • Dies bedeutet auch, sich von allem fernzuhalten, was nicht zur Ehre Gottes dient und den Tempel des heiligen Geistes nicht würdigt (1.Kor 3,16). Hüten wir uns auch davor, diese Unterschiede selber zu bestimmen (Jes 55,8-9).
  • Ganz im Dienst des Reiches Gottes zu stehen.

 

Nur die „geistlich" Toten (die nicht gerettet sind) nehmen Jesu Ermahnung nicht ernst und können sich um die weltlichen Dinge kümmern.

 

Unseren Heiland und Erlöser „Herr" zu nennen und seine eigenen Interessen, den Job oder irgendeine Aufgabe in den Vordergrund zu stellen, steht nicht nur im völligen Widerspruch, sondern ist Ungehorsam und Lästerung, weil wir doch gleichzeitig beten „Dein Wille geschehe".

 

„Folge mir nach" ist eine ernsthafte, unmissverständliche Aufforderung zur Tat (Mt 7,21).

Eph 2,10     Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

 

Jesus Christus spricht an anderer Stelle selbst oder durch Seine Apostel über weitere Bedingungen in der echten Nachfolge, die weit über einen Hauskreis oder über dem Wohlfühlen dienende   Gemeindeaktivitäten hinausgehen.

 

Lassen wir daher wieder Gottes Wort sprechen und bitten IHN in Demut, dass ER uns durch Seinen Heiligen Geist erkennen lässt, wo wir als Einzelne oder Gemeinschaft stehen und wo wir uns ernstlich ändern müssen - damit dies nicht nur bei „Erklärungen" bleibt, sondern zum Tun des Wortes führt (Jak 1,22).

  • Petrus sagte: „Mein Leben will ich für dich lassen!", Joh 13,37
  • ...: Folgt mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen!, Mt 4,19
  • Da verließen sie sogleich die Netze und folgten ihm nach. Mt 4,20
  • Schauen wir nicht, was die anderen tun und wie sie es tun: Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was ist aber mit diesem? Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, dass er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach! Joh 21,21-22
  • Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert, Mt 10,38
  • Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden, 2Tim 3,12
  • Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden! Mt 10,39 - dies kann Hobbys und vieles andere mehr bedeuten.
  • Denn ich werde ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines Namens willen, Apg 9,16. Da werden sich Menschen - womöglich auch Familienmitglieder - von einem abwenden bzw. einen „nicht für voll" nehmen. Wir werden nicht mehr „anerkannt".

Wenn Gott Leiden für uns bestimmt hat, und alles uns zum Besten dient, dann muss Leiden etwas sein, das Gutes bringt.

  • Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus; wenn wir wirklich mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm verherrlicht werden, Röm 8,17
  • Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt, 1Petr 2,21 - dies bedeutet, den gleichen Weg zu gehen; da haben weltliche Vergnügen keinen Platz - wir sollen uns im Herrn freuen (Phil 4,4), und zwar im Maß dessen, wie wir Anteil am Leid Christi haben (1Petr 4,13). Dies ist ernsthaft zu bedenken. W. Mac Donald schreibt in seinem  Kommentar zum Neuen Testament dazu: „Der Erlöser starb nicht für mich, damit ich wie zuvor weiterlebe, wie es mir gefällt. Er starb für mich, damit er von nun an sein Leben in mir ausleben kann."
  • Und du sollst JHWH, deinen Gott, lieben „mit deiner ganzen Kraft" - „und deiner ganzen Seele und deinem ganzen Denken" (5.Mo 6,5; Lk 10,27) - d.h.: mit allem, was ich vermag. Ich stelle mein Leben in den Dienst Gottes - mit allen meinen Fähigkeiten, Talenten oder Gaben, meinem Können, meiner  physischen und geistlichen Kraft.
  • Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Röm 12,1
  • Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat,  Gal 2,20
  • Denn euch wurde, was Christus betrifft, die Gnade verliehen, nicht nur an ihn zu glauben, sondern auch um seinetwillen zu leiden, Phil 1,29
  • Jetzt freue ich mich in meinen Leiden, [die ich] um euretwillen [erleide], und ich erfülle meinerseits in meinem Fleisch, was noch an Bedrängnissen des Christus aussteht, um seines Leibes willen, welcher die Gemeinde ist, Kol 1,24

 

Dies klingt für manche wohl beängstigend oder man fühlt sich im ersten Moment hilflos - eins darf aber nicht sein: dass wir dies auf die leichte Schulter nehmen.

 

Hier die Worte der Ermutigung und des Trostes:

2Kor 1,5     Denn wie die Leiden des Christus sich reichlich über uns ergießen, so fließt auch durch Christus reichlich unser Trost.

Mt 10,28     Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle!

1Petr 3,14   Doch wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr! Ihr Drohen aber fürchtet nicht und lasst euch nicht beunruhigen;

Röm 8,18    Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.

2Kor 1,6     Haben wir Bedrängnis, so geschieht es zu eurem Trost und eurer Rettung, die sich wirksam erweist in standhafter Erduldung derselben Leiden, die auch wir erleiden; werden wir getröstet, so geschieht es zu eurem Trost und eurer Rettung;

Mt 28,20     und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.

 

 

Erlaube mir, zuvor" oderaber erlaube mir" soll ersetzt werden durch „Ja, Herr, ich folge sogleich nach".

1Kor 10,12  Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle!

 

Nehmen wir deshalb alle diese Worte und auch die Abschlussermahnung ernst.

 

Zum Schluss sei noch bemerkt, dass nicht alles Leid direkt durch die Nachfolge verursacht wird, sondern dass Gott uns durch Züchtigung formen will, siehe dazu Hebr 12,4 - 8; Röm 9,21.

   
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