Nur wer auf der Grundlage des Gehorsams gegenüber Gottes Wort baut, steht fest. Der Jünger, der hört und die Gebote Christi erfüllt, ist wie ein weiser Mann, der sein Haus auf Felsen baut. "Sein Haus" (Leben) hat ein festes Fundament, das auch, wenn es von den „Stürmen dieser Weltzeit“ umtost ist, nicht fallen wird.

Mt 7,24       Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute.

 

Ein jeder nun, der diese meine Worte hört

  • Jeder, der die Verkündigung von Gottes Wort hört (Mt 13,23). Daher ist es Pflicht, das Evangelium (durch Wort und Tat) zu verkünden (Mt 24,24), da wo ich hingestellt bin.
  • sie tut (Jak 1,22-25; Kol 3,17). Tun bedeutet: wenn ich das Wort gehört habe, muss ich es umsetzen, sonst betrüge ich mich selber. Jeden Tag soll ich Jesus Christus bitten, dass ER mir zeigt, was ER für mich bereitet hat (Joh 9,4; Eph 2,10)
  • Was ist Klugheit im Dienst des Reiches Gottes? [1]Klugheit ist Kraft und Klarheit des Verstandes zur sachlichen Beurteilung von Menschen und Dingen. Sie bestimmt das Handeln durch Erkenntnis des Zieles (Spr 10,5; Lk 16,3-8) und Weges (Mt 10,16). Rechte Klugheit ist Gottes Gabe (1Chr 22,12); sie kommt aus dem Wort Gottes (Ps 119,104. 130), daher ist tägliches Studium (Apg 17,11) im Gebet unerlässlich und richtet das Leben auf das letzte Ziel aus (Ps 90,12). Wo Klugheit nicht mit Weisheit verbunden ist, d.h. mit der Bindung an ewige Ordnungen, wendet sie unrechte Mittel (menschliche Redeweisheit) an (1Kor 1,17), führt zum Verderben (Dan 8,25) und macht unfähig zur Erkenntnis Gottes (Jes 29,14; Mt 11,25; 1Kor 1,20; 3,19).

  • sein Haus auf den Felsen baute. Die Worte tun" bedeutet ja, dass ich Gottes Wort befolgen will und nicht nur hören. Ich habe dann Anteil am Bau des geistlichen Hauses Gottes (2.Kor 5,1). Kann man Gott ein physisches Haus bauen? (Jes 66,1-2) - nein. Christus vergleicht hier dies mit einem Hausbau, dessen Fundament auch fest und unerschütterlich sein muss. Das Fundament ist die Grundlage für ein Haus. In der Bibel ist der Fels das Bild der Stärke (Ps 31,3), des Schutzes und der Sicherheit (Ps 40,3; Jes 32,2; 33,15-16). Wegen der Unveränderlichkeit des Felsgesteines bezeichnet die Bibel oftmals Gott als einen Fels (5Mo 32,4; Ps 18,3.32; Jes 26,4). Dieser Fels wurde in und durch Christus (griech.) [hebr. = „Machiach"; das heißt „der Gesalbte"; lat. = Messias], sichtbar. Christus war schon für das Volk Israel der „Fels" gewesen (1.Kor 10,1-4). Wir bauen auf Christus, den Fels, auf dem das Haus Gottes gebaut wird. ER ist das Wort (Joh.1,1-14). Daher: wer Seine Worte hört und danach handelt (auch verkündet), baut auf Felsen.

Mt 7,25       Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, fiel es nicht; denn es war auf den Felsen gegründet. Joh 12,25; Spr 10,25; 1Joh 2,16-17,

 

Welche Stürme des Lebens sind wohl gemeint? Rechnen wir denn in unserem christlichen Leben mit „Stürmen, Unwetter, Platzregen"? Hier steht, dass man damit rechnen muss:

2Tim 3,12   Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden.

Wenn ich dieses Wort Gottes ernst nehme, muss ich mich fragen - lebe ich gottesfürchtig?

 

Unser Leben muss Gott gefallen (Mt 7,20-23; Kol 3,22 - 24; 1. Thess 4,1)

 

Gal 2,20     Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

2Kor 11,26      Ich bin oftmals auf Reisen gewesen, in Gefahren auf Flüssen, in Gefahren durch Räuber, in Gefahren vom eigenen Volk, in Gefahren von Heiden, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem Meer, in Gefahren unter falschen Brüdern;

 

Es geht darum, den Willen Gottes zu tun und nicht nur Hörer zu sein. Darum warnte ER:

Mt 7,21-23 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!

Jeder muss sich die Frage stellen, ob das, was er tut, der Wille unseres Vaters im Himmel ist (Mt 12,50; Joh 5,30; Joh 6,57)? Dies gelingt nur aufrichtig, in dem ich mich nicht selber bewerte, sondern anhand von Gottes Wort (Jes 55,8-9; Jes 65,2).

Liegt uns auf der Zunge, zu sagen „Ja, aber ..."? Das sollten wir uns verkneifen - Er ist ja da

 

Mt 7,26       Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Mann gleich sein, der sein Haus auf den Sand baute.

Mt 13,21; Spr 19,27. Wenn ich nicht auf Gottes Wort hören will, brauche ich es erst gar nicht zu hören. Darum heißt es: „Wer Ohren hat zu hören, der höre" (Lk 8,8). Man kann aber Gott nichts vormachen (Psalm 14,2; 2.Chr 16,9). Ein Haus auf Sand bauen bedeutet: Lehren von Menschen und eigene nicht an der Bibel ausgerichtete Auslegungen - da verlasse ich den Schutz und die Sicherheit. Unser Herr will das „ Haus Gottes" bauen; nur dann steht es auf Felsen.

Die bedeutet für uns als am Bau „sichtbar" (Mt 5,14) Beteiligte, dass wir täglich nach Seiner Anweisung (Gottes Wort, der Bibel) bauen. ER ist gleichzeitig der Architekt, Statiker und das Fundament.

 

 

Mt 7,27       Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, da stürzte es ein, und sein Einsturz war gewaltig.

Platzregen und Sturmwind bedeuten Strafe Gottes (Hes 13,13) für die Menschen. Wenn wir unser Haus auf eigene Gedanken und Wege aufbauen, 2.Joh 1,9; Jes 28,17, dann erträgt Gott unseren Gottesdienst" und die Gebete nicht ( Jes 1,13-19; Offb 2,2-4). Ein "Gebäude" nach unserem Willen und unseren Gedanken stürzt früher oder später ein,  wenn nun Stürme, Platzregen, etc eintreffen:

 

Mt 24,9       Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten; und ihr werdet gehasst sein von allen Heidenvölkern um meines Namens willen.

Dann müssen wir auf Felsen gebaut habe - nahe am Herrn sein.

 

 

Mt 7,28       Und es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, erstaunte  die Volksmenge über seine Lehre

Joh 7,46 ...: Nie hat ein Mensch so geredet wie dieser Mensch!

 

Wenn wir Gottes Wort verkünden als ein zweischneidiges Schwert (Offb 1,16) und nicht nur von Gottes Liebe, sondern auch von Seinem Zorn (Psalm 21,10; Ps 76,8; Lk 3,7; Joh 3,36;Offb 11,18) sprechen,dann werden die, die das Wort hören, auch erkennen, dass es nicht „Menschenworte" sind.

 

Mt 7,29       denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.

Vollmacht, gr. „exousia"[2]; daraus leitet sich „die Exekutive" (vom lateinischen [3]exsequi = ausführen, auch: ausführende Gewalt oder vollziehende Gewalt) ab. Es ist die Freiheit und das Recht, zu handeln, die Macht und Autorität, die Er vom Vater im Himmel erhalten hat (Mt 11,27; Mt 28,18). Die Lehren der Schriftgelehrten erschienen in diesem Licht nur noch als Gefasel.

 

 

Schlussbemerkung: Lk 14,28-30 und

Gal 5,7       Ihr lieft gut; wer hat euch aufgehalten, dass ihr der Wahrheit nicht gehorcht?

Dies sollte niemals für uns gelten - siehe auch Hebr 6,11



[1] Lexikon zur Bibel von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[2] Griech, Strong Lexikon

[3] http://www.focus.de/schlagwoerter/themen/s/staatsapparat/

   
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