Wenn Christen heute gefragt würden, was das wichtigste in ihrem Leben ist, bekäme man womöglich eine Vielzahl unterschiedlicher Antworten. Diese könnten verschiedene Handlungsfelder und Aufgaben umfassen: Recht und Gerechtigkeit, Einheit, Stärkung der Gemeinde, Seelsorge, Bibelstudium, Werke der Barmherzigkeit, der Familie dienen, u.v.a.m.

 

Vorwort: Texte in einfacher Schriftart und Hervorhebungen stammen vom Verfasser. Die Bibelstellen wurden aus der Schlachter 2000 Übersetzung entnommen, bei Bedarf mit den dort angegebenen Fußnoten. Dort auch wird in der Fußnote zu 2.Mose 3,14 erläutert: „Der hebräische Name des Gottes Israels (in dieser Übersetzung mit HERR wiedergegeben; wahrscheinlich lautete er »Jahweh«) beruht auf dem hebr. Wort hawa = »sein / existieren«; von daher die Wendung »Ich bin, der ich bin«. Daher habe ich für „HERR" JHWH eingesetzt.

 

Ja, diese Dinge sind wichtig. Aber dies kann man - und das mögen vielleicht einige nicht akzeptieren - ohne völlige Hingabe an Gott, den Allmächtigen tun. In der Bibel steht:

Kol 2,23     die freilich einen Schein von Weisheit haben in selbstgewähltem Gottesdienst und Demut und Kasteiung des Leibes, [und doch] wertlos sind und zur Befriedigung des Fleisches dienen.

 

Man kann die oben aufgeführten Dinge tun, aber der Welt noch nicht gestorben sein.

Weil schon das Volk Israel Gott nicht mit ungeteiltem Herzen diente, erhielt der Prophet Elia den Auftrag zu verkünden: „..."Wie lange wollt ihr auf beiden Seiten hinken? ..." (1Kö 18,21).

Der Apostel Johannes ermahnte:

1Jo 2,15-16    Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt.

 

Wahrer Christ sein bedeutet:

Kol 2,20     Wenn ihr nun mit Christus den Grundsätzen der Welt gestorben seid, ...

Kol 3,1       Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.

 

Suchen wir also, was „droben" im Reich Gottes ist - was uns gesagt wurde.

Schon im Alten Testament steht geschrieben:

5Mo 6,5-9  Und du sollst JHWH, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen, und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst; und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein; und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.

Und im Neuen Testament wird ergänzt:

Mt 22,38     Das ist das erste und größte Gebot.

 

Als die Jünger Christus fragten, was das Zeichen Seiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeitsei (Mt 24,3), antwortete ER u. a.:

Mt 24,12     Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten.

In der Offenbarung im Brief an Gemeinde zu Ephesus steht, dass sie Werke tat, sich bemühte, Irrlehrer erkannte, Schweres ertrug, treu im Dienst war und nicht müde wurde (Offb 2,2-3).

Doch ließ unser Herr ihnen schreiben:

Offb 2,4      Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.

Nehmen wir dies ernst und seien wir  betrübt, dass die wahre, hingebende und aufopfernde Liebe (Agape) zu Gott und den Menschen in vielen erkaltet ist. Dass vielleicht sogar wir, die sich in der Nachfolge unseres Herrn wähnen, IHN zwar beim Namen nennen, aber die erste „brennende" Liebe, die unser anfänglicher Beweggrund und Antrieb zur Hingabe war, nicht mehr unser Leben bestimmt?

Vergessen wir, dass Gott ins Verborgene schaut (Mt 6.6)?

Ps 33,13     JHWH schaut herab vom Himmel, er sieht alle Menschenkinder;

Ps 14,2       ..., um zu sehen, ob es einen Verständigen gibt, einen, der nach Gott fragt.

Lk 12,2       Es ist aber nichts verdeckt, das nicht aufgedeckt werden wird, und nichts verborgen, das nicht bekannt werden wird.

 

Auch wenn in Offenbarung 2,4 an die ganze Gemeinde zu Ephesus geschrieben wurde, gilt dies auch für jeden einzelnen von uns. Egal welche Last wir tragen müssen oder womit wir beschäftigt sind - eins tut not: uns zu prüfen, ob wir wirklich das „größte Gebot" befolgen.

Jetzt mögen einige in Versuchung geraten, die eigenen Werke zu überdenken - das mag zu gewisser Zeit sehr nützlich und notwendig sein. Aber wir sollten sie mit Gottes Wort vergleichen, denn so spricht JHWH:

Jes 55,8-9   ... meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, ...; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

Paulus ermahnt eindringlich, in unserem Denken nicht über das hinauszugehen, was geschrieben ist (1Kor 4,6). Beantworten wir doch ehrlich: wo ist die Bibel noch alleine gültig? Ist es unser Intellekt oder Stolz, der meint, er hätte noch mehr erkannt, als in der Bibel selbst steht? Bleiben wir bescheiden und demütig: „ Es genügt mir Dein Wort, Herr, ich muss nicht mehr wissen".

 

Um uns nach Gottes Willen zu prüfen, legen wir uns noch einmal Seine Anweisungen vor:

Und du sollst JHWH, deinen Gott, lieben:

  • mit deinem ganzen Herzen,
  • mit deiner ganzen Seele,
  • mit deiner ganzen Kraft;
  • diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen,
  • du sollst sie deinen Kindern einschärfen,
  • davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst,
  • du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden,
  • sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein;
  • du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.

 

Das meiste liest sich leicht oder für manche fromm und gefühlvoll. Diese Worte sind aber genau das Gegenteil:

Hebr 4,12   Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.

Gottes Wort ist Leben und führt zu ewigem Leben.  Es wird wirksam, wenn es unverfälscht (2Petr 1,20), ohne Furcht und Zittern, ohne Ansehen der Person in Kraft und Wahrheit verkündet und befolgt wird. Ein scharfes zweischneidiges Schwert ist beidseitig geschliffen - nicht einseitig stumpf. So trennt das Wort Gottes das immaterielle Wesen des Menschen (Geist und Seele) von dem, was den Menschen schon zu Lebzeiten, aber auch für die Ewigkeit ins Verderben führt.

Es geht „durch Mark und Bein" - es dringt bis in unser tiefstes Inneres. Es macht uns wankend, und unser so sicher gemeinter Stand in dieser Welt wird ernsthaft erschüttert. Es richtet unsere menschlichen Gedanken und unsere ganze Lebenseinstellung.

Gott sagte auch zu Seinem Volk Israel, und dies sollte uns erschüttern und eine Mahnung sein:

Jes 65,2      Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach einem widerspenstigen Volk, das seinen eigenen Gedanken nachgeht auf einem Weg, der nicht gut ist.

 

Lassen wir also Gott zur Ehre und uns zum Nutzen Sein Wort und Seine Gedanken „lebendig" werden, und nicht nur eine fromme „Worthülse" sein.

Jak 1,22     Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer (1), die sich selbst betrügen. 1= oder Leser

1Jo 5,3       Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.

 

Und du sollst JHWH, deinen Gott, lieben „mit deinem ganzen Herzen"

Das Herz ist das Zentrum des Leibes, und von seinem Schlag hängt unser physisches Leben ab. Man kann es als den Träger des Lebens bezeichnen. So ist das „Herz" im Geistlichen das Zentrum (der Sinn), das entscheidet, ob wir Gott, dem Allmächtigen uneingeschränkt mit unserem ganzen Sein dienen - und zwar wie das physische Herz - täglich 24 Stunden.

1Kor 10,31 Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut - tut alles zur Ehre Gottes!

Kol 3,17     Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.

Kol 3,23     Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen,

 

Lasst diese Worte tief in euer Herz dringen - seid nicht vergesslich!

Wenn wir morgen wieder im Alltag sind und so leben wie heute, dann hat das Wort Gottes nichts bewirkt. Paulus beschrieb seinen Herzenszustand so:

Gal 2,20     Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

 

W. Mac Donald schreibt im Kommentar zum Neuen Testament dazu: Der Erlöser starb nicht für mich, damit ich wie zuvor weiterlebe, wie es mir gefällt.Er starb für mich, damit er von nun an sein Leben in mir ausleben kann.

 

Wir erkennen wohl, dass dies kein Leben mit den Vergnügungen und nach den Maßstäben der Welt sein kann. Dies wird z. B. besonders deutlich, wenn „fromme" Menschen noch begeistert verkünden „Kirche und Karneval gehören untrennbar zusammen"[1] Feiert Christus gerne Karneval oder ähnliches? Die Welt hat auch heute in gewisser Weise ihre Götter (Götzen) und „Bilder", die sie verehrt -  etwas, das Gott verbietet (5. Mo 5,8-9). Neben den religiösen, spirituellen und medialen Bildern, Figuren, etc. sind „die Götter von heute" die Einflüsse der Welt um uns her. Es sind ihre Wertvorstellungen, die uns auch über die Medien - in nicht wenigen Fällen manipuliert - ständig aufdrängt werden. Was ist uns wichtig: das, was der Welt wichtig ist, oder das, was unserem Herrn wichtig ist?

Joh 15,19   Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum hasst euch die Welt.

Wir sind mit Christus den Grundsätzen der Welt gestorben (Kol 2,20) - dies erkennt die Welt.

1Petr 4,4    Das befremdet sie, dass ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm, und darum lästern sie;

Die Thessalonicher hatten sich bei ihrer Bekehrung entschieden, „dem lebendigen Gott zu dienen und Seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten" (1. Thess 1,9-10). Dies war die totale Abkehr von den „Göttern" ihrer Zeit - von ihren Ich orientierten Leben. Wenn dies in unserem Leben „von Herzen" gelingt, ist es der Beweis für die Echtheit unseres Glaubens.

 

Und du sollst JHWH, deinen Gott, lieben „mit deiner ganzen Seele".

Paulus schreibt dazu:

1Thes 5,23 Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes [Wesen], der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus!

 

Die Seele wird in der Bibel als das von Gott gegebene Leben, als Sitz des Gemütes (Mt 26,38) der Gefühle (Mt 26,38), der Gelüste (Lk 12,19), der Begierde (Offb 18,14) - als das „Ich" (Psalm 42,2-3), beschrieben. Sie kann auch gequält werden (2Petr 2,8). Gottes Wort sagt:

Mt 10,28     Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle!

1Petr 1,9    wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen!

 

Mit allem, was ich bin, soll ich Gott lieben: in Gedanken, Wort und Tat - ganzheitlich.

Wir sollen also Gott mit unserer ganzen Persönlichkeit lieben - dies bedeutet: ohne Einschränkung „totale Hingabe" unseres jetzigen Lebens. Tun wir dies?

Beachten wir  - es steht geschrieben: „Du sollst ...".

 

Und du sollst JHWH, deinen Gott, lieben „mit deiner ganzen Kraft".

Mit allem, was ich vermag. Ich stelle mein Leben in den Dienst Gottes- mit allen meinen Fähigkeiten, Talenten oder Gaben, Können, physischer und geistiger Kraft.

Mk 9,23      Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du glauben kannst - alles ist möglich dem, der glaubt!

Mit meiner ganzen Kraft" - dies kann nicht gelingen, wenn ich wertvolle Lebenszeit mit Freizeitvergnügen, Unterhaltung und Spaß verbringe oder Arbeitssucht im Haushalt oder Beruf mein Leben bestimmt.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, welche Zeit und Kraft ich einsetzte, um einen geliebten Menschen - eine Braut zu gewinnen. Die Bibel beschreibt dies auch im „Hohen Lied der Liebe", das auf Christus und Seine Braut (Offb 21,2+9) - die „herausgerufene" Versammlung hinweist.

Hl 3,1-4      Auf meinem Lager in den Nächten suchte ich ihn, den meine Seele liebt; ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht. »Ich will doch aufstehen und in der Stadt umherlaufen, auf den Straßen und Plätzen; ich will ihn suchen, den meine Seele liebt! « Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht. Mich fanden die Wächter, welche die Runde machten in der Stadt: Habt ihr ihn gesehen, den meine Seele liebt? Kaum war ich an ihnen vorübergegangen, da fand ich ihn, den meine Seele liebt. Ich hielt ihn fest und ließ ihn nicht mehr los, ...

 

Wieviel Zeit widmete man dem, den man liebte - der ersten Liebe. Alles andere wurde fast nebensächlich oder diesem untergeordnet - „mit all meiner Kraft". War es nicht so, dass auch ausreichender Schlaf dabei zu kurz kam - die Kraft blieb. Wir könnten sagen: „Ja, als ich jung war". Dieses Argument „sticht" aber nicht. Darüber berichtet die Bibel:

Jos 14,10-11   Und nun, siehe, JHWH hat mich (Kaleb) leben lassen, wie er es mir zugesagt hatte. Und es sind nunmehr 45 Jahre, seit JHWH dies zu Mose sagte, als Israel in der Wüste wanderte. Und nun siehe, ich bin heute 85 Jahre alt, und ich bin noch heute so stark, wie ich war an dem Tag, als mich Mose aussandte; wie meine Kraft damals war, so ist sie auch jetzt, zu kämpfen und aus- und einzuziehen.

Hi 26,1-3    Und Hiob antwortete und sprach: Wie hast du doch den Ohnmächtigen unterstützt und dem machtlosen Arm geholfen! Wie hast du den beraten, dem Weisheit fehlt, und Einsicht in Fülle mitgeteilt!

Ps 18,33     Gott ist es, der mich umgürtet mit Kraft und meinen Weg unsträflich macht.

Ps 84,6-8    Wohl dem Menschen, dessen Stärke in dir liegt, [wohl denen], in deren Herzen gebahnte Wege sind! Wenn solche durch das Tal der Tränen gehen, machen sie es zu lauter Quellen, und der Frühregen bedeckt es mit Segen. Sie schreiten von Kraft zu Kraft, erscheinen vor Gott in Zion.

Ps 138,3     An dem Tag, da ich rief, hast du mir geantwortet; du hast mir Mut verliehen, in meine Seele kam Kraft. (lies bitte 2. Kor. 4,16)

Jes 40,29-31   Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Knaben werden müde und matt, und junge Männer straucheln und fallen; aber die auf JHWH harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.

Mi 3,8         Ich aber bin erfüllt mit Kraft, mit dem Geist JHWH's, mit Recht und Stärke, ...

Unsere Kraft erhalten wir von Gott, dem Allmächtigen. Er gibt sie uns, dass wir dem Reich Gottes „ganz" dienen (1.Kor 4,20) - nichts ist mir wichtiger - nichts anderes ist mir Gewinn (Phil.3,7)

Phil 4,13    Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.

 

 

„diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen"

Wir sollen Gottes Wort in unserem täglichen Leben zu jeder Zeit im Sinn haben. Wir sollen danach handeln, egal ob Freud oder Leid, Gutes oder Böses unser Leben berührt.

Ps 119,141 Ich bin gering und verachtet; doch deine Befehle habe ich nicht vergessen.

Prüfen wir uns, ob dem auch so ist:

  • hat jemand Schuld mir gegenüber auf sich geladen? - dann „zerreiße" den Schuldbrief, wie Christus dies auch am Kreuz für uns tat (Mt 6,12; Kol 2,14).
  • Hab ich Gottes Wort lieb? - ER spricht dadurch zu uns. Forsche daher täglich in der Bibel nach (Apg 17,11), was wirklich Gottes Wille ist (Röm 12,2; Eph 5,17), und tue es mit Freuden (Psalm 100.2; Jak 1,22).
  • Unterlasse alles, was Gott betrübt, aber der Welt eine Freude ist!
  • Ist dies auch unsere Einstellung, wenn wir die Menschen um uns herum sehen? „Und als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie und sprach: „Wenn doch auch du erkannt hättest, wenigstens noch an diesem deinem Tag, was zu deinem Frieden dient!" (Lk 19,41-42)
  • Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" (Mk 12,31) - in Gedanken, im Wort, in der Tat. Der aufrichtigen Liebe zu Gott folgt die aufrichtige Liebe zu den Menschen, „damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte" (Mt 5,45).
  • Nutzen wir die Zeit, die uns noch verbleibt (Eph 5,14-17)? Steht sie wirklich in Gottes Händen (Ps 31,16)? - Es ist heilige Zeit für IHN.

Ps 119,32   Ich laufe den Weg deiner Gebote, denn du machst meinem Herzen Raum.

 

„du sollst sie deinen Kindern einschärfen"

Wie viele Kinder, die Gottes Wort nie gehört haben oder es nicht befolgen, sind im Laufe ihres Lebens ins Verderben gerannt. Darum ist es lebenswichtig, sie Gottes Wort zu lehren.

Ps 34,12     Kommt her, ihr Kinder, hört auf mich; ich will euch die Furcht JHWH's lehren!

Ps 127,3     Siehe, Kinder sind eine Gabe JHWH's, die Leibesfrucht ist eine Belohnung.

Wir dürfen das Geschenk Gottes  - Sein Wort -   nicht missachten, indem wir es sie nicht lehren. Gott hat uns die Kinder anvertraut, damit sie auch in Seinem Willen wandeln. Wir tun dies unter Leitung des heiligen Geistes.

Jes 54,13    Und alle deine Kinder werden von JHWH gelehrt, und der Friede deiner Kinder wird groß sein.

Es wird für unsere Kinder ein Segen sein, auch wenn sie vielleicht als Erwachsene ihre eigenen Wege gehen. Auch hier gilt:

Joh 4,37     „Der eine sät, der andere erntet".

Eltern gleichen einem Sämann, der Gottes Wort (das Brot des Lebens, Joh 6,48) „ausstreut" und das Gedeihen im Gebet in Gottes Hand legt (1Kor 3,6).

Wenn wir noch Kinder im Erziehungsalter haben, ist uns nicht freigestellt, ob wir sie Gottes Wort lehren. Schon Timotheus wurde so vorbereitet, Gottes Wort zu verkünden.

2Tim 3,15-17  und weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist. Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.

2Tim 4,2    Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung!

Auch wenn unsere Kinder erwachsen sind, können wir ihnen ein lebendiges Zeugnis der Liebe Gottes sein.

Mt 5,16       So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

 

„du sollst davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst"

Gottes Wort soll mein Leben ausfüllen, und ich soll davon reden. Dies sollte nicht deshalb getan werden, weil es „Gesetz" ist, sondern es sollte ein Herzenswunsch sein, es zu erfüllen (Mt 5,17), weil Er mein lieber Vater im Himmel ist und ich mir von Herzen wünsche, mich von Ihm leiten zu lassen.

Kann es sein, dass jüngere oder ältere Menschen von Langeweile erfasst werden oder mit „Gewalt" suchen, was sie noch alles zu tun haben und dies auch noch bekanntmachen; dass sie sich in dieser babylonischen Welt „Anregungen" holen, was es noch Tolles gibt - wie man die Zeit „sinnvoll" gestaltet oder womit man sich beschäftigen kann. Lebt Christus dafür in uns?

Hier steht auch wenn du auf dem Weg gehst" - dies sagt aus, dass wir über Gottes Wort nicht nur in unserer behüteten Gemeinde oder in unserem Hauskreis reden sollen.

Sein Wort, Seine Gebote sollten da, wo es gegeben ist (Mt 7,6[2]), zum Gesprächsgegenstand werden, sowohl zuhause als auch im außerhäuslichen Leben, vom Tagesbeginn bis zu seinem Ende. Worauf warten wir - auf günstige Zeit?

Mir ist bitter klar geworden, dass ich nicht immer (den ganzen Tag über) in dem Bewusstsein gelebt habe, dass unser Herr immer bei uns ist (Mt 28,20) durch den Seinen Heiligen Geist.

Joh 14,17   den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht; ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.

Ps 139,5-8  Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar, zu hoch, als dass ich sie fassen könnte! Wo sollte ich hingehen vor deinem Geist, und wo sollte ich hin fliehen vor deinem Angesicht? Stiege ich hinauf zum Himmel, so bist du da; machte ich das Totenreich zu meinem Lager, siehe, so bist du auch da!

Wo ich auch bin - Er ist da. Wir gehen keinen Schritt mehr allein. In diesem Bewusstsein sollte sich unser Leben radikal ändern, denn ER möchte durch uns wirken. Wenn Du aus dem Haus gehst, im Hause bist, sprich mit Ihm, tue nichts ohne IHN. Bleib im Gebet mit Ihm, damit Du erkennst, was Sein Wille ist. Wenn Du redest oder handelst - denk daran, Er ist da. Wir sind Seine Wohnstatt.

1Kor 3,16   Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid, und dass der Geist Gottes in euch wohnt?

 

Allen Ernstes: meinst Du, dass IHM das Fernsehunterhaltungsprogramm wichtig ist - dass unser Hobby IHM Spaß macht - dass unsere „Schlagfertigkeit" in einer Diskussion IHM gefällt - dass die Veranstaltungen dieser Welt IHM Freude bereiten?

Liegt uns auf der Zunge zu sagen „Ja, aber ...", sollten wir uns das verkneifen - Er ist ja da.

Joh 15,19   Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum hasst euch die Welt.

 

Es gibt keine neutrale Zone, wo wir uns verstecken können - wir leben in der Nachfolge Christi. Wir müssen Kirchen und Gemeinschaften meiden, die Gottes Wort verändern und verfälschen (2.Kor. 2,17), etwas dazu hinzutun oder davon wegnehmen (5Mo 4,2; Offb 22,18-19; 2Petr.1,19; 2Petr.2,1-2; Gal 1,6-8, 2Joh.1,9). Dies ist die antichristliche Handlung (1Joh 2,18; 2Joh.7), weil das Wort nicht so verkündet wird, wie es uns aufgetragen ist (Mk 16,15).

Ist die Verantwortung, Rechenschaft über unsere Hoffnung zu geben (1Petr 3,15), nur die Aufgabe - wie die allgemeine Meinung vorherrscht - von Priestern, Pastoren, Pfarrern, Ältesten? Lies das folgende mit Bedacht und sinne darüber nach:

1Petr 2,9    Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht

 

Wir sind Priester des Königs aller Könige. Priester - dies schattet das Priesteramt im Alten Testament schon vor - ist ein „Vollzeitamt". Priester stehen ganzheitlich im Dienst Gottes, des Allmächtigen. Der Priester steht dienend vor Gott. Dies bedeutet nicht, dass jeder Lehrer von Gottes Wort sein soll (1Kor 14,34). Jeder dient mit den Gaben, die ihm gegeben wurden (Jak 1,17; 1Kor 12, 4-7) und wohin er gesetzt wurde. Durch diesen Dienst verkünden wir die Tugenden Gottes. Priester bringen Opfer dar - nicht wie die meisten Religionen es lehren, sondern ihr eigenes Leben ist Gott geweiht. Das Priestertum im Neuen Testament hat eine neue geistliche Dimension. Die Gemeinde ist ausgesondert zum Dienst an ihrem Herrn. In dem sich jeder einzelne Gläubige IHM übergibt, bringt er sich selbst Gott zum Opfer dar.

Röm 12,1   Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!

Gal 2,20     Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

 

Wer diesen Weg nicht konsequent geht, muss prüfen, wo er steht. Es gibt nur zwei Möglichkeiten - im Leib Christi oder in der Welt - im Reich Gottes oder Satans (Mt 4,8-9).

In einem neuen Leben wandeln' bedeutet auch ‚mit Gott sprechen', und IHN durch Sein Wort zu uns reden lassen - „damit wir davon reden" können.

Mk 4,14      Der Sämann sät das Wort.

Dies gilt für unser Leben in der Nachfolge Christi - gültig für die Zeit auf dieser Erde, im Jenseits wird nicht mehr gesät.

Joh 4,36     Und wer erntet, der empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit sich der Sämann und der Schnitter miteinander freuen.

Die Bibel ruft uns förmlich zu: Lebt euch nicht selbst - wachet (Mk 13,33.37) - schlaft nicht ein (Lk 22,46)und werdet nicht lau (Offb 3,16).

Es gibt immer viel zu tun - dafür sorgt schon der „Weltfürst" (Eph 2,2) - dies wird eher mehr als weniger. Wir werden beschäftigt mit Dingen. die uns abhalten. die Werke unseres Herrn zu tun, die ER zuvor bereitet hat, damit wir darin wandeln (Eph 2,10).

 

Zum Abschluss dieses Teils einige Aussagen unseres Herrn und Hirten.

Lk 9,59-62 Er sagte aber zu einem anderen: Folge mir nach! Der sprach: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben! Jesus aber sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes! Es sprach aber auch ein anderer: Herr, ich will dir nachfolgen; zuvor aber erlaube mir, von denen, die in meinem Haus sind, Abschied zu nehmen! Jesus aber sprach zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes!

 

Unseren Heiland und Erlöser „Herr" zu nennen und seine eigenen Interessen, den Job oder eine Aufgabe in den Vordergrund zu stellen, steht nicht nur im völligen Widerspruch, sondern ist Ungehorsam und Lästerung, weil wir doch gleichzeitig beten „Dein Wille geschehe".

„Folge mir nach" ist eine ernsthafte, unmissverständliche Aufforderung zur Tat.

Mt 7,21       Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.

Mt 10,38     Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert.

 

„du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden"

[3]Die Hand besteht aus siebenundzwanzig Knochen, sowie aus einem komplexen Satz von Muskeln und Sehnen und Nerven. Durch die Gelenke kann die Hand  größere Gegenstände umgreifen und hat mehr Kraft.

Die Werke unseres Herrn können durch sie getan werden. Denken wir dabei auch daran, dassdurch sie Gefühl und Zärtlichkeit vermittelt werden kann. Sie kann halten und führen, Hilfe und Beistand geben, gestalten und beschützen, nach etwas greifen oder wegwerfen, u.v.a.m. Nur durch die vielen Glieder, Gelenke, Muskeln, Sehnen und Nerven, die sich gegenseitig unterstützen, ist die Hand in der Lage, dies alles in Perfektion zu tun.

Paulus schreibt:

Röm 12,4-5    Denn gleich wie wir an {einem} Leib viele Glieder besitzen, nicht alle Glieder aber dieselbe Tätigkeit haben, so sind auch wir, die vielen, {ein} Leib in Christus, und als einzelne untereinander Glieder,

Geleitet durch den Heiligen Geist dienen die Glieder einander und können wie Hände Werkzeuge der Liebe, Gerechtigkeit (Röm 6,13) und Barmherzigkeit sein. Denn:

Jes 64,7      Nun aber bist du, JHWH, unser Vater; wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer; wir alle sind das Werk deiner Hände.

Hi 4,3         Siehe, du hast viele unterwiesen und hast müde Hände gestärkt.

Hebr 12,12 Darum »richtet wieder auf die schlaff gewordenen Hände und die erlahmten Knie«,

 

Wenn wir die Werke Gottes mit unseren Händen tun, sind die Worte Gottes zum „Zeichen auf unserer Hand geworden".

Mit einer Hand kann man gleichzeitig nur eine Tätigkeit tun. Tun wir nicht Gottes Werke, besteht eine große Gefahr.

Ps 9,17       ...; der Gottlose ist verstrickt in dem Werk seiner Hände!

Ps 44,21     Hätten wir den Namen unseres Gottes vergessen und unsere Hände ausgestreckt zu einem fremden Gott,

[4]Kennzeichen sind oft Ausdruck einer bestimmten Zugehörigkeit: z.B. Erkennungszeichen (2Mo 12,13); Erinnerungs- und Bundeszeichen (1Mo 9,12-17).

Wenn wir nun Gottes Wort als Zeichen auf unsere Hand „binden", wird sie zum Segen für den Nächsten, und alles, was wir tun, wird Gott zum Lob und zur Ehre.

Hi 17,9       Aber der Gerechte wird an seinem Weg festhalten, und wer reine Hände hat, dessen Kraft nimmt zu.

Esr 6,22     ... dass ihre Hände gestärkt wurden in dem Werk am Haus Gottes, ...

Dies wird uns zum Segen werden.

Ps 18,21     ..., nach der Reinheit meiner Hände hat er mich belohnt;

Ob wir im Haus sind oder auf dem Weg - sprich es aus und tue es.

Ps 119,48   Ich will meine Hände ausstrecken nach deinen Geboten, die ich liebe, und will über deine Anweisungen nachsinnen.

 

„sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein"

Mit unseren Augen betrachten wir die Welt, in der wir leben. Wir betrachten einander sympathisch oder ablehnend. Augen haben ihre eigene Sprache - ihr Zeichen. Sie können Freude,  Stolz, Hass, Zorn, Strenge, Trauer, Elend, Kummer, Liebe, Nachdenklichkeit, Teilnahmslosigkeit, Gleichgültigkeit, ....  ausdrücken.

David waren sie zum Erinnerungszeichen geworden, denn er sagte:

Ps 16,8       Ich habe JHWH allezeit vor Augen; weil er zu meiner Rechten ist, wanke ich nicht.

Ein Spruch sagt: "Die Augen sind das Fenster zur Seele". Wenn wir im Dienst der Nachfolge stehen, schauen unsere Augen auf Gottes Gebote. Dann sind sie ein Erinnerungszeichen über unsere Augen[5].

Spr 4,21     Lass sie nie von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innersten deines Herzens!

Ich verschließe die Augen vor dem, was IHM Unehre bringt, z. B. auch in den Medien.

Ps 123,1     Zu dir erhebe ich meine Augen, der du im Himmel thronst.

Ps 119,18   Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz!

 

„du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben"

In den Psalmen steht:

Ps 121,7 -8 ...; JHWH behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit.

  • Wir treten ins Leben, und am Lebensende kehrt unser Leib als Staub zur Erde und unser Geist zurück zu Gott, der ihn gegeben hat (Pred.12,7).
  • Wir verlassen unser Haus und kehren zurück;

Beim Aus- und Eingehen gibt es besondere Gefahren. Daher ist es wichtig, unter dem Schutz des Höchsten zu stehen - bis in die Ewigkeit, die endgültige Bewahrung.

 

Ist meine Wohnstatt eine Stätte, die durch mich Zeugnis von der Liebe zu Gott gibt - ein Ort der Ehre für Ihn? In früheren Zeiten wurden sogar „Segenssprüche" für alle, die im Hause ein- und ausgingen, anschaulich gemacht - in die Balken des Hauses geritzt und farblich unterlegt.

Ps 127,1     Wenn JHWH nicht das Haus baut, dann arbeiten umsonst, die daran bauen;

 

Schlussbetrachtung:

Die Gebote Gottes, wie sie in 5Mo 6,5-9beschrieben sind, gelten auch für uns heute. Wir stehen im Dienst unseres Herrn, um sie zu erfüllen(Mt 5,17). Paulus schrieb an Timotheus:

2Tim 3,16  Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit,

 

Wenn wir dies missachten oder nur halbherzig anwenden, gilt für uns:

Offb 2,5      Bedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Sonst komme ich rasch über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegstoßen, wenn du nicht Buße tust!

 

Was bedeutet es, dass der Leuchter von seiner Stelle weggestoßen wird?

Leuchter bedeutet in der Offenbarung die Gemeinde, griech.: ekklesia „die herausgerufene Versammlung"[6] (Offb 1,20) - wir versammeln uns als die Herausgerufenen aus dieser Welt (Joh 15,19), obwohl wir in ihr leben. Für uns sind Gottes Gebote „Speise zum Leben", und nicht die Freuden dieser Welt. Herausgerufen heißt nicht, in einem Ghetto zu leben, sondern fähig gemacht, einen festen Standpunkt zu haben und Gottes Auftrag auszuführen. Wir sollen einen Unterschied ausmachen - Licht sein, das in der „Finsternis" dieser Welt leuchtet (Mt 5,14; Joh 12,46).

 

Viele Zeugen im Alten Testament sind uns ein beredtes Beispiel. Denken wir nur an Daniel und seine drei Freunde, die sich weigerten, die „Speisen" Babylons, mit denen sie sich verunreinigt hätten, zu sich zu nehmen (Dan 1,8). Sie weigerten sich, ein „Bild" anzubeten und furchtlos lieber den Tod zu erleiden, als Gottes Gebote zu übertreten. Sie waren schon damals das Licht, das in Babylon hell leuchtete - und sie wurden übernatürlich errettet (Dan 3,10-30).

 

Gehorsam gegenüber Gottes Wort im täglichen Leben, so dass es Gott gefällt, bedeutet, alles zu unterlassen, was IHN von der ersten Stelle unseres Lebens rückt. Das hat besonders mit unseren Gedanken und mit der Zeit zu tun, die wir Ihm widmen. Gottes Wort bewertet uns - beachten wir auch dabei, dass unser Herr unser Herz und unsere Gedanken kennt -Er ist bei uns".

 

Erneuern wir die Liebe zu unserem Herrn und Erlöser. Wenn Du IHN liebst „mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft", auf Gottes Wort richtig reagierst, wirst Du immer mehr wie Christus handeln, sprechen, sehen und denken. Dann wirst Du dauerhafte Frucht bringen (Gal 5,22; Eph 5,9). Eine Frucht ist nicht für den Baum da, dem sie entstammt. Sie ist auch nicht für sich selber da, sondern für andere, damit sie, wenn sie davon nehmen, Nutzen für ihr Leben haben - dass die  Frucht ihnen zum Segen für die Ewigkeit wird.

 

Möge Gottes Wort aus 5Mo 6,5-9 auf guten Boden fallen. Das sind die, die das Wort hören und es aufnehmen und Frucht bringen, der eine dreißigfältig, der andere sechzigfältig, der dritte hundertfältig ( Mk 4,20).



[1] www.katholische-kirche.de/18923.html

[2] Nicht: bösen Menschen; die die Wahrheit hassen; die darauf mit Schimpfen oder sogar Gewalt reagieren; Feinden.

[3] www.dr-gumpert.de/html/hand.html

[4] Lexikon zur Bibel von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[5]Schlachter 2000: im späteren Judentum hat man mit diesem Vers das Tragen von »Phylakterien« begründet, kleinen, ledernen Behältern mit vier Bibelabschnitten aus 2Mo 13,1-10; 11-16; 5Mo 6,4-9; 11,13-21

[6] Griechisch / Deutsch Strong Lexikon

   
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