Der König Nebukadnezar hatte Träume gehabt, die ihn sehr beunruhigten. Traumdeuter und Wahrsager sollten ihm helfen, sie zu deuten. Um sicher zu gehen, verlangte er aber etwas Außergewöhnliches ....

 

Vorwort zu diesem Studium[1]: Texte in einfacher Schriftart und Hervorhebungen stammen vom Verfasser. Die Bibelstellen wurden aus der Schlachter 2000 Übersetzung entnommen mit den dort angegebenen Fußnoten. Dort wird in der Fußnote zu 2.Mose 3,14  erläutert: „Der hebräische Name des Gottes Israels (in dieser Übersetzung mit HERR wiedergegeben; wahrscheinlich lautete er »Jahweh«) beruht auf dem hebr. Wort hawa = »sein / existieren«; von daher die Wendung »Ich bin, der ich bin«. Daher habe ich für „HERR" JHWH eingesetzt. Erläuterungen zu dem Namen Jesus Christus finden Sie unter "Namens- und Wortbedeutungen" /„GottesNamen“.

 

 

Dan 2,1      Und im zweiten Jahr der Regierung Nebukadnezars hatte Nebukadnezar Träume, so dass sein Geist sich beunruhigte und er nicht mehr schlafen konnte.

Träumende werden nicht vom Denken, sondern von den Traumbildern gesteuert und sind sich der Realitäten kaum bewusst. Dies erfahren wir fast täglich, weil wir uns meistens nicht an den ganzen Traum „ der Nacht" erinnern können. Hier war es aber so, dass Nebukadnezars Geist durch Gottes Heiligen Geist hellwach gemacht wurde, sodass ihn der Traum sofort beunruhigte, obwohl er ihn nicht erklären konnte.

Da Träume in der Bibel durchaus ein wichtiges Unterthema sind, aber auch heute von Religionsgemeinschaften oder Sekten oft missbraucht werden, wollen wir dieses Thema kurz betrachten.

Über Träume und deren Deutung ist viel geschrieben worden, und es werden auch viele Konzepte und Methoden angeboten, um diese zu deuten. Nicht wenige vermuten hinter den Träumen wichtige Botschaften von Geistwesen bzw. göttlichen Quellen - andere lehnen dies ab. Einige Richtungen der modernen Wissenschaft, die sich physiologisch mit den Phänomenen des Gehirns befassen, bezweifeln diesen Botschafts-Charakter der Träume und sehen in ihnen keinen logisch erfassbaren Sinn; sie erachten die Träume als Absonderung des schlafenden Gehirns, die seinen im Wachzustand logisch zugänglichen Erzeugnissen vorausgehen oder folgen[2].

Wir wollen darüber hinaus in der Bibel betrachten, was sie über Träume aussagt.

  • Nichtssagende Träume:

Pred 5,2 + 6   Denn Träume kommen von viel Geschäftigkeit, und dummes Geschwätz vom vielen Reden. ... Denn wo man viel träumt, da werden auch viel nichtige Worte gemacht. Du aber fürchte Gott!

Hi 20,8           Wie ein Traum verfliegt er, man wird ihn nicht mehr finden; er wird weggescheucht wie ein Nachtgesicht.

 

  • „Wunschträume", um Gottes Willen zu überdecken

Jer 23,25-28   Ich habe gehört, was die Propheten reden, die in meinem Namen Lügen weissagen und sprechen: »Ich habe einen Traum gehabt, ich habe einen Traum gehabt!« Wie lange soll das noch gehen? Soll etwa die falsche Weissagung im Herzen der Propheten bleiben? Und die Propheten, die selbst erfundenen Betrug weissagen, haben sie nicht im Sinn, bei meinem Volk meinen Namen in Vergessenheit zu bringen durch die Träume, die sie einander erzählen, gleichwie ihre Väter meinen Namen vergessen haben über dem Baal? Der Prophet, der einen Traum hat, der erzähle den Traum; wer aber mein Wort hat, der verkündige mein Wort in Wahrheit! Was hat das Stroh mit dem Weizen gemeinsam? spricht JHWH

Diese Mahnung gilt für uns heute, da wir SEIN Wort, die Bibel haben.

Der Traum wird als Stroh und Gottes Wort als Weizen beschrieben. Im Neuen Testament werden die „Kinder des Wortes Gottes (Joh.1, 12-13)" als Weizen beschrieben (Mt 13,30).

Jer 29,8          Denn so spricht JHWH der Heerscharen, der Gott Israels: Lasst euch nicht täuschen von euren Propheten, die unter euch sind, noch von euren Wahrsagern; hört auch nicht auf eure Träume, die ihr euch träumen lasst!

 

  • Schmutzige Phantasien

Jud 1,8            Trotzdem beflecken auch diese in gleicher Weise mit ihren Träumereien das Fleisch, ...

 

  • Träume, die nichts mit der Wahrheit zu tun haben

Sach 10,2        Denn die Teraphim[3] haben leere Versprechungen gemacht, und die Wahrsager haben Lügen geschaut, und sie erzählen erlogene Träume und spenden leeren Trost. Darum sind sie fortgelaufen wie Schafe; sie sind im Elend, weil kein Hirte da ist.

Gott, der Allmächtige warnt sein Volk, sich mit diesen Dingen zu beschäftigen.

5Mo 13,2 - 6    Wenn in deiner Mitte ein Prophet oder Träumer aufstehen wird und dir ein Zeichen oder Wunder angibt, und das Zeichen oder Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, und er spricht [nun]: »Lasst uns anderen Göttern nachfolgen - die du nicht gekannt hast -, und lasst uns ihnen dienen!«, so sollst du den Worten eines solchen Propheten oder eines solchen Träumers nicht gehorchen; denn JHWH, euer Gott, prüft euch, um zu erfahren, ob ihr JHWH euren Gott, wirklich von ganzem Herzen und von ganzer Seele liebt. JHWH, eurem Gott, sollt ihr nachfolgen und ihn fürchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhängen. Ein solcher Prophet aber oder ein solcher Träumer soll getötet werden, weil er Abfall gelehrt hat von JHWH, eurem Gott, der euch aus dem Land Ägypten geführt hat und dich aus dem Haus der Knechtschaft erlöst hat; er hat dich abbringen wollen von dem Weg, auf dem zu gehen JHWH, dein Gott, dir geboten hat. So sollst du das Böse aus deiner Mitte ausrotten!

Uns muss klar werden, dass Träume wie auch Zeichen und Wunder in der Bibel eine bestimmte Rolle spielen, aber nicht immer Beweise göttlichen Ursprungs sind. Christus und die Apostel warnen sogar, dass sie in der ihnen nachfolgenden Zeit eine Gefahr darstellen.

2Thes 2,9        ihn (der Gesetzlose V8), dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder

Siehe auch unter „Prophezeiungen" das Thema „Prophetie in der Bibel".

 

  • Träume als Offenbarung[4]

1)Die Bibel bezeugt vielfach, dass Gott unter anderem auch den Traum als Offenbarungsmittel gebraucht, um in dieser Zeit Gegenwart (1Sam 28,6. 15) und Zukunft (1Mo 37,5) zu enthüllen. Nicht nur mit den Seinen redet Gott im Traum, auch den Heiden teilt er sich auf diese Weise mit (1Mo 20,3; 41; Dan 2; 4). In der kommenden Heilszeit verheißt Gott den Ältesten Träume (Joel 3,1 ).

Die Offenbarungen erstrecken sich auf heilsgeschichtliche (1Mo 28,12), politische (1Mo 41) oder persönliche (1Mo 40,9) Bereiche. Nicht alle Träume sind so klar und unmissverständlich wie z.B. 1Mo 31,11. 13; V. 24; 1Kön 3,5-15. Viele Traumbilder sind erst durch Deutung und Auslegung verständlich. In ihnen spricht Gott durch Bilder (1Mo 37,7. 9; 40,9; Ri 7,13; Dan 2; 4), die kein Mensch von sich aus deuten kann. »Auslegen gehört Gott zu« (1Mo 40,8), er macht Menschen von Fall zu Fall fähig, Träume zu deuten (Josef, Daniel, die Propheten).

 

2) Gegenüber der häufigen Erwähnung im AT tritt der Traum als Offenbarungsmittel in den Berichten des NT stark zurück. Gott benutzt jetzt zur Offenbarung vornehmlich andere Mittel und Wege (vgl. Hebr 1,1-2; Lk 12,12; Joh 14,25 mit Apg 13,2. 4; 15,28; 16,6; 20,28). Paulus erwähnt Träume in keinem seiner Briefe und führt nirgends einen Offenbarungsempfang darauf zurück. Und doch benutzt Gott auch in der ntl. Zeit Träume, um sich dem einzelnen zu bekunden, im Unterschied zum AT jedoch nur in Träumen, die keiner Deutung und Auslegung bedürfen. Entweder redet Gott unverhüllt und unmissverständlich (Mt 2,12. 22), oder als Beauftragter erscheint ein Engel (Mt 1,20; 2,13. 19). Einmal scheint auch eine Heidin im Traum eine Offenbarung erhalten zu haben (Mt 27,19).

 

3) Die Apg berichtet von einer Reihe von Offenbarungen, die Paulus in der Nacht empfängt; dabei wird aber entweder ausdrücklich vom „Gesicht" gesprochen (Apg 16,9; 18,9) oder aber völlig offen gelassen, ob der Apostel schlief oder wach war (Apg 23,11). Wir können also nicht sicher sagen, ob es sich hier wirklich um Träume handelt; allerdings wird auch in Dan 4,2; 7,1 dieselbe Offenbarung einmal als Traum und gleich darauf als Gesicht bezeichnet.

 

Dan 2,2      Da befahl der König, man solle die Traumdeuter[5] und die Wahrsager, die Zauberer und die Chaldäer[6] zusammenrufen, damit sie dem König seine Träume verkündeten. So kamen sie und traten vor den König.

 

Hier wird beschrieben, wie eingangs erwähnt, dass Nebukadnezar, um sicher zu gehen, etwas Außergewöhnliches verlangte - er bat nicht, sofort die Träume zu deuten, sondern er prüfte, ob ihre Fähigkeiten auch echt waren und verlangte, ihm mitzuteilen, welche Träume er gehabt hatte. Ihre „seherische Gabe" wurde dadurch von vornherein geprüft.

Dies würde auch heute alle „(selbst)berufenen" Traumdeuter in große Schwierigkeiten bringen.

Wie in Kapitel 1 ausgeführt, würden die engsten Berater der heutigen Landesfürsten, die „Visionen" für das Land haben, Wirtschaftweise, Ressortchefs und Staatssekretäre sein. Für die Zukunftsfragen - „Zeichen der Zeit", z. B. Klima und Umwelt  - würden wohl auch noch Physiker, Chemiker, Mathematiker (auch Informatiker) u. a. dazu gehören.

 

Dan 2,3      Da sprach der König zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt, und mein Geist ist beunruhigt, bis ich den Traum verstehe!

Er hoffte wohl, dass er durch Verstehen des Traumes ruhiger würde.

Dan 2,4      Hierauf gaben die Chaldäer dem König auf aramäisch zur Antwort: O König, mögest du ewig leben! Erzähle deinen Knechten den Traum, so wollen wir die Deutung verkünden!

Offensichtlich führten die Chaldäer das Wort - sie sprachen aramäisch.

[7]Ab hier bis Dan 7,28 ist das Buch Daniel in Aramäisch abgefasst, der Handels- und Verkehrssprache des Vorderen Orients. Siewurde zu einem weit verbreiteten Dialekt, der schließlich auch das Hebräische als Umgangssprache verdrängte und z. Zt. Christi die Volkssprache war. Das Aramäische erscheint in der Bibel zuerst in 1Mo 31,47, wo Laban einen Steinhaufen aram. benennt, dem Jakob den entsprechenden hebr. Namen gibt.

Für den Sprachwechsel in Aramäisch gibt es  mehrere Erklärungsversuche. Da aber die Bibel sich selber auslegt, möchte ich mich mit dem Erkennbaren begnügen: Ab Daniel 2,4 bis 7,28 waren irgendwie die Ratgeber beteiligt, und es ging hauptsächlich um die Deutungen von Träumen und Offenbarungen die Nebukadnezar, Belsazar galten, sowie die großen Gesichte Daniels über den Verlauf der Weltgeschichte und das Reich Gottes. Ab Kapitel 8 Vers 1 bezieht sich das „Gesicht" Daniels speziell auf die Zeit des Endes (Dan 8,17) - die letzte Zeit des Zornes (Dan 8,19). Babylonier waren nicht in diesen Dingen eingebunden. Ob dies eine Rolle spielt, bleibt offen.

Der Ausspruch „O König, mögest du ewig leben!" war wohl ein Hofzeremoniell (siehe auch Dan 5.10), denn kein Mensch dieser Erde lebt ewig.

Ps 90,10     Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, so sind's achtzig Jahre; und worauf man stolz ist, das war Mühsal und Nichtigkeit, denn schnell enteilt es, und wir fliegen dahin.

Die irdische Lebenszeit ist begrenzt, auch wenn die Zahl der über Hundertjährigen nachweislich durch die immer besserwerdende medizinische Versorgung, stetig steigt.

F.H.Baader übersetzt das hebräische „Der Regent lebe LöÄLöMI´N" mit: Der Regent möge in Richtung auf die künftigen, noch verheimlichten Weltzeiten leben[8].

Das einzige Reich, das ewig sein wird, ist das Gottesreich (Dan 2,20).

 

 

Dan 2,5-6   Der König antwortete den Chaldäern: Mein Entschluss steht unwiderruflich fest: Wenn ihr mir nicht den Traum samt seiner Deutung verkündet, so sollt ihr in Stücke zerhauen und eure Häuser zu Misthaufen gemacht werden; wenn ihr mir aber den Traum und seine Deutung verkündet, so sollt ihr von mir Geschenke und Gaben und große Ehre empfangen. Darum sagt mir den Traum und seine Deutung!

Der König behielt den Traum für sich, um seine „Experten" zu prüfen, denn er befürchtete wohl eine Auslegung mit Täuschung. Seine Aussage signalisiert auch, dass er wohl Angst hatte (mein Geist ist beunruhigt). Denn wie wir ab Dan 2,31 lesen werden, hatte er ja von einem großen menschlichen Standbild geträumt, das schließlich zerstört wurde. Es liegt auch nahe, dass er Verrat oder Intrigen seiner Ratgeber befürchtete. Er versprach Geschenke und Gaben, um möglichst die Wahrheit zu erfahren. Die Bibel lehrt aber, dass die Wahrheit nicht mit Geld erkauft werden kann. Dies zeigen die Beispiele des Bileam in 4.Mose Kap. 22-24 und des Simon Magnus in Apg 8,18ff. Teile von Wahrheiten sind ja auch durch okkulte Mächte zu erfahren. Dies mag einige verwundern, aber die Bibel beschreibt, dass böse Geister, Dämonen und deren „Fürst" Satan Teilwahrheiten von Gottes Plan kennen ( Hiob 1,8-9; Mt 4,3-10; Mk 5,6-8), sie aber für ihre Ziele verdrehen und missbrauchen (2.Kor 11,14; Offb 12,9).

Es liegt nahe, dass die „Ratgeber" Nebukadnezars okkulte Kontakte hatten. Dies zeigt ihre Stellung als Wahrsager, Traumdeuter, Zauberer, etc. In diesem Fall erkannten sie ihre Machtlosigkeit und Unfähigkeit. Sie kannten aber die Macht des Königs, und darum musste seine Aussage sie bis „aufs Blut" erschreckt haben. Sie suchten ihr Heil darin, den König umzustimmen.

 

Dan 2,7      Da antworteten sie zum zweiten Mal und sprachen: Der König möge seinen Knechten den Traum erzählen, so wollen wir die Deutung verkünden!

Mit dieser zweiten Frage signalisierten die Ratgeber dem König ihre Unfähigkeit und Unehrlichkeit. Der König erkannte ihre Absicht.

 

Dan 2,8-9   Der König antwortete und sprach: Ich weiß nun sicher, dass ihr Zeit gewinnen wollt, weil ihr seht, dass mein Entschluss unwiderruflich feststeht. Wenn ihr mir den Traum nicht mitteilt, so bleibt für euch nur {ein} Urteil; denn ihr habt euch vorgenommen, lügenhafte und trügerische Worte vor mir zu reden, bis sich die Zeiten ändern. Darum sagt mir den Traum, damit ich weiß, dass ihr mir auch die Deutung verkünden könnt!

Der König vermutete Lug und Trug und erkannte, dass sie Zeit gewinnen wollten, um womöglich durch irgendwelche Umstände oder Beratungen „klarer" zu sehen. Dies ist auch heute eine nicht selten angewandte Methode, um „Licht" in eine „dunkle Sache" zu bringen.

Weil die Ratgeber heidnischen Göttern und nicht dem wahren Gott und Schöpfer des unendlichen Universums (Jes 45,12; Joh 1,1-3; 1.Kor 8,6) dienten, war es ihnen unmöglich, die Forderung des Königs zu erfüllen. Denn es steht geschrieben:

1Mo 40,8    ...:Kommen die Deutungen nicht von Gott?

Jes 45,11    So spricht JHWH, der Heilige Israels und sein Schöpfer: Wegen der Zukunft befragt mich ...

Seinen Kindern will Er die Fülle der Wahrheit und Erkenntnis kundtun.

Joh 14,17   den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht; ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.

Wenn Deutung oder Auslegung nicht von Gott (Gottes Wort - das Licht der Wahrheit) kommen, bleiben sie unklar (2. Tim 3,7) und bergen Unsicherheit in sich. Es bleibt ein Versuch der Analyse[9], basierend auf menschlich begrenztem Verstehen, auf Spekulation oder sogar Betrug.

 

So geht es für uns heute auch nicht mehr um Gesichte und Worte des Traumes, sondern um das auferstandene „Brot des Lebens" (Joh 6,51) das wir als das Geschriebene (die Bibel) haben - das Wort Gottes (Joh 1,1-14), durch das der Heilige Geist uns führt und leitet (Joh 14,26). Dadurch stehen wir vor dem Angesicht Gottes - in Seiner lebendigen Gegenwart - Ihm zugewandt, um alles zu erfahren, was ER uns aufgetragen hat (Apg 10,33).

Kein Mensch kann Gottes Offenbarung deuten - dies ist eine Lehre und Mahnung für alle, auch für Theologen, Bibellehrer, Schriftgelehrte oder die, die verkünden: „Gott hat mirgezeigt" (o. ä.).

2Petr 1,20 Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist. (die Bibel legt sich selber aus - siehe dann verwandte Bibelstellen)

 

Im Angesicht des Todes blieb den Ratgebern nichts anderes übrig, als ihre Unfähigkeit zu bekennen.

Dan 2,10-11    Die Chaldäer antworteten vor dem König und sprachen: Es gibt keinen Menschen auf Erden, der verkünden könnte, was der König befiehlt; deshalb hat auch nie irgend ein großer und mächtiger König so etwas von irgend einem Traumdeuter, Wahrsager oder Chaldäer verlangt! Denn die Sache, die der König verlangt, ist schwer. Es gibt auch niemand, der es dem König mitteilen könnte, ausgenommen die Götter, deren Wohnung nicht bei den Menschen ist!

Die Geschichte der Menschheit zeigt bis heute, dass man sich dort, wo man sich vom lebendigen Gott abgewandt hat, eigene Götter schafft. Heute sind es verschiedene Religionen, Bilder, Ikonen, Figuren, New Age, Freiheit der Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung, Positives Denken, Vergnügen, Atheismus, politische Richtungen, Idole, Geld, Sportarten, u.v.a.m.

Babylon hatte sich eigene Götter gemacht, z. B. Marduk, Nebo, Bel, u.a.Erstaunlich ist auch, dass die heidnischen Priester klar bekennen, dass ihre Tempel im Grunde keine„Gotteshäuser" sind, sondern lediglich symbolische Gebäude für eine Gottheit, die sich dem menschlichen Zugriff entzieht.

Daher verwundert es schon, dass in der christlichen Welt heute wieder „Gotteshäuser" eine zentrale Rolle spielen. Man bezeichnet sie auch als Sakralbauten. [10]Sakralbauten (von lateinisch sacer „heilig"), sind Bauwerke, die für sakrale, rituelle oder kultische Handlungen wie beispielsweise Gottesdienste oder Opferungen durch religiöse Gemeinschaften genutzt werden. Sakralbauten interpretieren sich als Anwesenheitsort höherer Macht und werden daher alltagssprachlich auch als Gotteshäuser bezeichnet.

Tabernakel (lat. tabernaculum „Hütte, Zelt") ist in katholischen Kirchen die Bezeichnung für den Aufbewahrungsort der in der Heiligen Messe gewandelten Hostien, die nach katholischem Glauben Leib Christi sind.

Die Bibel sagte aber eindeutig:

Jes 66,1      So spricht JHWH: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel für meine Füße! Was für ein Haus wollt ihr mir denn bauen? Oder wo ist der Ort, an dem ich ruhen soll?

1Kor 6,19   Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?

2Kor 6,16   Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«.

Eph 2,21 - 22    in dem der ganze Bau, zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, in dem auch ihr miterbaut werdet zu einer Wohnung Gottes im Geist

Die Chaldäer bekannten indirekt, dass sie ihre Götter in dieser Sache nicht mit Erfolg um Hilfe bitten konnten. So ist es auch heute mit selbstgemachten Göttern und sogenannten „Fürsprechern" (Heilige, sog. Mutter Gottes, o. ä.).

1Jo 2,1       Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten;

 

Dan 2,12-13    Hierüber wurde der König aufgebracht und sehr zornig, und er befahl, alle Weisen von Babel umzubringen. Und der Befehl ging aus, und die Weisen von Babel sollten getötet werden; und man suchte auch Daniel samt seinen Gefährten, um sie zu töten.

Die Geschichte hat leider gezeigt, dass die Regierenden zu grausamen Handlungen fähig sind, wenn ihre Macht zu wanken droht. Daher ist die Demokratie heute, trotz aller Mängel noch die beste Regierungsform.

Der König machte seine Drohung wahr, und offenbar waren nicht alle Weisen des Staates anwesend, was die Suche nach Daniel und seinen Gefährten bestätigt. Die Unwissenheit und Unehrlichkeit seiner Ratgeber verleitete den erregten König Nebukadnezar zu einer Entscheidung im Affekt. Dies sollte auch für uns eine Lehre sein, übereilte Entscheidungen zu meiden und möglichst eine angemessene Überlegungszeit einzuhalten.

Jak 1,19-20    Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn; denn der Zorn des Mannes vollbringt nicht Gottes Gerechtigkeit!

Auch war die übereilte Anweisung des Königs ein nicht geringer Fehler. Denn wie wir in Dan 2,24 erfahren,  bat Daniel um Gnade für die Weisen. Dies konnte durchaus einen Autoritäts- und Glaubwürdigkeitsverlust für den König bedeuten.

Die Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren, bedeutet für jemanden, der in der Nachfolge unseres Heilandes leben will, erst eine sorgfältige Bestandsaufnahme seines Lebens zu machen (Lk 14,27-30). Denn die Welt hat für halbherzige Christen nichts als Verachtung übrig und spottet über sie, z. B.: „Du willst Christ sein". Dann sind wir ein „Gefäß" zu Unehre Gottes (2.Tim 2,20-21).

Die Folge kann sein, dass wir nicht den Mut haben, uns klar und offen zu unserem Herrn und Heiland zu bekennen, sondern wir reden von „unserem Glauben". Siehe dazu auch Jak 2, 14 und 19 .

 

Wir lesen nicht, warum Daniel und seine Freunde, die ja in allen Angelegenheiten zehnmal besser als alle Traumdeuter und Wahrsager waren (Dan 1,20), nicht vor den König geladen waren (s. a. Dan 2,15). Ich gehe davon aus, dass die Zeit für sie noch nicht gekommen war. Wenn wir das Geschehen bis hierher und noch weiter betrachten, steht fest, dass die Weisen, die auch den Göttern von Babel dienten, erst ihre Unfähigkeit bezeugen mussten, und ihr Todesurteil nur durch die wirksame Gnade Gottes - vermittelt durch Seinen Diener Daniel - aufgehoben wurde. Dadurch ist Daniel ein Hinweis auf die  Gnade Gottes, die durch Seinen Sohn, unseren Herrn und Heiland, sichtbar wurde. Nur durch Ihn - Seine Fürsprache -  kann die Todesstrafe für unsere Sündenschuld aufgehoben werden.

 

Dan 2,14    Da erwiderte Daniel dem Arioch, dem Obersten der Scharfrichter des Königs, der ausgezogen war, um die Weisen zu töten, mit klugen und verständigen Worten.

Arioch  ist ein assyrisch - chaldäischer Eigenname, akkadisch (semitische Sprache) „eri-aku", „Diener des Mondgottes"[11].

Nun beginnt für Daniel die eigentliche Aufgabe, wozu er berufen worden war. Wir erinnern uns daran, dass auch Joseph (einer der 12 Söhne Jakobs) und Mose in Gehorsam und im festen Vertrauen auf JHWH ihre Aufgabe am Königshof in Ägypten erfüllten. Gott, der Allmächtige lässt uns nicht im Ungewissen, was wir reden sollen und dass wir Seinen Schutz haben.

2Mo 4,12    So geh nun hin: Ich will mit deinem Mund sein und dich lehren, was du sagen sollst!

2Mo 7,2      Du sollst alles reden, was ich dir gebieten werde, ...

Lk 12,12     denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt.

Röm 8,31   Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?

Hebr 13,6   So können wir nun zuversichtlich sagen: »Der Herr ist mein Helfer, und deshalb fürchte ich mich nicht vor dem, was ein Mensch mir antun könnte.«

 

Gott prüft uns auch manchmal, ob wir Ihm auch wirklich vertrauen. Oft greift Er daher erst in der sprichwörtlichen „letzten Minute" ein.

Hiob bekannte: "Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen". (Hi 42,5)

Daniels Freunde gaben dem König davon auch ein Zeugnis: "Wenn es so sein soll - unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen erretten, und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, o König!" (Dan 3,17)

 

Arioch könnte man auch als „Obersten der Leibwache" bezeichnen. Ab dem 15 Jahrhundert hätte man ihm wohl den Titel „Oberster der Leibgarde" und heute „Leiter des  Staatssicherheitsdienstes" gegeben. Er hatte eine „Elitetruppe", die ohne Wenn und Aber seine Befehle ausführte.

Ist es nicht so, dass die meisten Menschen von sich behaupten, klug und verständig zu sein?

Man kann wohl nicht abstreiten, dass es viele sind - vor allem, wenn es um den eigenen Vorteil geht (biblisches Beispiel in Lk 16,1-8). Dies hat aber für die Ewigkeit keinen Wert - im Gegenteil (siehe Lk16,13-15, 19-31).

Woher hatte Daniel die Gabe, klug und verständig zu sein?

5Mo 4,5-6  ..., ich habe euch Satzungen und Rechtsbestimmungen gelehrt, ...So bewahrt sie nun und tut sie; denn darin besteht eure Weisheit und euer Verstand vor den Augen der Völker. Wenn sie alle diese Gebote hören, werden sie sagen: Wie ist doch dieses große Volk ein so weises und verständiges Volk!

König Salomo ist uns diesbezüglich auch heute noch ein Beispiel:

1Kö 3,3      Salomo aber liebte JHWH ...

1Kö 3,5      ... Und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll!

1Kö 3,9-12      so gib du deinem Knecht doch ein verständiges Herz, dass er dein Volk zu richten versteht und unterscheiden kann, was gut und böse ist. ...Und es war JHWH wohlgefällig, dass Salomo um dies bat. Und Gott sprach zu ihm: Weil du um dies bittest, und nicht um langes Leben und um Reichtum und um den Tod deiner Feinde bittest, sondern um Einsicht zum Verständnis des Rechts, siehe, so habe ich nach deinen Worten gehandelt. Siehe, ich habe dir ein weises und verständiges Herz gegeben, das deinesgleichen vor dir nicht gewesen ist und deinesgleichen auch nach dir nicht aufkommen wird.

 

Auch für uns gilt, dass wir um Weisheit und Verständnis nach Gottes Maß bitten dürfen.

Mt 7,7+1Kor 12,11    Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! ...            Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der jedem persönlich zuteilt, wie er will.

 

F.H. Baader übersetzt das hebr. „EZa´H" für „klug" auch mit „Rat". Hier finden wir wieder einen Hinweis auf den Messias.

Jes 9,5        Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.

Die Bitte und der Rat Daniels an Arioch (V16) führten zur Sinnesänderung Nebukadnezars, und schließlich dazu, dass der König -  und damit auch seine Weisen -  die Größe „Gottes des Himmels" erfuhren (Dan 2,46).

Daniel floh nicht, als er von dem Todesurteil erfuhr, sondern ging sogar zum Obersten der Scharfrichter - woher nahm er diesen Mut? Die Redewendung „Dem Mutigen gehört die Welt" wird es nicht gewesen sein.

 

Es gibt zahlreiche Beispiele in der Bibel, wie wir Mut erhalten können.

Ps 27,14     Harre auf den JHWH! Sei stark, und dein Herz fasse Mut, und harre auf JHWH!

Ps 138,3     An dem Tag, da ich rief, hast du mir geantwortet; du hast mir Mut verliehen, in meine Seele kam Kraft.

Apg 28,15  ... Als Paulus sie sah, dankte er Gott und fasste Mut.

1Tim 2,1    So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen ....,

1Jo 3,22     und was immer wir bitten, das empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und tun, was vor ihm wohlgefällig ist.

1Jo 5,14     ... , dass er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten.

Gott bleibt immer Derselbe (Hebr13,8). JHWH ließ Daniel alles gelingen, weil  er in allem mit Weisheit, Klugheit und Mut nach Gottes  Willen gehandelt hatte.

 

Dan 2,15    Er begann und sprach zu Arioch, dem Bevollmächtigten des Königs: Warum ist dieser strenge Befehl vom König ausgegangen? Da erklärte Arioch die Sache dem Daniel.

Als Arioch zu Daniel kam, wahrscheinlich um auch ihn zu töten, erhielt Daniel durch die Hilfe JHWH`s die Gelegenheit, ohne Umschweife ihn direkt auf die Ursache des Tötungsbefehls anzusprechen. Auch hier ist  das Eingreifen JHWH`s zu erkennen, dass Arioch nicht das Töten als Priorität sah, sondern ihm der Wunsch seines Königs, Traum und Deutung zu erfahren, wichtiger war. Persönlich zeigt es mir, dass die Loyalität Ariochs zu seinem König mehr war, als „nur" einen Befehl auszuführen - er wusste wie wichtig es Nebukadnezar war, die Deutung des Traums zu erfahren - dem ordnete er alles unter.

 

Dan 2,16    Daniel aber ging hinein und bat den König, ihm eine Frist zu gewähren, damit er dem König die Deutung verkünden könne.

Die Verse 24 und 25 deuten darauf hin, dass Daniel nicht direkten Zugang zum König hatte,sondern über Arioch um eine Verlängerung der Frist bat. Um eine Fristverlängerung zu bitten, ist auch für uns heute eine kluge Entscheidung, die uns in manchen Situationen helfen kann, zuerst Gott um Rat und Hilfe zu ersuchen. Eine übereilte Entscheidung zu treffen oder zu verlangen, zeigt meistens an, dass man diese ohne Gottes Rat und Eingreifen erlangen will - „mein Wille" und nicht Dein Wille geschehe".

 

Die Welt lebt heute in großer Eile, gedrängt und gehetzt. Sie gleicht dem „Gott dieser Welt" (2. Kor. 4,4), der weiß, dass er nur noch wenig Zeit hat (Offb 12,12). Gottes Wort lehrt uns:

Pred 9,11   Und ich wandte mich um und sah unter der Sonne, dass nicht die Schnellen den Wettlauf gewinnen, noch die Starken die Schlacht, dass nicht die Weisen das Brot erlangen, auch nicht die Verständigen den Reichtum, noch die Erfahrenen Gunst, denn sie sind alle von Zeit und Umständen abhängig.

Pred 3,17   ...Gott  hat dort eine Zeit bestimmt für jedes Vorhaben und für jedes Werk!

Daniel hatte großen Glauben und festes Gottvertrauen - also eine innere Gewissheit, dass Gott, der Allmächtige ihm Traum und Deutung offenbaren wird.

Auch für uns heute steht geschrieben:

Röm 10,11 denn die Schrift spricht: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!«

 

 

Dan 2,17-18 Darauf zog sich Daniel in sein Haus zurück und teilte die Sache seinen Gefährten mit, Hananja, Misael und Asarja, damit sie von dem Gott des Himmels Erbarmen erflehen möchten wegen dieses Geheimnisses, damit nicht Daniel und seine Gefährten samt den übrigen Weisen von Babel umkämen.

Zuerst ist es hier angebracht, Gott zu danken: „Gelobt und gepriesen sei Gott der Allmächtige, der bewirkte, dass Daniel und seine Gefährten nicht umgebracht wurden".

Daniel ging in sein Haus zu seinen Freunden, um ihnen die Situation schildern und von JHWH Erbarmen und Hilfe zu erflehen. Hier ist zu beachten, dass Daniel, der so gottesfürchtig war, nie auf den Gedanken gekommen wäre, heidnischen Rat zu suchen, und auch mit seinen Freunden keine Gespräche, Diskussionsrunden oder Sitzungen veranstaltete, sondern sofort zum gemeinsamen Gebet fand.

Ps 119,63   Ich bin verbunden mit allen, die dich fürchten, und die deine Befehle befolgen.

 

 

Jeder treue Nachfolger Christi behält im Sinn:

Ps 50,15     und rufe mich an am Tag der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich ehren!«

Spr 8,14     Von mir (JHWH) kommt Rat und Tüchtigkeit; ich bin verständig, mein ist die Kraft.

Mt 11,28     Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!

 

 

[12]Auffallend ist auch, dass für DaNiJe`°L gegenüber seinen Freunden noch die ursprünglichen Namen gelten. Er musste sie zwar gegenüber anderen mit dem babylonischen Namen benennen, weil man sonst nicht gewusst hätte, von wem er spricht, doch im  persönlichen Gebrauch galt dies nicht. Hier sprach er sie mit den hebräischen Namen an, die auf Gottes Wesen und Eigenschaften hinweisen. Solches gilt für Treuende[13] ganz allgemein: sie sollten biblische Namen nicht romanisieren, germanisieren, anglisieren oder ihnen eine andere "Glasur" verleihen, weil das bereits ein babylonischer Anfang sein kann. Die Namen verlieren dabei vielfach den wesenhaften Inhalt. Die babylonische Welt kann uns herabsetzen, das gehört zu unserer Demütigung, die wir von Gott her annehmen. Treuende aber sollten untereinander und im Gebrauch des Wortes Gottes das Heilige nicht verunstalten. Es ist oftmals schon eine Verunstaltung des Namens, wenn der von den Eltern gegebene Name abgekürzt wird.Zum Hüten des Wortes Gottes gehört auch das Hüten der Namen.

Siehe auch unter Namens- und Wortbedeutungen " Namen in Gottes Wort".

 

Die Vorgehensweise und das Verhalten Daniels und seiner Freunde sollte uns ein unvergessliches Beispiel sein. Denn Gottes Wort ermahnt uns, dass „wir nicht von dem Satan übervorteilt werden; seine Absichten sind uns nämlich nicht unbekannt. (2Kor 2,11).

Dies ist unsere Gewissheit: »Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich« (Röm 9,15).

 

Dan 2,19    Hierauf wurde dem Daniel in einem Gesicht bei Nacht das Geheimnis geoffenbart. Da pries Daniel den Gott des Himmels.

Ihr gemeinsames Gebet blieb nicht ungehört. Gott, der Allmächte gab Gnade, und der bisher unbekannte oder verborgen Traum wurde enthüllt, sichtbar und erkennbar gemacht.

Daniel, und dies dürfen auch wir nie vergessen, pries Gott und dankte IHM.

 

Ps 34,19     JHWH ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.



[1] Wertvolle Hinweise erhielt ich aus der Wuppertaler Studienbibel sowie von  F:H. Baader, Prophetie der Bibel, Band III

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Traumdeutung

[3] Wikipedia, die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org - Als Teraphim (hebr. תְּרָפִים trafím) bezeichnet man ein Bild oder eine leicht transportable Figur eines Familiengottes semitischer Nomaden. Sie dienten auch zur Weissagung bzw. Wahrsagung, wie heute Kartenlegen,  Handlesen,  Horoskope erstellen, usw.

[4] Lexikon zur Bibel von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[5] „Seher" - Luther1912; Alte Elberfelder 1871 - „Schriftgelehrte"; Wuppertaler Studienbibel - „Magier".

[6]Lexikon zur Bibel von Fritz Rienecker und Gerhard Maier -  - hebr. chasdim , babylon. kaldu ; griech. chaldaioi. Ein aramäischer. Halbnomadenstamm, der in Hiob 1,17 erwähnt wird. Die Chaldäer siedelten sich um 1000 v.Chr. im Süden Babyloniens an, übernahmen die babylon. Zivilisation und waren das Rückgrat des neubabylonischen oder chaldäischen Reiches (2Kön 25,4; 2Chr 36,17; Jes 13,19; Jer 21,4 u.ö.). In Dan 2,2. 4. 10; 4,4 kommt das Wort Chaldäer auch als Bezeichnung für eine bestimmte babylon. Priesterklasse vor, die sich mit Traumdeutung und Astrologie beschäftigte.

[7] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[8] Prophetie der Bibel, Band III

[9] systematische Untersuchung

[10] Wikipedia, die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org

[11]Dr. Abraham Meister,  „Biblisches Namen - Lexikon", Seite 47

[12] Prophetie der Bibel, Band III, Seite 438-439

[13] ...die Gottes Wort treu sind, wie Anm. 12)

   
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