Wir lesen in der Bibel immer wieder Namen, deren Bedeutung wir nicht kennen. Damit wir die Aussagen der biblischen Aussagen besser verstehen lernen, möchte ich dieses Thema etwas grundlegender betrachten.

Vorwort zu diesem Studium: Texte in einfacher Schriftart und Hervorhebungen stammen vom Verfasser. Die Bibelstellen wurden aus der Schlachter 2000 Übersetzung entnommen mit den dort angegebenen Fußnoten. Dort wird in der Fußnote zu 2.Mose 3,14  erläutert: „Der hebräische Name des Gottes Israels (in dieser Übersetzung mit HERR wiedergegeben; wahrscheinlich lautete er »Jahweh«) beruht auf dem hebr. Wort hawa = »sein / existieren«; von daher die Wendung »Ich bin, der ich bin«. Daher habe ich für „HERR" JHWH eingesetzt. Erläuterungen zu dem Namen Jesus Christus sind am Schluss dieses Studiums zu finden.

 

Zum Thema: - in der Offenbarung steht:

Offb 2,17+31,12         Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna zu essen geben; und ich werde ihm einen weißen Stein[1] geben und auf dem Stein geschrieben einen neuen Namen, den niemand kennt außer dem, der ihn empfängt. ... Wer überwindet, den will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich will auf ihn den Namen meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das vom Himmel herabkommt von meinem Gott aus, und meinen neuen Namen.

Auch lesen wir in der Bibel, dass Gott, der Allmächtige, Menschen, die Er erwählt hatte und die in der Nachfolge gehorsam gelebt hatten, neue Namen gegeben hat. Hier drei Beispiele:

  • 1Mo 17,5        Darum sollst du nicht mehr Abram (1) heißen, sondern Abraham (2) soll dein Name sein; denn ich habe dich zum Vater vieler Völker gemacht.

(1) Erhabener Vater ; (2) Vater der Menge. Der neue Name galt als ein wirkliches Unterpfand für die Ausführung des Bundes (mit Gott). [2]Vater einer Menge« = hebr. ab-hamon

  • 1Mo 35,10      Und Gott sprach zu ihm: Dein Name ist Jakob (1), aber du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel soll dein Name sein! Und so gab er ihm den Namen Israel (2)

(1) „Er fasst die Ferse" od. „Er betrügt" 1. Mo 25,26; Hos.12,4;  (2) Gottesstreiter oder Fürst Gottes, 1. Mose 32,29..

  • Joh 1,42          Und er führte ihn (Petrus) zu Jesus. Jesus aber sah ihn an und sprach: Du bist Simon, Jonas Sohn, du sollst Kephas heißen (das heißt übersetzt: »Fels«, aramäisch: Stein, griech. Petros = Petrus).

Andere erhielten von Geburt an den auserwählten Namen, z. B. Adam, Eva, Noah, Juda, Joseph, Mose, Isaak, u.v.a.m.

 

Ein lateinisches Sprichwort sagt: „Nomen est omen", dies bedeutet: der Name ist eine Vorhersage (Vorzeichen). Dr. Abraham Meister in  „Biblisches Namen-Lexikon" -  Vorwort  Seiten 9 bis 11: Mancher Name ist ein Zeugnis der göttlichen Offenbarung, ein bleibendes Unterpfand der Führung und Verheißung des treuen Bundesgottes. Namen dieser Bedeutung werden den Personen meistens nach der Geburt gegeben. Neben ursprünglichen Namen sind Neubenennungen keine Seltenheit. Die Bedeutung und die neue Lebensstellung von Personen im Reich Gottes wurden oft durch einen Namenswechsel geprägt. Einen neuen Namen von Gott empfangen drückt ein persönliches Verhältnis aus, das durch Gottes Gnade neu begründet ist. Die meisten Eigennamen der Bibel sind daher mit Gottes Namen verbunden. Die Namen aus der ältesten Zeit haben oft die Vor- und Nachsilbe „El" = Gott. Seit Davids Zeiten sind manche Namen  mit Jahwe verbunden, was durch die Vorsilben  „Jeho" und „Jo" (Ja) und die Nachsilben „jahu" und „ja"(ja, ia) angedeutet wird. Im Alten Testament stehen etwa 290 Namen mit Jahwe in Verbindung.

Es gäbe einleitend noch viel zu dem Thema  „Namen" zu sagen, aber ich möchte es bei dem bisher Geschriebenen belassen.


W
arum verstehen wir heute die Bedeutung von Namen  -  egal ob Vor- oder Nachnamen  - nicht mehr eindeutig? Zwei mögliche Gründe möchte ich nennen:

  • Die Namen werden nur noch selten nach ihrer Bedeutung vergeben
  • Die Anzahl der Sprachen auf dieser Erde beläuft sich auf  zwischen 2.500 und 3.500[3].

Woher kommt dies? In der Bibel steht:

1Mo 11,4    Und sie (Bewohner von Babel) sprachen: Wohlan, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden!

1Mo 11,6-9     Und JHWH sprach: Siehe, sie sind {ein} Volk, und sie sprechen alle {eine} Sprache, und dies ist [erst] der Anfang ihres Tuns! Und jetzt wird sie nichts davor zurückhalten, das zu tun, was sie sich vorgenommen haben. Wohlan, lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren, damit keiner mehr die Sprache des anderen versteht! So zerstreute JHWH sie von dort über die ganze Erde, und sie hörten auf, die Stadt zu bauen. Daher gab man ihr den Namen Babel (1), weil der JHWH dort die Sprache der ganzen Erde verwirrte ....

(1) bedeutet im Hebräischen „Verwirrung".

Dr. Abraham Meister ergänzt auf Seite 62 Nr. 509: Neben dieser heilsgeschichlichen Deutung gibt es die Erklärung „Bab Bel" = Tor, d. i. Hof des Bel; nach den keilinschriftlichen „Babilu" = Pforte Gottes. Die griechiche Form ist Babylon.

Seite 69 Nr.586: Bel = zusammengezogen aus Beel; nach assyrisch-babylonischer Aussprache „bil"; griech. Bel, Belos. Name eines der höchsten Götter im babylonischen Pantheon[4], der als Sonnengott galt.

 

In der Bibel lesen wir weiter dazu:

Jer 50,2   ... : Babel ist eingenommen, Bel (1) ist zuschanden geworden, Merodach ist erschrocken; ihre Götzenbilder sind zuschanden geworden ...!

(1) „Bel" ist ein Name der babylonischen Hauptgottheit Marduk

 

Babel war eine Stadt, die den Schöpfergott missachtete und eigene Götter verehrte.

Sie wollte sich damit einen „Namen" machen, ihre Fähigkeiten darstellen und nach Macht und Ruhm streben. Ihre Bewohner strebten an, eine widergöttliche Weltmacht zu werden[5].

Dan 4,27    Da begann der König (Nebukadnezar) und sprach: „Ist das nicht das große Babel, das ich mir erbaut habe zur königlichen Residenz mit meiner gewaltigen Macht und zu Ehren meiner Majestät"?

 

Die Wichtigkeit von Namen

Wir haben erfahren, dass viele Namen in der Bibel mit Gottes Namen verbunden sind. Dies können wir auch bei Daniel und seinen 3 Freunden sehen. Sie stammten aus dem Stamm Juda, lebten in Gefangenschaft am Hofe Nebukadnezars von Babylon (Dan 1,1 - ...). Daniel entstammte einem vornehmen jüdischen Geschlecht. Die Namen seiner Freunde waren: Hananja, Misael und Asarja (Dan 1,6). Sie sollten im Palast des Königs Nebukadnezar dienen. Dazu sollten sie einen „neuen" Namen erhalten.

Dan 1,7      Diesen gab der oberste Kämmerer andere Namen; und zwar nannte er Daniel »Beltsazar«, Hananja »Sadrach«, Misael »Mesach« und Asarja »Abednego«.

Dies musste einen Grund haben. Wir erkennen auch, dass Nebukadnezar bestimmte Bedingungen an seine „Führungskräfte" stellte:

Dan 1,3-5   ... , die von königlichem Samen und von den Vornehmsten sein sollten, junge Männer ohne jeden Makel, schön von Gestalt und für alle Wissenschaften begabt, die Einsicht und Verstand hätten und tüchtig wären, im Palast des Königs zu dienen, und dass man sie in der Schrift und Sprache der Chaldäer unterwiese. Diesen bestimmte der König den täglichen Unterhalt von der feinen Speise des Königs und von dem Wein, den er selbst trank, ...

 

Halten wir im Sinn, dass der Name Babel „Verwirrung" bedeutet. Nebukadnezar hatte schon vom Gott der Juden gehört, denn er hatte auch etliche Geräte aus dem Tempel in Jerusalem geraubt und in seinen Tempel nach Babel gebracht (2. Chronik 36,7). Da liegt es nahe, dass Diener an seinem Hofe nicht die Vor- und Nachsilben „El oder Ja (hebr. jah)" haben durften, denn dies wäre eine „Botschaft" an sein Volk gewesen.

Schauen wir uns die Namensbedeutungen einmal an:

 

Daniel (DaNiJe´oL)[6]

Der Name Daniel bedeutet: "Mein Richter ist Gott[7]", oder im Hebräischen „mein Rechtswalten  ist EL, „mein HerrSein ist EL[8]". "[9]Gerichtet von El (Gott)" (Wurzel דינ‎ [din] ="richten", "Recht schaffen". Sein Name sagt also aus, dass Gott in allem sein Herr und sein Rechtsmaßstab ist, dass Er seine Rechtssachen führen wird, und Daniel sich Ihm in allem unterordnet.

Daniels Name wurde in Beltsazar" hebr. BelThSchaoZa´r =BeLsSchossender, der anhäuft[10] geändert. Es war der Name des Gottes von Nebukadnezar (Dan 4,5). [11]Bel - (belu »Herr«, verwandt mit hebr. baal ) oder Marduk (hebr. Merodach ; Jer 50,2) war zusammen mit Anu und Enki der höchste Gott des babylonischen Götterhimmels (Jer 51,44). [12]Griech. Bel, Belos - Name eines der höchsten Götter, der als Sonnengott galt. [13]Die Bezeichnung Beelzebub kommt jedoch von dem Gott Baal Sebul, der später Beelsebul gelesen wurde und volksetymologisch zu Beelzebub geformt wurde.

Dieser „Bel" wird auch in der Bibel beschrieben.

Jes 46,1+ 50,2 Belkrümmt sich; Nebo[14] ist zusammengebrochen; ihre Bilder sind den Tieren und dem Vieh aufgeladen; eure Prozessionsbilder sind ihnen zur schweren Last geworden, eine Bürde für das erschöpfte Vieh. ... , Bel ist zuschanden, Merodach ist erschrocken; ihre Götzenbilder sind zuschanden geworden...,

 

Gott wird alles, was IHM zu Unehre dient, entfernen.

Hos 2,18-19    An jenem Tag wird es geschehen, spricht JHWH, dass du mich »mein Mann« und nicht mehr »mein Baal (1) « nennen wirst; und ich werde die Namen der Baale aus ihrem Mund entfernen, dass an ihre Namen nicht mehr gedacht werden soll. (1) bedeutet [15]Herr, Meister, Besitzer, Ehemann, König oder Gott.

 

Daniel erhielt mit dem neuen Namen natürlich auch die verschiedenen Eigenschaften und Charakteristika dieses „Gottes" zugewiesen. Ohne sie im Detail zu kennen, werden sie mit Macht, Verwirrungen und allen Sünden Babylons zu tun haben. Daniel sollte im babylonischen System ein großes Vorbild für das Volk werden.

 Hier wird deutlich, dass Menschen die Botschaft Gottes, des Allmächtigen, die in diesen Fällen mit den Namen verbunden war, auslöschen oder verändern wollten. Das ist bis heute nicht anders.


Ein Beispiel finden wir in den Tagen der Woche.
Der Samstag hieß nach Gottes Willen „Sabbat". Der Name bedeutet: „aufhören von etwas"[16], ruhen: 5Mo 5,14 aber am siebten Tag ist der Sabbat JHWH´s, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun, ...

[17]Im bürgerlichen Kalender ist der Samstag der sechste Wochentag (DIN 1355), .... Ursprünglich repräsentierte der Samstag als „Tag des Saturn" den ersten Tag der Woche. Saturn war ein römischer Gott. [18]Im alt- bzw. mittelhochdeutschen Begriff sambaztac bzw. sam[e]ztac distanzierte man sich von der Erinnerung an vorchristliche Gottheiten (lateinisch Saturni - (englisch Saturday). Stattdessen wurde das vulgärgriechische Wort sámbaton (von griechisch sábbaton) entlehnt, dessen Ursprünge in der hebräischen Sprache liegen und das den Sabbat, den nach jüdischem Glauben geheiligten wöchentlichen Ruhetag, bezeichnet.

Der heutige Sonntag wurde zum 7. Tag gemacht:

[19]Im Jahre 321 erklärte Konstantin I. den Tag zum Feiertag. Dieser von den Christen als Tag des Herrn gefeierte Tag war auch bei den Anhängern des Mithraskults[20] ein heiliger Tag. Konstantin konnte mit diesem Edikt also gleich zwei wichtigen Religionen einen Gefallen tun (und offen lassen, welche er besonders meinte). [21]Mit der ursprünglich babylonischen 7-Tage-Woche wurden von Römern und Griechen auch die Bezeichnungen der Tage nach den alten 7 Planeten übernommen. So hieß der erste Tag, der der Sonne gewidmet war, griechisch hêméra Hêliou und lateinisch  Solis. Bei Übernahme der Wocheneinteilung durch die Germanen im 4. Jahrhundert n. Chr. übersetzten sie den Begriff zu „Sonntag", althochdeutsch sunnûntag.

Welch ein Aufwand wurde getrieben, um Gottes Gebot unkenntlich zu machen!!

 

 

Hananja (ChaNaNJa´h)

Hananja bedeutet: »[22]Jahwe ist gnädig gewesen (d.h. ist gnädig)« Eine wunderbare „Dauerbotschaft" liegt in diesem Namen. Gott, der Allmächtige ist wohlwollend, barmherzig, nachsichtig, vergebend, gütig und Milde erweisend, erbarmungsvoll, helfend, ....

Hananjas Name wurde in Sadrach, hebr. SchaDRa Kh[23], geändert

Hier gibt es verschiedene Übersetzungen.

  • Sadrach, [24]chaldäischer Name für den Fürsten der bösen Geister.
  • SchaDRa Kh bedeutet SchaDs  Zarter[25]
  • Wort oder Befehl von Aku" (war der Mondgott der Babylonier[26]).
  • Im Hebräischen bedeutet schad = Brust[27] oder [28]Brustiger und Dahinraffer. Ra Kh bedeutet zart und ist verwandt mit RoKh = Weiblichkeit.

Der Name des babylonischen Gottes (man kann auch Anti- oder Anstatt-Gott sagen) ist, wenn man die Deutungen der Namen zusammenfügt, ein „Fürstgott", der Mondgott (mit dem „zarten" Licht). Der Mond ist biblisch gesehen das Licht der Nacht (1. Mo 1,5.16) das alleine kein Licht hat.

Der „Fürst" der Finsternis stellt sich auch "als Engel des Lichts dar" (2. Kor. 11,14). Wenn man noch schad = Brust bzw. Brustiger und Dahinraffer und Ra Kh verwandt mit RoKh = Weiblichkeit dazu bewertet, wird man an die „Sünden der Nacht" erinnert, die letztendlich den Menschen dahinraffen werden (1.Kor. 6,9, Röm 6,23).


Wir sind heute Zeitzeugen von Unzucht, Gesetzlosigkeit, Verfall der Sitten.  Schranken für ungezügeltes Luststreben werden beseitigt und für „gut" erklärt. Die aber, die dies beklagen, werden als „Fundamentalisten" hingestellt.

Aufweichung der sittlichen Grenzen, die Freizügigkeit in Bekleidung, das Übertreten der von Gott gesetzten besonderen Ordnungen für eheliche Freuden, Sextourismus ohne Schranken, gleichgeschlechtlicher Sex, Abartigkeiten ohne Grenzen sind Spiegelbilder von Babylon, Sodom und Gomorra. Unterhaltung mit diesen Themen  sind auch teils  Träger unseres Wirtschaftssystems geworden. Zum Teil ekelerregende CDs, DVDs, Darstellungen mittels Spielkonsolen (Playstation, Xbox, ...), Videos, Filme, Musik, Shows, und TV, Comedies „zieht man in sich hinein".

Wenn auch nicht alle hier genannten Erklärungen zu  Sadrach treffend sind, kann man dennoch erkennen, dass Nebukadnezar einen Mann, der den Namen „Jahwe ist gnädig" trug, in sein verkommenes babylonisches System in leitender Stellung einbinden wollte.

 

Misael (MISchaE´L)

Misael bedeutet, [29]wer ist, was Gott ist?In diesem Namen kommt, wie bei Michael[30] (wer ist wie Gott) das Bekenntnis der Unvergleichlichkeit Gottes zum Ausdruck.

Dies könnte bedeuten, dass auch Misael die Haltung z.B. des Erzengels Michael repräsentiert, der sich gegen die wendet, die Gottes Stellung angreifen oder in Zweifel ziehen (Jud 9; Dan 10,13; Offb 12,7-9).

Sein Name wurde in Mesach, hebr. MeJSCH´K[31], geändert. Mesach bedeutet [32]wer istwie Aku!" - der Mondgott. Nebukadnezar benennt auch hier den Namen Misael um, damit der Mondgott Babylons „hell" leuchtet. Es könnte sein, dass Misael eine ähnliche Funktion erhalten sollte, nämlich alles, was mit dem Gott der Finsternis in Verbindung steht, zu verteidigen bzw. auszubreiten ( „Wer ist wie Aku?"), damit „Aku" über allem steht.

Der allmächtige Gott sollte damit auch aus dem Gedächtnis der Juden verbannt werden.

Gott warnt aber davor:

5Mo 4,19    dass du deine Augen auch nicht zum Himmel hebst und die Sonne und den Mond und die Sterne und das ganze Heer des Himmels anschaust und dich verführen lässt, sie anzubeten und ihnen zu dienen, die doch JHWH, dein Gott, allen Völkern unter dem ganzen Himmel zugeteilt hat.

Viele Völker dieser Erde haben den „Halbmond" in ihren Landeswappen.

 

Asarja (ÄSaRJa´H)

Asarja bedeutet: [33]"Jahwe hat geholfen" (hilft).Asarja verkündet durch seinen Namen die Hilfe JHWH´s. Aber auch er musste das babylonische Joch eines Namens tragen. Was lernen wir daraus? Sind wir bereit auf alle Schätze, Ehren und Lebensweisen dieser Welt zu verzichten und uns ganz auf die Hilfe JHWH´s und Seines Sohnes  zu verlassen. An der Beantwortung dieser Frage entscheidet sich Grundsätzliches. Wer sich nicht auf Gott, den Allmächtigen verlässt, der muss sich fragen, welchem Gott er dient.

Das, was von uns sichtbar ist und andere an uns wahrnehmen, muss mit unserem auf Gott gerichteten Inneren übereinstimmen.

Ps 40,14 JHWH, lass es dir gefallen, mich zu retten; JHWH, eile mir zu Hilfe!

Ps 63,8    Denn du bist meine Hilfe geworden, und ich juble unter dem Schatten deiner Flügel.

Ps 70,6   Ich aber bin elend und arm; o Gott, eile zu mir! Meine Hilfe und mein Retter bist du; o JHWH, säume nicht!

Asarjas Name wurde in Abednego (ÄBhe´d Nögo)[34]geändert = [35]Diener des babylon. Gottes Nögo . Gott ([36]akkad. Nabu; vgl. Nebukadnezar) der Schreibkunst und der Wissenschaften, ebenso der Astrologen. Sein Planet war Merkur. Nögo ist der Sohn Marduks. Hauptzentrum seiner Verehrung war der Tempel Ezida in Borsippa südl. von Babylon. Jes 46,1 wird Nögo. mit Bel zusammen genannt. [37]Sein Name besagt auch, dass er ein "Glänzender, Erglänzender" sei. [38]Knecht des Lichtes/des Lichtstrahls und Diener des Feuers.


Der Prophet Jesaja schreibt von dem Urheber all dieses überheblichen Tuns (Satan):

Jes 14,12    Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte!

Auch wir kennen den Begriff, dass wir „glänzen" oder im „Licht" stehen wollen. Egal, ob in Wort oder Tat - die Bibel beschreibt es so:

2Tim 3,2         Denn die Menschen werden sich selbst lieben (1), geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig,
(1) od. eigensüchtig sein; gr. phil-autoi, »Liebhaber ihres eigenen Selbst«.

Röm 1,30   Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam.


Noch viele andere Eigenschaften und Merkmale fallen unter diese Kategorie. Jemandem etwas einzureden versuchen, so viel reden, dass man damit seinem Zuhörer auf die Nerven geht; auf jemanden einreden; jemanden für dumm halten; jemanden betrügen / täuschen / hereinlegen wollen , abgehoben sein; unrealistische Vorstellungen haben; Illusionen / Hirngespinste haben,
...

Wer den eigenen Glanz sucht, wenn auch nur ein wenig, und noch dabei die „Schande" möglichst vermeidet sich zu unserem Erlöser und Erretter in Gehorsam zu bekennen, der ist ein Diener „Negos".


Auch im "Babylon" dieser Welt
beherrschen Schreibkunst, Wissenschaft, Astrologie,  Wahrsagen die Menschen und nehmen sie gefangen. Nicht zu vergessen ist der Glanz und Glimmer der Medienwelt. Wie werfen sie sich in „Schale und Pose" im Scheinwerferlicht dieser Welt, um Idole[39] zu werden und zu sein. Die Angebote der Highlights (Höhepunkte) überschlagen sich - ohne dies läuft nur noch wenig.

 

Daniel und seine Freunde sollten die Speisen und Getränke Babylons zu sich nehmen.

Dan 1,5      Diesen bestimmte der König den täglichen Unterhalt von der feinen Speise des Königs und von dem Wein, den er selbst trank, und [ordnete an], dass man sie drei Jahre lang erziehen sollte, und dass sie danach dem König dienen sollten.

Die Speise und der Trank Babylons sind nicht die Speise Gott, des Allmächtigen:

Joh 6,35     Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten.

1Kor 10,3-4 und sie haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen und alle denselben geistlichen Trank getrunken; denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der ihnen folgte. Der Fels aber war Christus.

Daniel und seine Freude wählten schon damals den richtigen Weg.

Dan 1,8      Daniel aber nahm sich in seinem Herzen vor, sich mit der feinen Speise des Königs und mit dem Wein, den er trank, nicht zu verunreinigen; er erbat sich vom obersten Kämmerer, dass er sich nicht verunreinigen müsse.

[40]Die heidnischen Lebensmittel und Getränke waren Götzen geweiht. Ihr Verzehr wurde als Ehrung dieser Gottheiten angesehen. Zudem aßen die Heiden Lebensmittel, die Gottes Gesetz verbot (3Mo 11+12). Auch „Speise" (was man in sich aufnimmt, z. B. durch die Augen), dieser heutigen Welt (Babylon) macht unrein.


Der Name Babylon steht weiter für die Verbreitung und Vermischung der Religionen.

Babylon repräsentiert auch die Religionen, die (nicht nur) einen politischen und wirtschaftlichen Machtfaktor darstellen. Die Geschichte zeigt, wie Päpste versuchten, Einfluss, Macht und Reichtum zu vermehren.

Offb 17,5    und auf ihrer Stirn (der Hure) war ein Name geschrieben: Geheimnis (1), Babylon die Große, die Mutter der Huren und der Greuel der Erde (2).
(1) gr. mysterion. In der antiken Welt gab es zahlreiche sog. Mysterienreligionen, deren Ursprung von einigen Auslegern auf Babylon zurückgeführt wird und die heute noch in verschiedenen Formen existieren. Ihre okkulten Lehren und Riten wurden als »Mysterium« bezeichnet. (2) d.h. sinnbildlich die Wurzel aller geistlichen Unzucht (Götzendienst und Zauberei) und aller Dinge, die vor Gott ein Greuel sind (vgl. Jer 3,6-10; Hes 16 u. 23; Jes 23 u. 24; Hes 26 bis 28).

Diese Vermischung der Religionen ist heute wieder sichtbar.

„Gemeinsam unterwegs zu einer Ökumene der Weltreligionen"[41] In Offb. 17 wird „die Hure" Babylon beschrieben. Griechisch / Deutsch Strong Lexikon „porne" I.) d. Hure 1) eine Frau d. ihren Körper um Geld "verkauft" ... übertr.: vom Götzendienst Babylons. Nach manchen Auslegern ist das Rom, als der Hauptsitz des zukünftigen Abfalls von Gott und vom wahren Glauben. Diese Hure wäre dann wohl diese zukünftige "Einheitskirche" auf welche alle christlichen Konfessionen in der Ökumene schon jetzt zusteuern [42](Anmerkung d. Übersetzers (Griechisch / Deutsch Strong Lexikon), Gerhard Kautz - Österreich.

Babylon herrscht heute noch und bietet ihre „Speise" an. Babylon herrscht über die Herrscher der Erde. Der Ablass der Sünde wird auch noch heute „verkauft".

 

Daniel und seine Freunde gingen nicht freiwillig nach Babylon (siehe unter Altes Testament: Das Buch des Propheten Daniel - Kap. 1,1-21).

Gott, der Allmächtige ließ es zu. Es gibt noch viele Beispiele z. B. wie Joseph („ER nimmt hinweg, ER fügt hinzu[43]") in Ägypten, Moses („Der aus dem Wasser Gezogene[44]"), die in einem Land ausgebildet wurden, um ihrem Volk und damit Gottes Plan zu dienen (u.v.a.m).

Daniels Freunde weigerten sich auch, das große Standbild, das Nebukadnezar bauen ließ, anzubeten. Dafür wurden sie in den Feuerofen geworfen. Daraus wurden sie (wie  auch Daniel in der Löwengrube, Dan 6,8-25) von Gott, dem Allmächtigen gerettet (Dan 3,1-27).

So gaben die vier Diener Gottes in ihrer Treue Zeugnis vor der zutiefst heidnischen Welt.

Dan 3,28         Da ergriff Nebukadnezar das Wort und sprach: Gepriesen sei der Gott Sadrachs, Mesachs und Abednegos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die auf ihn vertrauten und das Gebot des Königs übertraten und ihre Leiber hingaben, weil sie keinen anderen Gott verehren und anbeten wollten als ihren Gott allein!

 

Fassen wir zusammen: Gott gibt Menschen Namen, die eine besondere Bedeutung haben. Sie weisen auf die Beziehung zu IHM hin und auf den Plan, den Er mit den Menschen hat. Dies gilt auch heute für die, die ihr Leben unserem Herrn gegeben haben - deren Leben auf Seinen Namen hinweist.

Röm 9,23     damit er auch den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit erzeige, die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat...

Eph 2,10  Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.


Auch wenn ein Name „einfach" klingt, kann er eine besondere Bedeutung haben
, z. B.:

  • Matthäus ist die griechische Form von Matthijah = „Meine Gabe ist Jahweh"
  • Johannes ist die griechische Form von Jochanan = „Jahweh ist gnädig".[45]


Ich möchte aber auch nicht zuviel in diese Geheimnisse Gottes eindringen, um auch nichts davon zu nehmen oder dazu zu tun. Wichtig ist, dass unsere Namen im Buch des Lebens stehen und nicht ausgelöscht werden (Psalm 69,29; Offb 21,27+22.19). Wenn wir die Welt überwinden, werden wir nicht an ihren Sünden teilhaben und uns so verhalten wie Daniel und seine Freunde. Denn obwohl sie Namen von heidnischen Göttern tragen mussten und sogar hohe Ämter in Babylon innehatten, blieben sie Gott, dem Allmächtigen trotz schwerer Strafen treu und in allem gehorsam. Die Speisen Babylons lehnten sie ab, die auch heute so reichlich angeboten werden. Sie alle und alle Brüder und Schwestern im Glauben werden einen neuen Namen erhalten, den niemand kennt außer dem, der ihn empfängt, Offb. 2,17

 

 

Anhang: Der Name  Jesus Christus ist die lateinische Umschrift von griechisch Ιησούς Χριστός, Aussprache und Betonung: Iesús Christós, ɪɛˈsʊs xrɪsˈtɔs, Jesus, der Gesalbte (aus wikipedia.org /wiki / Jesus Christus). Gottes Sohn war Hebräer und Sein Name wird im Hebräischen (Kurz- oder Langform, je nach Auslegung) Jahschua oder Jahuschuah, (westaramäisch?) „JHWH ist Rettung", gesprochen. Er, der den Namen des Vaters (JHWH) in sich trägt (2.Mose 23,21; Joh. 14,9; 1.Kor. 10,4; Kol 2,9).

Die traditionelle Deutung des Namens als „Gott ist Rettung / Hilfe /Erlösung" rechnet mit einer Abstammung des Namens aus der Zusammensetzung von jhw und šuaʿ („um Hilfe rufen")- aus http://de.wikipedia.org/wiki/Jehoschua: M. Noth. Die Israelitischen Personennamen, Stuttgart, 1928 (zit. in : Hebräisches und aramäisches Lexikon zum Alten Testament (HAL), Eintrag zu וֹשׁוּע ‎); Joshua in: Encyclopedia Biblica (EB).

Messias - hebräisch משיח Maschiach „ Gesalbter". Gott =  griech. theos



[1] Weiße Steine wurden damals auf vielfältige Weise gebraucht. Bei Wettkämpfen bekamen die Sieger weiße Steine als Anerkennung; vor Gericht wurde die Unschuld des Angeklagten mit einem weißen Stein bestätigt; bei großen Gastmahlen wurde den Ehrengästen auch ein weißer Stein gereicht. Kurz: Der weiße Stein ist ein Zeichen der Anerkennung. (www.bibelstudium.de/index.php?structure/70/Offenbarung)

[2] Lexikon zur Bibel, von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[3] www.br-online.de/kinder/fragen-verstehen/wissen/2005/00886/

[4] Das Pantheon (griechisch Πάνθεον, von πᾶν pân „alles" und θεός theós „Gott") in Rom war ursprünglich ein allen Göttern Roms geweihtes Heiligtum (Wikipedia, die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org

[5] Anmerkung: Immer mehr Staaten oder Staatenbunde streichen auch heute den Namen „Gott" aus der Präambel ihrer Verfassung oder in völkerrechtlichen Verträgen.

[6] F.H.Baader, Prophetie der Bibel, Band 3, Seite 320

[7] Griechisch / Deutsch Strong Lexikon

[8] F.H.Baader, a.a.O., Band 3, Seite 312

[9] Wikipedia, die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org

[10] F.H.Baader, a.a.O., Band 3, Seite 324

[11] Lexikon zur Bibel von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[12] Dr. Abraham Meister, „Biblisches Namen-Lexikon",  Seite 69 Nr. 586

[13] Wikipedia, die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org

[14] Nebo, der große prophetische Gott Babylons soll genau derselbe wie der griech. Gott Hermes sein - in „ Von Babylon nach Rom. Der Ursprung der röm. kath. Religion", Alexander Hislop, S.332 zu Nr. 344

[15] Wikipedia, die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org

[16] Lexikon zur Bibel von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[17] Wikipedia, die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org

[18] www.wunderland-deutsch.com/?tag=/wochentag

[19] Wikipedia, die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org

[20] Der Mithraismus oder Mithraskult war ein zunächst in Kleinasien, später im ganzen Römischen Reich verbreiteterMysterienkult, in dessen Zentrum die Gestalt des Mithras stand (wikipedia.org/wiki/Mithraismus)

[21] Sonntag - Wikipedia, die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org

[22] Lexikon zur Bibel von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[23] F.H.Baader, a.a.O., Band 3, Seite 324

[24] www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/s/ks00450.htm

[25] F.H.Baader, a.a.O, Band 3, Seite 326

[26] Dr. Abraham Meister, a.a.O.,  Seite 289 Nr. 3070

[27] www.hutters-online.de/publikationen/02gott.pdf

[28] F.H.Baader, a.a.O., Band 3, Seite 326

[29] Dr. Abraham Meister,a.a.O", Seite 246 Nr. 2536

[30] ders. ,aaO. Seite 243 Nr. 2502

[31] F.H.Baader, a.a.O., Band 3, Seite 330

[32] www.bibelkommentare.de/index.php?page=dict&article_id=1196

[33] Lexikon zur Bibel von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[34] F.H.Baader a.a.O., Band 3, Seite 333

[35] Lexikon zur Bibel von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

[36] Akkadischist eine semitische Sprache, die stark vom Sumerischen beeinflusst wurde. Sie wurde bis kurz nach der Zeitenwende in Mesopotamien und im heutigen Syrien verwendet, in den letzten Jahrhunderten zunehmend vom Aramäischen verdrängt und diente zuletzt nur noch als Schrift- und Gelehrtensprache. ...Ihre beiden wichtigsten Dialekte waren Babylonisch und Assyrisch (wapedia.mobi/de/Akkadische_Sprache).

[37] F.H.Baader, a.a.O., Band 3, Seite 334

[38] wiktionary.org/wiki/Abednego

[39] Idol, von lateinisch idolum ‚Abgott‘, entlehnt im 18. Jahrhundert, das  auf griechisch eídolonGestalt‘ ‚Bild‘,Götzenbild‘ zurückgeht:  Wikipedia, die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org

[40] Studienbibel John Mac Arthur

[41] kirchentag-wuerttemberg.de/2008/News/Trialog.html

[42] Jes 1,21; Hes 16,30; Offb 17,1.5.15.16; 19,2;

[43] Siehe 1.Mo 30,23-24.

[44] Siehe 2. Mo 2,10

[45] Matthäus und Johannes: Lexikon zur Bibel von Fritz Rienecker und Gerhard Maier

 

   
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