Jes 11,1-2   Und es wird ein Zweig hervorgehen aus dem Stumpf Isais und ein Schößling hervorbrechen aus seinen Wurzeln. Und auf ihm wird ruhen der Geist JHWHs, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rats und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht JHWHs[1].
Unser Gott hat in der hoffnungslosesten Lage einen Ausweg. Wenn auch das Haus Davids so heruntergekommen ist, dass es nur noch mit einem wertlosen Baumstumpf verglichen werden kann- aus den für uns unsichtbaren Wurzeln lässt Er einen Schössling hervorgehen. Natürlich ist es Christus, der auch unser Herr geworden ist. Er ist unsere Hoffnung in allen Nöten. Das gibt uns Mut und Vertrauen.
Wunderbare Kennzeichen hat dieser Sohn Davids! Er kann und wird den ganzen Ratschluss Gottes ausführen - ruht doch der Geist des herrn auf Ihm. Wenn Er handelt, dann in göttlicher Vollkommenheit. Die Aufgaben im Blick auf die Erde - gerechtes Gericht und gerechte Herrschaft - erfordern eine Vollkommenheit, die nie ein irdischer Herrscher besessen hat. Aber Christus erkennt das Wesen aller Dinge. Er handelt in vollkommener Weisheit.
„Der Geist des Rates und der Kraft" bezieht sich auf praktische Tätigkeiten. Er trifft die rechten Entscheidungen und hat auch die Macht, sie durchzusetzen.
Schließlich weist das dritte Paar - „Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN" - auf sei­ne Gemeinschaft mit Gott hin. Christus hat die vollkommene Erkenntnis Gottes und wird alles zum Wohlgefallen Gottes ausführen, so wie Er schon damals, als Er auf der Erde war, immer das getan hat, was Gott gefiel (Johannes 8,29).
Kein Zweifel, der Herr Jesus ist auch die Garantie für unsere Zukunft. Aber sollten wir, die wir den Geist Christi haben, dem Herrn nicht auch ähnlicher werden?
Aus: „Der Herr ist nahe", 06.06.2009 • CSV-Verlag •D-42490 Hückeswagen


[1] Die Bibelstellen wurden aus der Schlachter 2000 Übersetzung entnommen. Dort wird in der Fußnote zu 2.Mose 3,14  erläutert: „Der hebräische Name des Gottes Israels (in dieser Übersetzung mit HERR wiedergegeben; wahrscheinlich lautete er »Jahweh«) beruht auf dem hebr. Wort hawa = »sein / existieren«; von daher die Wendung »Ich bin, der ich bin«. Daher ist der richtige Name " JHWH". Siehe auch unter „Namens- und Wortbedeutungen".

 

   
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