Jesus nimmt den Petrus und den Jakobus und den Johannes mit und führt sie für sich allein auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen verwandelt.

Hier, auf dem „Berg der Verklärung", lernen die Jünger wichtige Lektionen, die auch für uns aktuell sind: Wer ein brauchbarer Jünger sein will, der muss zuweilen einen „Berg" erklimmen. Dabei symbo­lisiert der äußere Aufstieg den inneren, nämlich das Freiwerden von den Belangen des Alltags und das Stillwerden vor Gott.

Wer ein nützlicher Jünger sein will, muss Mo­mente kennen, wo er „Jesus allein" vor Augen hat. Petrus wollte eilfertig drei Hütten bauen für Mose, für Elia und für Jesus. Aber wie schon bei der Taufe des Herrn Jesus zeigt die Stimme aus dem Himmel an, um wen es sich hier handelt: um keinen Geringeren als den geliebten Sohn des Vaters!

Ein geschulter Diener Christi muss schließlich die gelegene von der ungelegenen Zeit zu unter­scheiden wissen. Zunächst einmal sollten die Jünger ja über dieses Ereignis schweigen. Doch später erwähnt Petrus, inspiriert durch den Heiligen Geist, in seinem zweiten Brief die „herrliche Größe" Jesu als einen Beweis für seine „Macht und Ankunft" in Herrlichkeit (Kap. 1,16-18).

Die drei Jünger waren Augenzeugen davon; und sie hörten auch, dass sich der Herr Jesus mit Elia und Mose über „seinen Ausgang, den er in Jerusalem erfüllen sollte", unterhielt (Lukas 9,31). Zunächst ging sein Weg durch Leiden, und als seine Jünger mussten sie zur Leidensnachfolge bereit sein. Die drei Apostel haben einen Vorgeschmack empfangen von der Herrlichkeit des Herrn in seinem Friedensreich. Doch bis zu dem Augenblick, wo Er seine Herrschaft tatsächlich antritt, gilt es für alle Jünger des Herrn, hier auf der Erde das Verworfensein ihres Meisters zu teilen.

Aus: "Der Herr ist nahe" 2009 • CSV-Verlag  D-42490 Hückeswagen

   
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